Montag, 14. November 2016

Mehr Ludwig Erhard wagen!

In seiner Rede über Universitätsausbildung und Gründerkultur plädierte Prof. Dr. Jörg Meuthen für eine praxisnähere Ausbildung und für einen besseren ordnungspolitischen Rahmen. Sein Credo: Mehr Erhard wagen:

,,Ein guter Staat, ist ein schlanker, zugleich aber starker Staat. Ein schlechter Staat hingegen ist ein aufgeblähter Staat, mit Beamtenheeren, die sich zum Teil mit Aufgaben befassen, die es ohne sie nicht gäbe. Das wusste auch Ludwig Erhard, der Vater der sozialen Marktwirtschaft. Erhard sprach sich gegen einen allzu großen Wohlfahrts- und Beamtenstaat aus, da dieser die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt. Wir sollten einfach wieder mehr Erhard wagen! Und an der Stelle dürften dann ruhig auch mal die Damen und Herren von der CDU applaudieren, falls sie noch erinnern, wer Ludwig Erhard war. Ich habe da bei so manchem ja meine Zweifel.''

Kommentare:

  1. Wieder der Blödsinn vom Fachkräftemangel in den MINT-Fächern. Schade. Dass man dort so viel besser auf das spätere Berufsleben im jeweiligen Fachbereich als Arbeitnehmer oder Unternehmer vorbereitet wird, würde ich jetzt auch mal anzweifeln. Ohnehin ist ein Universitätsabschluss wohl nur eine Art Bescheinigung für den Arbeitgeber, dass der bewerbende Absolvent nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, egal wie das Studienfach heißt. Die Unternehmen sollten einfach selber etwas flexibler werden und sich nicht allzu sehr auf die in­s­ti­tu­ti­o­na­li­sie­rte Bildung verlassen, sich vllt bei der Ausbildung ihrer Mitarbeiter selber in die Pflicht nehmen. Um erfolgreicher Unternemer zu werden braucht's das Studium oder die Ausbildung sowieso nicht.

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    1. Die praktische Ausbildung während eines Studiums wurde doch (zu Recht!) von Prof. Dr. Meuthen moniert, das sollte man dementsprechend auch anerkennen.
      Ansonsten stimme ich Ihnen zu daß eine erfolgreiche Karriere als Unternehmer nicht zwangsläufig eine universitäre Qualifikation voraus setzt.

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  2. Völlig richtig, aber gerade als innovativer Unternehmer braucht man häufig Know-how, das man ohne Studium nur schwer erwerben kann.

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  3. @ Anonym....
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    Nein braucht man eben nicht.
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    Sondern wer sich seine Fähigkeiten, wie auch immer, erworben hat, der kann den Schritt zur eigenen Firma wagen.
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    Was aber immer schwer ist.....
    Da man zum gründen einer Firma Kapital benötigt und sich das als "noch" Arbeitnehmer selten in genügendem Umfang erarbeiten kann, muss das Geld irgendwo herkommen.
    Dort wo es aber meist zu finden ist, sitzen Leute in ihren Positionen die nie selbständig waren, aber kraft Studium den Posten haben.
    Oft steht da der weit besser Qualifizierte vor dem Fachidioten.
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    Wer zu solchen Leuten kommt, selber aber nicht Studiert hat, der wird sehr oft als Zweitklassig betrachtet und in vielen Fällen kein Startkapital erhalten.
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    Wer Studiert hat glaubt gerne das für alles ein Studium die bessere Voraussetzung ist, er hegt "Vorurteile" gegenüber den anderen.
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    Handwerksberufe gelten in unserer Gesellschaft als Zweitklassig.
    Darum sinkt das Niveau dieser Berufe ständig ab bis sie schlussendlich verloren gehen ............und deren Arbeiten durch solche aus China und anderswo ersetzt werden.
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    Das Ansehen sinkt damit noch weiter.
    Es werden eines Tages nur die Berufe bleiben die man vor Ort benötigt. Die Vielfalt und Qualität wird stark zurückgehen.
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    Heute betrachten viele eine Firmenneugründung erst als solche, wenn sie als "Startup" in den Medien die Runde macht.
    Von deren scheitern hört man dann aber schon viel weniger.
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    Früher aber, dafing man als Selbständiger an und vielleicht 0.01% endeten 50 Jahre später als grosses Unternehmen.
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    Was ist daran falsch ?
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    Nun ja, es ist darum "falsch" weil heute an der Börse mit dubiosesten Finanzprodukten innert Stunden ein viel grösserer Gewinn gemacht werden kann. Eigentlich ist jeder der mit seinem Geld eine Firma gründet ein "Unverbesserlicher".
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    Ein Bauer der 50 Hektar Land beackert ist eigentlich ein Unverbesserlicher, denn er könnte oft einfach verkaufen und ausgesorgt hat er...... Hier in der Schweiz hat faktisch jeder Bauer ein Millionenvermögen.
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    Das alles was wir heute sehen, auch und gerade die Börsenspekulation, ist nur möglich weil "Unverbesserliche" trotzdem Arbeiten und fleissig sind, und dafür sogar das Image ....Zweitklassig zu sein, hinnehmen.
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    Die Akademisierung unserer Gesellschaften ist sehr bedenklich, denn sie senkt gerade in Deutschland die Qualität der Studenten und folglich auch der Akademiker sehr stark, verdrängt aber durchaus gut geeignete aus den wirklich nützlichen Berufen.
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    Klar dafür hat man ja die Ausländer, Migranten usw.
    Aber eben..... die stehen auf einem ganz anderen Level.

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