Samstag, 31. Dezember 2016

Liebeserklärung: Für die Freiheit!

Bild: Antonu (Own work) [CC BY-SA 3.0
or GFDL], via Wikimedia Commons
von Frank Jordan
12 Menschen sind beim Anschlag in Berlin getötet worden. Ihr Leben ist vorbei. Wir andern leben noch. Und das reicht nicht. Wollen wir den Opfern und ihren Angehörigen unseren Respekt zollen, dann ist „am Leben sein“ nicht genug. Pietätvolles Die-Schnauze-halten und vornehme Zurückhaltung ebensowenig. Die einzige Art, diesen Umstand in Dankbarkeit zu würdigen, ist, die Wunde nicht verheilen zu lassen, sondern offen zu halten mit der Frage, wie wir dieses eine Leben, das uns gegeben ist, leben wollen.

Obwohl von politischer und medialer Seite keine Antwort zu erwarten ist auf eine Frage, die jeder nur für sich allein beantworten kann, sind die Verlautbarungen unfreiwillig hilfreich, weil entlarvend. Da wird mit Worten und Mienenspiel seelischer Erschütterung in „freiheitlichen Werten“ herumgestochert, mit Pathos die Salbe einer „freiheitlichen Gesellschaft“ draufgeklatscht und eine „liberale Gesellschaftsordnung“ angepappt. Nie jedoch, nie ist die Rede von Freiheit. Man geht darüber hinweg: „C’est la guerre. N’en parlons pas.“

Der professionell vermittelte Eindruck von Ergriffenheit muss als Beweis für Nützlichkeit und Wert jedweder Absichtserklärung und getroffenen Massnahme reichen. Und er tut es. Denn: Wir vertragen Freiheit nur noch in pürierter Form. Als gemüsifiziertes, breiiges Wort ohne Würze oder Nährstoffgehalt. Gäbe man uns rohe, harte, scharfe Freiheit zu kosten, würden wir uns fürchterliche gesellschaftliche Stoffwechselnöte einhandeln. Und das meiste von dem, was sich Politik nennt, würde verschwinden. Denn: Freiheit ist kein Spass. Feiheit ist vor allem anderen eine Frage, die weh tut. Sie lautet: Auf wessen Kosten? Das ist der Kern aller Freiheit und für den Freien kann es darauf nur eine Antwort geben: Auf meine Kosten. Immer.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Von soliden Staatshaushalten

Prof. Dr. Jörg Meuthen erteilt in seiner Haushaltsrede parlamentarischen Nachhilfeunterricht: "Schwarz hat es nicht geschafft, den Haushalt zu sanieren. Grün hat es nicht geschafft, den Haushalt zu sanieren. Warum sollte es Grün-Schwarz schaffen, den Haushalt zu sanieren?"

Schöne Rückgriffe auf Ludwig von Mises - Bürokratie -, Hans-Hermann Hoppe - Zeitpräferenz von Politikern -, Dimitrios Kisoudis - Ordnungsstaat -, Walt Disney - Dumbo -, und vieles mehr. Prädikat: Sehenswert.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Die Schwächen der Filmförderung

Bild: Pixabay / geralt / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

die deutsche Filmwirtschaft lebt in hohem Maße von Subventionen, anstatt ihr Geld am Markt zu verdienen. Die zuständigen öffentlichen Stellen wollen nicht wahrhaben, wie gering die Wirkung ist, die sie mit ihren Fördermaßnahmen erzielen.

Unter Filmförderung versteht man die Unterstützung von Filmprojekten durch Darlehen, Zuschüsse, Beratung, Preisverleihungen und dergleichen. Durch die Filmförderung sollen inländische Filmproduktionen ermöglicht und damit wirtschaftspolitische Ziele erreicht werden. Daneben werden auch künstlerisch oder kulturell wertvolle Spiel- und Fernsehfilme und vom Markt kaum nachgefragte Genres wie zum Beispiel Dokumentar- und Kurzfilme gefördert.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Kaufgelegenheit: Gold-Sentimentindikator erreicht tiefsten Wert seit 30 Jahren


Marktkommentar von Claus Vogt
Extremwerte soweit das Auge reicht 

Seit der Wahl von Donald Trump hat die Stimmung der Marktteilnehmer an zahlreichen wichtigen Märkten Extremwerte erreicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals zuvor ein derart einseitiges Stimmungsbild an so vielen Märkten gleichzeitig beobachtet zu haben. 

Beispielsweise ist der Anteil der Dollar-Bullen unter den Terminmarkthändlern auf 96% gestiegen, während ebenfalls 96% mit einer Fortsetzung des Zinsanstiegs an den Rentenmärkten rechnen. Gleichzeitig ist der Anteil der Silber-Bullen auf 6% und der Gold-Bullen sogar auf 4% gefallen. Und der Vier-Wochen-Durchschnitt dieser Kennzahl hat mit 9,7% bei Gold sogar den niedrigsten Wert in der knapp 30-jährigen Geschichte dieses Indikators erreicht.

Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten!


Liebe Leser,
wir wünschen Ihnen festliche, geruhsame und besinnliche Weihnachten in angenehmer Gesellschaft. Wir verbleiben zunächst mit einem schönen, zur Weihnachtszeit passendem Zitat von Grace Noll Crowell:

Freitag, 23. Dezember 2016

Terror in Berlin: Verantwortungsethik statt Gesinnungsethik

In seiner Rede vom Mittwoch kritisiert Prof. Dr. Jörg Meuthen Angela Merkels Politik der offenen Grenzen und sprach sich für Verantwortungsethik statt für Gesinnungsethik aus.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das Räderwerk der Freiheit: (K)ein Buch für Sozialdemokraten

Das Buch kann hier bestellt werden.
Niklas Fröhlich rezensiert
David D. Friedman: Das Räderwerk der Freiheit. Für einen radikalen Kapitalismus, Grevenbroich 2016, 460 Seiten, 24,90 Euro
Stellen Sie sich eine nicht allzu ferne Zukunft vor: Das Konzept der „Staaten“ ist dort weitgehend irrelevant geworden, hält sich nur noch in vereinzelten, rückschrittlichen Regionen unserer Erde. Im Wesentlichen alles, was vorher die Staaten mehr oder weniger gelungen zu organisieren versuchten – Recht, Sicherheit, Infrastruktur usw. – ist vollständig privatisiert. Geraten Sie in einen Rechtskonflikt, rufen Sie private Schiedsgerichte an, die den Streit auf Basis schon vorher, unabhängig vom konkreten Streitfall und damit von direkten Beeinflussungen der Streitparteien, nach vertraglich vereinbarten Konditionen schlichten. „Rechte“ sind nichts von einer übergeordneten Regierung festgesetztes, auch nichts demokratisch von der Mehrheit beschlossenes, sondern beruhen auf gegenseitigen vertraglichen Ausgleichsprozessen. Zum Teil sind „Rechte“, wie im Falle von Verschmutzungsrechten, regelrecht käuflich. Das Ergebnis funktioniert, wie jedes System, nicht problemfrei, aber zumindest so gut wie in der vergangenen, staatlichen Ordnung: Gewalt- und Eigentumsdelikte werden noch immer geahndet und die (nun privat finanzierten) Straßen stehen ebenso weiterhin zur Verfügung, wie wünschenswerte Regulierungen der Sicherheit und Einheitlichkeit von Produkten – schlicht deshalb, weil Menschen es nachfragen. In der Tat funktioniert vieles sogar besser: Durch die Konkurrenz der Anbieter von Recht, Sicherheit, Infrastruktur usw. zahlen Sie weniger Gebühren, als Sie einst Steuern zahlten, erhalten jedoch bessere Leistungen und ein besser auf sie zugeschnittenes Angebot von Rechtspaketen, als Sie es unter dem Monopol einer Regierung durch Zwangsabgaben finanzieren mussten. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie sich bei staatlicher Korruption, Verschwendung, Lobbyismus, Bürgerrechtsverletzung und anderen ungewünschten „Leistungen“ verzweifelt gerade an den Schuldigen selbst, den Staat wenden mussten. In denen sie Petitionen einreichen, Parteien unterstützen oder bei Wahlen auf diese hoffen mussten – nur um dann zu erleben, dass Sie die Wahl verlieren, die gewünschte Reform im institutionellen Morast versinkt oder der Skandal schlicht unter den Tisch gekehrt wird. In der genannten Zukunft gestaltet sich Ihre Reaktion simpler und konsequenter: Bei schlechtem Rechtsservice wechseln Sie den Anbieter. Letztlich gibt es für schlechtes Recht in einer derart organisierten Gesellschaft so keinen Markt: Alle erhalten im Rahmen des Möglichen und im Ausgleich mit den Vorstellungen ihrer Mitmenschen „ihr Recht“. Alle gewinnen.

Montag, 19. Dezember 2016

Terror in Berlin: Die wahren Attentäter!

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain / katermikesch
von Philipp Rosipal
Wir, als Individuen, können im Normalfall keinen kollektiven Diskurs über einen einfachen Sachverhalt bilden, da der anwendbare politische Duktus, in welchem der Diskurs stattzufinden hat, entweder nicht existent, oder aus „Toleranz-Gründen“ nicht anwendbar ist. Das ist die Macht der Political Correctness. Sie scheint uns einen Rahmen zu formen, in dem wir den Diskurs über Sachverhalte auszufechten haben. Wer etwas Falsches sagt, der ist sofort vom meinungsbildenden Kollektiv verpönt. 

Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie Flüchtlinge beklatschten und mit Teddys bewarfen. Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie die Grenzen öffneten und damit die Einwanderung in den deutschen „Sozial“-Staat ermöglichten. Viele meinten es bestimmt nur gut, als sie die Augen vor No-Go-Areas und Araberclans in deutschen Großstädten verschlossen. Das Kollektiv meint es immer gut.

Die Situation ist aber nur noch schlimmer geworden. Euer Gutglauben und der Optimismus bringen Euch nichts und haben Euch nie etwas gebracht. Ihr, ja genau Ihr! Ihr werdet verarscht! Von Eurer Regierung, von Euren kitschigen Trauer-Profilbildern kurz nach neuerlichen Anschlägen (es sei denn, sie passieren im Nahen Osten, dann interessiert es Euch nämlich nicht) und von Euch selbst!

Freitag, 16. Dezember 2016

Hetze im Namen der Wochenzeitung „Die Zeit“: Feine Hamburger Kollegen lassen eigentümlich frei unter „Nazi“-Verdacht stellen

von André F. Lichtschlag
Die berüchtigte Amadeu-Antonio-Stiftung war in den letzten Tagen mal wieder starker öffentlicher Kritik ausgesetzt, nachdem bekannt wurde, dass dort unter anderem vor der „Achse des Guten“ sowie „Tichys Einblick“, gegründet von den beiden konservativ-liberalen Journalisten Henryk M. Broder und Roland Tichy, im Lexikonteil der Seite „gegen Rechtsextremismus“ gewarnt wurde.

Im Zuge der Berichterstattung über diese Affäre bin auch ich als Gründer und Herausgeber von eigentümlich frei auf „Netz gegen Nazis“ aufmerksam geworden. Ich konnte gerade noch einsehen, dass wir ebenfalls in diesem seltsamen „Lexikon“ denunziert wurden. Der Eintrag über ef wurde vorgestern wie auch alle Einträge über die „Achse des Guten“ sowie „Tichys Einblick“ gelöscht. Besser späte Einsicht als keine, dürfte man wohl annehmen.

Allerdings wurde im Falle von eigentümlich frei der Eintrag im Register unter „ef-magazin.de“ nicht gelöscht, der Link läuft jetzt lediglich ins Leere. Und vor allem: Ein zweiter, kleinerer Eintrag unter „eigentümlich frei“ besteht sogar noch. Hier wird unsere libertäre Zeitschrift mit falschen Behauptungen übel diffamiert und zu allem Überfluss direkt mit Neonazi-Seiten in eine Reihe gesetzt (Link unten).

Von der Amadeu-Antonio-Stiftung dürfen wir nichts anderes erwarten. Sie steht seit langem unter Stasi-Verdacht. Zuletzt hatte Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, die Debatte um die Vergangenheit von Stiftungschefin Anetta Kahane mit einem Gastbeitrag im „Focus“ befeuert, und auf dem CDU-Bundesparteitag letzte Woche wurde von der Jungen Union beantragt, die Stiftung vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen und staatliche Geldzuwendungen an sie zu stoppen. Kahane und ihrer Stiftung geht es mit ihrer Arbeit „gegen Nazis“ ja gerade gezielt darum, konservative, liberale und libertäre Stimmen in die Nähe von Neonazis zu rücken. So weit, so perfide und bekannt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezension: Liberalismus im Deutschland des 19. Jarhhunderts

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Ralph Raico: Die Partei der Freiheit: Studien zur Geschichte des deutschen Liberalismus. Lucius & Lucius, 298 Seiten, 39 Euro
Hans-Hermann Hoppe schreibt im Vorwort der deutschen Ausgabe seines Buches ''Demokratie: Der Gott, der keiner ist'', folgendes: "Im gegenwärtigen Deutschland gibt es keine anti-etatistische bürgerliche Fundamentalopposition. Vielerorts gelten Deutschland und Antietatismus geradezu als unvereinbar. Doch wie der amerikanische Historiker Raico gezeigt hat, hat es bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland eine solche Opposition gegeben."

Genau diese liberale Fundamentalopposition untersucht Raico in diesem Buch und erweist sich als sehr guter Kenner der Geschichte der Freiheitsidee im Deutschland des 19. Jahrhunderts.

Von den Wurzeln im 18. Jahrhundert bis hin zum 1. Weltkrieg und der Weimarer Republik verfolgt Raico zielsicher die verschiedenen Stränge des deutschen Liberalismus. Dabei liegt ein Schwergewicht auf Eugen Richter, der für Raico "über drei Jahrzehnte lang in Deutschland der politische Vertreter der alle Kulturvölker umfassenden liberalen Bewegung war".

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Nachruf: Zum Tode des libertären Historikers Ralph Raico

Raico. Bild: Mises Institute [GFDL or
CC-BY-SA-3.0], via Wiki Commons
von Tomasz M. Froelich
Traurige Kunde war gestern aus den Vereinigten Staaten zu vernehmen: Der amerikanische Historiker Ralph Raico starb im Alter von 80 Jahren. Raico lehrte unter anderem am Buffalo State College und war eng verbunden mit dem Ludwig von Mises Institute in Auburn, Alabama. Außerdem war er Herausgeber der „New Individualist Review“, einer freiheitlich orientierten Zeitschrift, in der namhafte Autoren zu Wort kamen, wie etwa Russell Kirk, William Buckley, Jr., Murray Rothbard oder Ludwig von Mises.

Letzterer nahm in der akademischen Laufbahn Raicos eine Sonderstellung ein: Raico studierte bei Mises und lernte auf dessen Anraten die deutsche Sprache. Die wurde ihm nützlich, als er Ludwig von Mises‘ Klassiker „Liberalismus“ und diverse Schriften Friedrich August von Hayeks, unter dessen Leitung er an der renommierten University of Chicago promovierte, vom Deutschen ins Englische übersetzte.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Onlinejournalismus: Investigativ, oder so

Bild: Pixabay / Alexas_Photos / CC0 Public Domain
von Michael Auksutat
Was ich immer wieder faszinierend finde, ist, wenn mediennahe Leute von der strahlenden Kraft des investigativen Onlinejournalismus schwärmen.

Ich habe mir da mal einen Dialog zuspielen lassen, wie er sich so, oder etwas anders, in einer wichtigen Redaktion zugetragen haben könnte:

"Hallo? Spreche ich mit dem Bundesumweltamt? Ja? das ist fein! Hier spricht Meier von der TANZ. Die kennen Sie? Ja, genau! Tanz Dir Deine Meinung! Ich hätte da einmal einige Fragen zu den Spenden von Steuerzahlergeldern an die Clinton-Privatstiftung. Da gibt es immer wieder den Vorwurf, es hätte sich um politische Einflussnahme gehandelt. Nein? Brunnenbau? In Burkina Faso? Aha! Ja, das klingt plausibel. Natürlich. Ja, das wäre auch meine erste Idee gewesen. Man überweist also das Geld nach Amerika, weil wir ja so etwas wie eine Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit oder ähnliches nicht haben und dann geht das Geld direkt in Projekte nach Afrika, weil die Stiftung halt das entsprechende Know-how hat. Ja, das klingt logisch. Und das Projekt ist jetzt auch beendet und deswegen gibt es keine Zahlungen mehr? Hat also absolut überhaupt nichts mit der Wahl in den USA zu tun? Aha, ja klar! Bitte? Ah. Zweifel an dieser Praxis sind also vom Russen gestreut worden? Aha. Vertrauen in die Organe des Staates untergraben? Ja, das kann ich so übernehmen. Tatsache? Dem Trump Informationen zugespielt? Unglaublich. Ja, da machen wir eine Story draus. Ja genau. Verfluchter Ivan, sie sagen es. Na, dann bedanke ich mich für die Klärung und hoffe wir hören uns bald mal wieder. Ja, ihnen auch! Danke! Tschüss!"

Montag, 12. Dezember 2016

Über die tatsächliche Motivation der Politik: Wirklich edel, hilfreich und gut?

von Philipp A. Mende
Der gesamte „professionelle“ Politbetrieb dient nur vordergründig dem Wohle von Menschen, die den schicken Labertaschen sämtlicher Parteien letztlich völlig unbekannt sind. Sich angeblich „aus Überzeugung“ oder „aufgrund moralischer Überzeugungen“ für Klientel A oder B einzusetzen, soll den Anschein eines ehrlichen, um Fremde besorgten, anständigen, kurzum edlen Charakters vortäuschen. Dass der Entschluss, im Gerangel um die Herrschaft über unschuldige Menschen mitmischen zu wollen, alle eben genannten Charaktereigenschaften nicht nur über Bord wirft, sondern ins genaue Gegenteil verkehrt, wird im Folgenden ersichtlich.

Tatsächlich sollte man sich die Spielwiese der Politik wie einen ökonomischen Futtertrog vorstellen, der seinen Mitspielern die ganz „legale“ Möglichkeit bietet, die eigenen „Schäfchen ins Trockene zu bringen“, ohne hierfür erstens eine produktive Tätigkeit anbieten zu müssen, die von Menschen freiwillig nachgefragt wird, und zweitens jener produktiven oder freiwillig nachgefragten Tätigkeit bis ins hohe Alter nachgehen zu müssen, um sich finanziell abzusichern. Im „professionellen“ Politzirkus müssen deren Akteure verhältnismäßig kurz „durchhalten“, um finanziell ausgesorgt zu haben, wofür wiederum diejenigen aufzukommen gezwungen sind, deren „Wohlergehen“ angeblich auf den Agenden politischer Raubritter steht. Oder kurz und knapp: Es geht neben dem Willen zur Macht in erster Linie um Kohle und um nichts anderes.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 49/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über zu verstaatlichende soziale Medien:
Soziale Medien gehören in die Hand des Staates. Nur er kann ein gleichmäßig hohes Niveau der Diskussion gewährleisten. Und jeder muss das Recht haben, frei und ohne Gefahr von Repressalien, der Politik seiner Regierung die vollste Zustimmung auszusprechen. Und dafür kämpfen wir, als Demagogen des Guten.

Über demographische Probleme:
Welche Zukunft hat ein Land, das bei der Buchstabenkombination "HH" nicht etwa an eine heiße Hexe, High Heels oder den Hammer-Hintern, sondern an einen fast hundert Jahre toten Sozi denkt? Die demographischen Probleme sind durchaus erklärbar.

Über den Begriff ''Deutsche'':
Ich mag ja den Begriff "Deutsche" nicht und bevorzuge "Die, die sich schon immer für Arschgeigen den Rücken buckelig gearbeitet und zur Not ihre Kinder und Landsleute verheizt haben". Er mag sperrig sein, schließt aber dafür niemanden aus.

Samstag, 10. Dezember 2016

Propaganda des Establishments: „Postfaktische Politik“

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images /
CC0 Public Domain
von Tomasz M. Froelich
Seit dem Brexit und dem Triumph Trumps avanciert der Begriff „postfaktische Politik“ zum Lieblingswort im kampfrhetorischen Vokabular des Politestablishments und der Hauptstrommedien. Der Begriff ist Vorwurf zugleich, der da lautet: Populisten – die natürlich ausschließlich in der allseits als böse anerkannten rechten Ecke vorzufinden sind – gehe es nicht um Fakten, sondern um Emotionen, es gehe ihnen nicht um die Wahrheit, sondern um die Bestätigung des eigenen Weltbildes.

Das hat etwas Paradoxes: Ausgerechnet jene, die uns einst versicherten, dass niemand vorhabe, eine Mauer zu bauen, dass die Renten sicher seien, dass „wir“ „das“ schaffen würden, dass der Sozialismus der freien Marktwirtschaft überlegen sei, dass Geschlecht ein soziales Konstrukt sei, ausgerechnet diese Herrschaften möchten uns nun weismachen, was faktisch und was postfaktisch ist.

Freitag, 9. Dezember 2016

Konservatismus, Freiheitlichkeit und Patriotismus anstatt postfaktischer Politik

In seinem Vortrag in Hamburg holte Prof. Dr. Jörg Meuthen weit aus und rechnete mit der ihre ursprünglichen Werte verratenden Union, der Bundeskanzlerdarstellerin Merkel, den Politikerdarstellern der anderen Parteien und den öffentlich-rechtlichen Medien ab. All die genannten Akteure würden das machen, was sie anderen vorwerfen: postfaktische Politik bzw. postfaktische Berichterstattung.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Steueroase Internet

Bild: Pixabay / bykst / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

vor drei Jahren sagte eine der höchsten Autoritäten in unserem Lande, nämlich die Bundeskanzlerin, dass das Internet Neuland für uns alle sei. Da verwundert es nicht, dass auch unsere Finanzverwaltung Probleme mit dem Internet hat. Genauer gesagt mit dem grenzüberschreitenden Handel über das Internet. Die deutschen Finanzämter sind nämlich nicht in der Lage, umsatzsteuerpflichtige Leistungen von ausländischen Anbietern zu ermitteln, sondern darauf angewiesen, dass diese ihre Umsätze freiwillig deklarieren.

In der Europäischen Union bieten EU-Unternehmer und Unternehmer mit Sitz außerhalb der Europäischen Union Internetleistungen an, z. B. Musik, Videos, E-Books und Software. Solche Leistungen an private Abnehmer unterliegen der Umsatzbesteuerung in dem EU-Mitgliedstaat, in dem der Abnehmer wohnt (Verbrauchsstaat). Deutschland als Verbrauchsstaat hat damit prinzipiell einen Steueranspruch gegen nicht in Deutschland ansässige Unternehmer.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Goldminen- und Ölaktien: Bereiten Sie sich auf neue Käufe vor

Marktkommentar von Claus Vogt
Sentimentindikatoren der Edelmetalle auf Kaufniveau 

Wieder einmal geht unter Anlegern im Edelmetallsektor die Angst um. Das zeigen vor allem die kurzfristigen Sentimentindikatoren für Gold und Silber. Sie haben ähnliche Extremwerte erreicht wie vor einem Jahr. Damals kündigten diese Werte den Beginn einer sehr dynamischen Haussebewegung an, in deren Verlauf der XAU-Goldminenindex um mehr als 150% gestiegen ist.

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, notiert dieser Index trotz der Korrektur der vergangenen drei Monate auch jetzt noch doppelt so hoch wie an seinem Mitte Januar 2016 erreichten Tief, also mit 100% Plus. Dennoch ist die Stimmung der in diesem Sektor aktiven Anleger heute genauso schlecht wie sie bei 50% niedrigeren Kursen gewesen ist.

Montag, 5. Dezember 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 48/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über ''Mad Dog'':
Einen "Mad Dog" fürs Pentagon. Die sind drauf, die Amerikaner. Vollkommen unverständlich, wieso da keine militärstrategische Fachfrau wie unsere Frau von der Leyen, deren soldatische Fähigkeiten weltweit gerühmt werden und einer beeindruckenden Armee wie der Bundeswehr durchaus angemessen sind, nominiert wurde. Mir ist schleierhaft, wie die USA in Zukunft gedenken mit Deutschland auf Augenhöhe die Konflikte der Erde zu diskutieren.

Über die Unterwanderung des deutschen Verfassungsschutzes:

Nur um es noch mal kurz zusammen zu fassen: Der Verfassungsschutz wurde untergraben von einem Gay-Porno-Darsteller, der sich in einer erstaunlichen Metamorphose zu einem Islamisten gewandelt hat und dessen Wirken nur deswegen aufgedeckt wurde, weil er auf allen verfügbaren Kanälen Dienstinterna herausgepustet hat? Vorm Russen sind die Deutschen definitiv sicher. Ich mache mir mal eine Flasche Wein auf.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Der Fall Maria L.: Das Schweigen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Bild: Pixabay / PublicDomainPictures / 
von Tomasz M. Froelich
Es ist schon beachtlich: Wenn ein mutmaßlicher Dorfneonazi in seiner geistigen Hohlheit in irgendeinem ostdeutschen Kaff ein Hakenkreuz vorzugsweise spiegelverkehrt an die Fassade einer Hausruine schmiert, zeigt sich die Gesinnungsgendarmerie, bestehend aus den etablierten Parteien und dem zwangsfinanziert-massenmedialen Großkomplex wie auf Knopfdruck empört. Neue Kampagnen werden ins Leben gerufen und finanziert und der Kampf gegen Rechts wird intensiviert.

Bei der brutalen Vergewaltigung und Ermordung der 19-jährigen Studentin Maria L., mutmaßlich durch einen 17-jährigen Migranten aus Afghanistan, übt sich die Gesinnungsgendarmerie im Schweigen. Wie schon bei den Ereignissen rund um die Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten. Auf die Frage, weshalb hierüber kaum berichtet wird, antworten die Journalistendarsteller der ARD, daß die Vergewaltigung und der anschließende Mord nur regionale Bedeutung hätten. Ein interessantes Verständnis von Relevanz: So scheinen etwa Steuerhinterziehungen von Uli Hoeneß relevanter gewesen zu sein als ein derart brutales Verbrechen - jedenfalls wurde über den Hoeneß-Prozeß wesentlich intensiver berichtet.

Freitag, 2. Dezember 2016

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Verträge mit GEZ-Medien kündigen, Zwangsbeitrag abschaffen!

In seiner Parlamentsrede über die ,,Kündigung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkstaatsverträge'' fordert Prof. Dr. Jörg Meuthen eben diese. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben keine Existenzberechtigung mehr und es ist skandalös, dass Bürger dieses Landes, die es sich teilweise kaum leisten können, ihren Nächsten Weihnachtsgeschenke zu kaufen, dazu gezwungen sind, jährlich über 200 Euro für eine Leistung zu zahlen, die sie gar nicht in Anspruch nehmen, und bei Nichtzahlung sogar zwangsinhaftiert werden, so Meuthen, der ergänzt, dass das mit den Grundsätzen einer freien Gesellschaft nicht vereinbar sei.

Teil 1:




Donnerstag, 1. Dezember 2016

„Emotionalisierung“: Eltern braucht das Land

Bild: Pixabay / PublicDomainPictures /
CC0 Public Domain
von Frank Jordan
Was de Tocqueville bereits um 1840 als Gefahr erkannt hatte, nämlich, dass Demokratie, die Gleichheit noch vor Freiheit anstrebt, die Individualisierung an einen Punkt brigen kann, wo sie die Gemeinschaft zersetzt, ist heute längst Realität. Mehr noch: die perfide Ironie, dass jene Staatsform, die vordergründig Gleichheit herstellen soll, ihre Bürger unter die Herrschaft des hyperindividualisiert Subjektiven gebracht hat, wo sie als in ewiger Nabelschau befangene Ich-Anbeter leben, wurde nicht nur erkannt, sondern zum Ziel erhoben. Auf den Gedanken, wahre Mitbürger zu haben, die die eigenen Interessen und Sorgen teilen könnten, kommt ein grosser Teil der Menschen heute gar nicht mehr. Der Horizont bleiben beim Blick Richtung Nabel die eigenen Zehennägel.

Aber auch darüber sind wir, betrachtet man’s genau, längst mit Volldampf hinausgeschossen. Das Fluidum der Masse, die sich aus im ADHS-Modus laufenden Einzelnen zusammensetzt und deren Eintracht nur Synchronizität ist, wird mithilfe klassischer und sozialer Medien im Fluss gehalten. Das Zauberwort lautet „Emotionalisierung“. Debatten – will man das primitive Aufeinanderhetzen Ich-gläubiger Gruppen als solche bezeichnen – werden auf diese Weise fernab der Sache „unterhaltsam“ und „aufregend“ gestaltet, wo zum Besten der Gemeinschaft und des Einzelnen Stunden staubtrockener, stiller, präziser und sorgfältiger Auseinandersetzung mit Fakten notwendig wären. Dazu zwei Beispiele.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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