Montag, 29. Mai 2017

Auf Trump-Euphorie folgt Ernüchterung: Trump versinkt in dem Sumpf, den er trockenlegen wollte

Bild: Pixabay / JCamargo / CC0 Public Domain
Marktkommentar von Claus Vogt
Es wird immer klarer, wie wenig US-Präsident Trump bewegen und verändern kann – oder will. Innenpolitisch ist er jetzt schon weitgehend gescheitert. Und seine in Brüssel geäußerte Kritik am deutschen Handelsüberschuss zeugt von einer gefährlichen ökonomischen Unkenntnis. Denn Protektionismus schafft keinen Wohlstand, sondern schadet allen Beteiligten, auch den USA. Man kann gespannt sein, ob er sich bis zum G7-Gipfel eines Besseren besinnen wird oder ob er fest entschlossen ist, den Holzweg des Protektionismus zu beschreiten und den Freihandel zu torpedieren.

In seinen erfolgreichen Wahlkampf ist Trump als großmäuliger Adler gestartet und als Kapaun in Washington gelandet. Anstatt den Washingtoner Sumpf wie versprochen trockenzulegen, versinkt der neue Präsident selbst darin.

Das überrascht mich nicht. So hatte ich schon Anfang November 2016 geschrieben: „Neue politische Weichenstellungen brauchen Zeit. Das ist selbst dann der Fall, wenn die neu gewählte Partei radikale Veränderungen planen sollte, weil auch diese sich in einer Demokratie nicht von heute auf morgen umsetzen lassen – wenn überhaupt. Dafür sorgt schon die mächtige und träge Ministerialbürokratie, die den Staatsapparat sehr viel mehr beeinflusst oder prägt als gemeinhin angenommen wird.“

Kehrt jetzt an den Börsen Ernüchterung ein? 

Nun basierte die Rally an den Aktienmärkten, die nach Trumps Wahlsieg begann, jedoch auf der Annahme, Trump könne Großes bewegen und auf wundersame Weise die riesigen ökonomischen Probleme und Ungleichgewichte, die Obama hinterlassen hat, schnell und schmerzlos beseitigen. Diese Hoffnung war natürlich von Anfang an absurd. Das kann die euphorisierten Teilnehmer einer Spekulationsblase aber nicht davon abhalten, weiter fest an ihren unsinnigen Strohhalm zu glauben. Und inzwischen mehren sich die Zeichen, dass dieser Glaube bröckelt. 

US-Dollar und US-Anleihen haben schon gedreht – Gehen Sie short! 

An den Devisenmärkten und an den Anleihenmärkten hat der Prozess der Ernüchterung schon begonnen: Der Dollar ist unter Druck geraten, und die Anleihenzinsen fallen in Reaktion auf das schwache US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal dieses Jahres. Nur an den Aktienmärkten klammern sich die Spekulanten noch immer an den Strohhalm Donald Trump. Allerdings mehren sich die Zeichen, dass auch diese hochspekulative Party bald vorüber sein wird.

In der am Dienstag, den 23. Mai erschienenen Juni-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren lege ich Ihnen ausführlich dar, wie brisant die Lage an den Aktienmärkten inzwischen wieder geworden ist. Konsequenterweise habe ich meinen Lesern konkrete Short-Empfehlungen gegeben, um ihr Vermögen abzusichern. Schon 2008 sind meine Leser mit dieser Strategie sehr gut gefahren.

Denn unter der Oberfläche der Indizes hat eine deutliche Verschlechterung stattgefunden. Darüber hinaus hat sich ein auf Kurslücken (Gaps) basierender Indikator, der in der Vergangenheit fast nur im unmittelbaren Vorfeld großer Baissen Verkaufssignale gegeben hat, auch jetzt wieder mit sehr ominösen Warnungen zu Wort gemeldet. 

Beim Gold Bugs Index zeichnet sich ein Kursanstieg von mehr als 50% ab 

Bei den Edelmetallen und vor allem bei den hochinteressanten Gold- und Silberminenaktien hingegen bahnt sich eine extrem attraktive Kaufgelegenheit an, die Sie besser nicht verpassen.

Denn nach Beendigung der aktuellen Korrektur werden die Minenaktien ihre Anfang 2016 begonnene Hausse fortsetzen. Dann lautet das nächste typische Zwischenziel dieser Hausse: Kurse oberhalb der Hochs des Jahres 2016. Bezogen auf den Gold Bugs Index reden wir hier vom aktuellen Kursniveau aus gerechnet bereits über Gewinne von mehr als 50%! 

Goldminen-Indikator hat Kaufniveau noch nicht ganz erreicht 

Der folgende Chart zeigt Ihnen im oberen Teil den Gold- und Silberminenindex und darunter einen mittelfristig orientierten Indikator. Wie Sie sehen, ist Letzterer im Sommer vorigen Jahres auf den Maximalwert von 100% gestiegen. Mit diesem extrem hohen Wert wurde der Beginn einer langfristigen Hausse signalisiert. Einige Wochen später setzte die erste große Korrektur im Rahmen dieser neuen Hausse ein. 

Goldminenindex in $ und Goldminen-Indikator, 2009 bis 2017 


Ich erwarte noch einen Rückgang des Indikators unter das Zwischentief von 
32,14% bevor der weitere Weg nach oben frei ist. Quelle: StockCharts.com

Die hier nicht gezeigten Sentimentindikatoren in Kombination mit den noch immer zu hohen Short-Positionen der Hedger an den Terminmärkten sprechen dafür, dass die laufende Korrektur noch nicht ganz vorüber ist. Das gilt auch für den im Chart zu sehenden Indikator. Von ihm erwarte ich noch einen Rückgang unter das jüngste Zwischentief von 32,14% bevor der weitere Weg nach oben frei ist.

Bleiben Sie unbedingt am Ball, um die damit signalisierte Kaufgelegenheit nicht zu verpassen, die sich Ihnen wahrscheinlich schon bald präsentieren wird. In diesem Sektor winken Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten außerordentlich attraktive Kursgewinne, während die allgemeinen Aktienmärkte einem Tanz auf dem Vulkan gleichen, der jeden Moment auszubrechen droht.

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