Dienstag, 25. Juli 2017

Libertäre Sonderlinge: Libertarismus als Seifenblase

Vor dem Bildschirm, nicht auf der Straße: Der
Quellwasser-Libertäre. Bild: Pixabay /
OpenClipart-Vectors / CC0 Public Domain
von Oliver Dante
Libertarismus ist eine Seifenblase, in der viel geredet, aber wenig gehandelt wird. Libertarismus ist zum Etikett geworden, zum Modeaccessoire für Studenten und Sonderlinge. 

Da werden große Reden über Ethik und Moral geschwungen, man erhebt sich am Stammtisch und faselt von privatem Waffenbesitz, von Steuerflucht, Selbstbestimmung und Selbstverteidigung, aber sobald sich eine Gruppe auftut, um den Worten Taten folgen zu lassen, um mit gewaltfreiem Aktionismus gegen die Politik der erzwungenen Migration und gegen den ethnokulturellen und moralischen Zerfall (Haltungen gegenüber der eigenen Ethnie, die in allen (!) Kulturen dieser Welt zu beobachten sind) Position zu beziehen, erheben sich Gralshüter der Quellwasser-Libertären, um mahnend mit dem Finger zu zeigen und "vor den Anfängen zu warnen" oder "vor einer "rechten" Subversion" passend zum Tenor des linken Mainstream, so denn die Frage, ob der Libertarismus Opfer linker Subversion geworden ist, viel treffender wäre - sofern man sich mit solchen Trivialitäten befassen möchte.
 

Tatsache ist, dass viele Quellwasser-Libertäre im privatem Kreis über die Invasion der Scheinflüchtlinge klagen. In den sozialen Netzwerken relativieren sie ihre eigenen Standpunkte und biedern sich einem pseudophilanthropischen Kulturrelativismus an, der rückgratlos und feige ist. 

In diesem Sinne ist mir jeder Konservative und Romantiker lieber als jeder Libertäre, jeder Gläubige lieber als jeder Atheist, jeder Idealist lieber als jeder Nihilist, jeder Praktiker lieber als jeder Theoretiker. Mir ist jeder Mensch mit klarer politischer Haltung lieber als jeder libertäre Sonderling, dessen politischer Kompass keinen Norden aufweist.

Kommentare:

  1. Die Frage ist, was suchen Sie dann eigentlich noch hier?

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  2. Danke für diesen Artikel!
    Wer nicht selbst Hand anlegt, wird niemals zum Ziel kommen. Es wird sich schlicht nichts ändern, wenn keiner bereit ist, sich selbst die Finger dreckig zu machen.

    Und ich halte die Frage, ob der Libertarismus von links negativ beeinflusst worden ist, mittlerweile für essentiell:
    Der Libertarismus wird in den traditionell eher rechts tickenden USA durchaus anders interpretiert, als im eher links tickenden Europa.
    Und das ist keinesfalls verwunderlich:
    Gebt den Menschen Freiheit und sie werden so sein, wie sie von klein auf herangezogen worden sind. Und da hat die typisch links-kollektivistisch orientierte Sozialisation in Europa eindeutig negative Spuren hinterlassen.
    Man muss sich nur anschauen, wie viele Linke in Europa immer noch mit absoluter Selbstverständlichkeit davon faseln, sie wären die Verteidiger der Freiheit. In den USA ist es genau andersherum, da ist das Wort "Freiheit" das Trademark der Rechten. Dass nun gerade aus dem linken Lager in Europa plötzlich Menschen in unsere freiheitlichen Regionen vorstoßen und meinen, sie hätten bei uns irgendetwas zu suchen, wundert mich deswegen überhaupt nicht. Die dümmlich naive Schlussfolgerung aus dem II. Weltkrieg, rechts ist Faschismus und links ist Freiheit, ist aus den Knochen einer völlig kaputtindoktrinierten Generation schlicht nicht herauszubekommen. Und dies schlägt leider Gottes gerade an allen Ecken und Enden durch. Was sich hier in Europa gerade abspielt, hat mit Freiheit nichts mehr zu tun. Gar nichts. Wir befinden uns auf direktem Weg in die völlige Gleichschaltung und die totale Kulturvernichtung. Was sich hier abspielt, ist nicht der Beginn des Libertarismus, sondern das Revival des Kommunismus!

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  3. Wäre schon hilfreich wenn die Liberalen endlich für Liberalismus einstünden...

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