Dienstag, 6. September 2016

Politischer Kommunismus: Massentötungen für das Hirngespinst einer klassenlosen Gesellschaft

Stalin.
von Thomas Seidel
In der Praxis hat jeder Versuch der Etablierung des Kommunismus zu Massentötungen geführt. Und dieses Ergebnis ist bereits in der Ideologie angelegt. Wer die Wirtschaft unter staatliche Kontrolle bringen will, muss den derzeitigen Eigentümern ihr Hab und Gut nehmen.

Und das lassen sich die meisten nicht gefallen. Es geht also nur mit Gewalt. Deshalb hat Stalin mindestens 30.000 Kulaken (wohlhabende Bauern) liquidieren lassen. Bis zu 600.000 weitere starben durch Hunger und Krankheiten in Folge von Deportation.

Um den Widerstand der Bauern in der Ukraine zu brechen, ließ Stalin Getreide sowie Saatgut beschlagnahmen und das Land abriegeln. Der hierdurch ausgelöste Hunger-Holocaust ("Holdomor") kostete etwa 3,5 Millionen Menschen das Leben.

Es versteht sich von selbst, dass wer derartige Verbrechen anrichtet, auch rücksichtslos gegen andere vermeintliche oder tatsächliche Gegner ("Konterrevolutionäre") vorgeht. Und wofür das alles? Für das Hirngespinst einer klassenlosen Gesellschaft, in der es jedem freisteht "heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben". Also so wie es im Kapitalismus im Gegensatz zum Sozialismus mit seinem Berufszwang jederzeit der Fall ist. Toll!

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