Donnerstag, 12. April 2018

Statue in Trier: Der Murks um Marx

Marx ist Murks. Bild: Pixabay / CC0 Public Domain / 
OpenClipart-Vectors
von Walter Schüle
Heute mal ein Wort zu dem Murks in Trier. Weil Trier die Geburtsstadt von Karl Marx ist, soll dort jetzt eine 5,50 Meter große Marx-Statue errichtet werden. Gestiftet von der Volksrepublik China.

Der Baudezernent verteidigt die Provinzposse mit der Begründung, es sei eine Pflicht, sich mit Marx auseinanderzusetzen, zudem hätte der Stadtrat das mehrheitlich so beschlossen.

,,Auseinandersetzen", indem man eine Megastatue aufstellt, die von einer Diktatur gesponsert wird? Seltsame Auffassung. Jedenfalls gut, dass dieser Baudezernent sich nicht mit der NS-Vergangenheit Triers auseinandergesetzt hat. Die Stadt hatte nämlich 1933 Adolf Hitler zum Ehrenbürger ernannt. Hätte man dem eine 5,50 Meter-Statue gesetzt, wenn, sagen wir ein Sponsor aus Nahost, der es mit Menschenrechten so ähnlich hält wie die Volksrepublik China, sie gestiftet hätte? Die Groteske wäre jedenfalls komplettiert.

Und wer nun behauptet, dass Mao, Stalin etc. den unschuldigen Marx nur pervertiert hätten (eigentlich eher präzise umgesetzt), der geht hier am Thema vorbei. Denn die Statue wird ja von genau dem Staat bezahlt, der sich bis heute positiv auf Mao bezieht.

Interessant ist hier die politische Vita des zuständigen Baudezernenten. Andreas Ludwig ist nämlich CDU-Mann, also einer jener Bimbeskonservativen, die Konservatismus alleine über wirtschaftliche Interessen definieren und kaum ethische Werte jenseits der Thematik des (eigenen) Gelderwerbs haben. Da kann man auch natürlich Karl Marx ein gigantisches Denkmal setzen. Insbesondere, wenn es von den Bimbesmarxisten in der ,,Volksrepublik" China gesponsert wird, wo der rote Adel bereits in den Startlöchern steht, Firmen und Know-How im Standort Deutschland zu übernehmen, das gerade von den Bimbeskonservativen, die gerne mal nach weit links schielen, zugrunde gerichtet wird.

Nein, mit den konservativen Inhalten von einst hat diese CDU nichts mehr zu tun. Nur noch mit jener Bourgeoisie, von der Wladi Lenin einst sagte, dass sie den Bolschewiken auch noch den Strick verkaufen wird, an der man sie dann aufhängt.

Kommentare:

  1. Was genau hat der werte Herr Schüle gegen eine Diktatur einzuwenden?Freitum steht für autoritären Politikansatz,den Werte-Staat oder wurde ihm das nicht mitgteilt?Als Sympathisanten der AfD,die widerum von Herrn Putin (mit)finanziert wird,der seinerseits mit China dicke ist,mutet es intellektuell dürftig an,den großen Bruder zu kritisieren.

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  2. Und wahrscheinlich kriegen wir von Freitum auch die dicken Putin-Milliarden. :)

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