Mittwoch, 30. November 2016

Manipulieren Zentralbanken auch den Goldpreis?

Marktkommentar von Claus Vogt
Wer einen guten Preis bei einem Verkauf erzielen will, geht marktschonend vor 

Wenn Sie eine Aktie oder einen Terminkontrakt verkaufen, dann möchten Sie selbstverständlich einen möglichst hohen Preis dafür erhalten. Um dieses Ziel beim Veräußern einer sehr großen Position zu erreichen, müssen Sie marktschonend agieren. Sie werden also so vorgehen, dass Ihre Verkaufsorder möglichst keinen Kursrückgang auslöst, und alles daran setzen, durch Ihre eigenen Verkäufe keinen Preiseinbruch auszulösen.

Montag, 28. November 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 47/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über Anteilnahme am Tod Castros:
Jetzt einen Cafe Latte aus dem Jura-Vollautomaten genießen, sich an den Ikea-Schreibtisch setzen, das MacBook aufschlagen, wohlig die Füßchen in den Tschibo-Kuschelsocken strecken und einen kleinen Blog-Artikel darüber verfassen, welch großartigen Revolutionär die Welt verloren hat, der als einer der Letzten dem Kapitalismus die Stirn bot.

Über von der EU behauptetes Zahlenmaterial bezüglich der Haltung zu Vergewaltigungen.
Ich bin ja jetzt seit gut 20 Jahren von Verl bis Vladivostok und rundum unterwegs und habe mit jeder Art von Mann zusammengearbeitet. Vom feinfingrigen Akademiker bis hin zu echten Typen, die einen Doppel-T-Träger über den Nacken biegen. Zechen wie die Kesselflicker konnten die, unabhängig vom Abschluss, übrigens alle. Aber nie in dieser ganzen Zeit, egal wie sehr dem Alkohol zugesprochen wurde, habe ich von einem dieser Männern gehört, dass er Vergewaltigung gut heißt. Nie. Auf welche Art und Weise die EU-Kommission an Zahlenmaterial kommt, das dies für jeden vierten Deutschen behauptet, das würde mich einmal wirklich interessieren.

Sonntag, 27. November 2016

Ein würdiger Nachruf auf Fidel Castro

Che und Castro: Beide tot. Bild:
 Alberto Korda, via Wikimedia Commons
von Jorge Arprin
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zum Tod von Fidel Castro:

„Mit dem Tod von Fidel Castro verliert die Welt einen Staatsführer, der, wie viele andere, bei dem Versuch, seinem Volk mittels staatlicher Planwirtschaft zum Wohlstand zu führen, gescheitert ist. Kuba wird heute oft als gutes Beispiel für ein Land mit einem funktionierenden Sozialsystem genannt, weil es staatlich finanzierte, also „kostenlose“ Schulbildung und Gesundheitsversorgung für die ganze Bevölkerung hat. Diese Sicht auf Kuba unterschlägt aber die katastrophale Versorgung der Bevölkerung mit ihren Grundbedürfnissen, und dass diese Mängel längst auch das Schul- und Gesundheitssystem erfasst haben.

Schätzungen gehen davon aus, dass die Kubaner ein Durchschnittseinkommen von umgerechnet 20 Euro im Monat haben. Es gibt keine Supermärkte im Land. Lebensmittel werden seit 1962 rationiert, obwohl die Rationierung ursprünglich als vorübergehende Notmaßnahme gedacht war. Die Nahrungsmittelproduktion ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen, Kuba muss heute 85% seiner Lebensmittel importieren, darunter auch Zucker, das einstige Exportgut Nummer eins. Ein großer Teil der Versorgung der Bevölkerung stammt aus dem Schwarzmarkt, ohne ihn wären wohl schon hunderttausende Kubaner verhungert. Die Mehrheit der Kubaner kennt keine für uns selbstverständlichen Konsumgüter wie Waschmaschinen oder Kühlschränke, sogar Toilettenpapier und Handreiniger sind knapp, und auch Touristenhotels haben manchmal keine Toilettensitze. Luxusgüter wie Fernsehen, Computer und Smartphones sind für die meisten unbekannt (und wer einen Fernseher hat, empfängt höchstens fünf Sender). Die Häuser sind hoffnungslos veraltet, die Infrastruktur spottet jeder Beschreibung, die Strom- und Wasserversorgung ist ebenso desaströs. Castros Kuba ist ein Dritte-Welt-Land. Viele Touristen freut es, die alten Autos an den Straßen Havannas zu sehen, weil das für sie ein nostalgisches Flair hat. Aber können Sie sich vorstellen, dass das für die Kubaner kein Museum, sondern die tägliche Realität ist? Würden sie ihr Auto gegen einen Oldtimer aus Kuba eintauschen?

Samstag, 26. November 2016

Schulz und Merkel: Bankrotterklärungen der ''Volksparteien''

Charme eines Gebrauchtwagenhändlers:
Martin Schulz. Bild: EuropeDirect
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Michael Auksutat
Ich meine, mal ganz ehrlich: Wie kann es eigentlich sein, dass in der großen, alten Volkspartei ausgerechnet Martin Schulz, den primär der Charme und die Seriosität eines Gebrauchtwagenverkäufers auszeichnet, zum großen Hoffnungsträger erkoren wird, während bei der Partei des Wirtschaftswunders eine Frau alternativlos ist, die durch ihre Kinderlosigkeit auf dieser Erde nichts zu verlieren hat und der man, wenn man sich ihre Zitate wirklich einmal ganz objektiv zu Gemüte führt, nicht die Führung seines Kraftfahrzeugs anvertrauen möchte - geschweige denn jene einer großen Industrienation?

Mal ganz davon abgesehen, dass die Programmatik der Genannten von einer kleinen Beamtenpartei geprägt ist, deren Vertreter im wirklichen Leben keinen Meter weit kommen würden. Und das bisschen was es an Opposition gibt, lehrt einem spätestens ab der dritten Reihe reichlich das Gruseln.

Wie kann ein 80-Millionen-Volk dermaßen ratlos sein, um sich von derartigen Figuren in den zweifellosen Untergang führen zu lassen? Und sich dabei noch moralisch und technisch überlegen fühlen?

Donnerstag, 24. November 2016

Vermögenssteuer: Grüne Fiskaljunkies und Umverteilungsultras

Die Grünen wollen die Vermögenssteuer einführen. Prof. Dr. Jörg Meuthen las den ,,Umverteilungsultras'' am Mittwoch die Leviten: ,,Man muss sich so langsam wirklich Sorgen um den Zustand unserer grünen Fiskaljunkies machen, die tagein, tagaus damit beschäftigt sind, die Steuerdosis zu erhöhen. Dabei ist die Steuerüberdosis doch schon längst erreicht. Das dürfte jedem crystal-, Verzeihung kristallklar sein, sofern er nicht fiskalisch ob der ständigen neuen Rekordsteuereinahmen bereits berauscht ist, wie es Grünen offenbar sind.''

Mittwoch, 23. November 2016

Milchmädchenbericht 2016: Einer der größten staatlichen Raubzüge der Geschichte

Bild: Pixabay / geralt / CC0 Public Domain
von Frank Jordan
Bei seinem Freitod 2008 hinterließ der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace ein unvollständiges Manuskript. 800 Seiten mit Fragmenten und editorialen Notizen zu einem Roman über Praktiken, Personal und Probleme einer Außenstelle der US-amerikanischen Steuerbehörde IRS in Peoria, Illinois Mitte der 80er Jahre, deren Fassade in der Wallaceschen Vorstellungswelt architektonisch detailgetreu dem damals gängigsten Steuerformular nachempfunden war. An einer Stelle schrieb er sinngemäß, eine der großen PR-Entdeckungen der modernen Demokratie sei jene, dass sensible Fragen der Staatsgewalt nur stumpfsinnig und obskur genug daherzukommen bräuchten, um sich von Amtsseite her den Aufwand des Verbrämens und Kaschierens ersparen zu können. Niemand achte mehr darauf, weil sich niemand für den monumentalen Stumpfsinn der in Frage stehenden Thematik interessiere.

Die Verschwörung

Bild: RadioKirk, vectorised by MesserWoland [GFDL,
CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wiki Commons
von Walter Schüle
Im Kanzleramt, kurz vor den Wahlen,
Kommen zu den Herren, die den Staat verwalten,
Ein paar gar seltsame Gestalten,
Die reden von sehr krummen Zahlen.

Montag, 21. November 2016

Vom deutschen Fetisch der Geschichtswiederholung

Bild: Pixabay / Lohrelei / CC0 Public Domain
von Philipp A. Mende
Ayn Rand soll 1964 gesagt haben: „Dies ist die Psychologie von Menschen, die, wenn ein Land zu einer Diktatur geworden ist, schreien: ‚Ich bin nicht schuld! Ich wollte nur, dass die Regierung die Preise, die Löhne, die Gewinne, die Industrie, die Wissenschaft, das Gesundheitswesen, die Kunst, das Bildungswesen, das Fernsehen und die Presse kontrolliert! Ich war nie für eine Diktatur!‘“

Würde mich im Jahre 2016 ein erwachsener Bürger der Buntesrepublik fragen, wie einst etwas wie das 3. Reich erschaffen bzw. möglich gemacht werden konnte, bestünde mein erster Reflex darin, nachzufragen, ob die Frage sarkastisch oder tatsächlich ernst gemeint sei.

Freitag, 18. November 2016

Ausbildungsstandard von Asyleinwanderern: Die Menschen lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen

Alice Weidel.
von Alice Weidel
BAMF-Chef Weise erklärt, dass der Ausbildungsstandard von Asyleinwanderern, die im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen sind, besser sei als erwartet. Glaubt man den Äußerungen aus Medien, Industrie und Politik wurden doch bereits hochausgebildete Fachkräfte, Ärzte und Ingenieure erwartet. Da ist es interessant, wie diese Erwartungen noch übertroffen werden konnten.

Von den Einwanderern hätten bereits 30.000 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Nebensatz liest man dann, dass es dabei im Wesentlichen um Hilfstätigkeiten handelt. 30.000 sind nur wenige Prozent derer, die in diesem Zeitraum ins Land gekommen sind.

Die Aussage von Weise reiht sich ein in die vielen Hurra-Meldungen, die wir seit über einem Jahr zur Asylkatastrophe zu hören bekommen. Offenbar glaubt auch Herr Weise immer noch, die Menschen mit dieser plumpen Methode von der erlebten Realität ablenken zu können. Die Wahlergebnisse zeigen aber, dass viele Bürger es leid sind, sich von Figuren wie BAMF-Chef Weise für dumm verkaufen zu lassen.

Donnerstag, 17. November 2016

Habermanns Richtigstellung: ,,Amerikanische Verhältnisse''

Bild: Pixabay / stux / CC0 Public Domain
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesmal: ,,Amerikanische Verhältnisse''
Unter der Floskel ,,Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse!'' sollen echte Reformen abgewehrt werden. Dies beruht jedoch auf einer Verkennung dieser ,,Verhältnisse''.

Beispiel Arbeitsmarkt: In den USA haben nur 18 Prozent der Erwerbstätigen Angst vor Arbeitslosigkeit, in Deutschland sind es 30. Der Wiedereinstieg in Arbeit nach drei Monaten beträgt in den USA 74 Prozent, in Deutschland 17 Prozent. 

Die Massenarbeitslosigkeit und vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit ist eine direkte Folge des ,,unamerikanisch'' rigiden deutschen Arbeitsrechts und der guten Sozialversorgung. Das liberaler Arbeitsrecht in Amerika - sowie auch der Schweiz - sorgen dafür, dass man nicht nur leichter entlassen, sondern auch leichter eingestellt werden kann (hire and fire and - rehire!, was oft vergessen wird!).

Dienstag, 15. November 2016

Wegbierverbot: Wie dem kleinen Mann seine letzten Freuden genommen werden

Bild: Pixabay / CC0 Public Domain /
Clker-Free-Vector-Images
von Michael Auksutat
Ich lese gerade, dass die Städte planen, das sogenannte "Wegbier" zu verbieten. Sofort wird natürlich eine schleichende Islamisierung vermutet. Ich persönlich halte das für Quatsch. Es ist viel einfacher.

Schon vor fünfzehn, zwanzig Jahren hatte ich anregende Diskussionen zum Verhalten von Menschen. Eine der Aussagen, die ich immer wieder gehört habe, ist: "Smoking is lower class behavior". Rauchen ist also ein Unterklassenvergnügen. 

Damals hat sich das noch nicht mit dem gedeckt, was man allgemein wahrgenommen hat, doch das sollte sich schnell ändern. Alles was dem Arbeiter gefällt, um sich nach seinem Schaffen die Zeit zu versüßen, steht zur Disposition: Die Schlosser, die sich noch in öligen Arbeitsklamotten in der verrauchten Kneipe gegenseitig zugeprostet haben? Vergangenheit. Das Schnitzel, Pommes-Mayo, das nach einem Acht- oder Zehn-Stunden-Tag wahrlich verdient ist? Die Attacken werden täglich schärfer. Der Urlaubsflug nach Malle? Inbegriff der Umweltschändung. Das Auto, das erst als Massenware den Arbeiter von den Transportbedingungen des Staates und seiner hohen Herren unabhängig und frei gemacht hat? Sein Status als individuelles Eigentum steht zur Disposition. Die Proletarier-Sprache, die in ihrer Derbheit durchaus in der Lage ist, Sachverhalte klar darzulegen ohne Rücksicht auf die Verstimmtheit des Gegenübers? Als Hate-Speech geächtet. Und nun auch noch das Wegbier, als kleiner weiterer Tropfen, um dem Arbeiter den öffentlichen Raum zu entziehen. Denn allein darum geht es.

Montag, 14. November 2016

Mehr Ludwig Erhard wagen!

In seiner Rede über Universitätsausbildung und Gründerkultur plädierte Prof. Dr. Jörg Meuthen für eine praxisnähere Ausbildung und für einen besseren ordnungspolitischen Rahmen. Sein Credo: Mehr Erhard wagen:

,,Ein guter Staat, ist ein schlanker, zugleich aber starker Staat. Ein schlechter Staat hingegen ist ein aufgeblähter Staat, mit Beamtenheeren, die sich zum Teil mit Aufgaben befassen, die es ohne sie nicht gäbe. Das wusste auch Ludwig Erhard, der Vater der sozialen Marktwirtschaft. Erhard sprach sich gegen einen allzu großen Wohlfahrts- und Beamtenstaat aus, da dieser die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt. Wir sollten einfach wieder mehr Erhard wagen! Und an der Stelle dürften dann ruhig auch mal die Damen und Herren von der CDU applaudieren, falls sie noch erinnern, wer Ludwig Erhard war. Ich habe da bei so manchem ja meine Zweifel.''

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 45/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über Allah und die gottlosen Vollpfosten:
Es gibt ungefähr zwei Dutzend Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist und die Führung eines Lebenswandel im Sinne und Geiste Mohammeds, des großen Kriegsherrn und Führers, nicht nur gern gesehen, sondern auch nach Kräften legislativ unterstützt wird. Es gibt nur knapp ein Dutzend Länder, in denen Du morgens um zwölf Uhr aufstehen und frühstücken, Dich selbst, Deine drei Frauen und Deine fünfzehn Kinder warm, sauber und satt durchbringen, ohne einen Handschlag zu tun und stets und zu jeder Zeit Verständnis für Deinen Glauben an einen weisen allmächtigen Mann in den Wolken einfordern kannst. Allerdings sind diese Länder, in denen Milch und Honig fließen, gesegnet mit allerhand amoralischem und gottlosen Gekröse. Woran erkennt man nun die Liebe zu Allah? Daran, dass man seine Koffer packt und nicht etwa in eines der Länder reist, in dem er ohnehin überall präsent ist. Nein! Man nimmt es auf sich und geht dorthin, wo sein Ruf noch nicht von allen Türmen schallt. Und das tut man gern. Die Milch und den Honig muss man da ja quasi schon zwangsweise mitnehmen. Wenigstens geben sie gern. Die gottlosen Vollpfosten.

Sonntag, 13. November 2016

Bargeldverbot: Der Weg in die digitale Knechtschaft

Vortrag von Tomasz M. Froelich
Am 25. Oktober sprach Freitum-Chefredakteur in Pfedelbach über das uns allen drohende Bargeldverbot. Bargeldgegner behaupten gerne, dass sich mit der Abschaffung des Bargeldes Kriminalität und Terrorismus besser bekämpfen ließen. Das ist nicht mehr als ein nettes Märchen. In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes: Zum einen um die totale Kontrolle der Bürger, zum anderen um die Durchsetzung von Negativzinsen, die einer schleichenden Enteignung, einer finanziellen Repression gleichkommen. (Eine qualitativ höherwertige Aufnahme folgt wohl demnächst.) 

Samstag, 12. November 2016

Die Wahl von Trump ist bullish für Gold

Bild: Annika Laas (Own work) [CC BY-SA 4.0],
via Wikimedia Commons
Marktkommentar von Claus Vogt
Heftige Kursausschläge verwirren das Bild 

Der für viele Beobachter und das gesamte politische Establishment sehr überraschende Wahlsieg Donald Trumps hat sowohl an den Finanzmärkten als auch bei den Edelmetallen zu sehr heftigen Kursausschlägen geführt. Während die US-Märkte noch geschlossen waren, stürzten die Aktienmärkte um rund 5% ab und die Edelmetallpreise schossen nach oben.

Aber als der Handel in den USA begann, kam es zu einer dramatischen Wende. Jetzt ging es bei Gold und Silber bergab, während die Aktienmärkte ihre Anfangsverluste wieder aufholten und den Tag sogar mit deutlichen Kursgewinnen beendeten. An den folgenden beiden Tagen ging es dann weiter nach oben. 

„Politische Börsen haben kurze Beine“ 

„Politische Börsen haben kurze Beine“, besagt völlig zurecht ein bekanntes Börsenbonmot. Normalerweise beeinflusst ein Wahlausgang das Geschehen an der Börse nämlich nur sehr kurzfristig. Dafür gibt es einen guten Grund: Neue politische Weichenstellungen brauchen Zeit.

Der unsoziale Staat: Die Ausblutung des Marktes und die Schaffung von Sozialstaatsjunkies

Dank Staat: Motivation im Eimer. Bild: Pixabay /
Eirik_Raudi / CC0 Public Domain
von Michael Auksutat
"Auksutat, wieso eigentlich immer Markt vor Staat? Wir werden doch dann ausgebeutet! Sieh doch mal, wie viel schlechter es vielen Leuten geht!"

Nicht schlecht der Einwand. Aber falsch.

Kennt ihr diese historischen Schiebebilder von Berlin oder auch aus dem Ruhrgebiet? Eine Straße in den 70ern und dann heute? Was fällt euch da auf? Schiebt mal hin. Schiebt mal her. Also abgesehen von schwarz-weiß und bunt: Überall auf den Bildern der 70er seht ihr Kleingewerbetreibende. Hier eine Pommesbude. Dort einen Kiosk. Woanders eine kleine Disco.

Wo ist das jetzt? Und was machen die Leute, die eigentlich so etwas machen? Ganz einfach: Die sind auf Stütze.

Freitag, 11. November 2016

Linksgrünrote Utopiebesoffenheit hinterlässt eine ''belogene Generation'': Jörg Meuthen bringt Roland Baader ins Parlament

Am Mittwoch hat Roland Baader Einzug in die deutschen Parlamente gehalten. Jörg Meuthen wies in seiner Rede darauf hin, dass linksgrünrote Bildungspolitik in Baden-Württemberg, eine, um mit den Worten des Freiheitsdenkers Roland Baader zu sprechen, ,,belogene Generation'' hinterlässt, die ,,politisch manipuliert, statt zukunftsfähig informiert'' wird. Meuthen prangerte die destruktive Utopiebesoffenheit der Linken an und forderte ,,Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt''.

Donnerstag, 10. November 2016

Wahl in den USA: ,,Politik ist nicht die Lösung!''

Bild: Krassotkin (derivative), Gage Skidmore (Trump), Gage
Skidmore (Clinton) [CC BY-SA 3.0], via Wiki Commons
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Dominik Ešegović
Dominik Ešegović, Historiker, Freitum-Redaktionsmitglied und Autor bei ''eigentümlich frei'' hat in den letzten Monaten den Wahlkampf in den USA intensiv verfolgt und das lesenswerte Buch ''Politik ist nicht die Lösung: Die Geschichte der Libertarian Party bis zum Showdown zwischen Trump und Clinton'', welches im Lichtschlag-Verlag erschienen ist, verfasst. Tomasz M. Froelich sprach mit seinem freitümlichen Mitstreiter.

Froelich: Dominik, Trump nun US-Präsident. Hand auf's Herz: Überrascht? 

EšegovićJa, sicherlich. Trump lag in den Umfragen bisher immer hinter seiner Rivalin. Er hat Skandale epischen Ausmaßes wegstecken müssen. Sein Wahlkampf war auch rein strategisch gesehen alles andere als geschickt geführt. Ich werde mich vorerst mit Spekulationen zurückhalten. Sicher bin ich mir aber, dass nach diesem verrückten Wahlkampf eine nicht weniger aufregende Amtszeit Trumps folgen wird – sofern er denn am 20. Januar kommenden Jahres ins Amt eingeführt werden sollte. Offiziell gewählt wird er ja von den Wahlmännern, die erst am 19. Dezember zusammentreten werden. Vor allem als Libertäre sind wir gespannt, wie ein Präsident Trump seine Außen- und Handelspolitik gestalten würde. Man kann Trump viel vorwerfen, dass er aber in der Vergangenheit mit eindeutigen und felsenfesten Aussagen aufgefallen wäre, zu denen er bis zuletzt gestanden hätte, leider nicht.

Mittwoch, 9. November 2016

Trumps Triumph: Der letzte Tanz des Establishments

Bild: goodfreephotos.com / GDJ / CC0 Public Domain
von Thorben Schwarz
Ich gebe zu, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es waren die frühen Morgenstunden des 9. Novembers und ich wachte auf dem Sofa auf. Während die ARD-Redaktion im geselligen Plausch für Clinton frohlockte, musste ich wohl eingeschlafen sein. Da saß ich nun und blickte in die etwas entgeisterten Gesichter der Hauptstadtpresse, während das Unglaubliche über den Bildschirm flimmerte: The next President is Donald Trump. 

Ja, ich verspüre eine gewisse Genugtuung. Was mussten wir uns anhören! Der irre Kandidat Trump wird niemals eine Chance haben - ein völliger Aussenseiter, ein dümmlicher Hetzer: all die Sätze konnte man schon auswendig. 

In wöchentlichen Kommentaren stellte Spiegel Online Trump als "populistisch" dar und verunglimpfte seine vielen Wähler als ungebildete, frustrierte, weiße Männer. Hillary Clinton hingegen sei eine Heilsbringerin, die die Qualifikation zur Präsidentin habe, mit dem einzigen Auftrag Trump zu verhindern.

Privateigentum schützt Elefanten

Bild: Pixabay / DigitalDesigner / CC0 Public Domain
von Bill Wirtz
Einhundert führende Umweltschützer, Politiker und Promis haben in einem offenen Brief an die britische Regierung (der im Telegraph veröffentlicht wurde) ein komplettes Verbot von Elfenbein-Importen gefordert. Ziel sei es, aus Großbritannien einen globalen Vorreiter im Kampf gegen illegalen Elfenbeinhandel zu machen, um afrikanischen Wilderern die Stirn zu bieten. Da wir wissen, wie das Verbot eines gewissen Produktes sich auf den Erfolg von Schmugglerbanden ausübt, so müssten besonders letztere sich am meisten über diese Nachricht freuen. Die Alternative für die Lösung dieses Problems liegt im Privatsektor.

Würde man mich mit der Möglichkeit konfrontieren, der Al Capone des Elfenbeinhandels zu werden, so wäre die Versuchung nie größer als jetzt. In der Tat sind Staaten sehr talentiert darin, den Wert von Produkten durch ihr Verbot zu erhöhen. Milton Friedman sagte bereits über illegale Drogen:

Dienstag, 8. November 2016

Henry Louis Mencken: Der Mann, der Mr(s). Clump voraussah

Bild: Hellary Trump, Leigh Blackall, flickr.
von Jorge Arprin
,,Die Zivilisation wird mit der Zeit tatsächlich immer sentimentaler und hysterischer; besonders unter einer Demokratie tendiert sie, zu einem reinen Kampf der Verrücktheiten zu degenerieren. Der ganze Sinn von praktischer Politik ist es, die Bevölkerung alarmiert zu halten (und folglich nach Rettung schreiend), in denen man ihnen eine endlose Reihe an Schreckgespenstern androht, die meisten davon erfunden.''

Dieses Zitat stammt von Henry Louis Mencken, einem herausragenden Autor und Journalisten aus den USA. Er beschreibt darin den derzeitigen Zustand der westlichen Demokratien. Linke, Rechte und die Mitte tragen immer sinnlosere Kulturkämpfe aus. Es geht um Chlorhühnchen und Unisex-Toiletten, ob man „Flüchtling“ oder „Geflüchteter“ sagen soll oder ob es in Ordnung ist, bei der Nationalhymne nicht aufzustehen. Hinter jeder Ecke lauert eine Katastrophe, so dass man gar nicht wer weiß, welche man ernst nehmen soll: Die Klimakatastrophe, die Schere zwischen Arm und Reich oder den Untergang des Abendlands. So oder so geht die Welt unter: Für Clinton-Anhänger geht die Welt unter, wenn Trump gewinnt, für Trump-Anhänger geht die Welt unter, wenn Clinton gewinnt.

Quo vadis, Amerika?

Bild: VectorOpenStock (eigenes Werk)
[CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
von Moritz M. Meier
In weniger als 24 Stunden werden wir wissen, wer der neue Präsident (oder die neue Präsidentin) der Vereinigten Staaten sein wird. Der Wahlkampf ist dann vorbei, doch besser oder auch nur ruhiger wird es danach nicht werden. Ganz im Gegenteil.

Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Das gängige Narrativ berichtet dabei von einer abgehängten weißen Mittelschicht, die bei der Globalisierung auf der Strecke geblieben und auch ansonsten irgendwie rückständig ist, mit Waffen und einem ausgeprägten Hang zu Freiheit und/oder Religion - Dinge jedenfalls, mit denen gerade in Deutschland viele so rein gar nichts anfangen können.

In der Tat haben wir es zumindest zum Teil mit einem gesellschaftlichen, respektive kulturellen Phänomen zu tun, das sich jedoch ebenso in ganz realen, wirtschaftlichen wie politischen Erscheinungen manifestiert. Man muss weit in die Vergangenheit zurückschauen, um zu verstehen, was hier wirklich passiert.

Montag, 7. November 2016

Rezension: Politik ist nicht die Lösung - Die Geschichte der Libertarian Party bis zum Showdown zwischen Trump und Clinton

Das Buch kann hier bestellt werden.
Tomasz M. Froelich rezensiert
Dominik Ešegović: Politik ist nicht die Lösung: Die Geschichte der Libertarian Party bis zum Showdown zwischen Trump und Clinton, 164 Seiten, Lichtschlag, 16,90 Euro.

Wählen, oder nichtwählen? Und wenn wählen, wen? Das sind die zwei typischen Fragen, die sich ein Libertärer vor jeder politischen Wahl stellt. Fragen, die in der Regel nicht so einfach zu beantworten sind. Noch schwieriger als gewöhnlich sind diese Fragen im Hinblick auf die schon morgen stattfindenden US-Präsidentschaftswahlen zu beantworten: Donald Trump? Hillary Clinton? Gary Johnson? Ein anderer Kandidat? Oder aus libertärpuristischen Gründen oder aufgrund zu hoher Opportunitätskosten gar nicht erst wählen gehen? Der Libertäre hat es bei seinen Wahlentscheidungen nicht leicht. Schon gar nicht in den USA.

Das mag verwundern, sind es doch die USA, das Land of the Free, in denen man seit den 1970er Jahren die Libertarian Party auf dem Wahlzettel ankreuzen kann. Gegründet wurde die Libertarian Party mit dem Anspruch, die aus Republikanern und Demokraten bestehende, starre Zwei-Parteien-Hegemonie zu durchbrechen und libertäres Denken dem Volk näher zu bringen.

Journalistisches Überleben: Pornos für den Lebensunterhalt

von Kurt Kowalsky
Die ''Zeitung für Deutschland" schreibt etwas über die Armut von Schriftstellern. Im Notfall müsste man, so ein Resümee, Pornos schreiben, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Ich selbst habe in meinem Leben soviel zusammengeschrieben, dass ich ab und an kaum zum Arbeiten gekommen bin. Ökonomisch folgt die Schreiberei den Gesetzen des Kartoffelmarkts. Je mehr Kartoffeln oder Text zum Verkauf angeboten werden, desto kräftiger sinken die Preise. Das bedeutet, dass die Mittelwerte im Schweinezyklus ebenfalls nach unten gehen.

Nun habe ich mich persönlich noch nie danach gerichtet, was der Markt so verlangt. Ich schreibe, um mich nicht selbst erwürgen zu müssen. Richtete ich mich nach der vermutbaren Nachfrage, müsste ich mich dem marktgängigen verbalen Dünnschiss anpassen. Damit gäbe es noch einen Grund, mich erwürgen zu müssen.

Sonntag, 6. November 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 44/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über humanitäre Bedenken der Politik bezüglich der Kinderehen:

Wenn die Politik so tief in sich gehen, ihr Gewissen erforschen und humanitäre Bedenken beim Erlass von Rauchverboten, der Verfolgung des Genusses von Cannabis und bei der Optimierung der Abgabenordnung hätte, wie bei der Bewertung von Kinderehen, dann könnten wir uns alle morgen glücklich mit vollen Taschen und glasigen Augen in einer vernebelten Kneipe die Hucke zuziehen.

Über Gender-Blödsinn:
Ich vermute einmal, dieser gesamte Gender-Blödsinn, wo sich Männer als Frauen definieren wollen und Frauen als Männer, hat sich spätestens dann erledigt, wenn die Einberufungsbescheide für den Dritten Weltkrieg im Briefkasten liegen. Zumindest für Letztere.

Samstag, 5. November 2016

Der Fall Jaber Albakr: Untergetauchter JVA-Chef aus Leipzig erkennt bei sich Suizidgefahr!

Phantombild: So könnte der
Gesuchte derzeit herumlaufen.
von Kurt Kowalsky
Wie aus gewöhnlich uninformierten Kreisen verlautbart wird, hat der untergetauchte JVA-Chef bei sich selbst starke Suizidgefahr festgestellt und sein verschwitztes T-Shirt unaufgefordert nach Karlsruhe zum Generalbundesanwalt geschickt.

Wie berichtet, war ein syrischer Zahnarzt am vergangenen Sonnabend früh von der Polizei in Chemnitz nicht gefasst worden, sodass sich diese veranlasst sah, fünfzig Türen in dem Wohnblock einzuschlagen.

Um nicht noch mehr Türen einschlagen zu müssen, legte das zuständige Sondereinsatzkommando eine Pause ein und harrte an der Wurstbude Weiß-Rot im Chemnitzer Akademikerviertel auf weitere Befehle. Vorgesehen war, dass man die Türen in Flughäfen und Bahnhöfen ebenfalls einschlug.

Unterdessen hatten zwei designierte Bundesverdienstkreuzträger syrischer Herkunft den Zahnarzt gestellt und einem Sprachtest unterzogen. Wie berichtet, stellte sich schnell heraus, dass der Verdächtige weder Zahnarzt noch Syrer war. Auch hieß er nicht, wie in der Presse verlautbart "Albakr", sondern Alban Krause.

Freitag, 4. November 2016

Udo Lindenberg: Gratismut im Kampf gegen Rechts

Bild: Pixabay / Clker-Free-Vector-Images /
CC0 Public Domain
von Michael Werner
Früher war er gegen die DDR, heute wünscht er sie sich für ganz Deutschland zurück. Dass er dann nicht mehr im pompösen Hotel Atlantic logieren und mit den Resten seiner exquisiten Likörchen Bilder malen könnte, dürfte er dabei verdrängen.

N-TV berichtet,,Deutliche Worte von Udo Lindenberg in Richtung Helene Fischer und Co. In einem Interview mit der "Rheinischen Post" appelliert der Rockmusiker an seine Schlagerkollegen. Der 70-Jährige fände es gut, "wenn von Helene Fischer auch mal ein Statement käme gegen Rechtspopulismus." Es gäbe viele, die sich prinzipiell gar nicht äußern würden. "Die sagen, wir sind reine Entertainer, wir machen nur Unterhaltung nach dem Motto: Mach dir ein paar schöne Stunden, geh' ins Kino, vergiss die Welt da draußen", kritisierte Lindenberg vor allem die Schlagerszene weiter."

So schlimm ich Helene Fischers Musik auch finde, so dankbar bin ich ihr, dass sie genau das nicht tut. Vielleicht aber hat sie auch gar keinen Grund, etwas zu sagen, weil sie hier noch nie mit echtem Rassismus konfrontiert wurde, denn wenn es diesen tatsächlich in signifikantem Ausmaß gäbe, hätte sie als Kind russischer Zuwanderer es ganz sicher nicht zur erfolgreichsten deutschen Schlagersängerin gebracht.

Dienstag, 1. November 2016

Goldpreis in Euro zeigt klaren Aufwärtstrend - Kaufen!


Marktkommentar von Claus Vogt
Für Sie als Euro-Europäer ist der Goldpreis in Euro die entscheidende Größe 

Vorige Woche habe ich Ihnen an dieser Stelle dargelegt, warum ich der festen Überzeugung bin, dass die Goldhausse, die Ende 2015 begonnen hat, noch lange nicht vorüber ist. Dabei habe ich Ihnen anhand des Goldpreises in US-Dollar drei wichtige Argumente an die Hand gegeben, die diese Prognose untermauern.

Termine: November 2016

Auch für den November haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.


Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie unserem Kalender.

Konstanz, 10.11.2016, 19-21 Uhr: Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt. Vortrag von Tomasz M. Froelich. Veranstaltung des Hayek Club Konstanz. Ort: Universität Konstanz, Raum D432.

Berlin, 11.11., 18 Uhr - 13.11.2016, 13 Uhr: Libertäre Zukunftswerkstatt. Mit Stefan Blankertz. Workshop des Murray-Rothbard-Instituts. Kosten: Studenten - 200, ansonsten 280 Euro. Ort: InKontakt Gestaltsinstitut Berlin, Gleimstraße 37.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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