Samstag, 13. Mai 2017

Gedankenkontrolle für Einsteiger

von Philipp Rosipal
In Zeiten des Massentourismus und der unübersehbaren „Sozialisierung“ privater Mittel wird ein Schrei nach Veränderung aus der gesellschaftlichen Mitte immer unüberhörbarer. Große Menschengruppen, die vorher nichts mit derartigen Themen am Hut hatten, formieren sich in einer Art massenpolitischen Anti-Establishment-Bewegung. Dabei liegt hier die Betonung auf ‚Massenpolitik‘: Die Massen sind (noch) politisch unbewusst und dressierbar. Genau deshalb versucht das gesamte linksgerichtete Establishment diese Massen an erwachten Menschengruppen wieder zum Schlafen oder zumindest zum Schweigen zu bringen. Hier bedienen sie sich eines alten faschistischen Mittels: Der Massenkontrolle durch Angst. Wenn sich die Mehrheit der Menschen in Angst vor persönlichem Rückschritt befindet, dann ist auch ihre Lenkung möglich.

Diese Angst lässt sich temporal gesehen in zwei Typen aufteilen: Naheliegende und unmittelbare Angst. Während sich (zum Ausgleich sei gesagt) rechte Bewegungen die naheliegende Angst zum Herzen nehmen und vor beispielsweise ökonomischen oder asylpolitischen Problemen Angst machen, im Tenor „Wenn ihr jetzt nichts tut, dann werden wir bald alles verlieren“, nutzen linke Bewegungen eine andere Strategie zur Einflusszunahme und -wahrung. Um die unmittelbare Angst zu nutzen, muss man die meinungsgebende politische Strömung sein, anders ist es in der Geschichte nie gewesen. Hierbei ist der Aufbau einer absoluten Hegemonie über die Gesellschaft notwendig, welche zwar unpersönlich auf öffentlicher Ebene überstülpt wird, jedoch jede Person direkt trifft. Diese Hegemonie war damals die Angst, von der SA verprügelt oder in ein KZ gesteckt zu werden. Heute ist sie ein rein medial-politisches Gebilde: Die Political Correctness

Obwohl es natürlich auch Antifa-Schlägertrupps und im Osten ein paar Glatzen gibt, die gerne Andersdenkende zu Püree verwandeln wollen, ist das nicht einmal notwendig um die Analyse der heutigen Hegemonie zu untermauern. Man muss sich hierfür einfach den geleakten Leitfaden von ver.di „für den Umgang mit rechtspopulistischen Mitarbeiter_innen“ vornehmen: Ganz abgesehen von der Tatsache, dass diese „Rechtspopulist_innen“ auch Mitglieder der Gewerkschaft sein könnten, wird hier dafür geworben, Menschen aufgrund ihrer politischen Meinung erst zu ermahnen, dann zu diskriminieren und dann zu kündigen. Das ist zum einen eine Bankrotterklärung an unsere hart erkämpften Grundrechte, zum anderen ein fast schon komisches Beispiel für die Errichtung dieser oben genannten Hegemonie. Wenn sich die Arbeitnehmer, die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, davor fürchten, ihren Job wegen einer einfachen politischen Meinung zu verlieren, dann wird dieses Konstrukt unübersehbar. Darüber hinaus machen die links gestrickten Medien eine dauerhafte Propaganda für solche Weltsichten, wodurch den Konsumenten auch privat die Annahme vermittelt wird, sie wären mit ihrer Meinung allein und diskriminiert.

Das Paradoxe an der Political Correctness ist, dass viele Personen, die vor zehn Jahren noch als ‚links‘ galten, heute den gleichen rechten Stempel aufgedrückt bekommen. So greift die eine Antifa-Gruppe beispielsweise die Andere an, weil die Gegenseite „nicht antirassistisch genug“ ist. Kurz gesagt: Die Political Correctness schaltet auch „normale“, moderate Linke stumm. Schlussendlich lässt sich dieses hegemoniale Modell der unmittelbaren Massenkontrolle nur mit einem Mundknebel vergleichen, der mit jeder Sekunde enger und enger wird – bis der Schädel platzt. Die politische Korrektheit macht aus offenen, anständigen Menschen kleine, moralisch dressierte Weicheier, die jede politische Äußerung minutenlang bedenken müssen. Sie macht genau den Extremismus möglich, den sie bekämpfen will, weil sie rechts eingestellte Personenkreise in Meinungs-Echokammern sperrt, in denen sie sich radikalisieren. 

Die einzige Möglichkeit, diese medial-politische Massenlenkung zu beenden ist ein Kampf mit westlichen Mitteln. Die Verteidigung der Werte der Aufklärung, die Verweigerung der Anbiederung an Maulkorb-Erlässe. Nur das kann uns vor der totalen Massenkontrolle bewahren.

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