Montag, 20. Februar 2017

Mordanstifter John McCain: Ein Held der westlichen Presse

Bild: United States Congress [Public domain],
via Wikimedia Commons
von Philipp Rosipal
Der republikanische Senator John McCain stößt durch seine Kritik an der Trump-Regierung auf immer stärker werdende Aufmerksamkeit der europäisch-amerikanischen Mainstreammedien. Beispielsweise war am 19.02.2017 auf t-online.de zu lesen: „ McCain kritisiert Trump: 'So legen Diktatoren los'“, oder auf ntv.de: „McCain sieht Gefahr in Trumps Medienhass“. Hier zeigt sich mal wieder die grenzenlose Ahnungslosigkeit und Naivität der deutschen Presse.

John McCain selbst war es nämlich im Jahr 2004, der es ablehnte die Handlungen der US-Regierung im Irakkrieg zu hinterfragen. Mit seinen Stimmen für die letzten Kriege der USA hat er selber auch zu Diktatur und Mord angestiftet, das sei nur nebenbei angemerkt, da er heute ja gegen die „diktatorischen Tweets und Aussagen“ von Donald Trump ankämpft. Die Person John McCain ist ein durchtriebener, gewalttätiger Neocon, welcher vor keiner Lüge zurückschreckt und jede einzelne Schwäche seines Gegners ausnutzt.

Auch seit Beginn des Syrien- und Ukrainekriegs steht John McCain für amerikanische Intervention. Er ist für die Finanzierung und Aufrüstung von „Oppositionstruppen“ in Syrien und im Irak, im Falle der Ostukraine für die Unterstützung weiterer aggressiver Maßnahmen gegen prorussische Gruppen. McCain will also im neuen kalten Krieg Öl ins Feuer gießen. Und noch mehr: Er ist auch für eine optionale Umlagerung von US-Atomraketen in den Westteil der Ukraine, sollte „der böse Russe“ weitere Maßnahmen ergreifen.

Innenpolitisch steht er zum einen für höhere Steuern und einen stärkeren Sozialstaat. Des Weiteren will McCain das öffentliche Krankensystem und staatliche Schulen in den USA ausbauen. Die Video- und Internetüberwachung sollen seiner Meinung nach noch stärker ausgeweitet werden. Tea-Party-Anhängern tritt er gerne mit Beleidigungen und Schmähungen entgegen. Dieser Mann ist also ein absoluter Kommunist!

Aus den positiven Berichten der Medien über diese Person kann man nur schlussfolgern, dass er bei der nächsten Präsidentschaftswahl als Top-Vorwahlkandidat der Republikaner gegen Trump antreten wird. Taktisches Public-Relationing mit Presse, Wirtschaft und Politik war schon immer McCains Spezialgebiet. Es ist eine Verzweiflungserklärung der Medien De-facto-Massenmörder wie John McCain mit guten Berichten zu überschütten. 

Politiker wie McCain können wir nicht gebrauchen. Jemand wie er, der die Spannungen zwischen zwei Nationen auf atomare Ebene heraufsteigern möchte, hat politische Entscheidungsmacht weder verdient noch nötig. Mittlerweile dämmert es auch großen Teilen der Bevölkerung, welche aus dem medialen „Tiefschlaf“ erwacht, dass solche Männer für das Ende der Welt verantwortlich sein könnten.

Kommentare:

  1. Es gibt nicht "DIE" westliche Presse. Das unterscheidet vielleicht die Presselandschaft von einer solchen die Herrn Rosipal vorschwebt ?

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    1. Ich habe im Artikel doch genau spezifiziert, welche Medien ich meine. Diese Peinlichkeiten können jemandem nur passieren, wenn er einzig und allein die Headline liest.

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  2. Senator Rand Paul über John McCain:

    Rand Paul DEFENDS Trump says "John McCain has been wrong on just about everything"

    "“Everything that he says about the president is colored by his own personal dispute he’s got running with President Trump, and it should be taken with a grain of salt, because John McCain’s the guy who’s advocated for war everywhere. He would bankrupt the nation. We’re very lucky John McCain’s not in charge, because I think we’d be in perpetual war,” “I would say John McCain’s been wrong on just about everything over the last four decades. He advocated for the Iraq War, which I think destabilized the Middle East. If you look at the map, there’s probably at least six different countries where John McCain has advocated for us having boots on the ground.”"

    https://www.youtube.com/watch?v=H1zftaqSfAU

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  3. Guter Artikel der Wahrheit sehr sehr nah.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Die Neocons agieren/reagieren erstaunlicherweise parteiübergreifend immer gleich!
    Der Artikel ist absolut stimmig, außer in der Mutmaßung daß McCain Präsidentenkandidat der Republikaner wird. Er ist nämlich 80 Jahre alt.
    Außerdem wird kolportiert, daß er auch ein Mittäter in Sachen Pädophilie ist, wie auch sein politischer Zwillingsbruder Lindsey Graham.

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