Samstag, 20. Januar 2018

Martin Sellner und der Vollzug der Prognose von Alexis de Tocqueville: In 200 Jahren wurde die Methode von der sadistischen Journaille perfektioniert – helfen kann nur der freie Markt

Martin Sellner. Photo: Compact.
von Michael Klonovsky
Ein berühmtes Zitat aus Tocquevilles Großessay „Über die Demokratie in Amerika“ beschreibt mit Falkenblick in die Zukunft die Art und Weise, wie die totalitär gewordene Demokratie ihre Opponenten dermaleinst liquidieren werde, ohne ihnen dabei ein Haar zu krümmen, nämlich durch den bügerlichen Tod: „Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.‘“

Soweit die inzwischen fast schon 200 Jahre alte Prognose. Nun zu einem Exempel ihres Vollzugs. Martin Sellner, der Chef der Identitären Bewegung, von der wir lesen, dass sie ganz furchtbar sein soll, aber mir ist keine einzige Gewalttat dieser Leute gegen Leib und Leben von anderen bekannt wie etwa bei der Antifa, ist als bügerliche Existenz binnen weniger Tage ausgemerzt worden: Linksfaschisten haben sein Auto angezündet, drei Banken haben seine Konten gekündigt, Twitter, Youtube und Facebook haben sein Profil gelöscht, Amazon hat sein Buch aus dem Sortiment genommen. Dergleichen geschieht ohne jede Begründung. Feige Lumpen in den Medien haben den Aktivisten monatelang ohne jedes Maß verunglimpft und zur Jagd freigegeben, und nun beschweigen sie mit dem innerem Frohlocken des versetzten Sadisten die soziale Vernichtung eines jungen Mannes, dem keine Straftat zur Last gelegt werden kann und auch sonst kein Delikt oberhalb der Nichtbefolgung von Gleichschritt und Maulkorbpflicht. Dass die Nazi-Mentalität inzwischen mit amerikanischen Weltkonzernen kooperieren darf, ist eine Schande für das „land of the free“, aber wahrscheinlich nur ein Anfang. Das einzige, was hier helfen kann, sind die Kräfte des freien Marktes.  

So sieht es auch der Exkommunizierte, der erstaunlich optimistisch ist und ein schönes Beispiel dafür abgibt, was sich hinter dem von Feiglingen und Opportunisten gekaperten Terminus „Zivilcourage“ eigentlich verbirgt. Er kommt im kleinen publizistischen Widerstandsnest der „Sezession“ (Link unten) ausführlich zu Wort. 


Kommentare:

  1. Die gleichen Leute, die jetzt einen auf Gutmensch machen, werden die Nazis eh zurückholen, wenn sie merken, dass der Westen in der Bedeutungslosigkeit versinkt, weil nichts mehr funktioniert. Was sollen sie auch anderes machen, China, Indien, und der Rest der Welt entwickeln sich und sind dankbar für die Selbstzerstörung ihrer Konkurrenz.

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    1. So in etwa stelle ich mir das auch vor. China und Indien sind dabei aufzuholen.... und das mit der Hilfe des Westens. Zwar befinden sich die Eigentuemer/Muttergesellschaften noch immer weitgehend in westlichen Laendern (wohin Gewinne abgefuehrt werden), aber die Produktion findet vor Ort statt. Irgendwann kommen die drauf, dass man das auch anders regeln kann. Und dann haben die westlichen Laender die Arschlochkarte gezogen.

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  2. Hier gehts doch um Hegemonie in den sozialen Normen. Wer diese hat und damit die Deutungshoheit beherrscht, der kann Abweichler leicht ausgrenzen und zu Unpersonen machen. Eigentlich auf der Hand liegend, dass man mit sozialpsychologischen Mitteln mehr erreichen kann, als mit den Methoden eines an sich ineffizienten buerokratischen Polizeistaates. Aber selbst letzterer muss im gewissen Umfang Hegemonie besitzen, um sich an der Macht halten zu koennen. Die UdSSR hat schliesslich auch geendet, als der Sowjetismus abgelutscht war und nicht einmal mehr die Apparatschiks die Ideologie trugen.
    Was mit Sellner da gemacht wurde, zeigt auch wie systematisch da jetzt gegen Abweichler mit oeffentlichem Profil vorgegangen wird. Und ich vermute es wird noch weit wahnsinniger werden, bis zum Knallpunkt. Erst danach koennen wieder normale Verhaeltnisse einkehren.

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    1. Gerade die Systematik der Vorgehensweise lässt einen neue Hoffnung schöpfen. Sehen Sie, wenn ich 100 veraltete Server habe und dort laufen jeweils 100 eigenständige Dienste, und ich muss die Server austauschen, dann habe ich ein Problem, denn ich muss 100 Dienste anpassen. Aber wenn auf den 100 Servern der gleiche Dienst läuft, ändere ich den einen, verteile ihn auf den neuen Servern und bin fertig.

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  3. Wie man den Generaldienst mit sozialpsychologischen Mitteln austauscht:
    https://archive.org/details/KurtLewinResolvingSocialConflictsReeducationOfGermans
    Biografie von Kurt Lewin und Daten beachten!

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