Sonntag, 16. Oktober 2016

Mit Großbritannien auf Augenhöhe sprechen, statt drohen und beschimpfen

Donald Tusk. Bild: Alina Zienowicz (Ala z),
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Alice Weidel
EU-Ratspräsident Donald Tusk äußerte, dass Großbritannien nach dem Brexit den Zugang zum EU-Binnenmarkt zu verweigern sei.

Die Äußerungen von Tusk und anderen EU-Politikern zum Brexit klingen wie eine Trotzreaktion von Kindern. Aus einem Rachereflex heraus will man den Briten für ihre demokratische Entscheidung, den EU-Irrsinn nicht weiter mitzumachen, den Austritt nun so teuer und schmerzhaft wie möglich gestalten.

Das hat nichts mit nachhaltiger und sachlicher Politik zu tun. Es ist emotionsgetriebener Trotz. So verhalten sich keine verantwortungsbewussten Politiker.

Eine solche Art Handelskrieg mit Großbritannien schadet allen Beteiligten, insbesondere Deutschland. Das jedoch ist den EU-Ideologen und der Kanzlerin offenbar völlig egal. Es geht ihnen nicht um wirtschaftliche Prosperität, sondern allein um die EU als ideologischen Selbstzweck.

Wäre Tusk, Juncker, Merkel, Schulz und Co. wirklich an konstruktiver Politik gelegen, würden sie Großbritannien nicht drohen und beschimpfen. Es wäre dann sinnvoll, schnell Verhandlungen auf Augenhöhe zu beginnen und vernünftige bilaterale Regelungen zu treffen, die für beide Seiten von Vorteil sind.

(Pressemitteilung von Dr. Alice Weidel, AfD-Bundesvorstandsmitglied.)

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