Montag, 5. Dezember 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 48/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über ''Mad Dog'':
Einen "Mad Dog" fürs Pentagon. Die sind drauf, die Amerikaner. Vollkommen unverständlich, wieso da keine militärstrategische Fachfrau wie unsere Frau von der Leyen, deren soldatische Fähigkeiten weltweit gerühmt werden und einer beeindruckenden Armee wie der Bundeswehr durchaus angemessen sind, nominiert wurde. Mir ist schleierhaft, wie die USA in Zukunft gedenken mit Deutschland auf Augenhöhe die Konflikte der Erde zu diskutieren.

Über die Unterwanderung des deutschen Verfassungsschutzes:

Nur um es noch mal kurz zusammen zu fassen: Der Verfassungsschutz wurde untergraben von einem Gay-Porno-Darsteller, der sich in einer erstaunlichen Metamorphose zu einem Islamisten gewandelt hat und dessen Wirken nur deswegen aufgedeckt wurde, weil er auf allen verfügbaren Kanälen Dienstinterna herausgepustet hat? Vorm Russen sind die Deutschen definitiv sicher. Ich mache mir mal eine Flasche Wein auf.

Über den eigenen und fremden Bürokratismus:
Ich freue mich immer, wenn Leute aus einem Land, in dem die Eintragung einer kleinen Kapitalgesellschaft ins Handelsregister knapp 1000 Euro kostet und Wochen dauert, in dem man zum Verständnis der Bustarife einer Metropole wie Bielefeld ein Verwaltungsstudium braucht und bei dem Verwaltungstermine in einer hochsubventionierten Stadt wie Berlin in etwa so einfach und aufwandslos zu erhalten sind, wie in einem afrikanischen Operettenstaat und in dem man selbst für das Ableiten von Regenwasser von einem Carport in den Erdboden eine 10-seitige, jederzeit widerrufbare behördliche Genehmigung benötigt, anderen Nationen Bürokratismus vorwerfen. Erhebend.

Über populistisches Wetterempfinden:
Wenn nun der ein oder andere glaubt, Gefahr zu laufen sich wesentliche Körperteile abzufrieren, dann sei ihm versichert, dass es ganz klar solche Winter wegen des unumstrittenen Klimawandels gar nicht mehr gibt und seine Empfindungen primär von populistischen Parolen geprägt sind, die den wissenschaftlichen Konsens in Frage stellen. Jedem, der sich nun übertrieben winterlich kleidet, sollte bewusst sein, dass sein Verhalten die unwidersprochenen Maßnahmen der Bundesregierung sabotiert und er muss sich fragen lassen, ob er beabsichtigt dem Russen in die Hände zu spielen, dessen Absicht seit jeher ist, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu untergraben. Wer ja sagt zu einem solidarischen und gerechten Deutschland, der packt sich nicht ein!

Über den kritischen Journalismus: 
Welt: Beerdigung in Kuba: Wird Fidel Castros letzter Wunsch erfüllt?
DW: Fidel Castro findet seine letzte Ruhe.
Spiegel: Trauerfeier für Fidel Castro: Die letzte Ehre.
Tagesschau: Eine ungewisse Zukunft - Leben in Kuba ohne Castro.
Das muss dieser kritische Journalismus sein, von dem mir immer so viel erzählt wird.

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