Dienstag, 6. Juni 2017

Ausstieg aus überschätztem Pariser Abkommen: Trump kann besser rechnen als grüne Studienabbrecher

Donald Trump. Bild: Pixabay /
PoseMuse / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Liebe Leser, die Erfahrung lehrt: Wenn der gesamte politisch-mediale Komplex Deutschlands unisono eine Meinung vertritt, noch dazu im Schnappatmungs-Modus, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen - in aller Regel sind dann linksgrüne Lieblingsthemen in Gefahr, die den Bürgern jahrelang mit hohem moralischen Druck, aber nicht selten ohne wirklich durchdachte rationale Rechtfertigung als "alternativlos" untergejubelt wurden.

Das Pariser Abkommen ist ein solches linksgrünes Lieblingsthema. 2015 verabschiedet, würde es nach Berechnungen des dänischen Wissenschaftlers Bjørn Lomborg ein bis zwei Billionen US-Dollar kosten.

Allerdings nicht in Summe, sondern pro Jahr. Pro Jahr bis zu zweitausend Milliarden US-Dollar!

Eine unvorstellbar hohe Summe. Zu bezahlen selbstverständlich von den Bürgern - von wem auch sonst. In Anbetracht einer solchen absurden Summe sollte dann ja wohl wenigstens auch der Nutzen exorbitant hoch sein - ist er aber nicht: Wenn das Klimaabkommen bis 2030 komplett von allen Nationen erfüllt wird, beträgt die globale Temperaturverminderung voraussichtlich lediglich lachhafte 0,05 Grad Celsius bis zum Jahr 2100.

Und selbst wenn alle Länder ihre Zusagen von 2030 bis 2100 weiterhin erfüllen, sprechen wir nur von einer Reduktion um 0,17 Grad Celsius bis zum Jahr 2100.

Und dafür der irrsinnige Aufwand?

Ein Ökonom wie Trump kann augenscheinlich besser rechnen als grüne Studienabbrecher vom Schlage einer Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt: Ihm ist die Notwendigkeit, ein vernünftiges Verhältnis von Aufwand und Ertrag zu erreichen, in Fleisch und Blut übergegangen. Deshalb ist er aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen - was ihm den geballten Zorn von Merkel bis Schulz, von Stern bis Spiegel einbrachte.

Er hat in Bezug auf das Pariser Abkommen erkannt, was in der deutschen Politik auch für das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) und damit letztlich die ganze, von Merkel mit heißer Fukushima-Nadel gestrickte deutsche Energiewende gilt: Es handelt sich um reine Ideologie und einen völlig verfehlten, günstigstenfalls wirkungslosen Instrumenteneinsatz, an dem sich allerlei Pseudo-Ökologen dumm und dämlich verdienen - auf Kosten der gegängelten und zwangsbeglückten Bürger.

Dabei täte wirkliche Politik zum Schutz vieler Umweltgüter bitter not, wie zum Beispiel ein effizienter Meeresschutz oder auch der Schutz zahlreicher Vogelarten vor dem grausamen Windrad-Tod: Aber darauf können wir offenbar lange warten, da diese Dinge von den Medien nicht wirklich thematisiert werden.

Nur solche medienwirksamen Themen aber interessieren die Kanzlerdarstellerin, denn nur sie sind wichtig für ihren Machterhalt. Und da sie die Macht schon viel zu lange in ihrer alternativlosen Raute hält, ist sie auch zentral verantwortlich für das von ihr angerichtete umweltpolitische Desaster.

Und dies als ehemalige Bundesumweltministerin, die zudem als Physikerin vieles besser wissen müsste, aber offenkundig Daten und Fakten ignoriert, solange sie ihr einziges Ziel, nämlich den genannten Machterhalt, mit Hilfe der Medien irgendwie sichern kann.

Es wird deshalb auch an ihr abprallen, dass es in ihrem Kanzlerwahlverein erstaunlicherweise noch ein Häuflein an Vernünftigen zu geben scheint, nämlich den konservativen "Berliner Kreis": Er forderte am Wochenende nämlich eine "Klimapolitik mit Augenmaß".

Was ja im Umkehrschluss nichts anderes heißt, als dass die Klimapolitik Merkels bislang ohne jedes Augenmaß war. Recht hat er, der "Berliner Kreis".
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Der Beitrag erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.

1 Kommentar:

  1. Trump schürt internationale Konflikte, statt sie zu lösen. Er befeuert Kriegstendenzen durch eine scheinheilige Politik. Saudi-Arabien unterstützt selbst den Terrorismus. Doch lässt Trump dem Katar dies vorwerfen. Iran wird als Erzfeind gesehen, dabei sind die Menschen im Iran sehr westlich orientiert und können sogar wählen.

    Sollte es zum Konflikt kommen, kommen noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland.

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