Donnerstag, 1. Juni 2017

Funktioniert die Anarchie? Eine falsche libertäre Debatte

Bild: Eekiv (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Dennis Spieß
Anarchie bedeutet bekanntlich Herrschaftslosigkeit. Ich plädiere jedoch viel mehr für die Herrschaft der Moral. Oder: Warum ich die Diskussion zwischen Anarchisten und Minarchisten für verfehlt halte.

Wie in vielen anderen Geistesströmungen auch, gibt es in der libertären Szene im Grunde genommen zwei Lager: Auf der einen Seite stehen die „realitätsfremden Utopisten“ und ihnen gegenüber die „prinzipienlosen Verräter an der freiheitlichen Sache“. Oder kurz: Anarchisten und Minarchisten. Anarchos fordern, ganz auf Herrschaft zu verzichten, während Minimalstaatler zumindest ein begrenztes Gewaltmonopol befürworten - natürlich immer in der Hoffnung auf diese Weise eine freiheitliche Ordnung auf Dauer zu gewährleisten. Denn Minarchisten glauben den Anarchisten nicht, dass sich in der Anarchie nicht doch kurzfristig viel schlimmere Gewaltherrschaften etablieren werden als bisher üblich (daher wohl auch die populäre Gleichsetzung der Begrifflichkeit Anarchie mit Chaos). Anarchisten wiederum glauben nicht, dass der Minimalstaat der Minarchisten nicht doch langfristig wieder zu einem Obrigkeitsmonster anwächst. Obwohl ich selbst überzeugter Minarchist bin, halte ich diese Art der Diskussion um den Staat mittlerweile für nicht mehr wirklich ertragreich. Denn im Grunde genommen geht es um eine viel tiefer liegende Frage: Was ist moralisch?

Eine Frage der Moral

„Wenn das Recht nicht herrscht, herrscht kein Recht.“ Eine (tauto)logisch wahre Aussage. Aber was ist das Recht? Gibt es überhaupt objektives Recht? Worauf gründet sich Recht? Auf Moral? Dann lasst uns lieber wieder vermehrt über Moral diskutieren. Moral ist sowieso auch der Begriff, den Sozialisten und die sogenannte politische „Linke“ scheinbar für sich monopolisiert haben. Und ganz ehrlich: Jedes pragmatische Argument bezüglich der Vorteile des Libertarismus wird irrelevant, wenn unser Libertarismus an sich unmoralisch wäre. Es sei denn der Zweck heiligt die Mittel. Aber auch das wäre schon wieder eine moralische Fragestellung, die man ausdiskutieren müsste. 

Nicht nur nach Außen hin ist der Libertarismus mit einer moralischen Apologetik gut beraten. Auch in inneren Diskussionen, wie der oben Angedeuteten, läuft alles auf Moral hinaus. Und damit meine ich nicht die üblichen pragmatischen Argumente wie zum Beispiel: „Macht korrumpiert. Die Regierenden waren in der Geschichte ohnehin immer die Menschen, die am unmoralischsten gehandelt haben.“ Sondern: Ist die Anarchie oder der Minarchismus an sich moralisch? Und ja, natürlich könnte eine anarchistische Gesellschaft effizientere Gerichte und Rechtsordnungen hervorbringen. Aber auf dieses pragmatische Argument kann man auch wieder pragmatisch antworten: „Wieso sollte ich mich der Rechtsprechung einer Privatrechtsordnung unterordnen, wenn diese keine größere Gewalt besitzt bzw. anwendet als ich selbst?“ Und vor allem: „Wieso sollte ich mich einer aus dem Markt ergebenen Rechtsordnung unterordnen, die nicht auf meinen moralischen Werten basiert?“ Und hier schließt sich wieder der Kreis: Moral ist der Knackpunkt!

Gibt es eine einheitliche libertäre Moral?

Jetzt werden vielleicht Viele sagen: „Nun gut, wenn aber endlich alle libertär würden, dann hätten wir auch alle ähnliche Moralvorstellungen.“ Schön wär’s! Doch das setzt ja gerade schon ein anarchistisches Verständnis des Libertarismus voraus. Und es setzt insbesondere ein anarchistisches Moralverständnis in der Staatsfrage voraus. Aber wieso sollte das jeder haben? Ich teile es beispielsweise nicht. Ich hingegen sehe viel mehr eine komplette Anarchie als unmoralisch an. Und sagen nicht auch viele andere Weltanschauungen über sich, dass sie super funktionierten, wenn nur jeder ihnen anhängen würde? Aber auch in anderen moralischen Fragen herrscht bereits in der libertären Welt Uneinigkeit: Todesstrafe? Ja: Murray N. Rothbard[1]. Nein: Libertarian Party[2]. Ist Abtreibung Mord? Ja: Ron Paul[3]. Nein: Ayn Rand[4]. Wie würde man in einer anarchistischen Welt dann mit Abtreibungsärzten und -müttern umgehen? Wie könnten die Doppel-Ja mit den Doppel-Nein-Vertretern herrschafts- und somit gewaltfrei zusammenleben? Okay, erwischt, ich argumentiere selbst wieder pragmatisch. Aber ich hoffe, mein Punkt wird deutlich: Wären wir uns alle in den moralischen Fragen einig, dann erübrigten sich auch die daraus resultierenden pragmatischen Probleme. Obwohl es theoretisch hier sogar noch passieren würde, dass nicht immer alle Menschen alle ihre eigenen moralischen Maßstäbe erfüllten. Aber wem erzähle ich das? Es ist ja die Stärke der libertären Perspektive, einzusehen, dass nicht alle Menschen edel und gleich sind.

Lasst uns mehr über Moral diskutieren

Also, liebe Anarchos, überzeugt mich bitte mit moralischen Argumenten. Denn ich kenne die pragmatischen Vorteile und ich verstehe sie auch. Allerdings kenne ich auch die sich daraus ergebenden Probleme. Und diese sind meiner Meinung nach moralischer Natur. Ich habe eben andere moralische Grundlagen als der Anarchismus und das dem zugrundeliegende Non-Aggression Principle. Man muss meine moralischen Voraussetzungen ja nicht teilen, aber welcher wirklich Libertäre würde sie mir verbieten wollen? Und meine moralischen Überzeugungen besagen, dass Herrschaft nicht per se schlecht ist, sondern der Missbrauch der Herrschaft es ist. Menschen sind begrenzt. Menschen haben Informationsmangel. Menschen sind fehlbar. Menschen handeln böse. Menschen sind somit das Problem und nicht die Herrschaft. Lasst also die Moral herrschen – zumindest in unseren Herzen und in unseren Gesprächsthemen, in der Hoffnung, dass wir sie finden.
_________________ 
[1] https://mises.org/library/libertarian-position-capital-punishment 

[2] https://www.lp.org/news-press-releases-libertarian-party-holds-vp-debate-votes-overwhelmingly-to-oppose-death-penalty/ 

[3] https://www.ronpaul.com/on-the-issues/abortion/ 

[4] http://aynrandlexicon.com/lexicon/abortion.html
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Kommentare:

  1. Nun, klingt alles schön und gut. Aber wie soll eine Herrschaft der Moral aussehen? Und die Vorstellungen, die der Staat vertritt und durchsetzt, widersprechen ja auch meinen Vorstellungen.

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    1. Das ist die Frage, deswegen sollten wir vermehrt über Moral diskutieren. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass der Minimalstaat moralisch ist. Dann könnte er im Dienste der Moral Herrschaft ausüben. Das wäre meine Lösung.

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  2. Wer fragt Sie denn in einer libertären Welt, ob Sie für oder gegen Todesstrafe oder für oder gegen Abtreibung sind. Sie bezahlen die Abtreibung nicht, man braucht Ihre Hilfe nicht bei der Durchführung. Die Frage ist nur noch ob jemand Gewalt anwenden würde um Abtreibungen in der Umgebung zu verhindern oder gewaltbereite Gruppen finanziell unterstützt. Da andere Menschen nicht persönlich betroffen sind, wahrscheinlich nicht. Damit steht es dann so: auf der einen Seite gibt es Menschen mit Interesse an Abtreibungen, auf der anderen Seite ist niemand bereit seine Meinung gewaltsam durchzusetzen. Also wird es gemacht. Genauso beim Drogenkonsum, künstlicher Befruchtung und was weiß ich.
    Bei der Todesstrafe muss man die finanziellen Interessen der Sicherheitsindustrie berücksichtigen. Wer würde bezahlen um Sträflinge jahrzehntelang einzusperren? Deren Familien? Sie selbst durch Arbeit in Gefängnissen? Würden die Menschen Gerichte boykottieren, die Todesurteile aussprechen? Das kommt sicher auf die Umstände an - wenn die Gesellschaft von Kriminalität überschwemmt wird, käme wohl irgendwann der Zeitpunkt an dem ein härteres Vorgehen mehr Anklang fände, ansonsten wären Zwangsarbeit oder Strafzahlungen für Gefangene die wahrscheinlichere Option.
    Das Schöne an der Anarchie ist, dass niemand so etwas für alle entscheiden könnte oder müsste. Moralische Fragen stellen sich dann nur konkret und auf individueller, nicht auf gesellschaftlicher Ebene, und jeder beantwortet sie zwar anders, aber AUF SEINE RECHNUNG. Stellen Sie sich vor es wäre so: wieviele Sekunden würden "Willkommenskultur", Klimaschwachsinn, und "soziale Gerechtigkeit" wohl überstehen?

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    1. Hier schmuggeln Sie schon wieder ein anarchistisches Verständnis des Libertarismus mit hinein. Es gibt durchaus Libertäre, eben die Minimalstaatler, die durchaus Gewalt anwenden. Deswegen ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich andere Menschen auch in mein privates Leben einschalten.
      Mich überrascht, wie Sie ganz selbstverständlich Abtreibung als kein großes Problem ansehen, dann aber ebenso selbstverständlich über den Strafvollzug für Verbrechen nachdenken. Mein Anliegen mit der Wahl dieser beiden Beispiele war es ja, die Verbindung der beiden aufzuzeigen. Es gibt eben eine große Menge an Menschen, die in Abtreibungen ein großes Verbrechen sehen (= Mord). Dies ist das Problem der Anarchie. Es muss ja nicht mal die Gesellschaft gegen Abtreibung sein. Es reicht ja schon ein Konflikt innerhalb der Familie: Der Vater ist gegen die Abtreibung seines Kindes, während die Mutter dafür ist. Darf der Vater nun die Mörderin seines Kindes bestrafen? Lasst uns daher mehr über Moral reden, sonst werden wir immer auf der pragmatischen Ebene scheitern und einer, der Gewaltanwendung moralisch legitimiert sieht, wird auch Gewalt anwenden.

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    2. Wenn Sie Ihren Artikel mit "... Anarchie .." betiteln, dann schmuggle ich nichts rein, was Sie nicht selbst schon hereingebracht haben.
      Ansonsten kann ich Ihnen nicht genau sagen, was man in einer anarchischen Gesellschaft "darf", oder besser gesagt, womit man durchkäme. Das hängt von der Kultur ab. Ich rede nur von Wahrscheinlichkeiten.
      Aber ich verstehe worauf Sie hinauswollen. Sie möchten die Konflikte ausräumen, sodass es gar nicht mehr wichtig ist, ob der Staat noch da ist oder nicht. Wäre schön, wenn das funktionieren würde. Leider erzeugt der Staat die meisten Konflikte absichtlich um seine Günstlinge zu bereichern, in dem er sich in viele Bereiche einmischt, die Privatpersonen nicht in den Sinn kämen. Stellen Sie sich vor, wie hätten nur private Schulen. Bräuchte es dann noch eine Debatte um den Sexualkundeunterricht oder wer welche religiösen Symbole tragen darf? Oder es gäbe keine staatliche Krankenversicherung: würden wir dann darüber debattieren müssen, wer welche Leistungen bekommt?

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    3. Es reicht nicht aus auf eine Betitelung meines Artikels hinzuweisen, wenn mein Vorwurf lautet, dass Sie in Ihrem Argument ein Verständnis des Libertarismus voraussetzen, was von mir gar nicht geteilt wird bzw. nicht für die Argumentation förderlich ist, da es meine Argumente immer fehlinterpretieren würde.
      Ich gebe Ihnen Recht, dass die Kultur eine anarchische Gesellschaft bestimmen würde. Mein Anliegen ist jedoch aufzuzeigen, dass Moral wichtiger ist als Kultur.
      Kultur (also das Gesamtpaket) sollte nicht der Maßstab sein. Kultur kann ja auch irren, ja sogar so sehr, dass sie sofort wieder einen Sozialismus einführen würde, weil sie etwa gar nicht anarchistisch geprägt ist und somit einen eingeführten Anarchismus sofort wieder ablegen würde.

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  3. Ich werde immer noch nicht schlau daraus. Mit welchem Ziel reden wir über Moral?

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    1. Da die Moralfrage die Grundlage für viele weitere Punkte ist, sollten wir über Moral disktuieren um sofort zum Kern vieler Meinungsverschiedenheiten vorzudringen, anstatt unnötig Energie in ergebnislose Debatten zu verschwenden. Auch um das gegenseitige Verständnis zu stärken, sollten wir gleich auf der Moralebene ansetzen.

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  4. Sehr guter Artikel, Herr Spieß.
    Das "Nicht-Aggressions-Prinzip" hat einen entscheidenden Haken:
    Es ist nicht angeboren und keine natürliche menschliche Eigenschaft. Im Gegenteil: Ohne entsprechende Erziehung, sei es durch die Eltern, die Schule oder ein restriktives Rechtssysstem, welches aggressives Verhalten gegenüber Dritten massiv ahndet, nimmt sich jeder einfach, was er will. Und zwar auch das, was anderen gehört.
    Und die Lebensrealität bestätigt dies immer wieder. Es gibt bis heute nicht ein einziges Beispiel, bei dem anarchische Verhältnisse nicht in das berühmte "Recht des Stärkeren" abgedriftet wären. Also braucht es dringend ein Instrument, welches das Nicht-Aggressions-Prinzip überhaupt erst ermöglicht. Und da kommt die von ihnen erwähnte Moral ins Spiel. Es braucht einen gesamtgesellschaftlichen Wertekonsens, der menschliches Fehlverhalten mittels Freiwilligkeit im Zaume hält, sonst bekommt der Sicherheitsapparat und die Rüstungsindustrie Hochkonjunktur und es ist vorbei mit Frieden und Freiheit.

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  5. Daniel, du irrst dich. Moral ist subjektiv. Ethik ist objektiv. Dein denkfundament auf dem der text beruht ist falsch.

    Eine libertäre Gesellschaft ist frei, weil es auch keine aufgezwunge moralvorstellungen geben kann. Das ist anarchistisch. Das Problem am minimalstaat ist, dass der Widerstand gegen die Zunahme von mehr Staat schneller durchbrochen ist als im anarchokapitalismus. Ausserdem ist zwang sowohl unethisch als auch unmoralisch. Herrschaft ist an sich ein Problem, weil das gute keine zwänge braucht sondern nur das schlechte um sich zu institutionalisieren. Die Struktur von Herrschaft übergeht das selbsteigentum. Herrschaft kann man nicht freiwillig definieren. Verwaltung schon aber nur unter Beibehaltung des jederzeit möglichen Auftritts. Auch ein guter Mensch macht Blödsinn bei Herrschaft, weil keiner so allwissend sein kann, dass er weiß was jedem gut tut.darum braucht es eine selbstherrschaft.und über sich selbst herrschende Menschen können dann freiwillig miteinander etwas aufbauen oder nicht. Das ist ethisch und moralisch.

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    1. Hallo Anonym, ich nehme mal an, Du meinst mich ;-)
      Okay, dann lass uns über Ethik sprechen anstatt Moral, wenn Moral nach Deiner Definition immer subjektiv ist. Denke Dir einfach überall in meinem Text das Wort Moral weg und ersetze es für Dich durch Ethik. Ich will mich nicht am Wort aufhängen, somal Du es ja auch wie als scheinbar objektiv in Deiner Antwort verwendest.
      Du sagst, dass eine libertäre Gesellschaft frei ist, weil es darin keine aufgezwungene Moralvorstellungen gibt. Aber ersetzen wir es für mein Argument: Es darf also keine aufgezwungene Ethik geben? Aber wenn Ethik objektiv ist (das glaube ich auch), dann ist dies nicht aufgezwungen. Und darum geht es mir ja: Lasst uns über Ethik diskutieren. Was ist die objektive Ethik? Mir scheint es, dass der Anarchismus beispielsweise die Freiwilligkeit als objektiv ethisch gut ansieht, während er die Herrschaft als objektiv ethisch schlecht ansieht. Aber genau das bestreite ja z.B. ich, der ich Minimalstaatler bin. Ich sage, Freiwilligkeit ist nicht die höchste ethische Norm und Herrschaft ist ethisch durchaus zu rechtfertigen. Deswegen lasst uns über Ethik reden! Da ist der ganze Knackpunkt, der die Geister scheidet.
      Darüber hinaus glaube ich nicht, dass das Gute keine Herrschaftsgewalt braucht, stattdessen aber nur das Böse.

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    2. Es gibt nur Dinge, für die man argumentieren kann und Dinge für die man nicht argumentieren kann. Die libertäre Ethik ist die einzige, gegen die man nicht argumentieren kann.
      Die physischen Mittel auf der Erde sind begrenzt und jeder hat nur einen Körper. Die Frage ist, wer den Verwendungszweck bestimmen darf. Sie können niemandem gegenüber argumentieren, dass er seinen Körper nicht verwenden darf, denn wie soll er ihr Argument dann anerkennen können. Es macht gar keinen Sinn, eine Ethik vorzuschlagen, die gegen das "Selbsteigentum" ist, denn alleine durch Ihre Argumentation haben Sie es implizit schon anerkannt.
      Natürlich wäre das Selbsteigentum nicht einmal theoretisch bedeutungsvoll, wenn Sie nicht die Möglichkeit hätten, sich auch noch wirtschaftliche Güter anzueignen. Der einzige Weg das widerspruchsfrei zu regeln ist den 1. Besitzer eines Guts als Eigentümer anzuerkennen und alle weiteren Transaktionen in einer Eigentumsordnung auf Freiwilligkeit aufzubauen, andernfalls ist es nicht einmal theoretisch möglich, dass die verschiedenen Menschen sich mit ihren Ansprüchen nicht in Quere kommen.
      In der Praxis gäbe es natürlich Probleme, die Grenzen des Eigentums genau zu definieren, aber trotzdem viel weniger Anlass zu Konflikten als in einer Demokratie, wo es von den Machthabern fast komplett ignoriert wird.
      Wenn wir Eigentum und Selbsteigentum haben, ist jede Form der Herrschaftsausübung schon ausgeschlossen. Ich weiß, Etatisten diskutieren viel darüber, auf welche Weise sie gerne beherrscht werden würden. Doch das ist alles sinnlos. Echte Diskussionen, in denen echte Argumente gewinnen können, gibt es nur wenn Gewaltanwendung ausgeschlossen ist und nicht mit Leuten, die uns die Waffen an den Kopf halten. Die Politik und ihre Presstituierten wollen Ihnen und den anderen natürlich weiß machen, dass es so etwas wie eine öffentliche Diskussion gibt, in der Sie eine reelle Chance haben, damit Sie nicht mal auf die Idee kommen, die einzigen "Argumente" einzusetzen, die in einer "Diskussion" mit Aggressoren zählen, was halt Waffen und Fäuste sind.

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  6. Der minimalstaat wirkt wie ein hasenfüssiges Zugeständnis an die etatisten. Aber der minimalstaat ist inkonsequent und korrumpierbar. Die Verlockungen der Industrie oder grosser geschäftsleute auf den Staat der widerum ihnen Privilegien gewähren soll gegenüber der Konkurrenz wirkt magnetisch. Es entstehen auf vielfältige Weise durch unterschiedliche Faktoren Anregungen zu staatseingriffen sodass die Herrschaft wächst. Jeder Eingriff zieht eine Verwerfung nach sich die weitere Eingriffe begünstigt.

    Es geht nicht um Moral, wenn man die Funktionsweise von Staat herausarbeitet.

    Böse Menschen haben ohne Staat wenig Möglichkeiten großen und weitflächigen schaden anzurichten, auch weil der Zugriff auf die Menschen fehlt. Zugriff hat man schneller, wenn die Menschen staatlich organisiert werden.

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