Dienstag, 3. Januar 2017

François Fillon: Alternative für Frankreich?

Fillon. Bild: Marie-Lan Nguyen [CC BY 3.0],
via Wikimedia Commons
von Philipp Rosipal
Welche Relevanz die Wahlen in Frankreich haben, zeigt sich an der gesamten politischen Berichterstattung, die bereits Monate vor dem Wahltermin betrieben wird. Hier entscheidet sich der Weg Frankreichs in den Abgrund. Wird man sich weiterhin auf dem roten Sozialismus stützen, um in die Hölle zu fahren, oder wird man fröhlich im braunen „Le-Pen-Protektionismus-Paradies“ untergehen? Gibt es überhaupt einen Ausweg? Oh ja, und im Falle von Frankreich gibt es sogar einen etablierten Weg: Der neoliberale Ex-Premierminister François Fillon von der konservativen Partei ist eine echte Chance für Frankreich. In seinem Programm, in dem er sich stark für den Abbau staatlicher Sozialinstitutionen einsetzt, fordert er auch die Abschaffung der französischen „Faulheitserklärung“, der 35-Stunden-Woche. Ganz im Gegensatz zu Marine Le Pen, die sich für ihre „Volksgenossen“ alle sozialistische Gleichheit der Welt wünscht.

Von Le Pen lassen sich viele Konservative und Nationalliberale beirren. Aber man sollte nicht auf diesen braunsozialistischen Betrug hereinfallen. Ja, natürlich will sie die Grenzen sichern und die Landeskultur hochhalten, aber zu welchem Preis? Was will man mit einem Frankreich, das zwar den Landesstolz wiedergewinnt, aber in einem rezessionsbedingten Bürgerkrieg versinkt? Was will man mit „Gleichheit und Arbeit“, wenn die Kapitalertragssteuer auf sechzig Prozent angehoben, wichtige Einfuhren hoch verzollt und die Unternehmen schon längst abgewandert sind? Wo ist dann die Arbeit? In China. Wo ist dann die Gleichheit? Im Durchschnittseinkommen: Null Euro – äh – Franc.

Fillon hingegen will in seinen ersten fünf Jahren fünfhunderttausend Beamte feuern, Staatsausgaben drastisch senken. Er will die Gewerkschaften zerschlagen, wie Margaret Thatcher es 1979 bis 1984 getan hat, was beim Geflecht zwischen Staat und Gewerkschaften in Frankreich auch eine „zauberhafte“ Idee wäre. Die Steuern sollen radikal gesenkt werden, daher werden unter seiner Regierung Staatseinnahmen und -quote Frankreichs ebenfalls stark sinken. Seine Positionen, mit denen man uneins sein kann, sind die zur EU und seine prorussische Einstellung. Er fordert zum einen eine Zentralisierung von Grenzschutzaufgaben in Form von Frontex, sowie die Harmonisierung der Steuersätze im EU-Raum. Zum anderen ist Fillon ein extremer Putinist, welcher mit seiner Abwendung von Amerika das Machtgefüge durcheinander bringen und den europäischen Raum konfliktbereit machen könnte.

Trotz alledem ist François Fillon die einzige Möglichkeit für Frankreich, wieder wirtschaftlichen Aufschwung zu gewinnen. Mit seinem Sozialabbau wird er auch den No-Go-Areas und dem ewigen politisch korrekten Appeasement ein Ende setzen. Nur mit derartigen Maßnahmen funktioniert Integration! Er wird die Gewerkschaften zerschlagen und wir werden uns die polizeiliche Unterdrückung der sinnlosen, gewalttätigen Proteste jener Sozialisten und Gewerkschafter im Fernsehen genüsslich ansehen können. Unternehmer und Kapitalgeber werden zurückfinden und in heimische Industrien investieren. Seine Politik wird nicht nur den Unternehmen, sondern auch dem kleinen Mann nutzen, der sich jahrelang vom braunsozialistischen Pöbel in Front National und rotsozialistischem Gesindel in der Sozialistischen Partei hat verarschen lassen. Die Arbeiter werden merken, dass die Löhne höher steigen, als je zuvor in der Geschichte Frankreichs. Auch der Lebensstandard wird steigen, wie damals unter Thatcher in Großbritannien. 

Die Resultate würden mal wieder, wie so häufig, eines klar machen: Es geht nie um Einwanderung. Es geht auch nie um Integration oder Sozialsysteme. It's the economy, stupid! Ob Fillon überhaupt gewinnt, liegt am französischen Volke. In den Umfragen sieht es derzeitig gut aus. Und sollte er gewinnen, liegt es genauso am Volke, die „Reform-Inkubationszeit“ aushalten zu können. Die ersten fünf Jahre wären sehr hart, aber es würde sich für immer lohnen.

Kommentare:

  1. Wenn er es auch schafft das tatsächlich umzusetzen, was er verspricht.

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  2. Mir leuchtet nicht ganz ein, warum jemand einerseits Steuern in seinem Land senken will, sich andererseits aber der Wettbewerbsvorteile wiederum beraubt, indem er Steuersätze in der EU "harmonisieren" möchte.

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    1. Wahrscheinlich wird er die Steuern nicht so weit senken, dass Frankreich allein dadurch wieder wettbewerbsfähig wird.

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