Donnerstag, 15. September 2016

EZB-"Käufe" erreichen die unfassbare 1 Billion Euro-Marke

Marktkommentar von Claus Vogt
Draghi weckt Erinnerungen an die Hyperinflation der frühen 1920er 
Vor 16 Monaten, im Mai 2015, begann die EZB damit, europäische Staatsanleihen zu kaufen. Das dafür benötigte Geld wird wie von Zauberhand aus dem Nichts geschaffen. Die Zentralbanken erhalten also werthaltige Zahlungsverpflichtungen des Staates, das heißt des Steuerzahlers, im Tausch gegen – nichts!

Anfang September erreichten diese „Käufe“ die große, runde Zahl von einer Billion Euro. Wir Deutschen kannten Zahlen dieser Größenordnung bisher vor allem aus der Hyperinflation der frühen 1920er Jahre. Dank Draghi dürfen wir jetzt endlich wieder üben, mit solchen Zahlenungeheuern umzugehen. Wahrscheinlich werden wir diese Kenntnisse in den kommenden Jahren der Geldentwertung dringend brauchen.

Während ich die Nullen dieser großen Zahlen zähle, kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass sie direkt auf die vielen Nullen hinweisen, die für dieses gigantische geldpolitische Experiment verantwortlich sind, das unweigerlich zu einer großen Wirtschafts- und Finanzkrise führen wird. 

Die EZB eifert blindlings ihren geldpolitischen Vorbildern aus Japan und den USA nach 

Mit dem Anleihenkaufprogramm der EZB wandeln Draghi und Konsorten blindlings auf den Spuren ihrer geldpolitischen Vorbilder Haruhiko Kuroda aus Japan und Ben Bernanke aus den USA, die mit ähnlichen Aktionen schon vor Jahren begonnen haben. Erst gestern betonte Draghi nochmals auf der EZB-Pressekonferenz: "Für den Moment gibt es keine gewichtige Veränderung, die ein Handeln rechtfertigen würde. Unsere Geldpolitik ist wirksam."

Offenbar stört es auch in Europa niemanden, dass den irrwitzigen Kaufprogrammen der Zentralbanken weder eine solide Theorie zugrunde liegt, mit denen sie gerechtfertigt werden könnten, noch makroökonomische Daten, mit denen sich die Wirksamkeit dieser Maßnahmen belegen ließe. Im Gegenteil.

Inzwischen lässt sich nämlich mit bewährten wissenschaftlichen Methoden zeigen, dass diese „unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen“, um einen von Bernanke geprägten Begriff zu verwenden, eindeutig nicht zu den erhofften Ergebnissen geführt haben. Draghis Behauptung, dass seine Geldpolitik wirksam sei, ist eine glatte Lüge. 

Zu diesem Ergebnis kommt in Bezug auf die US-Zentralbank Fed übrigens auch eine aktuelle Studie aus den USA. Details zu diesem für die Zentralbanken vernichtenden Ergebnis lesen Sie in unserer nächsten Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe, die am 20. September erscheinen wird. Lassen Sie sich diese wichtige Lektüre nicht entgehen, in der wir außerdem über den heiligen Gral des Börsenerfolgs berichten. Diesen sollten Sie kennen! Nur so werden Sie langfristig Erfolg an der Börse haben. 

Gelddrucken dient der Umverteilung und vernichtet Wohlstand 

Nun ist die Geschichte der Menschheit bekanntlich voller Irrungen und Wirrungen. Vor diesem Hintergrund bin ich mir sicher, dass spätere Historiker mit größter Verwunderung auf die hier thematisierten geldpolitischen Machenschaften und den irrwitzigen Zentralbank-Kult blicken werden.

Erstaunt werden sie die Frage stellen, wie es zu diesem Irrsinn kommen konnte, der doch so offensichtlich war. Schließlich weiß doch jeder, dass Gelddrucken keinen Wohlstand schaffen, sondern höchstens umverteilen kann. Dann werden sie diese langanhaltende Episode geldpolitischen Wunschdenkens in die Annalen des Wahns aufnehmen als ein weiteres Beispiel kurioser Massenverblendungen. Bis dahin wird die aktuelle Spekulationsblase an den Aktien-, Renten- und Immobilienmärkten aber längst geplatzt und die sich anschließende Wirtschafts- und Finanzkrise bereits als schlimmste aller Krisen in die Geschichte eingegangen sein. 

Die Kaufkraft von Gold nimmt zu, wenn die Kaufkraft der Papiergelder zerstört wird 

Von Fed-Präsidentin Janet Yellen über ihren japanischen Kollegen Haruhiko Kuroda bis zu Mario Draghi sind keinerlei Anzeichen zu sehen, die auf eine mögliche Rückkehr zu einer wenigstens halbwegs seriösen Geldpolitik hindeuten. Ganz im Gegenteil. Deshalb sollten Sie sich darauf einstellen, dass der geldpolitische Irrsinn der vergangenen Jahre nicht nur weitergehen, sondern sogar noch absurdere Züge annehmen wird. Denn die Zentralbanknomenklatura ist offenbar fest dazu entschlossen, die Kaufkraft der in ihre Hände gelegten Papierwährungen zu zerstören.

Für Gold und Edelmetallaktien ist das eine sehr positive Nachricht. Die Hausse, die in diesem Sektor im Dezember 2015 begonnen hat, befindet sich noch immer in ihrem Frühstadium. Sie wird uns in den kommenden Monaten und Jahren noch sehr viel Freude bereiten und weitere hohe Gewinne bescheren. Lernen Sie meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren und meine aktuellen Kaufempfehlungen kennen, indem Sie noch heute Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos testen. Für Sie als neue Leser bietet die noch nicht ganz abgeschlossene Korrektur im Edelmetallsektor eine hervorragende Gelegenheit zum Kauf der von uns empfohlenen Minenwerte.






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