Mittwoch, 17. Mai 2017

Heilmeldung: Arthur Schopenhauer posthum zu zwei Jahren Gefängnis wegen Hatespeech verurteilt

Böser Prärechtspopulist: Schopenhauer. Bild:
Félix Vallotton [Public domain], via Wiki Commons
von Philipp A. Mende
Frankfurt (16.05.17). Einem allgemeinwohlgerichtlichen Gutachten der Anwalt/wältin/x/kammerschaft/in Buntler zufolge wird dem Danziger vorgeworfen, das heiligste Buch der Menschheit absichtlich falsch verstanden und in seinen 1984 Interpretationen und „Schattierungen“ nicht seriös und fair genug behandelt zu haben. Ein Gegengutachten des Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urenkels seines Anwalts Martin Emden, Justus Emden, seines Zeichens ebenfalls Anwalt, wonach ihm auf Basis seines Schaffens ein IQ von bis zu 185 attestiert werden könne, wurde als Indiz, die Komplexität des heiligsten Buches zu durchdringen, entschieden zurückgewiesen.

Diese Durchdringung sei „vielleicht mittelostasiatischen sowie afrikanischen Ziegenhirten möglich“, welche qua Geburt „thematisch inkludiert“ seien, nicht jedoch „weißen Hobbyphilosophen und –psychologen mit lustigen Bärten“, so ein/e PressesprecherIn/x von Buntler. Entsprechende Hatespeechpassage wurde konfisziert und maasgerecht zensiert, um weiteren Schaden durch Hassprediger® zu verhindern. Eine kollektive Schriftgutverbrennung des Prärechtspopulisten mitsamt Ringel-Ringel-Reihe-Aufführung der Kinder aus der Lach- und Tanzkita „Radikal offen“ ist in Zusammenarbeit mit den Breiinitiativen „Wir sind die Toleranz!“ und „Wenn nicht Gratismut, was dann?“ für den kommenden Sonntag einberaumt. Ein gemeinsamer Bespuckungsmarsch bei Überführung des zu Staub verfallenen Sargs des misanthropischen Delinquenten in die JVA Frankfurt wurde von der Bunten Jugend e.V. bereits angemeldet.

Das dem Besserministerium vorliegende Corpus Delicti:

„Man betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können.” (Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum ersten Buch, zweite Hälfte, Kapitel 17)

Auch ein letzter Berufungsversuch vonseiten der Verteidigung Schopenhauers, welche mit einem Originalzitat des Prärechtspopulisten auffuhr - „Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören“ - wurde von der Buntiskutive unter der Schirmherrschaft Otto Georg Buntacks gemäß Paragraph 1886 „Widde-widde-wie“, Absatz 1946 „Es uns gefällt“, abgelehnt. 

Gemäß Geschwätzgeber wurden die Bezeichnungen „deutsch” sowie „Nation” par ordre du mufti aus dem allgemeinen Sprachgebrauch aufgrund inhärenter Aggressionsdiskriminierungsgefahr gestrichen und vom kürzlich gegründeten Eine-Welt-Ministerium (EWM) durch den weltoffenen Begriff „Buntbrei” ersetzt. Da der Delinquent A.S. die verbotenen und rückwirkend bis zu den Ottonen des Jahres 919 strafbaren Begriffe auch noch in direkter Folge verwendete, erhöhte sich seine posthume Inhaftierung um zwei weitere Jahre - ein Jahr pro Begriff. Strafmildernd wirkte sich sein offenkundiger Hass gegenüber dem Buntbrei aus, da die Richtenden zu der Auffassung gelangten, A.S. habe sich nur auf „die länger hier Ausgeraubten“ bezogen. Entsprechend darf zwar auch fürderhin auf sein Grab - und damit seinen verdorbenen Geist - uriniert werden, defäkiert jedoch nicht. Somit ergeht es ihm rückwirkend ähnlich wie den beiden bereits erfolgreich aus dem Bewusstsein des neomoralistischen Liebmobs verdrängten, archetypischen „besorgten Bürgern“ sowie Prärechtspopulisten J.W. Goethe und F. Schiller. Laut Umfrageergebnissen begrüßt die überwiegende Wahlviehschaft des Buntbreis die rigorose Keimzellenvernichtung des IV. Reichs. Der Einwand Justus Emdens, dies mit bunt verzierten Willkür-Methoden des III. Reichs zu bewerkstelligen, wurde umgehend mit dem Entzug seiner Anwaltslizenz sowie einem bevorstehenden Schauprozess im Namen des Allgemeinwohlschicksalsgemeinschaftswirs widerlegt.

Kommentare:

  1. Der wertvolle Gedanke: "wir sind besser als die anderen".

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  2. Philipp A. Mende, ein in Peking lebender Pseudophilosoph mit dem Hang, freie Länder aufgrund ihrer Offenheit, Toleranz und Freiheit zu verurteilen, insbesondere auch die Folgen daraus, beispielsweise die Gewährung von Asyl oder offene Grenzen.
    China dagegen ist wohl ein weitaus menschenfreundlicheres Land...in dem man Angst haben muss, ob und welche Strafen es gibt, wenn man etwas sagt, aber nicht genau weiss, wo diese rote Linie verläuft. Genauso verschlossen wie Chinas Grenzen, sind den Chinesen ihre Menschenrechte. In einem solchen Land merkt man erst, dass Geld allein nicht glücklich macht. Aus einem solchen Land heraus, zu wagen, anderen vorzutäuschen, man solle die eigenen Freiheiten und Offenheiten hinterfragen, spricht für sich selbst.
    Hat nichts mit dem obigen Text zu tun, sollte aber gesagt werden.

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    1. Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten: Ihre Zeilen haben niemals irgendwas „mit dem obigen Text zu tun“, da es Tommy Gagagrande, fortan GG genannt, einem verbitterten Internethelden, der die Schuld seines Scheiterns bei allem und jedem, nur nicht bei sich selbst sucht, nicht um Diskurs geht. Stattdessen redet er weiterhin wie im Delirium der realitätsfernen Selbstüberhöhung unsägliches Zeug daher, das jeden geistig gesunden Menschen vor Scham im Boden versinken lassen würde. Die von ihm an anderer Stelle „kritisierte“, gesellschaftliche Verrohung wird dabei nur scheinbar „verurteilt“. Zu wichtig ist es ihm dabei, sich selbstverliebt als Moralapostel mit weißer Weste gebärden zu können, während in Wahrheit anhand permanenten Ad-Hominem-Geschwurbels eigenhändig eben jene scheinbar „kritisierte“ Verrohung vorangetrieben wird.

      Oder anders: Er ist selbst Teil des Problems, das er heuchlerischerweise zu bekämpfen oder kritisieren vorgibt. Zu keinem Zeitpunkt nämlich ging und geht es derartigen Dunning-Kruger-Effekt-Patienten um einen sachlichen, d.h. vor allem emotionslosen Diskurs, welcher die objektive Realität berücksichtigt und sich darüber hinaus konsequent auf dem Boden der Sachlichkeit bewegt, sondern stattdessen um pathologisch anmutende Diffamierungen (s.o.), persönliche Nebenschauplätze (s.o.) sowie dreiste Verleumdungen (s.o). Damit sollen nicht nur besorgniserregende Sachkenntnislücken und historische Ahnungslosigkeit überplappert, sondern im Endeffekt persönliches/wirtschaftliches Scheitern vermeintlich kaschiert werden.

      Ein Beispiel: Besagter Unsympath bettelte bei Mende einst förmlich auf Knien, Mende möge ihm doch unbedingt im (damals noch wöchentlich von GG hochgelobten) China Arbeit und Unterkunft besorgen, selbstverständlich ohne dafür selbst einen Finger krumm tun zu müssen, da Eigenverantwortung - als eine der Kardinalstugenden des permanent von GG prpagierten Libertarismus - für besagte tragische Figur lediglich ein theoretisches Lippenbekenntnis in seinen Pseudodiskursen darstellt, jedoch nichts, was fernab der Tastatur irgendwelches Handeln erforderte. Seitdem er schließlich aufgrund von Penetranz, Ignoranz und Selbstwidersprüchen einmal mehr (virtuell) „vor die Tür gesetzt wurde“, wurde neben Mende auch China fortan zur Angriffsfläche für wüste und kollektivistische Beschimpfungen. Da kann man nur froh sein, dass derartige Unsympathen, abgesehen von kurzen Urlaubsaufenthalten, keinerlei Chance haben, einen Fuß in Länder mit den weltweit höchsten Durchschnitts-IQs setzen zu können, da sie dazu etwas mehr bieten müssten als pseudobescheidwissendes Gelaber. Völlig klar auch, dass (u.a.) deswegen Grenzen verteufelt werden (müssen).

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    2. Auch interessant und für sich selbst sprechend ist der Umstand, dass China von GG - in bester Kollektivismusmanier natürlich an sich und damit jeder einzelne Bewohner - „moralisch verurteilt“ wird, ihn dies aber nicht daran hindert, zu Urlaubszwecken ins achso verdorbene Reich der Mitte zu reisen. So geht moralische Konsequenz. Noch ein Beispiel: Genauso konsequent ist es, einerseits zwar permanent zu betonen, dass es „freie Länder“ aufgrund der Evidenz von Zwangsstaaten niemals geben kann, andererseits - wenn es aufgrund von o.g. Argumentationslosigkeit in den Kram passen muss - in einem „Kommentar“ wie dem obigen sehr wohl von „freie[n] Länder[n]“ zu sprechen. Dies waren nur zwei der unzähligen Selbstwidersprüche, die mit immer neuen Ausreden, Diffamierungen sowie Nebenschauplätzen kaschiert werden. Der geneigte Leser sollte mittlerweile eine Vorstellung davon bekommen haben, wie private „Diskussionen“ mit GG demnach abliefen und -laufen. Auf seiner Gegenseite ist man irgendwann nur noch damit beschäftigt, Widersprüche bloßzulegen bzw. unlogischen Schutt beiseite zu räumen. Ein „Nein“ bzw. „Bis hierhin und nicht weiter” bedeutet für GG dabei jedoch eine nicht hinzunehmende, persönliche Beleidigung - tatsächlich nur Kennzeichen von Unreife (im besten Falle) oder ernstzunehmenden Komplexen (im schlechtesten Falle).

      Zum Glück gibt es deshalb das Internet als Katalysator. Entzöge man modernen Internetbessermenschen wie GG nämlich ihren virtuellen Feldzug, bliebe ihnen nur die Ruine des eigenen Scheiterns, sich äußernd in - selbstverständlich stets durch andere verursachter - Arbeitslosigkeit bzw. perspektivloser sowie frustrierender Arbeit etc.

      Was, wenn nicht letztere Ruine, gepaart mit gekränkter Eitelkeit, sollte der Grund sein, dass besagte tragische Figuren meinen, wie bockige Schulkinder irgendwelche „Einschätzungen“ hinsichtlich Personen zum Schlechtesten geben zu müssen, die ihnen aufgrund ihrer Ignoranz, Selbstverliebtheit und Penetranz bereits vor Jahren den Laufpass erteilt hatten? Wenn es um ein Sachthema geht, fehlen verkannten Internet-Feldherren kognitive Fähigkeiten sowie der Bezug zur Praxis, was sie als Gesprächspartner auf lange Sicht hin unattraktiv machen. Da sie stattdessen ausschließlich durch schwindelerregende Argumentationslosigkeit, Beleidigungen und/oder bedeutungsschwangere Nullaussagen auffallen, gibt es schier nur diese eine Schlussfolgerung: Aufgrund von (nachvollziehbaren) Minderwertigkeitskomplexen wird sich in eine realitätsferne Traumwelt geflohen, in der man quasi Gott spielen kann. Was bleibt, sind Ad-Hominem-Attacken für jeden, der sich von ihnen abwendet. (Mittlerweile also auch Ad-patriam-Attacken.) Ein gleichsam trauriger wie lustiger Nebenumstand: Selbst nach jener Abwendung zeigen gescheiterte GG-Ideologen ihre Abhängigkeit von denjenigen, die sich abwendeten. Ganz einfach deshalb, da ihnen ohne o.g. „Feldzüge“ nichts bliebe. Damit stehen sie auf einer Stufe mit Hardcore-Sozialisten, -Veganern, -Feministen etc. Nehmt ihnen ihre Ideologie und sie haben nichts.

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