Donnerstag, 6. Oktober 2016

Wahre Opfer interessieren keine Sau!

Empathie nur in Sonderfällen. Bild: Applejack crying by
teiptr / CC BY 3.0 / teiptr.deviantart.com
von Michael Auksutat
Wenn dem Maurermeister der Steuerbescheid zugestellt wird, er nicht weiß woher er die Nachzahlung nehmen soll und er sich weinend fragt, wozu er diesen ganzen Scheiß von morgens bis nachts überhaupt macht, dann interessiert das einen Scheiß.

Wenn die allein erziehende Verkäuferin von ihrem Energieversorger die Abschaltandrohung bekommt, weil sie neben den Stromkosten ja auch noch die Heile-heile-Gänschen-Zulage ihrer Ökofürsten zu bezahlen hat und sie schluchzend in der Küche eine Flasche Wein köpft und sich fragt, wieso sie sich überhaupt auf Kinder eingelassen hat, die die Waschmaschine von morgens bis abends laufen lassen, dann interessiert das keine Sau.

Wenn der Besitzer einer Eigentumswohnung zusehen kann, wie der Preis für sein Objekt unter den aktuellen Tilgungswert fällt, weil seine Gemeinde beschlossen hat, die Retter der Demographie in seiner Nachbarschaft anzusiedeln und die sich nicht recht an die üblichen Sitten halten mögen und er mit einem Tränchen im Auge auf dem Balkon steht und dem Treiben zuschaut, dann interessiert das keine Sau.

Wenn dem Mann aus fernen Ländern, der sich seit Jahren bemüht Fuß zu fassen, die Kündigung vom Flughafen ausgesprochen wird, weil die lokale Prominenz findet, dass ein Nachtflugverbot ihren Bedürfnissen nach Erholung entspricht und er nun arbeitslos weinend vor dem Nichts steht, dann interessiert das keine Sau.

Wenn dem 52-jährigen Stahlarbeiter morgens mitgeteilt wird, dass sein Werk schließt, weil man sich schlicht nicht mehr die Strafzahlungen der Klimatheologen leisten kann und er verzweifelt an die Zwangsversteigerung seiner Hütte denkt, dann interessiert das keine Sau.

Wenn aber die edle Gattin eines Lokalpotentaten ein Tränchen kullern lässt, weil ihr statt Jubel vom Pöbel Ungemach signalisiert wird, dann hat Germanien wahrlich Empathie zu zeigen!

Läuft bei uns.

Kommentare:

  1. Das Wegschauen ist genau der Grund, warum der Druck auf die Systemteilnehmer einer sich selbst unterwerfenden Masse. Es ist ein Zeichen dafür, dass die hierarchische Ordnung (und ihrer Befürworter aus Betreuern und Betreuungswilligen) sich versucht erhalten zu wollen, während sie sich der Teilnehmer entledigt. Empathie wird durch vordringliche Wertorientierung im Außen überlagert.

    Im weiteren fehlt nach wie vor der Entschluss, sich in der Ökonomie von hierarchischen Organisationsstrukturen zu verabschieden, weil die Mehrheit von den die Grundlagen natürlich organisierter und hochwirksamer, ökonomischer Strukturen noch nie etwas gehört hat, bzw. nicht die entsprechenden Grundvoraussetzungen, um derartige Neuorientierungen durchzuführen.

    Und so versucht man sich an der alten Ordnung weiter festzuhalten, bis endlich umgedacht oder aufgemerkt wird - vereinfacht ausgedrückt.

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  2. In der Regel ist die Mehrheit als Opfer konditioniert aufgewachsen. Der Beitrag ist etwas älter: http://blog.berg-kommunikation.de/das-opferverhalten/

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