Samstag, 26. November 2016

Schulz und Merkel: Bankrotterklärungen der ''Volksparteien''

Charme eines Gebrauchtwagenhändlers:
Martin Schulz. Bild: EuropeDirect
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Michael Auksutat
Ich meine, mal ganz ehrlich: Wie kann es eigentlich sein, dass in der großen, alten Volkspartei ausgerechnet Martin Schulz, den primär der Charme und die Seriosität eines Gebrauchtwagenverkäufers auszeichnet, zum großen Hoffnungsträger erkoren wird, während bei der Partei des Wirtschaftswunders eine Frau alternativlos ist, die durch ihre Kinderlosigkeit auf dieser Erde nichts zu verlieren hat und der man, wenn man sich ihre Zitate wirklich einmal ganz objektiv zu Gemüte führt, nicht die Führung seines Kraftfahrzeugs anvertrauen möchte - geschweige denn jene einer großen Industrienation?

Mal ganz davon abgesehen, dass die Programmatik der Genannten von einer kleinen Beamtenpartei geprägt ist, deren Vertreter im wirklichen Leben keinen Meter weit kommen würden. Und das bisschen was es an Opposition gibt, lehrt einem spätestens ab der dritten Reihe reichlich das Gruseln.

Wie kann ein 80-Millionen-Volk dermaßen ratlos sein, um sich von derartigen Figuren in den zweifellosen Untergang führen zu lassen? Und sich dabei noch moralisch und technisch überlegen fühlen?

Traumtänzerisch klopft man sich noch ob des Lobes eines scheidenden amerikanischen Präsidenten auf die Schultern und wird sich nicht gewahr, dass bei aller Liebesrhetorik die USA wirtschaftlicher Konkurrent sind. Verbündeter Konkurrent, aber Konkurrent. Wenn der seine Produktionskosten noch weiter senkt, wie es bereits unter dem aktuellen Präsidenten geschehen ist, während in Europa jeder kostentreibende Klimbim zur Staatsräson erklärt wird, der auf dem Markt des Wahnsinns zu haben ist, dann ist da in Germanien bald nicht mehr viel umzuverteilen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es weder bei der CDU noch bei der SPD keinerlei Vorstellung mehr davon gibt, dass man nur ernten kann, wenn man vorher gesät hat. Und zwar nicht irgendwelchen moralinsauren Quark, sondern Zeug, das auf dem Weltmarkt auch verkäuflich ist. 

Genau so wenig kann ich mir vorstellen, dass wirklich alle in den alten Parteien glauben, man könnte durch die Einwanderung von Millionen de facto Nichtqualifizierten irgendwelche Rentenprobleme lösen. Und dass Wohlstand nicht aus der Gelddruckpresse kommt, dürfte wohl auch nicht vollkommen unbekannt sein.

Warum sind also all jene in den großen Parteien, die irgendwo noch alle Sinne beisammen haben, so mutlos und begehren nicht auf? An Argumenten dürfte eigentlich kein Mangel herrschen. Muss es wirklich erst sehr viel schlechter werden, damit es besser wird?

Kommentare:

  1. Tja, ganz einfach.............
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    ...die begehren nicht auf, weil sie dann mit der Moralkeule erschlagen werden.
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    Rationales zählt nur noch wenig, Ideologisches aber viel.
    Moral ist die Waffe des zweitklassierten, des Verlierers, aber sie besiegt den Cleveren wenn der in einer krassen Unterzahl ist.
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    Fast keiner will sein Leben als armer Oppositioneller verbringen .....wenn er hier und jetzt an einem Futtertrog sitzen kann.

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  2. Es gibt zwei gegensätzliche Reaktionen auf den Untergang einer Volkspartei diejenigen die Angst haben rauszufallen fangen an
    1) zu kritisieren (den eigenen Kurs)
    2) fangen massive an den eigenen Kurse der Führung zu Unterstützen.

    Je nachdem wie sich der Wind dreht oder sie das meinen. Möchte man höher auf die Liste, kann es sich lohnen massiv auch für eine falschen Kurs zu schreien. Ob und wie demokratisch die Listen wirklich aufgestellt werden, darf man durchaus bezweifeln.

    Wenn man meint die alte Führung wird abdanken, dann unterstützt man diejenigen von denen man glaubt, daß die an die Macht kommen

    Man wird es bei der CDU bis zu den Wahlen sehen können, auch bei der SPD und wohl auch bei den Grünen.

    Man kann sich natürlich fragen was erwartet man selber? Ich denke dann kann man sich viele Dinge nicht erklären aber eher verstehen.

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