Samstag, 31. März 2018

Angela Merkel und ihre Migrationspolitik: Wer wählt so was?

Merkel. Bild: Pixabay / janjf93 / CC0 Public Domain
von Michael Klonovsky
Während die „Gemeinsame Erklärung 2018“ immer mehr Unterstützer findet, hat längst der übliche Gesinnungsterror gegen die Unterzeichner begonnen: Antifa-Drohanrufe, Shitstorms, Denunziationen bei Arbeitgebern, Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, Aufrufe zur Distanzierung – was der deutschen Spitzel- und Anschwärzermentalität ohne Reichssicherheitshauptamt und Ministerium für Staatssicherheit halt zu Gebote steht. Einige wenige mussten ihre Unterschrift zurückziehen, aber jeden Tag kommen an die hundert neue Unterzeichner hinzu. Darunter befinden sich auch einige Agents provocateurs; ein auf wessen Rechnung auch immer arbeitender NPD-Mann hatte sich etwa als Politikwissenschaftler eingetragen – ohnehin eine Sparte, der gegenüber man gar nicht skeptisch genug sein kann –, konnte aber letztlich nur wenig ausrichten.

Freitag, 30. März 2018

Tanzverbot am heutigen Karfreitag?

Bild: Pixabay / Alexas_Fotos / CC0 Public Domain
von Hugo Funke
Tanzverbot am heutigen Karfreitag? Bitte ohne mich. Ich bin die kirchlichen Verbote und Regularien auf staatlichem Ticket leid. Wer tanzen will, soll tanzen. Wer beten will, soll beten.

Als ginge die deutsche Kulturgeschichte deswegen den Bach runter, weil sich in einem Club ein paar Leute den Kopf wegbangen und dessen Inhalt wegbeamen. Die Kulturgeschichte geht - ganz offensichtlich - aus anderen Gründen den Bach runter.

Es ist wie mit der Debatte um die Homoehe. Ich bin generell dagegen, dass sich der Staat in das Sakrament der Ehe einmischt. Wenn die Kirche Wellensittiche und Pinguine trauen will, meinetwegen.

Und wenn ich das Gejammer um Arbeit am ,,heiligen'' Sonntag schon höre: Zur marktwirtschaftlichen Vertragsfreiheit gehört eben auch, dass man sich darauf einigen kann, an diesem Tag zu arbeiten. Eine lächerliche Debatte, über die man sich in den USA oder anderen christlich geprägten Ländern vor Lachkrämpfen auf dem Boden kringelt.

Freitag, 23. März 2018

Matthias Strolz und seine Neos: Pervertierung des Liberalismus

Neos-Vorsitzender Strolz. Bild: Nicole Heiling (Flickr: Es geht auch
anders! Das FEST!) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
von Tomasz M. Froelich
Die Tragik des Liberalismus der Gegenwart besteht darin, daß jene, die als seine Anhänger gelten, diesen komplett pervertieren und ins Gegenteil umkehren. Matthias Strolz, Ikone der österreichischen Magentaliberalen von den Neos, ist das beste Beispiel dafür:

Die neue schwarz-blaue Regierung Österreichs hat das Rauchverbot in der Gastronomie aufgehoben - als klassisch Liberaler kann man einen solchen Vorstoß nur begrüßen, da man als solcher Eigentumsrechte und Vertragsfreiheit achtet, sprich: Der Eigentümer eines Lokals entscheidet, ob in seinem Lokal geraucht werden darf oder nicht, und es steht jedem frei zwanglos darüber zu entscheiden, ob man ein solches Lokal betritt.

Strolz kommentiert die Entscheidung der neuen Regierung, das Rauchverbot zu kippen, wie folgt: ,,Ich schäme mich für diesen Berufsstand (gemeint sind die Politiker, Anm.: T. M. F.) (...) Sie handeln wider besseres Wissen und ohne Gewissen. Sie entscheiden sich heute bewusst fürs Sterben.''

Mittwoch, 21. März 2018

Facebook-Sperre: Der verbotene Beitrag

Bild: Kvarki1 (File:Facebook like thumb.png)
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Roy Bergwasser
Der folgende Beitrag wurde am 7. März 2018 – wenige Stunden nachdem ein Landtagsabgeordneter der Linkspartei und ehemaliges SED-Mitglied auf mein Profil aufmerksam wurde – seitens Facebook gelöscht.

Selbstredend folgte auch eine Sperre meines Profils mit der Warnung, man werde zukünftig härtere Sanktionen vornehmen. In den dann folgenden drei Tagen wurden über 25 Prozent meiner Abonnenten entfernt. Um ehrlich zu sein, habe ich es vorher für blanken Unsinn gehalten, wenn über gelöschte Abonnenten berichtet wurde – es zum einen als Effekthascherei, zum anderen als Missverständnis (beispielsweise weil angenommene Freundschaftsanfragen aus der angegebenen Abonnentenzahl verschwinden) angesehen. Ich halte es aber für ausgeschlossen, dass eine so hohe Anzahl ganz zufällig an drei Tagen beschließt, mir zukünftig nicht mehr folgen zu wollen.

Dienstag, 20. März 2018

Professurbesetzer-Geschwätz: Widersprüche zwischen Aussagen, die weder wahr noch falsch sein können, gibt es nicht

Bild: Max Pixel / CC0 Public Domain
von Michael Klein
Unter Sozialwissenschaftlern gibt es manche, die wenig zu sagen haben, zuweilen auch gar nichts, dieses Wenige oder Garnichts jedoch in eine sprachliche Form kleiden, deren monumentaler Umfang zum nicht vorhandenen Inhalt in einem gewissen Widerspruch, gemessen am Aussagegehalt in einem Selbstwiderspruch – weil die Aussage eben keine Aussage hat –, steht.

„André Brodocz ist Professor für Politische Theorie an der Universität Erfurt und Mitherausgeber der ‚Zeitschrift für Politische Theorie‘. Von 2003 bis 2011 war er Mitglied im Vorstand der DVPW-Sektion ‚Politische Theorie und Ideengeschichte‘.“ Und weil das nicht reicht, hat er nunmehr im „Theorieblog“ seinen Senf zum Urteil der Karlsruher BGH-Richter aus dem VI. Zivilsenat gegeben, die „Frauen keinen Rechtsanspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen“ zugesprochen haben, wie er meint. Dann kommt viel Text mit nur wenig Inhalt, bis wir schließlich bei der Aussage angekommen sind, dass die Richter beim Bundesgerichtshof durch ein Geschlechtssuffix als männlich oder weiblich ausgezeichnet werden, „Richter am BGH“ oder „Richterin am BGH“. Wer selbst auf seinen Geschlechtszusatz Wert lege, so Brodocz, der dürfe anderen den Geschlechtszusatz nicht als Rechtsanspruch verweigern. Wer es dennoch tue, begehe einen „performativen Selbstwiderspruch“. Oh je.

Montag, 19. März 2018

Ausweitung der Moralkampfzone: Der Autor Uwe Tellkamp misst in Dresden den deutschen Meinungskorridor aus

Bild: Smalltown Boy (Übertragen aus de.wikipedia nach
Commons.) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wiki Commons
von Alexander Wendt
In normalen Zeiten bringen Verlage Bücher auf den Markt, aber keine Banalitäten in die Öffentlichkeit. Der Suhrkamp-Verlag hat das nun getan: Er twitterte nach einem Streitgespräch zwischen Durs Grünbein und seinem Autor Uwe Tellkamp am Donnerstag in Dresden: „Aus gegebenem Anlass: Die Haltung, die in Äußerungen von Autoren des Hauses zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln.“

Nun handelt es sich bei Verlagen zumindest außerhalb von Partei- und Kirchenunternehmen nicht um Tendenzbetriebe. Dass sich ihre Mitarbeiter kollektiv eine Meinung zu gesellschaftlichen Themen bilden würden, wäre neu. Und noch überraschender, wenn diese Meinung dann auch die Meinung aller ihrer Autoren wäre.

Was war der gegebene Anlass, aus dem Suhrkamp etwas mitteilte, was ohnehin jeder vernünftigerweise erwarten würde?

Sonntag, 18. März 2018

Kevin Kühnert: Bigotter Seminarsozialist

Kevin Kühnert. Foto: Michael Lucan, Lizenz:
CC-BY-SA 3.0 de [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
von Ralf Özkara
Nachwuchs-Sozi Kevin Kühnert ist in letzter Zeit in aller Munde. Der Bundesvorsitzende der Jungen Sozialisten organisierte eine innerparteiliche Kampagne gegen die Große Koalition, was seiner eigenen politischen Karriere sicherlich zuträglich war. Es folgten mehrere Fernsehauftritte, so auch in dieser Woche am Mittwoch bei Sandra Maischberger.

An dieser Gesprächsrunde nahm auch der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Dr. Bernd Baumann, teil und legte dort einen soliden Auftritt hin.

Weniger als über die Gesprächsrunde an sich wurde anschließend über einen Tweet von Kevin Kühnert diskutiert, den er während des Abends twitterte:

,,DIE @AfD WILL DIE ZWANGSGEBÜHREN ABSCHAFFEN!!!1eins**aber bis dahin essen wir bei @maischberger das Buffet leer und gönnen uns drei Flaschen Wein. So heute passiert. Mit sechs AfDlern. Bigotterie hat einen Namen: #AfD".

Das typisch infantil-kleinbürgerliche Gebaren des Vertreters einer Organisation, die mit der linksradikalen Antifa verwoben ist. Ein Gebaren, das etwa von Bento - das ist so eine Art ,,Bild" für Hipster - auch noch gefeiert wurde.

Montag, 12. März 2018

Europapolitik: Zeit für deutsche Selbstbestimmung

Bild: Pixabay / MIH83 / CC0 Public Domain
von Ralf Özkara
Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises äußerte schon in den 1920er Jahren seine Bedenken bezüglich eines Projekts wie der ,,Vereinigten Staaten von Europa’’, wie sie den EU-Apparatschiks vom Schlage eines Martin Schulz offen vorschweben.

Schon damals wurde auf paneuropäischer Seite argumentiert, dass es eine europäische Staateneinigung geben müsse, um Weltmachtpolitik betreiben zu können. Die einzelnen kleinen europäischen Staaten könnten das nicht. Hier sei die Frage gestattet, ob dies denn überhaupt notwendig sei? 

Die Schweizer etwa sind ein relativ kleines Volk, das sich aus den großen weltmachtpolitischen Spielchen weitestgehend heraushält. So schlecht fahren sie nicht mit diesem Kurs – der arrogante Dirigismus der EU-Eliten bleibt ihnen erspart und südeuropäische Pleitestaaten müssen die Schweizer auch nicht ständig auf Kosten ihrer eigenen Steuerzahler künstlich am Leben erhalten.

Sonntag, 11. März 2018

Wanderungsbewegungen und Demographie: Schwarz und Weiß in Europa und Afrika

Bild: Pixabay / Mediengestalter / CC0 Public Domain
von Michael Klonovsky
Unlängst hat Karlheinz Weißmann in seiner „Gegenaufklärungs“-Kolumne folgende Bilanz veröffentlicht: 1960 lag der weiße Bevölkerungsanteil in Südafrika bei 21,6 Prozent, in Südwestafrika/Namibia bei 11,76 Prozent, in Algerien bei 10,2 Prozent, in Süd-Rhodesien/Simbabwe bei 7,3 Prozent, in Angola bei 3,5 Prozent, in Nord-Rhodesien/Sambia bei 3,1 Prozent, in Swasiland bei 2,6 Prozent, auf Madagaskar bei 2,1 Prozent, ebenso in Libyen und Spanisch-/später Äquatorial-Guinea, in Betschuanaland/Botswana bei 1,4 Prozent und im Senegal bei 1,3 Prozent.

2017 war der weiße Bevölkerungsanteil in Südafrika auf 8,37, in Namibia auf 3,05 und in Botswana auf 1,3 Prozent zurückgegangen. „In Angola, Senegal, Mosambik und Kenia gibt es noch winzige weiße Minoritäten, in Simbabwe ist der Anteil auf 0,18 Prozent geschrumpft, in Algerien, Libyen, Swasiland und den meisten übrigen dekolonisierten Staaten gibt es keine weißen Bevölkerungen mehr.“ Afrika wird wieder schwarz.

Samstag, 10. März 2018

ZDF-Chefredakteur Peter Frey über öffentlich-rechtliche Medien und die Politik: Journalistisches Anschmiegen an die Herrschenden

Bild: Mysid (SVG), Ricnun (original JPEG)
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Spoeken Kieker
„Ich glaube, dass die Distanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Politik nie größer war als heute“, belügt ZDF-Chefredakteur Peter Frey seine Gebührenzahler in aller Öffentlichkeit. Sein frappierender „Beleg“: „Ich habe in meinem ersten Jahr als Chefredakteur zwei Anrufe und drei SMS gekriegt von der Ebene eines Parteivorsitzenden oder Fraktionsvorsitzenden“, so Frey am Mittwoch, 28. Februar 2018, im Münchner Presseclub. „Ich habe darauf geantwortet und bekomme keine solchen Anrufe mehr.“

Was die Zuschauer längst gemerkt haben: Natürlich sind Anrufe und SMS gar nicht mehr nötig. Denn in den letzten Jahren der „Großen Koalition“ hat der Kleber-Slomka-Sender sich so nahtlos an die herrschende schwarzrotgrüne Politik-Kaste angeschmiegt, dass jede SMS nur als liebestötende Störung empfunden werden konnte.

Freitag, 9. März 2018

Jörg Meuthen schreibt offenen Brief - „Die Welt“ traut sich nicht, diesen zu veröffentlichen

Prof. Dr. Jörg Meuthen
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Liebe Leser, vor wenigen Tagen hat die junge deutschtürkische Autorin Cigdem Toprak in der ,,Welt’’ einen bemerkenswerten Brief geschrieben, mit dem sie sich an die Wähler unserer Bürgerpartei, der AfD, gewandt hat. ,,Ja, ich gehöre zu jenen, die glauben, dass man mit Ihnen sprechen, Ihre Sorgen ernst nehmen sollte’’, schreibt Toprak.

Einige unserer Sorgen teilt sie durchaus, wenn sie etwa schreibt: ,,Auch ich bin wütend und balle meine Hand zur Faust, wenn ich vollverschleierte Frauen sehe. Wütend auf das System, das Frauen und ihre Männer glauben lässt, dass man ihre Würde mit dem Schleier verteidigen müsse.’’

Gleichzeitig appelliert sie an die Menschenwürde und hält ein Plädoyer gegen Hass, Hetze und Rassismus. All das meint sie in unserer Partei zu entdecken – eine Position, die man ihr nicht unbedingt zum Vorwurf machen sollte, wird sie doch von den Massenmedien und unseren politischen Gegnern wieder und wieder kolportiert.

Den Brief schrieb Frau Toprak ,,mit der Überzeugung, dass wir nur im Dialog die politischen und gesellschaftlichen Spannungen in unserem Land lösen können’’. Sie signalisierte ganz offen Dialogbereitschaft, die notwendig sei, um dieses Land voran zu bringen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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