Freitag, 20. Januar 2017

Amtseinführung von Trump: Der Beginn einer positiven Wende

von Hannes Bierl
Trumps Rede zu seiner Amtseinführung gehört zu den besten Politiker-Ansprachen, die ich in meinem Leben gesehen habe. Er sprach die versammelte Bevölkerung direkt an und wendete sich an die amerikanischen Arbeiter, Mittelständler, Farmer, Arbeitslosen, kurz: an die einfachen Leute, die ihn gewählt haben. "Die Zeit, in der ihr ignoriert wurdet, ist vorbei." versprach er ihnen. Reindustrialisierung ist sein Programm, verrottete Fabriken und Abwanderung von Unternehmen ins Ausland sollen der Vergangenheit angehören. Dem folgte eine schonungslose Abrechnung mit dem Establishment in Washington: Trump warf den Politikern Verschwendungssucht und ein Leben im Wohlstand vor, während sie die Probleme der einfachen Leute ignorieren würden. Zudem kritisierte er, die Regierungen hätten der steigenden Kriminalität in den großen Städten und der Deindustrialiesierung im "Rust Belt" tatenlos zugesehen. Der Präsident geißelte das leere, folgenlose Geschwätz der Washingtoner Politeliten und kündigte stattdessen endlich Taten an.

Trotzdem strebt Trump eine Versöhnung des Landes an. Er beschwor einen inklusiven, amerikanischen Patriotismus, der auf Freiheit, Verfassungstreue und Eigenverantwortung fußt und alle Staatsbürger unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion wertschätzt.

Die ganze Rede war ein vollständiger Bruch mit Globalismus, Supranationalismus und weltweitem Interventionismus. Die USA sollten sich auf sich selbst besinnen, ihre eigenen Veteranen versorgen und vor allem ihre eigenen Grenzen schützen, bevor sie sich in die Politik anderer Länder einmischen. Trump bekräftigte sein Ziel der Stärkung der US-amerikanischen nationalen Identität und seine Verachtung gegenüber supranationalen Bürokratien. Auch mit unbedachten Regime-Change-Interventionen rechnete er ab.

Dennoch ist keine Abkehr der USA von der Welt geplant. Trump kündigte einen effektiven Kampf gegen den Terrorismus an und sagte: "Wir werden den islamistischen Terrorismus auslöschen, wir werden ihn vom Antlitz der Erde verschwinden lassen." Dem IS steht eine vollständige Zerschlagung bevor.

Jede Minute der Rede war spannender und inhaltsreicher als alles, was Merkel in den letzten zehn Jahren gesagt hat. Die USA stehen vor einer positiven Wende und es hat sich endlich gezeigt, daß Wahlen doch etwas bewegen, daß sie Geschichte schreiben können.

Kommentare:

  1. Eine solche Rede sollte Frau Merkel nur ein einziges Mal an ihr "Volk" richten! DAS schafft sie nicht!

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  2. Ich sehe nicht wie drohender Protektionismus eine positive Wende darstellt.

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    1. dann müssen sie eine Weile noch warten, dann werden sie sehen das auch dies funktioniert. Soll doch keiner glauben das Trump da dauernd etwas plaudert ohne Rückendeckung und bereits vorliegendes Drehbuch.

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  3. Guter Anfang. Bisher hiess es die Politiker sind von den Konzernen abhängig, jetzt kommen die Chefs selbst schaun wir mal. Verteidigungsminister Navy general, Aussenminister Ex-Exxon und dabei ging es bei den Kriegen immer um Öl. Es wurde ja auch öfters die Bibel erwähnt, moegen wir hoffen dass Verantwortung und Respekt füreinander das Ziel ist. Auf in eine neue Epoche.

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