Dienstag, 11. Oktober 2016

Equal-Pay-Day-Fake: Und jährlich grüßt der Equal-Pay-Day-Kindergarten

Bild: Pixabay / geralt / CC0 Public Domain
von Michael Hörl
Wer behauptet, Frauen verdienten bei gleicher Ausbildung, gleicher Tätigkeit und gleichem Arbeitseinsatz um 25% weniger als Männer, der lügt!

Oder er/sie kann nicht wissenschaftlich arbeiten. Aus dem Zahlenmaterial – etwa der „Business & (Un-?)Professional Women'' - ist diese Behauptung jedenfalls so wenig ableitbar wie aus dem des statistischen Bundesamtes.

Die jährlich wiederkehrende Behauptung, Frauen würden bei identer Ausbildung für die gleiche Position um 22% bis 26% weniger verdienen als Männer, ist ärgerlich. Das ist Schwachsinn und frei erfunden! Ein Armutszeugnis für jeden, der sich Akademiker nennt!

Peinlich: Unterschiedliches Studium von Männern ignoriert

Eine studierte Psychologin soll um 22% weniger verdienen als ihr männlicher Kollege? Fehlanzeige. Kein Zahlenmaterial belegt das.

Um auf eine vermeintlich diskriminierende „Unterbezahlung“ von 22% bei Akademikerinnen zu kommen, begnügt man sich, einfach das Durchschnittsgehalt aller weiblichen mit dem aller männlichen Uni-Absolventen zu vergleichen. Egal, welche Studienrichtung oder welche Ausbildung gewählt wurde.

Behauptungen kindisch

Damit beklagt man sich aber, dass ein männlicher Maschinenbauer mehr verdient als eine weibliche Kulturhistorikerin. Denn Männer wählen - wahrscheinlich aus genetischen/evolutionären Gründen – völlig andere Ausbildungen als Frauen.

Dies wird in keiner Gender-Statistik berücksichtigt. Sie sind daher wissenschaftlich nicht nur nicht haltbar, sondern geradezu lächerlich und kindisch.

Arbeiterinnen zu Recht geringer entlohnt

Die Durchschnitts-Arbeiterin verdient zu Recht um ca. 25% weniger als ein durchschnittlicher Arbeiter - weil auch sie völlig andere Lehrberufe wählte als er. Männer wählen v.a. technische Handwerker-Ausbildungen (Maschinenführer: 99% Männer!) und haben keine Scheu, in kalten, zugigen Werkshallen zu arbeiten. Frauen bevorzugen (um das halbe Geld) lieber geheizte, kommunikativere Büros (Frisörinnen: 90% Frauen!).

Die von Frauen präferierten Dienstleistungen sind aber meist weniger produktiv - der männliche Schweißer erwirtschaftet bis zu 700.000 Euro Umsatz, die weibliche Frisörin gerade mal ein Zehntel (!) - 70.000 Euro. Mit 1.400 Euro verdient die weibliche Arbeiter-Frisörin damit um 50% weniger als der männliche Schweißer. Sie wurde aber nicht diskriminiert – sie hat diesen leichteren Weg freiwillig gewählt.

It's the hormons, stupid!

Den Unterschied zwischen Mann und Frau ersieht man in jedem Unternehmen im Vertrieb. Weibliche Betriebswirtinnen ziehen das windgeschützte, sicherere - aber schlechter bezahlte - Marketing vor. Männliche Betriebswirte drängen an die harte Wettbewerbs-Front - in den testosterongetränkten Verkauf. Dort gibt es nur ein geringes Fixum - aber bei Erfolg sehr hohe Provisionen.

Beides, liebe „Equal Pay Day“-SoziologInnen, weibliche Sicherheit und viel männliches Geld – das geht halt leider nur auf der sozialistischen Fakultät.

Gemütlicher heißt weniger Geld

Frauen sind im Schnitt weniger ehrgeizig als Männer: Laut Rechnungshof arbeiten sie in allen Branchen weniger Wochenstunden als Männer, leisten weniger Arbeitsjahre, arbeiten lieber in sicheren, beheizten Büros und drängen sich fünfmal so häufig in sozialen (schlecht bezahlten) Bereichen. Viele Juristinnen haben die (besser bezahlte) freie Wirtschaft freiwillig verlassen, um in eine gemütlichere NGO oder einen ruhigen Verein zu wechseln.

Beispiel Bildungsbereich: 90% der Volksschullehrer sind Frauen, aber nur 50% Direktorin. Zurecht: Den meisten Lehrerinnen reicht es, halbtags zu arbeiten. Männer halten um 50% mehr Stunden (verdienen auch entsprechend mehr), sind um 50% präsenter - und werden deshalb häufiger befördert.

Die falschen Behauptungen des Gender Mainstreams bleiben in Deutschland - trotz haarsträubender wissenschaftlicher Ungereimtheiten – traditionell unwidersprochen. Entweder, weil die Vorwürfe aufgrund gegenteiliger persönlicher Erfahrungen nicht ernstgenommen werden – oder weil der Linksruck auch im Unibereich nur mehr ein „akademisches“ Niveau auf Kindergarten-Basis zulässt.

P.S.: Es entspricht dem Niveau der Debatte, dass Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig eine 30%ige Frauenquote in den Aufsichtsrätin durchgesetzt hat – obwohl der Frauenanteil bei BMW nur 16% beträgt.

Kommentare:

  1. Könnten Sie auf die Zahlen verweisen wie das ganze "berechnet" wird? Ich bin mir zwar auch relativ sicher über diese Rechnungen, nur weiß ich eben nicht wo ich das gelesen haben sollte.

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  2. Ich war mal suchen und fand das hier: http://www.boeckler.de/wsi_53135.htm
    Dort steht:
    "Die durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeiten von Frauen und Männern in Deutschland unterscheiden sich aktuell um rund 9 Stunden oder 23 Prozent. Dabei sind die Arbeitszeiten von Frauenüber die Zeit stärker zurückgegangen als die der Männer. "

    Eh voila und schon sind Frauen überbezahlt, und zwar um rund 1 %. Für die Arbeitszeiten fand ich:
    http://www.boeckler.de/51977.htm

    Also Frauen arbeiten weniger, sollen aber für diese weniger Arbeite dasselbe Gehalt erhalten wie Männner. Schöne "neue Welt".

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