Freitag, 21. Juli 2017

„Europa der Vielfalt“: Alles, nur nicht weiß!

Bild: Pixabay / OpenClipart-Vectors / CC0 Public Domain
von Philipp A. Mende
Diejenigen, die den Begriff „Di(e)versity“ so gerne in den Mund nehmen, meinen damit in Wahrheit lediglich „Alles-nur-nicht-weiß“. Es geht schließlich nicht darum, beispielsweise Briten, Dänen, Polen oder Tschechen zwanghaft zu (des)integrieren. Wie kommt man überhaupt auf den absurden Gedanken, Europa – ausgerechnet Europa! – brauche unzählige und dabei stets künstlich angelegte menschliche Seitenarme? Um es „vielfältig“ zu machen?

War Europa vor der beispielhaft destruktiven Schleusenöffnung denn nicht vielfältig, bestehend aus etlichen Traditionen und Brauchtümern? Man sehe sich nur einmal an, wie sich Frauen, quer über Europa verteilt, ankleiden (vor allem im Vergleich zu Frauen im Mittleren Osten). Tatsächlich käme man bei der Betrachtung natürlich gewachsener europäischer Vielfalt schier vom Hundertsten ins Tausendste: Unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Religionen, unterschiedliche Geschichte, unterschiedliche Kleidung, unterschiedliche Musik und Folklore, unterschiedliche Tänze, kurz: Europa war stets unglaublich vielfältig, doch was postuliert der Zeitgeist? „Europa braucht mehr Vielfalt!“

Das ist so, als würde man behaupten, Goethes „Faust“ enthalte nicht ausreichend reimende Knittel- und Madrigalverse, daher müsse die Tragödie fortan von einer Horde Abdullah Obambas „überarbeitet“ werden. Das Resultat ist in jedem Falle eine tatsächliche Tragödie. Immerhin.

Auf der anderen Seite wird man in Ländern ohne weiße Mehrheit (vorzugsweise in Afrika oder dem Mittleren Osten) niemals die Forderung nach mehr Vielfalt hören, schon gar nicht das Verlangen nach einer möglichst umfangreichen Hinzufügung von Weißen, auch wenn exakt dies seit jeher die Voraussetzung für stabile, saubere, technisch moderne, medizinisch hochwertige, kurz hochentwickelte Gesellschaften war, in denen jeder, der die Chance hat, leben möchte. Freilich ist diese Feststellung pures Gift für Kulturrelativisten, „Anti“-Faschisten und anderes Sargnagel-Geschmeiß. Dennoch gibt es an jener objektiven Realität nichts zu rütteln: „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“ (Michael Klonovsky)

Kommentare:

  1. "War Europa vor der beispielhaft destruktiven Schleusenöffnung denn nicht vielfältig, bestehend aus etlichen Traditionen und Brauchtümern?"

    Brauchtümer und Traditionen wurden über lange Zeit den Menschen aufgezwungen mit Hilfe staatlicher Gewalt. Erst der Bruch mit den Brauchtümern und den Traditionen markiert den Termin, den man Moderne nennt, der den Menschen die Möglichkeit gegeben hat, ihre Kleidung selbst zu wählen.
    Brauchtümer und Tradition per staatlichem Dekret sind kollektivistische Totalfantasien, deren Vielfalt sich nur in der Gegenüberstellung anders kunstruierter Staaten zeigt. Sozusagen eine Vielfalt, die in Wirklichkeit eine Einfalt ist.

    Und Herr Mende, war aus Ihrer Sicht der von der Welt abgekapselte Feudalismus ein Glücksfall für die Menschen ?

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  2. Sehr geehrter Herr Mende,
    Wer definiert den Begriff "Vielfalt"?Wer kann sagen,wo er anfängt und wo er endet?Wer kann sagen,was er einschließt und was er ausschließt?
    Sie versuchen den Menschen zu sagen,wo Sie Ihre Grenze haben.Aber akzeptieren Sie doch,dass andere Menschen ganz anderswo eine Grenze ziehen als Sie.Seien Sie doch etwas weniger geistig fehlschluss behaftet in Zukunft.
    Warum heißen Sie eigentlich Mende?Sind Sie verwandt mit Allmende oder haben Sie seine Politik damals gut gefunden?
    MfG

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  3. Respekt. Das waren nun schon beinahe sachliche Kommentare. Zwar wie so oft größtenteils am Thema vorbei, dafür aber nur noch ein bisschen Ad-Hominem in Form von - dieses Mal - Name-Flaming. (Dass Sie von dem Namen Mende, wie schon vor Jahren, nach wie vor fasziniert sind, kann ich gut nachvollziehen, beinhaltet er doch gar wundervolle Trigger - für Sie sogar in mehrerer Hinsicht. Um Ihren alles und jeden irgendwie mit Staat in Verbindung bringenden Geist auch hier zu erweitern, googeln Sie doch einmal "Mende Frankreich". Ich hoffe, Sie sind dann nicht allzu sehr enttäuscht. Nebenbei: Allmende war keine Person, was Ihre Aussage "seine Politik" impliziert. Gern geschehen.)

    Die Aussage "Brauchtümer und Traditionen wurden über lange Zeit den Menschen aufgezwungen" ist bereits in sich eine sowohl kollektivistische, historisch nicht haltbare als auch anhand der folgenden, von Ihnen getätigten Aussage widersprüchliche Behauptung, denn: "Erst der Bruch mit den Brauchtümern und den Traditionen markiert den Termin, den man Moderne nennt, der den Menschen die Möglichkeit gegeben hat, ihre Kleidung selbst zu wählen." Wie sollte das aber Ihrer Meinung nach trotz nach wie vor bestehender, staatlicher Strukturen möglich gewesen sein? Einerseits zwingt der Staat nach Ihrer Argumentation Menschen Traditionen und Brauchtümer ohne Ausnahme und a priori auf, dann aber sind besagte Brauchtümer und Traditionen durch einen "Bruch" mit dem Staat, aber trotz der Evidenz eines Staates möglich - indem Sie fortan den Begriff Moderne ins Feld führen. Sie drehen sich die Realität, wie Sie gerade lustig sind. Entscheiden Sie sich und bedenken Sie: Auch die Moderne war trotz ihrer politischen Umwälzungen niemals frei von staatlichen Strukturen. Und natürlich markiert der Umstand, Kleidung selbst zu wählen, eine (historisch gewachsene und erkämpfte) Tradition (!) in Europa.

    Brauchtümer können noch heute mitunter auf kleinste Gemeinden heruntergebrochen werden und sich von Süd nach Nord und Ost nach West fundamental voneinander unterscheiden. Viele Ursprünge finden sich dabei in vorchristlichen Zeiten bzw. gereichen bis in germanische und keltische Dekaden zurück, die noch heute zelebriert werden. Man denke beispielsweise nur an Bräuche wie Halloween, Fastnacht, aber auch der sog. "Bauernwinter" u.v.m.

    Was verstehen Sie denn unter Feudalismus? Feudalismus kennzeichnet(e) weder damals noch heute eine Gesellschaftsordnung, sondern markierte - da hat Karl Marx recht - eine notwendige Vorstufe des Kapitalismus, ist also als Wirtschaftsform zu verstehen. Wollen Sie wissen, ob ich ihn für beispielhaft und erstrebenswert halte? Sicherlich nicht. Ist er einer vollständig aus den Fugen geratenen korporatistischen und semi-sozialistischen Wirtschaftsform, wie sie aktuell der Fall ist, vorzuziehen? Warum nicht? In sezedierten Gebieten könnte dies und jenes koexistieren (Die Praxis - auch objektive Realität genannt - ist jedoch eine andere, die irgendwann akzeptiert werden sollte). Dass Kulturrelativisten ein empirisch wie historisch wie ökonomisch wie soziologisch belegtes Ragout aus bunter Gewalt bzw. explodierender Kriminalität, wirtschaftlichem Parasitentum und nicht zuletzt kontinuierlichem Strom von Hardcore-Etatisten einer Vorstufe des Kapitalismus vorziehen, sollte nicht weiter verwundern.

    Wer den Begriff "Vielfalt" für Europa definiert und letzten Endes demontiert? Aktuell die Regierung in Berlin und supranational die Damen und Herren in Brüssel. Deren "Definition" (Ideologie) wird aktuell mittels "Bildungseinrichtungen" und Medien in die Hirne der sich für mündig oder gar rebellisch haltenden Bürger eingepflanzt, welche sie sodann verteidigen, selbst diejenigen, die sich fälschlicherweise in Opposition zum aktuell vorherrschenden Zeitgeist glauben, sprich: auch von Ihnen.

    Beste Grüße

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