Dienstag, 28. Februar 2017

Rahim Taghizadegan erhält die Roland-Baader-Auszeichnung 2017

Roland-Baader-Auszeichnung 2017 geht an
Rahim Taghizadegan
von Steffen Krug
Liebe Freunde der Freiheit und der Österreichischen Schule der Ökonomik,

das Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) gibt bekannt, dass der Privatgelehrte und Bildungs-Unternehmer Rahim Taghizadegan die „Roland-Baader-Auszeichnung 2017“ erhält. Die Verleihung erfolgt am 27. Mai 2017 im Rahmen der 8. Hamburger Mark Banco Anlegertagung im Marriott-Hotel Hamburg.

Rahim Taghizadegan gehört zu den führenden Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Freiheitsdenker in Europa. Der Autor, Unternehmer und Lehrer widmet sich in seinem Schaffen der Verbreitung freiheitlicher Ideen und deren gesellschaftlicher Verankerung. Sein besonderer Fokus liegt dabei auf der jungen, der „belogenen Generation“, die er zu einem selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben in Freiheit und Eigenverantwortung anleitet.

Montag, 27. Februar 2017

Die Verrohung der Gesellschaft

Bundesarchiv, Bild 183-1990-0414-009 / Pätzold, Ralf /
CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
von Tommy Casagrande
Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat im Zuge der Thematik der Ausschreitungen vor dem Stadion des BVB geäußert, dass es ein Problem der Verrohung der Gesellschaft gäbe, das man nicht dem Fussballverein Borussia Dortmund andichten könne. Hierzu ein Statement von mir:

Die Verrohung in den Stadien hat, wie Watzke es richtig formuliert, ihre Ursache in der Verrohung der Gesellschaft. Denn die Menschen, die in die Stadien gehen, bilden natürlich die Gesellschaft ab. Warum verroht die Gesellschaft? Sie verroht nicht als ganzes, jedoch teilweise. Doch wieso ?

Die Ursache liegt in der ökonomischen Verfasstheit des Landes. Durch staatliche Eingriffe und eine Überhand nehmende Flut an Verordnungen und Gesetzen, werden die letzten Reste der Marktwirtschaft, die zu Zeiten von Ludwig Erhard viel, viel freier war als heutzutage, zerstört. Die Menschen zu Zeiten von Erhard lebten in einer Gesellschaft, in der es viele Freiräume zur Selbstorganisation gegeben hat. Da der Kapitalismus unter Erhard entfesselter gewesen ist als heute, waren die Menschen stärker darauf bedacht, sich als Dienstleister zu verstehen, wo auch Freundlichkeit zählt, um freiwillig zahlende Kunden zu akquirieren. Man hatte die Möglichkeit gesellschaftlich aufzusteigen, wenn man fleißig war. Heutzutage arbeiten viele Menschen ohne einer solchen sozialen Perspektive und es fühlt sich an wie ein Hamsterrad, in dem man strampelt ohne vorwärts zu kommen.

Sonntag, 26. Februar 2017

Hass auf die AfD: Kriegserklärung statt Karneval!

Bild: Pixabay / Succo / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Die Mainzer Fernsehfastnacht hat eine lange Tradition darin, die politischen Verhältnisse im Land mit meist feingeistigem, mitunter auch derbem Humor zu beleuchten. Wohlgemerkt: Mit Humor.

Über die Jahrzehnte haben sich grandiose Büttenredner in dieser hohen Kunst bewiesen. Erinnert sei beispielsweise an den "Boten vom Bundestag", verkörpert vom leider zu früh verstorbenen Jürgen Dietz.

Es war stets ein Scherz mit Herz. Politiker, die hier durch den Kakao gezogen wurden und "ihr Fett weg bekamen", konnten immer noch mitlachen. Und es war immer klar: Die Angesprochenen sind letztlich - und ganz selbstverständlich - Teil der Gesellschaft. Was auch sonst?

Und nun vergleichen Sie dies, liebe Leser, mit den folgenden wörtlichen Äußerungen vom vorgestrigen Abend. Da ist kein Herz mehr zu spüren, nur noch der blanke Hass auf unsere Bürgerpartei, weil sie als einzige gegen die Irrsinnspolitik der Kartellparteien aufbegehrt. Diese Sendung glich teilweise einer Kriegserklärung gegenüber der AfD.

Samstag, 25. Februar 2017

„Rechts“ und „links“: Das Spiel des modernen Parlamentarismus

Bild: Mediatus (Own work)
[CC0 or Public domain], via Wikimedia Commons
von Kurt Kowalsky
Die Aufteilung des politischen Einflusses in zwei imaginäre Gegenspieler (das sogenannte rechte und linke parlamentarische Lager), die in allen sogenannten demokratischen Rechtsstaaten zu beobachten ist, nutzt in erster Linie der politisch opportunen Positionierung.

Empirisch ist leicht nachweisbar, dass alle wesentlichen Regierungsmaßnahmen, die sogenannten Weichenstellungen, vom entgegengesetzten politischen Lager entweder bekämpft oder als „nicht weitreichend genug“ kritisiert wurden. Nach einem vollzogenen Regierungswechsel nimmt jedoch das andere Lager die Maßnahmen der Vorgänger-Regierung nicht zurück.

Wer das Geschnatter der Wahlkämpfe und parlamentarischen Reden ignoriert und lediglich auf die verabschiedeten Gesetze, Verordnungen und Verträge der „unterschiedlichen“ Regierungen achtet, wird an der Kontinuität feststellen, dass es nur eine politische Richtung gibt.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Schluss mit der Selbstbedienungspolitik der Kartellparteien!

Prof. Dr. Jörg Meuthen verurteilt die Selbstbedienungsmentalität der länger hier schon Regierenden und plädiert für einen schlanken, zugleich aber starken, statt für einen fetten, zugleich aber schwachen Staat. Die beste Regierung ist die, die wenig regiert, sagte Meuthen in Anlehnung an Henry David Thoreau.


 

Montag, 20. Februar 2017

Mordanstifter John McCain: Ein Held der westlichen Presse

Bild: United States Congress [Public domain],
via Wikimedia Commons
von Philipp Rosipal
Der republikanische Senator John McCain stößt durch seine Kritik an der Trump-Regierung auf immer stärker werdende Aufmerksamkeit der europäisch-amerikanischen Mainstreammedien. Beispielsweise war am 19.02.2017 auf t-online.de zu lesen: „ McCain kritisiert Trump: 'So legen Diktatoren los'“, oder auf ntv.de: „McCain sieht Gefahr in Trumps Medienhass“. Hier zeigt sich mal wieder die grenzenlose Ahnungslosigkeit und Naivität der deutschen Presse.

John McCain selbst war es nämlich im Jahr 2004, der es ablehnte die Handlungen der US-Regierung im Irakkrieg zu hinterfragen. Mit seinen Stimmen für die letzten Kriege der USA hat er selber auch zu Diktatur und Mord angestiftet, das sei nur nebenbei angemerkt, da er heute ja gegen die „diktatorischen Tweets und Aussagen“ von Donald Trump ankämpft. Die Person John McCain ist ein durchtriebener, gewalttätiger Neocon, welcher vor keiner Lüge zurückschreckt und jede einzelne Schwäche seines Gegners ausnutzt.

Auch seit Beginn des Syrien- und Ukrainekriegs steht John McCain für amerikanische Intervention. Er ist für die Finanzierung und Aufrüstung von „Oppositionstruppen“ in Syrien und im Irak, im Falle der Ostukraine für die Unterstützung weiterer aggressiver Maßnahmen gegen prorussische Gruppen. McCain will also im neuen kalten Krieg Öl ins Feuer gießen. Und noch mehr: Er ist auch für eine optionale Umlagerung von US-Atomraketen in den Westteil der Ukraine, sollte „der böse Russe“ weitere Maßnahmen ergreifen.

Samstag, 18. Februar 2017

Progressive Steuererhebung als Maßstab für „zivile“ Schutzgelderpressungen

Bild: Pixabay / TBIT / CC0 Public Domain
von Kurt Kowalsky
Da sich Steuererhebung von Diebstahl im Phänomen nur dahingehend unterscheidet, dass Diebstahl eine temporäre, Steuererhebung eine permanente Erscheinung ist, kann sich auch ein Räuberhauptmann dahingehend legitimieren, dass er 51 Prozent der versammelten potentiellen Opfer Freiheit zusichert, wenn sie ihm die restlichen 49 Prozent der „Mehrbesitzenden“ ausliefern. Für die relativ minderbemittelte Mehrheit wäre es deshalb durchaus rational, eine genaue Vermögensaufstellung zu organisieren, um so „regelgerecht“ davonzukommen.

Ceteris paribus kann auch die derzeit grassierende, progressive Steuererhebung als Maßstab für „zivile“ Schutzgelderpressungen genommen werden. Aus dem Kreis der Bedrohten können sich Freiwillige melden, die das Vermögen und Einkommen von sich und den anderen messen, registrieren und eintreiben. Wer zuverlässig für die Räuberbande arbeitet, bekommt einen geringen Teil der Beute ab, wer betrügt, verliert dieses Privileg und wird mit dem doppelten Satz an Abgabenpflicht bestraft. Widerstand und Ungehorsam sind irrational, solange der angedrohte Gewaltandrohungsexzess glaubhaft ist. Nach kurzer Zeit könnte man so auch die „Besserverdienenden“ in das verbrecherische System einbinden. Führten sie freiwillig die Schutzgeldabgabe ab, würden sie sich ständige Kontrollen und dauernde Nötigungen der Unterprivilegierten ersparen.

Freitag, 17. Februar 2017

Cem Özdemir: Ein korrupter Transatlantiker wird Spitzenkandidat der Grünen

Cem Özdemir. Bild: Freud (Own work) [GFDL or
CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Petr Bystron
Mit der Wahl von Göring-Eckardt und vor allem Cem Özdemir haben die Grünen die letzten Reste ihres alternativen Profils begraben. Sie wählten zwei Repräsentanten des schlimmsten politischen Establishments der Berliner Republik zu ihren Gesichtern im Wahlkampf. Vor allem mit Özdemir als Spitzenkandidat haben die Grünen endgültig den Nimbus einer alternativen Partei verloren.

Zwar müht sich die Partei auf ihrer Website mächtig, schön Wetter für Özdemir zu machen. Er sei „der Kandidat, der mit seiner Biographie und seinem Profil wie kein anderer in diese Zeit passt“. Das stimmt sogar in Zeiten, in denen SPD Politiker Hand in Hand mit ihren CSU-Kollegen wegen Bestechlichkeit in Untersuchungshaft wandern und die Regierung die Zensur des Internets auf private Firmen und Stiftungen überträgt.

Denn Özdemir bereichert sich gerne und hat keine Skrupel, mit ehemaligen Stasi-Leuten Facebook zu zensieren. Diese „Spitzenkraft“ der Grünen musste schon einmal ihren Abschied aus der bundesdeutschen Politik nehmen. Im Jahr 2002 nahm Özdemir seinen Hut, weil er dienstlich erworbene Flugmeilen privat nutzte und zuvor auch schon durch eine ominöses privates „Darlehen“ in Höhe von 80.000 DM von dem hoch umstrittenen PR-Berater Moritz Hunzinger auffiel.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Inflation so hoch wie seit Jahren nicht mehr: Mario Draghis Zerstörungskurs zeigt nun Wirkung!

Draghi. Bild: Pixabay / harrivicknarajah0 /
CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Liebe Leser, die schlechte Nachricht des Tages lautet: Inflation ist zurück. Genaugenommen war dieses Schreckgespenst ja auch nie weg, wie der Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Von 2010 bis 2016 stieg das Preisniveau in Summe um beachtliche acht Prozent. Gerade für viele Geringverdiener, die nicht von den Segnungen automatischer Tariferhöhungen profitieren, war allein das schon schwer zu verdauen.

Aber jetzt kommt es noch deutlich dicker: Die für den Januar gemessene Inflationsrate beträgt 1,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ist die Obergrenze dessen, was die EZB bislang als "Preisstabilität" definiert, nahezu erreicht.

Allerdings steht den nach zwei Währungsreformen im 20. Jahrhundert inflationstraumatisierten Deutschen nun offenbar eine von Mario Draghi und seinen willfährigen Weichwährungshelfern wissentlich herbeigeführte Periode noch schnellerer Geldentwertung ins Haus.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Mein persönlicher Weg von der FDP zur AfD

Thorben Schwarz. Bild: Thorben Schwarz.
von Thorben Schwarz
An einem Herbstabend stand es fest: Ich werde die Freien Demokraten verlassen. Nach einer Kandidatenaufstellung die an Scheinheiligkeit und Verfilzung durch unzählige Vorabsprachen kaum zu überbieten war, und Hass und Missgunst die Atmosphäre des Abends dominierten – auch untereinander, mit mir sprach man ja schon nicht mehr – war mir klar, daß es sich nur noch um die Farce einer Partei handelte, einer Totengräberin des Liberalismus. Aber der Reihe nach.

Als ich mich entschied, ab sofort politisch zu denken, war ich sehr jung. Zu jung vermutlich. Ich sah, als ich zur Schule ging, eine Verelendung des einst so stolzen schwäbischen Bildungssektors; öffnete fassungslos Briefe von Gleichstellungsbeauftragten; staatlich verordneten Wahnsinn; Expertinnen gegen Rechtsextremismus, die an meine Schule kamen und erzählten, gewisse Ansichten seien „rechtspopulistisch, oder zumindest sehr, sehr konservativ“; von den ideologisch verblendeten Abgründen eines Politikunterrichts ganz zu schweigen. Ich sah, wie der Staat in das Leben der Menschen eingriff und erlebte auf dem Land, wo ich aufwuchs, die praktische Umsetzung von völlig schwachsinnigen Mindestlohnverordnungen und EU-Zentralismen.

Leben als genderakzeptables Nichts

Bild: David Rosen Photography [CC BY 2.0],
via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
2011 wurde die sogenannte Istanbul-Konvention ausgearbeitet. Es handelt sich dabei gemäss offiziellem Wortlaut um ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und ist als solches ein völkerrechtlicher Vertrag, der per 1.8.2014 in Kraft trat. 43 Nationen haben ihn unterzeichnet, 22 bereits ratifiziert. In Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein steht die Ratifizierung noch aus. Im Fall der Schweiz hat der Bundesrat am 2. Dezember 2016 die empfehlende Botschaft an das Parlament verabschiedet – die Entscheidung steht bevor.

Warum sich hier mit etwas befassen, das in den Meinungsschleudern des Mainstreams nicht stattfindet, beziehungsweise nur dann bearbeitet wird, wenn man mit der Thematik gegen die Polen – diese teilrenitenten traditions- und nationsversessenen Feinde des Friedensprojekts Grosseuropa – schiessen kann? Warum „es“ wie so viele vor ihm, nicht einfach abtun als politische Lachnummer und quasi aufgebahrt liegen lassen? Warum in Rage geraten wegen eines weiteren Brüsseler Machwerks, das die Tatsache ignoriert, dass die Schweiz und andere Länder längst die Standards zum Schutz der Frau (ja – es tönt wir Artenschutz) erfüllen, die es fordert, und dessen Umsetzung den Steuerzahler voraussichtlich Millionen kosten wird? Denn wenn auch nichts anderes – dies eine wird es garantiert: kosten. Viel kosten.

Dienstag, 14. Februar 2017

Staatliche Musikhochschulen: Warum keine Studiengebühren für ausländische Studenten?

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-
Images / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

an den staatlichen Musikhochschulen in Deutschland beträgt der Anteil der ausländischen Studenten dreißig bis fünfzig Prozent. Aus Angst vor dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit lehnen es fast alle Bundesländer ab, dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken.

Für die Bildung ist der Staat zuständig, meint die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen. Bildung hat für die Nutzer selbstverständlich kostenlos zu sein, so wollen es die Politik und ein Großteil der Gesellschaft hierzulande.

Dass es sich bei einer guten Ausbildung, beispielsweise einem Hochschulstudium, um eine Investition handelt, die sich durch bessere Berufschancen und damit ein höheres Einkommen auszahlt, diese Sicht der Dinge findet bei uns keine große Resonanz.

Zaghaften Bestrebungen, die Studenten wenigstens in gewissem Umfang an den Kosten ihrer Ausbildung zu beteiligen, war kein dauerhafter Erfolg beschieden. Studiengebühren für den Hochschulbesuch, regelmäßig nicht höher als 500 Euro pro Semester, wurden in Deutschland nur einige Jahre lang erhoben. Sie blieben politisch umstritten und wurden nach und nach in allen Bundesländern wieder abgeschafft. So finanziert der Staat gleichermaßen die Hochschulausbildung von bedürftigen wie von reichen Studenten, von deutschen Staatsbürgern wie von Ausländern, die einen Studienplatz im deutschen Hochschulsystem erlangt haben.

Montag, 13. Februar 2017

Martin Schulz, der Sonnenkönig-Sozi: 35 Helferlein und zwei Limousinen für einen kleinen Gernegroß

By Martin_Schulz_2009.jpg: Mettmann derivative
work: Daffy123 (Martin_Schulz_2009.jpg)
[CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Der neue Heiland der SPD, Martin Schulz, geriert sich bei seinen linkspopulistischen Reden gerne als Anwalt des kleinen Mannes. Nicht, dass ihm das persönlich irgendwie wichtig wäre - er merkt einfach, dass ihm Bürger, die momentan noch ahnungslos sind, diese Schmierenkomödie abnehmen.

Aber das wird nicht so bleiben: Es wird sich herumsprechen, für was dieser abgehalfterte EU-Apparatschik steht: Für noch mehr EU-Bürokratie und -Idiotie, für einen Haftungszugriff auf deutsche Vermögen - und für ausufernde Steuergeldverschwendung.

Hierin war der Buchhändler aus Würselen nämlich unangefochtener Großmeister, nachdem er von seinen Sozialistenfreunden auf den Thron des EU-Parlamentspräsidenten gehievt wurde. So groß war seine Meisterschaft, dass es anderen Parlamentarieren im Jahr 2015 zu bunt wurde: Sie beklagten öffentlich dessen opulente Verschwendungssucht.

In ihrem Bericht deckten sie auf, dass Schulz nicht nur eine Limousine, sondern gleich deren zwei für angemessen hielt - selbstverständlich mit zwei Chauffeuren, denn von alleine fahren diese Karossen ja (noch) nicht. Aber das war nur der kleinste Teil seiner aufgeblasenen Entourage.

Seine 33 weiteren, zu nicht unerheblichen Teilen von deutschem Steuergeld bezahlten Helferlein beinhalteten unter anderem einen Pressesprecher, fünf (!) Pressereferenten und zwei Terminassistenten.

Sonntag, 12. Februar 2017

Ruhe in Frieden, Susanne Kablitz!

von Tomasz M. Froelich
Mit großer Trauer vernahm ich die Kunde vom viel zu frühen Tod von Susanne Kablitz. 

Ich kann mich noch an das erste Treffen mit ihr erinnern: 5. Mark Banco Anlegertagung am 9. Mai 2014 im Sofitel München. Gar nicht so lange her. Es war die für Libertäre so typische Begegnung: Man schrieb miteinander über Facebook, ist sich aber zuvor noch nie persönlich begegnet. Und dann, nach der ersten Begegnung, hatte man das Gefühl, daß man sich schon ewig kennen würde. So ist das mit Brüdern und Schwestern im Geiste. So ist das mit Libertären. So war das auch mit Susanne.

Susanne war eine wahre Idealistin, ein Leuchtturm der libertären Szene hierzulande. Was mir an ihr immer gefallen hat: Sie redete Tacheles. Sie war wortgewaltig. Klare Kante. Als Bundesvorsitzende der Partei der Vernunft, als Mitglied der Hayek-Gesellschaft, die sie kurz vor ihrem Tode verließ, als Autorin mehrerer Bücher, als Publizistin auf ihrem eigenen Blog, auf eigentümlich frei, aber auch auf Freitum, sowie als Verlegerin ihres Juwelen-Verlags, in dem hervorragende libertäre Literatur erschien. Hieran erkennt man den enormen Beitrag von Susanne für die Sache der Freiheit. Engagiert bis zum letzten Atemzug. Ihr Tod ist ein enormer Verlust.

Liebe Susanne, ruhe in Frieden!

,,Wahl'' des Bundespräsidenten: Direktwahl des Bundespräsidenten statt Kartellparteienkungelei!

Bild: Arne List (Eigenes Werk) [GFDL oder
CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Eine Wahl, bei der das Ergebnis von vornherein feststeht, ist keine echte. Eines solchen Spektakels werden wir heute wieder in Berlin ansichtig: Ausgerechnet in der Frage, wer das höchste Amt im deutschen Staate bekleiden soll, scheint ein zentrales Prinzip einer jeden Demokratie eher unerwünscht zu sein, nämlich die Auswahl aus tatsächlich miteinander konkurrierenden Alternativen.

Wer nun einwendet, es stünden ja heute tatsächlich sogar fünf Kandidaten zur Wahl, übersieht geflissentlich, dass die Kartellparteien den Sieger längst unter sich ausgemacht haben: CDUSPDGRÜNEFDP haben sich in Kungelrunden fern eines öffentlichen demokratischen Diskurses darauf geeinigt, Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum neuen Bundespräsidenten zu machen.

Das Procedere ähnelt damit stark der Inthronisation von Joachim Gauck im Jahre 2012: Auch dort gab es keinen aussichtsreichen Gegenkandidaten, so dass sich Gauck mit einem schönen Volkskammer-Ergebnis von ca. 80 % schmücken konnte.

Mit Verlaub, liebe Leser: Eine solche Pseudo-Wahl ist einer Demokratie wahrlich unwürdig. Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund, den Bundespräsidenten nicht direkt vom Volk wählen zu lassen! Für eine solche Direktwahl plädiert unsere Partei seit jeher.

Zur antikapitalistischen Mentalität

Bild: Zarateman (Own work) [CC0],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz, Murray-Rothbard-Institut
Die antikapitalistische Mentalität führt wirkliche oder vermeintliche soziale Übel auf den Kapitalismus zurück. Dabei bleibt die Frage außen vor, ob das Übel tatsächlich die Form des Wirtschaftens im freiwilligen Austausch zur Ursache hat. Alternative Erklärungen können etwa allgemein menschlichen Verhaltensweisen unabhängig von der Wirtschaftsform sein oder staatliche Eingriffe, die den freiwilligen Austausch behindern und insofern selber antikapitalistisch sind.

Das Folgende ist ein Bericht aus meiner aktuellen Theoriewerkstatt. Ich bin dabei, drei Stränge der Theorie zusammenzuführen, die üblicherweise eher als getrennt, ja als gegensätzlich angesehen werden: Ludwig von Mises (1881-1973), Karl Marx (1818-1883), die mehr gemein haben, als Mises wahrhaben wollte und als den Marxisten lieb ist,[1] sowie der Sozialpsychologe Kurt Lewin (1890-1947),[2] dessen Ansätze ich für geeignet halte, im Bereich der Psychologie das Programm der Praxeologie nach Ludwig von Mises umzusetzen.

Woher stammt die antikapitalistische Mentalität? Der Begriff der »antikapitalistischen Mentalität« geht zurück auf das Buch von Ludwig von Mises »The Anti-Capitalistic Mentality«, 1956. Dieses Buch wie andere Ansätze, etwa um die primitivste Form des Antikapitalismus, den Antisemitismus, zu erklären, greifen auf die Untugend des Neides zurück: Diejenigen, die im freiwilligen Austausch Verlierer sind oder jedenfalls nicht alles das erreichen, was sie sich wünschen, machen dafür den Markt und nicht ihr eigenes Handeln haftbar.

Samstag, 11. Februar 2017

Gold auf dem Weg zu neuen Hochs - schon investiert?

Marktkommentar von Claus Vogt
Einerseits-andererseits nutzt Ihnen an der Börse nichts 

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Die meisten Ökonomen und Analysten scheuen sich, klare Prognosen abzugeben. Lieber verstecken sie sich hinter einerseits-andererseits-Aussagen oder verschiedenen Szenarien. Als Mann der klaren Worte halte ich von dieser Vorgehensweise nicht viel, obwohl ich natürlich weiß, dass wir es an den Finanzmärkten stets nur mit Wahrscheinlichkeiten und niemals mit Gewissheiten zu tun haben.

Aber an der Börse ist für einerseits-andererseits einfach kein Platz. Hier müssen Sie eindeutige Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen und anschließend mit den Folgen leben. Weil das so ist, gebe ich stets unzweideutige Prognosen ab und sorge per Stop-Loss-Order und mit einem konsequenten Risikomanagement für die notwendige Schadensbegrenzung, wenn sich die Dinge anders entwickeln als erwartet. Denn ohne ein sinnvolles Risikomanagement können Sie an der Börse auf Dauer nicht erfolgreich sein.

Freitag, 10. Februar 2017

Zu lange Verfahren bei der Erbschaftsteuer

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

durch die Erbschaftsteuer profitiert der Staat sogar noch vom Tod seiner Bürger. Die Finanzämter lassen sich allerdings viel Zeit beim Eintreiben dieser Steuer. Auch fehlt es an einer umfassenden IT-Unterstützung bei der Steuerfestsetzung.

In Deutschland wird alljährlich Vermögen in einer Größenordnung von schätzungsweise 250 Milliarden Euro mit steigender Tendenz vererbt. Da will der deutsche Staat nicht abseitsstehen und fordert über die Erbschaft- und Schenkungsteuer seinen Anteil an den übertragenen Werten ein. Grundsätzlich unterliegen alle Erwerbe von Todes wegen und alle Schenkungen unter Lebenden der Besteuerung. Jedem Erwerber steht ein persönlicher Freibetrag zu, der ebenso wie der Steuersatz vom Grad der Verwandtschaft abhängig ist. Durch die Freibeträge sollen im Wesentlichen die nahen Angehörigen (überlebender Ehegatte, Kinder) begünstigt werden. Für vererbtes Betriebsvermögen gelten Sonderregelungen, welche eine geordnete Unternehmensnachfolge und den Erhalt von Arbeitsplätzen sicherstellen sollen.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Gold-Verächter melden sich lautstark zu Wort

Marktkommentar von Claus Vogt
Presse spiegelt einseitiges Stimmungsbild wider 

Passend zu den Extremwerten der Gold-Sentiment-Indikatoren hat eine große deutsche Tageszeitung am Samstag, den 14. Januar 2017 in ihrem Finanzteil zwei Drittel einer Seite dem Thema Gold gewidmet. Das ist ungewöhnlich viel Platz für eine Anlageform, die in den staatstragenden Massenmedien normalerweise ein Mauerblümchendasein führt.

Dienstag, 7. Februar 2017

Geplantes Bargeldverbot? Totale Kontrolle, totale Enteignung

Bargeld: Bald schon Vergangenheit?
Bild: Pixabay / KTEditor / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Jörg Meuthen
Immer mehr Bürger fürchten sich hierzulande vor der Abschaffung des Bargeldes - und das ist verständlich!

Schließlich fordert auch ein hochrangiger Berater der Merkeltruppe ein Bargeldverbot. Die Gründe, die allgemein für ein Bargeldverbot genannt werden, sind schwachsinnig und vorgeschoben: So würde sich mit einem Bargeldverbot die Kriminalität angeblich besser bekämpfen lassen. 

In Wirklichkeit geht es aber um etwas ganz anderes, nämlich zum einen um die totale Kontrolle des Bürgers, zum anderen um dessen totale Enteignung.

Bürger würden vom datensammelwütigen Staat unter Generalverdacht gestellt werden, sollten noch mehr Informationen von sich preisgeben und noch mehr Privatsphäre einbüßen. Der Staat würde sich immer mehr ins Privatleben der Menschen einmischen. Folge: Die totale Überwachung der Bevölkerung.

Montag, 6. Februar 2017

Keine Antworten auf Trump, nur Schmähungen: Unsere Politiker sind argumentativ am Ende

Bild: Pixabay / OpenClipart-Vectors / CC0 Public Domain
von Viktor Gus
Die gestrige Runde bei Anne Will war wieder einmal bezeichnend für das, was hierzulande in der Politik und der Medienlandschaft schief läuft. Man hatte den Eindruck, die Gäste (bis auf Max Otte) sehen sich als die vom Schicksal auserkorenen Hüter der Zivilisation. Sie selbst seien das Bollwerk der "westlichen Werte" gegen die menschliche Abrissbirne namens Donald Trump. Man spekulierte darüber, wie doch die globale liberale Ordnung drohe, vom neuen US-Präsidenten zerschmettert zu werden. Besonders aufgehängt hatte man sich am kontroversen "Muslim-Ban", der in Wahrheit keiner ist. Dieser temporäre Einreisestopp aus sieben Ländern würde doch "allem widersprechen, wofür Amerika steht", war man sich weitgehend einig. Der Charakterzug ein offenes Einwanderungsland zu sein, sei durch eine Anordnung Trumps nun in Gefahr. Es ist erstaunlich, wie von Seiten der hiesigen Sozialdemokraten der vermeintliche Niedergang des amerikanischen Wesens betrauert, aber im tiefsten Inneren die föderale, freiheitliche und marktwirtschaftliche Ordnung Amerikas verachtet wird.

Warum es ein Unsinn ist, gegen die Ungerechtigkeit in der Welt, aber gleichzeitig links zu sein

Bereitschaft für das eigene Land zu kämpfen:
Zum Vergrößern aufs Bild klicken!
von Walter Schüle
Wer will, dass sein Land das Unrecht in der Welt bekämpft, diverse Tyrannen zähmt oder gegen das Unrecht in den entlegendsten Ecken der Welt kämpfen will, kommt nicht am Patriotismus vorbei. Deutschland kann sich nicht mit Tyrannen und Konzernen anlegen, die Armen der Erde versorgen, sichere Stätten bieten (alles schon für sich genommen Herkulesaufgaben) - und dann zeitgleich verrecken, wie aus dem gleichen Lager gefordert.

Die Fähigkeit eines Landes, für irgendeine Gerechtigkeit einzutreten, steht und fällt mit der Bereitschaft seiner Bürger, für dieses Land dann auch einzustehen. Denn das Land ist eine handlungsfähige Plattform, die Utopie ist es nicht.

Nun sind in Deutschland gemäß der Gallup-Umfrage von 2015 weniger als 20% der Bevölkerung bereit, für ihr Land zu kämpfen. Unsere Gesellschaft ist postheroisch und dadurch konfliktscheu. Die Wehrlosigkeit von Staat und Gesellschaft gegen Terrorismus, Konzernen und Diktaturen ist die faktische Staatsdoktrin. Und mit einer so schwachen, durchaus auch selbst verschuldeten Unterstützung, die im Wesentlichen auf die Saat des Ostblocks im 1. Kalten Krieg zurück geht, will Merkel nun Erdogan und Putin, China und den USA gleichzeitig die Stirn bieten, die italienischen Banken retten und Millionen Menschen (die man nicht weiter kontrolliert) einen sicheren Ort geben?

Samstag, 4. Februar 2017

Meine Damen – es reicht! Wir brauchen einander!

Bild: Mark Dixon from Pittsburgh, PA
(Trump-WomensMarch_2017-top-1060051) 

[CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
Jetzt hatten wir also auch den Pussy-March – Pardon! – den Marsch der Frauen allen Geschlechts. Wir hatten tiefschürfend vergeistigte Sprechchöre, die kundtaten, dass periodisches Blut in den Strassen Amerikas fliessen werde zur Befreiung der Menschen mit Menstruations-Hintergrund. Wir sahen Ganzkörperkostüme, die nicht, wie auf den ersten Blick zu vermuten gewesen wäre, die Aussage „I am a cunt“ tätigten, sondern das Gegenteil. Wir hatten Vaginal-Käppis und Tausende selbstinzenierende am Hitler-Klon-Trump-Trauma Leidende.

Und jetzt mal dies: Meine Damen – es reicht! Was ihr heute Feminismus nennt, ist nur noch verbaler Ausdruckstanz diffamierenden Inhalts in den staatlich alimentierten Ateliers wohlstandsvertrockneter Scheinrealitäten. Wofür kämpft ihr eigentlich? In welchem Krieg? Den letzten haben eure Vorgängerinnen für sich entschieden. Zum Glück. Für den nächsten gegen Kinderehen, Verstümmelung und Steinigung solltet ihr längst aufrüsten. Alles dazwischen ist wehleidiger Schwanengesang einer gescheiterten Opfer-Orthodoxie und windelweiches Intrigantentum.

Freitag, 3. Februar 2017

Der schlampige Umgang mit dem Besserstellungsverbot

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

wenn der Staat bestimmte Einrichtungen bezuschusst, verlangt er zu Recht, dass diese ihre Beschäftigten finanziell nicht besserstellen als die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Vielen geförderten Einrichtungen fällt es jedoch schwer, sich an das Besserstellungsverbot zu halten. Mit allerlei Tricks versuchen sie, ihren Beschäftigten kleinere oder größere Vorteile über die Vergütungsregelungen des öffentlichen Dienstes hinaus zu verschaffen oder sich Ausnahmen genehmigen zu lassen.

Das Besserstellungsverbot gilt insbesondere für diejenigen Einrichtungen, deren ganzes Aufgabenspektrum vom Staat gefördert wird (sogenannte institutionelle Förderung). Es sind hohe Milliardenbeträge, welche Bund und Länder Jahr für Jahr für diese Art der Unterstützung bereitstellen. Der Bundeshaushalt weist rund 300 Einrichtungen aus, die institutionell gefördert werden. Darunter sind viele Forschungseinrichtungen, aber auch Verbände aus den Bereichen Sport, Soziales, Umweltschutz, Kultur usw. Die institutionelle Förderung ist äußerst beliebt, weil sich aus ihr faktisch eine Verpflichtung der öffentlichen Hand zur dauerhaften Subventionierung ergibt.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Gute Gründe gegen Martin Schulz

Bild: EuropeDirect [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Jorge Arprin
Martin Schulz wird SPD-Kanzlerkandidat. Völlig zurecht wird diese Entscheidung von vielen Seiten als hilflose Taktiererei gewertet. Denn auch wenn Sigmar Gabriel chancenlos gewesen wäre, ist ein Martin Schulz ebenso ein farbloser Apparatschik, dessen größte Leistung wohl nur die sein könnte, die große Koalition fortzusetzen. Allerdings wird neben dieser polit-taktischen Kritik an der Entscheidung auch ein anderer Aspekt kritisiert: Die persönliche Vergangenheit von Martin Schulz. Die Kritik an der Person statt an den politischen Inhalten dominierte bereits den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf letztes Jahr. Bei Schulz sind es folgende Gründe, die gegen ihn angeführt werden:

– Schulz war Alkoholiker.
– Schulz hat die Schule in der 10. Klasse geschmissen.
– Schulz arbeitete als Buchhändler.

Vor allem der letzte Punkt erscheint mir total albern. Was ist so schlimm daran, dass jemand als Buchhändler gearbeitet hat? Er hat während dieser Zeit zumindest etwas Produktives gemacht, im Gegensatz zum durchschnittlichen Beamten oder Abgeordneten, und es ist ein normaler Beruf, für den man sich nicht schämen sollte. Sollten etwa nur Menschen Politiker werden, die aus der hohen Oberschicht kommen oder die von Anfang an von Staatsgeldern gelebt haben (oder, wie manchmal der Fall, beides gleichzeitig)? Die ersten beiden Punkte wiederum wären nur ein Grund, wenn er noch heute Alkoholprobleme hätte oder es ihm an Allgemeinbildung mangeln würde. Das ist beides nicht der Fall: Schulz ist kein Jelzin und beherrscht sechs Sprachen – mehr als die meisten Schulabgänger.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Trump tritt ein schweres Erbe an

Bild: Gage Skidmore [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
Marktkommentar von Claus Vogt
Trump kann die Fehler der Fed nicht schmerzlos ausbügeln 

Nun hat es Donald Trump also tatsächlich zum US-Präsidenten geschafft. Ich wünsche ihm viel Glück bei diesem Unterfangen, das sich wahrscheinlich als das Schwierigste seiner schillernden Karriere erweisen wird. Denn Trump tritt ein sehr schweres Erbe an.

Die von ihm vorgefundene Ausgangslage könnte kaum schwieriger sein. Schließlich hat er die umfassendste Spekulationsblase aller Zeiten geerbt, deren Platzen wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Dieses makroökonomische Minenfeld einer Bubble-Ökonomie ist durch große Versäumnisse und Fehler der Zentralbank und der Obama-Regierung und durch die von ihr aufgehäuften bzw. ermöglichten Schuldenberge entstanden. Diese bedrohliche Realität wird sich nicht in Wohlgefallen auflösen, nur weil Amerika einen neuen Präsidenten gewählt hat, dessen politische Agenda weitgehend unbekannt ist. 

Euphorische Erwartungshaltung birgt großes Enttäuschungspotenzial 

Die euphorische Erwartungshaltung, die sich seit seiner Wahl in großen Teilen der US-Bevölkerung und vor allem an den Finanzmärkten breitgemacht hat, birgt ein enormes Enttäuschungspotenzial. Sobald deutlich wird, dass auch Donald Trump nur mit Wasser kocht und die ökonomischen Gesetze auch für ihn gelten, wird die Euphorie der Ernüchterung weichen.

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