Sonntag, 6. November 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 44/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über humanitäre Bedenken der Politik bezüglich der Kinderehen:

Wenn die Politik so tief in sich gehen, ihr Gewissen erforschen und humanitäre Bedenken beim Erlass von Rauchverboten, der Verfolgung des Genusses von Cannabis und bei der Optimierung der Abgabenordnung hätte, wie bei der Bewertung von Kinderehen, dann könnten wir uns alle morgen glücklich mit vollen Taschen und glasigen Augen in einer vernebelten Kneipe die Hucke zuziehen.

Über Gender-Blödsinn:
Ich vermute einmal, dieser gesamte Gender-Blödsinn, wo sich Männer als Frauen definieren wollen und Frauen als Männer, hat sich spätestens dann erledigt, wenn die Einberufungsbescheide für den Dritten Weltkrieg im Briefkasten liegen. Zumindest für Letztere.


Über Freisprüche in den Grapscher-Prozessen:
Wenn ich so die Feeds durchscrolle, finde ich schon erstaunlich, dass eher rechtsdrehende Zeitgenossen sich furchtbar über die Freisprüche und Entschädigungen in den Kölner Grapscher-Prozessen aufregen. Den Angeklagten konnte aber rein gar nichts nachgewiesen werden. Nicht einmal identifiziert wurden sie. Und so waren sie freizusprechen und zu entschädigen. Das nennt man eine funktionierende Justiz. Und dafür sollten die entsprechenden Leute dankbar sein. Schon allein aus egoistischen Gründen. Gegen wen würde sich eine politische Justiz in einer linksdrehenden Gesellschaft wohl als erstes wenden? Es gibt immer wieder zweifelhafte Urteile. Aber wenn die Grundsätze aufgegeben werden, dann sehen wir uns alle in den Kellern von Bautzen wieder.

Über Ausdrücke, an denen sich manche stören:
Interessant ist, dass die führende Schicht der real existierenden, postfaktischen Republik in solchen Ausdrücken wie "Umvolkung" einwandfreien Nazijargon zu erkennen vermag, die eine augenblickliche Entfernung des jeweiligen Nutzers aus jedwedem Amt bedingt, sie hingegen bei solchen Wörtern wie "Schieber", "Spekulant", "Steuerflüchtling", "Raubtierkapitalsmus", "Krisengewinnler" oder "Heuschrecke" jedweden Zusammenhang verneint. Es kommt wohl wirklich darauf an, wie viel Nazi es braucht, um sich die Taschen zu füllen.

Über die Reinigung des UN-Menschenrechtsrats:
Ich finde, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn der UN-Menschenrechtsrat nach und nach von Staaten gereinigt wird, die die Todesstrafe ablehnen und stattdessen jene nachrücken, in denen auch Körperstrafen und Sklaverei Usus sind. Das erhöht das Identifikationspotential und führt zu einer besseren Welt.

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