Mittwoch, 11. Januar 2017

Meinungsfreiheit in Deutschland heute: Vermeiden Sie üble Wörter und verbotene Buchstabenkombinationen!

Franz Kafka, Maskottchen der
Bunten Republik Deutschland.
von Kurt Kowalsky
Man sollte mal die verfassungswidrigen Zeichen, Bilder, Texte veröffentlichen, die nach den Paragraphen 86 (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen) und 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) StGB verboten sind.

Aus Berichten von Zeitzeugen geht nämlich hervor, dass sich der F. (also der Reichskanzler ab 1933) auch schon mal zum Beispiel über die Streichfähigkeit von Brombeermarmelade ausgelassen hat. Vielleicht ist das Wort „Brombeermarmelade“ auch bereits verboten, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Rechtsstaat mit seiner Führerin M. (also die derzeitige Bundeskanzlerin) erbarmungslos zuschlägt.

Aber mit der Veröffentlichung einer solchen Liste macht man sich bereits strafbar. Ein Tipp: Veröffentlichen Sie Bilder, Zeichen und Zitate von den Massenmördern Stalin, Mao oder den derzeit bekannten Friedensnobelpreisträgern, und vermeiden Sie die Wörter „Brombeermarmelade“, „Wanzenpulver“, die Buchstaben A, H, F, S und andere verdächtige Kombinationen.

Das ist alles verständlich, in Anbetracht der deutschen Geschichte. Hat doch dieser Rechtsstaat in repräsentativen Positionen bereits unter anderem folgende Personen beschäftigt: Hans Filbinger (CDU), NS-Richter; Heinrich Lübke (CDU), KZ-Planer; Kurt Georg Kiesinger (CDU), NS-Jurist; Hans Globke (CDU), NS-Jurist. Und natürlich konnten die übrigen NS-Juristen in der BRD anschließend als unbescholtene Ehrenmänner weiterarbeiten, und die Witwen der Verstorbenen erhielten Entschädigungszahlungen nach dem Bundesbesoldungsgesetz.

Seien Sie also ungezwungen und frei in Ihren Meinungsäußerungen! Sollte man Ihnen in der Früh um sechs Uhr die Wohnungstür einschlagen und ihre Computer beschlagnahmen, dann ist das ein rechtsstaatliches Verfahren, und Sie gelten solange als unschuldig, bis Sie ein ordentliches Gericht schuldig gesprochen hat. Sollte dies geschehen, seien Sie dankbar und froh. Immerhin wird Ihnen dann eine der besagten Buchstaben- oder Wortkombination aus der betreffenden Liste bekannt gegeben. Bitte vertraulich behandeln, sonst schlägt der Rechtsstaat erneut zu.

(Kafka war übrigens Nichtraucher, denn er hatte die Schwindsucht.)

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. ... und der F., der von 1933 ff, war Vegetarier und sogar Nichtraucher! Was könnte uns das jetzt sagen? Darf sich nun niemand mehr ohne eine Schachtel Zigaretten oder wenigstens einem Schinken in der Öffentlichkeit bewegen ohne sich verdächtig zu machen?

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