Montag, 7. November 2016

Journalistisches Überleben: Pornos für den Lebensunterhalt

von Kurt Kowalsky
Die ''Zeitung für Deutschland" schreibt etwas über die Armut von Schriftstellern. Im Notfall müsste man, so ein Resümee, Pornos schreiben, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Ich selbst habe in meinem Leben soviel zusammengeschrieben, dass ich ab und an kaum zum Arbeiten gekommen bin. Ökonomisch folgt die Schreiberei den Gesetzen des Kartoffelmarkts. Je mehr Kartoffeln oder Text zum Verkauf angeboten werden, desto kräftiger sinken die Preise. Das bedeutet, dass die Mittelwerte im Schweinezyklus ebenfalls nach unten gehen.

Nun habe ich mich persönlich noch nie danach gerichtet, was der Markt so verlangt. Ich schreibe, um mich nicht selbst erwürgen zu müssen. Richtete ich mich nach der vermutbaren Nachfrage, müsste ich mich dem marktgängigen verbalen Dünnschiss anpassen. Damit gäbe es noch einen Grund, mich erwürgen zu müssen.

Da sich so wenige Schmierfinken erwürgen, muss man wohl annehmen, dass sie eins mit der hiesigen Kultur der Bevormundung, des Duckmäusertums und der virulenten Prostitution sind. Auch ein Straßenköter braucht seine Zeit, um mit den Wölfen heulen zu können. Dann aber heult er für Deutschland. (Die Hunde mögen mir den Vergleich nachsehen.)

Jedenfalls ist die Idee mit den Pornos gar nicht so übel. Folgende Titelvorschläge möchte ich zur Diskussion stellen:

"Masochismus in der Wahlkabine"

"Dumm fickt schlecht - merkt es aber nicht"

"Geklagt, verarscht und angepisst - die Lust vergewaltigt zu werden."

"Wie mir die Kanzlerin eine Blockflöte verpasste"

"Die Lust ein Arschloch zu sein."

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