Samstag, 26. Mai 2018

Die Sturheit des Linken: Manipulation und Gewalt statt Einsicht

Bild: Pixabay / OpenClipart-Vectors / CC0 Public Domain
von Tomasz M. Froelich
Der Linke neigt zu abstrakt-weltfremden Wunschvorstellungen. Dazu gehören etwa die Auflösung der Nationalstaaten in einer identitätslosen weltrepublikanischen Ordnung des Nichts; die soziale Gerechtigkeit, die für ihn im Kern nichts weiteres ist als eine bedingungslose Angleichung der materiellen Verhältnisse aller; weitere Egalitarismen sämtlicher Couleur bis hin zur Auflösung der Geschlechtsunterschiede.

Beim Versuch seine Wunschvorstellungen zu realisieren, initiiert er Prozesse, die alles verbessern sollen, aber alles nur noch weiter verschlechtern. Das liegt mitunter daran, daß der Linke nicht erkennt oder nicht erkennen will, was die Umstände des Menschseins, was die Natur des Menschen, was die conditio humana ausmacht.

So enden seine Utopien als umgesetzte Gesellschaftsexperimente zwangsläufig immer wieder in Katastrophen, ohne daß es ihn irgendwie beeindrucken, er von seinen längst entlarvten Lebenslügen Abstand nehmen und er irgendwelche Konsequenzen für sich und die anderen daraus ziehen würde.

Im Gegenteil: Er paßt seine Wunschvorstellungen nicht der Realität an, sondern greift lieber zum Mittel der Manipulation oder gar zur Gewalt, um seine Utopie doch noch irgendwie durchzuboxen. Da dies nicht funktionieren kann, steigert er in all seiner Unbelehrbarkeit die Dosis an Manipulation und Gewalt, anstatt den Holzweg, auf dem er sich befindet, zu verlassen. Das erinnert unweigerlich an Einsteins Definition des Wahnsinns: ,,Die Definition des Wahnsinns ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.''

Der Euro scheitert? Wir müssen noch mehr Rettungspakete verabschieden.

Die EU wird immer dysfunktionaler? Wir brauchen mehr ,,Europa".

Die Migrationskrise ist nicht kontrollierbar und hat die Überstrapazierung gesellschaftlicher Komplexität und die Intensivierung gesellschaftlicher Problemlagen durch den Import ethnischer und religiöser Konflikte und die Plünderung der Steuergelder zur Folge? Wir brauchen noch offenere Grenzen und mehr Migration und Willkommenskultur.

Menschen denken und äußern sich anders, als sie es sollten? Wir müssen die Meinungsfreiheit massiv einschränken, ohne dies explizit so zu benennen (siehe Netzwerkdurchsetzungsgesetz).

Jemand ist nicht links? Wir brauchen noch mehr Mittel für den Kampf gegen Rechts!

Jemand muckt immer noch auf? Dann ab in den Gulag!

Der Linke ist bockig und neigt zur Sturheit. Sobald er regiert, haben alle darunter zu leiden. Nur er nicht.

Kommentare:

  1. Der konkrete Fehler, welcher sich durch den gesamten Argumentationsversuch hindurchzieht, ist die Verwechslung von "Abstraktion" mit "Wunschvorstellung" bzw. "Konkretisierung" mit "Realität". Vielleicht hilft es Ihrem Verständnis, wenn ich Ihnen ein konkretes Beispiel anhand der linken Forderungen gebe. Tatsächlich stellen Linke Forderungen aller Art. Die abstrakten Forderungen (Ablehnung des Nationalstaats, "soziale Gerechtigkeit") können bzw. werden oft in konkrete Forderungen überführt (versuchte Verhinderung der Abschiebung einer bestimmten Person, Besetzung von Wohnungen, Forderung nach xy Euro H4, etc). Ob bzw. mit welchen Konsequenzen diese Forderungen allerdings REALISIERBAR sind, steht auf einem anderen Blatt.
    Dass Menschen mit Abstraktionen hantieren, ohne eine Ahnung zu haben wovon sie reden oder was das für Implikationen hat, ist ein anderes Problem, welches definitiv nicht nur auf Linke begrenzt ist. Es fällt nur eher auf, weil Linke mehr Gelegenheiten bekommen zu versagen. Sie haben Ihre allerdings auch nicht versäumt.

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  2. Ich kann nicht wirklich den Widerspruch zwischen den Ausführungen des Autors und denen des Kommentars erkennen. Der Unterschied zwischen dem Linken und dem Konservativen ist doch, dass die Abstraktionen des Ersteren mit der conditio humana überhaupt nicht in Einklang zu bringen sind, weil ihm ein realistisches Menschenbild fehlt.

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    1. Meine Bemerkung, dass Menschen mit Abstraktionen hantieren ohne zu wissen wovon sie reden, bezieht sich unter anderem auf meine Kritik. Ich kritisiere den Autor dafür, dass seine Erfassung und Verallgemeinerung dessen, was er zu kritisieren versucht, also seine Abstraktion, gescheitert ist, weil sie ihn zum falschen Begriff geführt hat, der in diesem Fall nicht "Abstraktion", sondern "Wunschvorstellung" o.Ä. hätte lauten müssen. Sie und der Autor hingegen kritisieren Wunschvorstellungen und nennen sie Abstraktionen. Das Risiko darin, andere mit überflüssigem Geschwafel zu beeindrucken und die Dinge komplizierter darzustellen als sie sind, besteht eben darin, dass man Fehler macht und eine Menge konfusen Unsinn verzapft.

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    2. Wir abstrahieren alle jeden Tag, wir können uns ziemlich genau vorstellen, was passieren kann, wenn wir beim Überqueren der Straße nicht nach links und rechts schauen. Ich habe trotzdem das Gefühl, daß Sie sich hier an Begrifflichkeiten hochziehen. Sie selber verkomplizieren (um sich wichtig zu machen?). Die Linken versuchen ihr utopisches Weltbild nach wie vor jedem Menschen aufzuzwingen, ihre Idologie ist Ihnen wichtiger als die Freiheit des einzelnen. Das bringt der Kommentar auf den Punkt, worum streiten wir hier eigentlich? Kunst kann auch „abstrakt“ sein, dann hat sie meist aber wenig mit der Realität zu tun.

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