Freitag, 28. Oktober 2016

Ist die Gold-Korrektur vorüber?

Der Kursrückgang an die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie ist für Sie eine Kaufgelegenheit
Marktkommentar von Claus Vogt
Vielleicht fragen auch Sie sich angesichts des Rückwärtsganges bei Gold: „Ist die Goldhausse etwa schon wieder vorbei?“, „Geht es weiter abwärts, oder wieder aufwärts beim Gold?“ oder „Soll ich kaufen oder verkaufen?“

Soviel vorweg: Meine Analysen kommen weiterhin zu dem Ergebnis, dass die Goldhausse noch lange nicht vorbei ist. Um Ihnen darzulegen, wie ich zu diesem Ergebnis komme, muss ich etwas ausholen:

Am 4. Oktober ist der Goldpreis unter die Unterstützungslinie bei 1.300 $ pro Unze gefallen. Wie Sie gleich sehen werden, ist das noch kein Beinbruch, wenngleich es aus charttechnischer Sicht schöner gewesen wäre, wenn diese Marke gehalten hätte. Dann wäre es nämlich möglich und sinnvoll gewesen, den gesamten Kursverlauf seit Mitte 2014 als mächtige Schulter-Kopf-Schulter-Bodenformation zu interpretieren, deren Obergrenze bei 1.300 $ verläuft. Diese Interpretation ist jetzt nicht mehr möglich. 

Die bullishen Argumente überwiegen immer noch deutlich 

Dieser vermeintlich schlechten Nachricht stehen zahlreiche bullishe Argumente gegenüber. Auf drei davon möchte ich im Folgenden näher eingehen.

Erstens habe ich bei meinen Chartanalysen ursprünglich eine andere, kleinere Bodenformation als die gerade Genannte verwendet. Die Obergrenze dieser kleineren Formation habe ich Ihnen in dem folgenden Chart in Rot eingezeichnet: 

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2014 bis 2016 

Nach dem Bruch der Unterstützungslinie bei 1.300 $ fiel der Goldpreis zügig bis zur 200-Tage-Durchschnittslinie, der nächsten wichtigen Unterstützung. Quelle: StockCharts.com

Diese Bodenformation hat zwar den Schönheitsfehler einer nicht vorhandenen rechten Schulter. Aber das kommt hin und wieder vor, insbesondere am Beginn besonders ausgeprägter Haussen, worauf ich Sie damals hingewiesen habe. 

Wenn diese ursprüngliche Interpretation die Richtige ist, dann ist die jüngste Goldpreis-Korrektur zwar immer noch nicht schön, aber sie hat keinen charttechnischen Schaden angerichtet, sondern bewegt sich im Rahmen des Erlaubten. 

Ein zweites bullishes Argument ist die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie. In Bullenmärkten gilt die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie als wichtige Unterstützung. Die Grundregel lautet, dass Kursrückgänge in die Nähe oder sogar unter die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie Kaufgelegenheiten sind. 

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens beginnt eine Baisse gewöhnlich erst, nachdem sich die 200-Tage-Durchschnittslinie zunächst deutlich abgeflacht hat und dann nicht mehr steigt. Zweitens fallen die Kurse nur selten deutlich unter die steigende 200-Tage-Durchschnittslinie. Käufe auf diesem Niveau weisen also ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis auf, da Sie einen engen Stop-Loss-Kurs setzen können, während Sie nach oben alle Chancen wahren. 

Ohne Risikomanagement haben Sie auf Dauer keinen Erfolg an der Börse 

An dieser Stelle möchte ich Sie auf die herausragende Bedeutung eines sinnvollen Risikomanagements hinweisen. Nur mit einem konsequenten Risikomanagement werden Sie dauerhaft Erfolg an der Börse haben. Dennoch wird fast nie über dieses extrem wichtige Thema geschrieben. Wahrscheinlich ist es einfach nicht spannend genug, um für Auflage zu sorgen. Aber es ist wichtig genug, um den entscheidenden Unterschied in Bezug auf Ihren Börsenerfolg zu machen.

Deshalb habe ich dieses Thema ausführlich in meiner jüngsten Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe besprochen. Wenn ich Ihnen nur ein einzige Empfehlung geben dürfte, dann würde diese lauten: Beschäftigen Sie sich unbedingt mit Risikomanagement, bevor Sie auch nur eine einzige Aktie kaufen. Denn ohne ein funktionierendes Risikomanagement können Sie an der Börse auf Dauer nicht erfolgreich sein. Doch nun zurück zu Gold. 

Mein wichtigster Gold-Indikator hat ein Kaufsignal gegeben 

Ein drittes bullishes Argument für Gold ist die Tatsache, dass mein hier nicht gezeigter Gold-Preisbänder-Indikator bereits am 4. Oktober ein Kaufsignal gegeben hat. Dieser Indikator hat sich zunächst während der Goldhausse der Jahre 2001 bis 2011 mit hervorragenden Kaufsignalen bewährt. Aber auch während der anschließenden Baisse von 2011 bis Ende 2015 war er sehr hilfreich, indem er in dieser Zeit kein einziges Kaufsignal mehr gegeben hat. 

Erst nachdem die neue Goldhausse begonnen hatte, meldete sich der Indikator wieder zu Wort. Das erste Kaufsignal der neuen Hausse gab dieser in der Vergangenheit so treffsichere und hilfreiche Indikator am Ende der Mai-Korrektur, als der Goldpreis von 1.300 $ auf 1.200 $ gefallen war. Fast unmittelbar danach ging es mit dem Goldpreis wieder nach oben, in der Spitze auf 1.377 $. 

Dann begann die nächste Korrektur, in deren Verlauf der Goldpreis auf 1.243 $ gefallen ist. Prompt gab der Preisbänder-Indikator das zweite Kaufsignal der neuen Hausse. Wenn Sie in Zukunft wissen möchten, ob Sie die aktuelle Situation an den Edelmetallmärkten für einen Kauf oder einen Verkauf nutzen sollten, fordern Sie noch heute die gerade erschienene November-Ausgabe von Krisensicher Investieren für 30 Tage kostenlos zum Test an. Hier finden Sie auch eine detaillierte Darstellung meines sehr hilfreichen Preisbänder-Indikators, der mir schon während der großen Goldhausse von 2001 bis 2011 hervorragende Dienste geleistet hat.

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