Donnerstag, 16. Februar 2017

Inflation so hoch wie seit Jahren nicht mehr: Mario Draghis Zerstörungskurs zeigt nun Wirkung!

Draghi. Bild: Pixabay / harrivicknarajah0 /
CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Liebe Leser, die schlechte Nachricht des Tages lautet: Inflation ist zurück. Genaugenommen war dieses Schreckgespenst ja auch nie weg, wie der Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Von 2010 bis 2016 stieg das Preisniveau in Summe um beachtliche acht Prozent. Gerade für viele Geringverdiener, die nicht von den Segnungen automatischer Tariferhöhungen profitieren, war allein das schon schwer zu verdauen.

Aber jetzt kommt es noch deutlich dicker: Die für den Januar gemessene Inflationsrate beträgt 1,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ist die Obergrenze dessen, was die EZB bislang als "Preisstabilität" definiert, nahezu erreicht.

Allerdings steht den nach zwei Währungsreformen im 20. Jahrhundert inflationstraumatisierten Deutschen nun offenbar eine von Mario Draghi und seinen willfährigen Weichwährungshelfern wissentlich herbeigeführte Periode noch schnellerer Geldentwertung ins Haus.

Anders kann man nicht interpretieren, was dieser Herr gerade angestoßen hat, nämlich nichts weniger als eine Neudefinition des Inflationsbegriffs. Nach seinem Willen soll nun erst dann von Inflation die Rede sein, wenn vier (!) Kriterien gleichzeitig erfüllt sind:

"Die Inflationstrends in den einzelnen Ländern der Euro-Zone müssen sich angleichen. 
Die Teuerung darf nicht nur vorübergehender Natur sein, sondern muss sich nachhaltig manifestieren. 
Sie muss selbsttragend sein und nicht allein das Ergebnis der ultralockeren Geldpolitik. 
Und schließlich muss die Inflation übergreifend in der gesamten Euro-Zone ein bestimmtes Niveau überstiegen haben."

Um die gerade genannten Spitzfindigkeiten dieses Geldalchimisten auf den Punkt zu bringen: Was Inflation ist, das bestimmt er selbst. 

Vielleicht sollt man ihn mal aus seinem luxuriösen Büro mit Blick über Frankfurt in die Niederungen der dortigen Innenstadt bringen, damit er sich von den pfandflaschensammelnden Rentnern ein wenig Nachhilfe in Sachen Inflation geben lassen kann? Immer mehr Ruheständler und Geringverdiener können sich nämlich die von ihm eiskalt und gnadenlos durchexekutierte Weichwährungspolitik schlicht nicht mehr leisten.

Ein ganz entscheidender Punkt hierbei ist die Entwicklung der Immobilienpreise. Getrieben durch die - für Deutschlands wirtschaftliche Leistungsfähigkeit völlig unpassende - Null- und Negativzinspolitik hat sich quer durch das Land eine Immobilienpreisblase gebildet, die vielen Menschen die Luft zum Atmen nimmt. 

Und ein Ende ist nicht in Sicht - im Gegenteil: Die Einlassungen dieses Herrn lassen für die nächsten Jahre das Schlimmste befürchten, und zwar sowohl für die Geldentwertung als auch für die kalte Enteignung der deutschen Sparer, die aufgrund seines Willens keinerlei Zinsen mehr bekommen.

Ich frage mich daher: Wie lange müssen wir diesen Herrn noch er-draghi-n? Die Antwort ist einfach: Es liegt in der Hand der Wähler. Zeit für eine Politik des stabilen Geldes.
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Dieser Beitrag erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Herr Meuthen. Holen Sie sich den Herrn Draghi. Nehmen Sie ihn sich zur Brust aber gewaltig. Holen Sie sich diesen Armutstreiber, lesen Sie ihm die Leviten und schaffen Sie die Zentralbank ab. Mehr habe ich nicht zu sagen.
    Doch, eines habe ich zu sagen. Ersuchen sie um eine Teilnahme als Gast bei "Markus Lanz" und nutzen Sie die wenigen Minuten einen Teil der Zuseher über das Wesen von Geld und die Inflationspolitik und ihre Wirkungen durch die EZB aufzuklären. Gleichzeitig schärfen sie in der öffentlichen Wahrnehmung ihr Profil.

    Tun Sie das aber verlieren Sie keine Zeit.

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  2. Och nicht schlimm, das kann ja jetzt die EZB anfangen die Zinsen zu erhöhen - oder nicht?

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  3. Der Wähler hat keinen Einfluß auf die Besetzung der EZB. Im Gegenteil die EZB hat ihre eigene Gesetze, eigene Steuern etc. Noch ein bisschen schlimmer ist nur noch der ESM...

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