Freitag, 4. November 2016

Udo Lindenberg: Gratismut im Kampf gegen Rechts

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images /
CC0 Public Domain
von Michael Werner
Früher war er gegen die DDR, heute wünscht er sie sich für ganz Deutschland zurück. Dass er dann nicht mehr im pompösen Hotel Atlantic logieren und mit den Resten seiner exquisiten Likörchen Bilder malen könnte, dürfte er dabei verdrängen.

N-TV berichtet,,Deutliche Worte von Udo Lindenberg in Richtung Helene Fischer und Co. In einem Interview mit der "Rheinischen Post" appelliert der Rockmusiker an seine Schlagerkollegen. Der 70-Jährige fände es gut, "wenn von Helene Fischer auch mal ein Statement käme gegen Rechtspopulismus." Es gäbe viele, die sich prinzipiell gar nicht äußern würden. "Die sagen, wir sind reine Entertainer, wir machen nur Unterhaltung nach dem Motto: Mach dir ein paar schöne Stunden, geh' ins Kino, vergiss die Welt da draußen", kritisierte Lindenberg vor allem die Schlagerszene weiter."

So schlimm ich Helene Fischers Musik auch finde, so dankbar bin ich ihr, dass sie genau das nicht tut. Vielleicht aber hat sie auch gar keinen Grund, etwas zu sagen, weil sie hier noch nie mit echtem Rassismus konfrontiert wurde, denn wenn es diesen tatsächlich in signifikantem Ausmaß gäbe, hätte sie als Kind russischer Zuwanderer es ganz sicher nicht zur erfolgreichsten deutschen Schlagersängerin gebracht.

Dass Lindenberg auf ,,all die ganzen Schlager-Affen", die überall ihren ,,ganzen Schrott zum Vortrage bringen", ziemlich arrogant herabblickt und sie für völlig unbedeutend hält, ist hinlänglich bekannt. Plötzlich hält er sie bei der Geisterjagd namens ,,Kampf gegen Rrrääächz" nun für unverzichtbar. Finde den Fehler!

Der einzige Job eines Unterhaltungskünstlers ist es zu unterhalten, und nicht seine Fans mit strunzdämlichen salonbolschewistischen Scheißhausparolen zu penetrieren. Ich möchte beim Besuch eines Konzertes genausowenig mit der politischen Meinung des Künstlers belästigt werden, wie beim Brötchenkauf mit der meines Bäckers.

Solange Angela Merkel keine Rock-Alben besingt, gibt es für einen alternden Kraut-Rocker keinen zwingenden Grund, seinem Publikum seine weltfremde linksgrünversiffte politische Deppenmeinung aufzudrängen.

Lindenberg sollte mal - genauso wie Grönemeyer - von der Bühne einen Blick auf die Menschen werfen, die für teuer Geld seine Konzerte besuchen. Dann wird er erstaunt feststellen, dass von der Klientel, für die er sich ständig ins Zeug legt, niemand anwesend ist. Die finden seine Mucke nämlich ziemlich schwul, falls sie ihn überhaupt kennen.

Wenn Lindenberg der Ansicht ist, die Welt hätte auf seine Statements gegen ,,Rassismus" gewartet, dann soll er gefälligst endlich aufhören, Gratismut zu beweisen und ein so gut wie nicht existentes Randphänomen anprangern, sondern endlich klar Stellung beziehen gegen die hierzulande tatsächlich brutalst praktizierte und exponentiell zunehmende Form von Rassismus, nämlich denjenigen von muslimischen Zuwanderern gegen Biodeutsche und Juden.

Doch dafür ist er entweder zu feige oder bereits zu matschig in der Birne, um dieses Problem überhaupt wahrzunehmen.

Also, Udo: Hut ab und mal kräftig durchlüften im Oberstübchen, damit da mal ein frischer Wind weht und die Vernebelung lichtet.

Kommentare:

  1. 'Udo - in den Sonderzug nach Absurdistan'5. November 2016 um 08:21

    Danke für den wunderbaren Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht.
    Gesinnungsethik von Seiten der dt. Mainstreampresse, der Staatsratsvorsitzenden, ihren 'Minister'darstellern und Bessermenschen haben wir schon genug.
    Von einer Gesangskünstlerin will ich weder demagogisch noch hypermoralisch belehrt werden. Und von diesem Altrocker will ich nicht mit weltfremden Statements aus seinem 5-Sterne-Domizil belästigt werden.

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  2. Was für ein Text voll Engstirnigkeit. Wen wollt ihr damit Manipulieren?

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