Sonntag, 4. Dezember 2016

Der Fall Maria L.: Das Schweigen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Bild: Pixabay / PublicDomainPictures / 
von Tomasz M. Froelich
Es ist schon beachtlich: Wenn ein mutmaßlicher Dorfneonazi in seiner geistigen Hohlheit in irgendeinem ostdeutschen Kaff ein Hakenkreuz vorzugsweise spiegelverkehrt an die Fassade einer Hausruine schmiert, zeigt sich die Gesinnungsgendarmerie, bestehend aus den etablierten Parteien und dem zwangsfinanziert-massenmedialen Großkomplex wie auf Knopfdruck empört. Neue Kampagnen werden ins Leben gerufen und finanziert und der Kampf gegen Rechts wird intensiviert.

Bei der brutalen Vergewaltigung und Ermordung der 19-jährigen Studentin Maria L., mutmaßlich durch einen 17-jährigen Migranten aus Afghanistan, übt sich die Gesinnungsgendarmerie im Schweigen. Wie schon bei den Ereignissen rund um die Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten. Auf die Frage, weshalb hierüber kaum berichtet wird, antworten die Journalistendarsteller der ARD, daß die Vergewaltigung und der anschließende Mord nur regionale Bedeutung hätten. Ein interessantes Verständnis von Relevanz: So scheinen etwa Steuerhinterziehungen von Uli Hoeneß relevanter gewesen zu sein als ein derart brutales Verbrechen - jedenfalls wurde über den Hoeneß-Prozeß wesentlich intensiver berichtet.

Es ist grober Unfug, dem Verbrechen an Maria L. lediglich eine regionale Bedeutung zuzumessen, denn es steht, ebenso wie die von den öffentlich-rechtlichen Medien zunächst totgeschwiegenen, massenhaft an Silvester stattgefundenen sexuellen Übergriffe in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der völlig verantwortungslosen Politik der offenen Grenzen - all das ist auf einer Metaebene zu betrachten.

Daß das Thema mehr als nur regionale Bedeutung hat, zeigt sich allein schon daran, daß die Menschen wollen, daß darüber berichtet wird und daran, daß es tatsächlich auch getan wird, sogar im Ausland. Nur eben kaum in den öffentlich-rechtlichen Medien hierzulande. Die bittere Wahrheit ist nun mal politisch nicht gewollt, auch nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der jegliche Staatsferne, Unabhängigkeit und journalistische Ausgewogenheit vermissen lässt und schon lange nicht mehr als Korrektiv der drei Gewalten fungiert, sondern stattdessen mehr und mehr zum politischen Sprachrohr, oder in diesem Fall zur politischen Schweigemauer der etablierten Politik verkommt.

Ja, wir haben ein Problem mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und es ist ein Skandal, daß wir gezwungen sind, jährlich über 200 Euro an die GEZ-Geizkragen für deren Minusleistung abzudrücken, sofern wir nicht hinter schwedischen Gardinen landen wollen, was überzeugten Rundfunkzwangsbeitragsverweigerern durchaus schon passiert ist.

Das hinauszögernde Schweigen der Politiker- und der öffentlich-rechtlichen Journalistendarsteller ist als Eingeständnis, als zu spätes Eingeständnis zu werten. Sofern sie nicht gänzlich den Boden der Realität verlassen haben, werden sie wissen, daß sie falsch lagen und falsch liegen, und sie werden es dennoch, so ist zu befürchten, auch in Zukunft weiterhin tun. Es wird kein Lern-, kein Selbstreflexionsprozeß einsetzen. In wenigen Tagen fühlen sich diese Damen und Herren wieder als die moralischen Instanzen dieser Republik.

Maria, ruhe in Frieden!

Kommentare:

  1. Herr Fröhlich,

    Sie argumentieren wie ein lausiger Demagoge dem der Populismus näher liegt als die Wahrheit. Ihre Art zu schreiben ist tendentiell anti-aufklärend und verstärkt die Lagerbildung von einander ideologisch feindlich gesinnten Gruppen. Hätten Sie den Libertarismus verstanden, wüssten Sie, dass die Befriedung der Menschen durch eine konfliktlösende Analyse auf die Bedürfnisse jeder einander gegenüber stehender Gruppe eingehen muss. Das tun Sie nicht, weil es Sie nicht kümmert Frieden herzustellen. Was Sie kümmert ist die Machtverhältnisse umzukehren. Ein solches Verhalten steht ganz im Sinne von Populisten deren erstes Opfer, sobald sie den Mund aufmachen, die Wahrheit ist.
    Ein klassisches Beispiel dafür, wie Ihre niveaulose Art zum Ausdruck gebracht wird, sieht man, wenn Sie versuchen, ein richtig erkanntes Übel, den staatlichen Zwang, mit einer ausländerfeindlichen Haltung zu ergänzen. Sie benutzen die Kritik am staatlichen Zwang um aufzuzeigen, dass der Neonazi das Bauernopfer sei und der Mörder, wohlgemerkt, ein AUSLÄNDER, ein Nutznießer wäre. Ihre Betonung darauf, dass es sich um einen Ausländer handelt, befriedigt Ihren rethorischen Rachegedanken, auf linken Populismus mit rechten Populismus zu antworten.

    Sie verlieren aus dem Fokus, dass es sich bei der libertären Idee um eine Aufklärung handelt. Allerdings klären Sie niemanden auf. Wer es weniger Gut mit Ihnen meint, könnte Ihnen unterstellen, dass es für Sie weniger darauf ankommt, ob ein Mord geschieht als die Frage, ob der Mörder ein Inländer oder ein Ausländer gewesen ist. Das ist das gleiche was Sie tun. Anstatt den linken Populismus aufzudecken, belassen Sie diesen zugedeckt und verklären mit rechten Populismus die Situation erneut.

    Roland Baader nannte die Generation eine belogene. Das was Sie tun wird daran nichts ändern.

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    1. Wovon reden Sie da? Es geht um die Heuchelei des Establishments bei diesem Fall.

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    2. Tomasz M. Froelich5. Dezember 2016 um 12:30

      So ganz nachvollziehen kann ich die Kritik auch nicht. Mir ging es eigentlich nur darum aufzuzeigen, wie heuchlerisch die öffentlich-rechtlichen Medien agiert haben. Von Ausländerfeindlichkeit keine Spur, es sei denn, man definiert die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Regierung als ausländerfeindlich.

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    3. der typ da hat nicht alle tassen im schrank.
      typisch linker faschist der durch zuviele drogen überall nazis sieht !

      der küsst den journalisten von ard und zdf sicher die füße für diese art berichterstattung !

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    4. An Anonym vom 5.12.10:40: Ein dümmeres, hohles, mit leeren Phrasen beladenes Gelaber habe ich noch nie zu lesen bekommen. Hier ist der Bericht einer Einwohnerin von Calais. Erst wenn Sie Ähnliches erlebt haben, werden Sie wohl vernünftig und ehrlich werden: https://youtu.be/VPdRSuXdH_4

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  2. der typ da hat nicht alle tassen im schrank.
    typisch linker faschist der durch zuviele drogen überall nazis sieht !

    der küsst den journalisten von ard und zdf sicher die füße für diese art berichterstattung !

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  3. Informationsunterdrückung ...5. Dezember 2016 um 21:06

    Lieber Herr Froelich,

    ich finde Ihren Artikel wunderbar! Kritisch, ehrlich, den Finger auf einen wunden Punkt legend (was Monsieur Anonym gleich auf die Galle geschlagen ist...).
    Sehr schön finde ich auch Ihre Wortkreationen "Gesinnungsgendarmerie", die sich wahlweise als "politisches Sprachrohr" oder "politische Schweigemauer" betätigt!
    Bravo!
    Die ehemalige Nachrichtensendung "tagesschau" berichtete unter politisch-motiviertem Trommelfeuer über (relevante/nicht relevante, regionale/nicht regionale ?) Übergriffe wie: Studentin Tuçe zusammengeschlagen ; Raketenböller (aka 'Anschlag mit fremdenfeindlicher Bombe' oder war's die islamfeindliche...?) an Moscheetür geworfen -
    mit sofortiger Vorverurteilung und eigener Meinungsdoktrin.
    Tagelang. Ob anschließend 1 bis 3 ARD-Brennpunkte inklusive waren, erinnere ich nicht mehr.
    Aber Pauschalisierungen und Aufrufe zu mehr 'Kampf gegen....' und 'Mehr Gelder für....' wurden reichlich generiert.

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