Freitag, 30. September 2016

Klarstellung zum Rechtsextremismusvorwurf gegen Dietmar-Dominik Hennig im Schmierblatt ''Stern''

Opfer der primitiven Schmierenjournaille: ''DDH''.
Stellungnahme zum „Stern“-Artikel „AfD-Fraktion von Parteichef Meuthen beschäftigt Mitarbeiter mit rechtsextremer Vita“ (28.09.) und zum Beitrag ,,Überforderung - und Machtkalkül'' von Wigbert Löer in der aktuellen Ausgabe des ,,Stern'' von Dietmar-Dominik Hennig

1.) Der „Cannstatter Kreis – Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung e.V.“, wie der offizielle Vereinsname hieß, war nicht „rechtsextrem“, sondern sogar anerkannt gemeinnützig. Hervorgegangen ist er aus der FDP-Stadtgruppe Stuttgart-Bad Cannstatt um den FDP-Lokalpolitiker und bekennenden Jörg-Haider-Freund Hans Manfred Roth. Roth hatte im September 1992 den FPÖ-Chef Jörg Haider als FDP-Stadtverband nach Cannstatt in den Kursaal eingeladen. Das gab parteiintern Ärger und als Reaktion darauf schuf sich Roth eben mit dem Cannstatter Kreis sein zweites Standbein, eine Art überparteilichen Resonanzboden.

Wie Apple kaum Steuern zahlt: Das Double-Irish-Dutch-Sandwich

Bild: Apple Inc.
von Christoph Heuermann, staatenlos
In der Welt der internationalen Steuergestaltung ist selten Ruhe. Kaum eine Woche vergeht, dass sich Medien nicht angebliche Unternehmen vornehmen, aus dessen legitimen und legalen Steuersparmodellen (wie das Double Irish Dutch Sandwich) sie einen Skandal zu machen versuchen.

Unterstützt werden sie dabei von Politikern und Bürokraten, die niemals in der freien Wirtschaft gearbeitet haben, aber den massiven Wohlstand, den Unternehmer bereits bringen, weiter abschröpfen wollen.

Vor einigen Wochen traf es eines der größten Unternehmen der Welt – den US-Technologiekonzern Apple. Apple habe unerlaubte Beihilfen von Irland erhalten und habe nur 50.000€ Steuern für sein europäisches Geschäft abgedrückt. Das ist in den Augen der EU Wettbewerbskomissarin natürlich grob rechtswidrig – weshalb sie Apple mal eben eine 13 Millarden-Nachzahlung aufdrückt.

Schade bloß, dass Apple völlig legal gehandelt hat und der Firmensitzstaat Irland diese Nachzahlung gar nicht haben möchte. Viel mehr zieht Irland nun gemeinsam mit Apple vor die Europäischen Gerichte um diesen Beschluss zu kippen. Denn das Irland von Apple gewaltig profitiert sollte klar sein.

Change Your Country: Aus Europa auswandern?

von Dr. Wolf-Dieter Schwidop und Sven Teichmann
Aus Europa auswandern? Diesem Unternehmenszweck hat sich die im März 2016 gegründete Change Your Country Ltd. verschrieben. Die Firma aus Bristol (GB) bietet ihre Leistungen auch Deutschen an. Die Unternehmensgründer Sven Teichmann (27) und Dr. Wolf-Dieter Schwidop (61) verfügen über reichhaltige Geschäfts- und Auslandserfahrungen. 
Das statistische Bundesamt meldete 2015 als ein Rekordjahr der Auswanderung aus Deutschland. Fast eine Mio. Leute verließen das Land, darunter ca. 15 % Deutsche. Das ist ein rasant wachsender Markt für eine sehr komplexe Dienstleistung, die man nur mittels verläßlicher internationaler Netzwerke erfolgreich gestalten kann. Change Your Country Ltd. (CYC) unterscheidet sich signifikant von seinen Wettbewerbern dadurch, dass seine Zielgruppe nicht in erster Linie Abenteurer oder Totalaussteiger sind, sondern Hochqualifizierte, Unternehmer und Führungskräfte, innovative Selbständige. Alle die, die durch den deutschen Verbots- und Bevormundungsstaat immer schlechtere Bedingungen für ihr Leben finden, die sich durch Steuern und Abgaben, Einschränkungen der Meinungs- und Handlungsfreiheit bedrängt fühlen, finden bei CYC die notwendige qualifizierte Unterstützung, um in einem neuen Land ihr Potential mehr zu Ihrem persönlichen Nutzen umsetzen zu können.

Donnerstag, 29. September 2016

Hätte-Würde-Könnte: Allianz macht Stimmung für die Aktie

Marktkommentar von Claus Vogt
„Bull sells“, heißt es bewusst doppeldeutig an der Wall Street 

Unter der Überschrift „Deutsche Angst kostet 200 Milliarden Euro“ hat die FAZ am Donnerstag eine halbe Seite einer Studie der Allianz gewidmet, in der es um „hätte, würde, könnte“ geht: „Wie die Allianz in ihrem aktuellen Weltreichtumsbericht ausrechnet, hätten die Deutschen allein in den vergangenen vier Jahren ohne viel Aufwand 200 Milliarden Euro mehr an Vermögen ansammeln können.“ Sie sind jetzt sicher gespannt, wie das konkret hätte vonstattengehen sollen. Ganz einfach, meint die Allianz: Sie hätten lediglich für zusätzliche 10%-Punkte ihres Vermögens Aktien kaufen müssen.

Mittwoch, 28. September 2016

Universitätskliniken unter Druck

Bild: Pixabay / Abdecoral / CC0 Public Domain
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

den 36 Universitätskliniken in Deutschland geht es schlecht, viele von ihnen schreiben rote Zahlen. Die Verantwortlichen in den Kliniken bemühen sich nach Kräften, die finanzielle Situation ihrer Häuser zu verbessern. Dabei sind längst noch nicht alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ausgeschöpft worden.

Die Universitätskliniken sind zum einen für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und für die medizinische Forschung zuständig. Für diese Aufgaben erhalten sie Geld vom jeweiligen Bundesland. Zum anderen sind die Universitätskliniken in der Krankenversorgung tätig, was von den Krankenkassen finanziert wird. Die verschiedenen Aufgabenbündel lassen sich hinsichtlich der Kostenzuordnung nur schwer voneinander trennen.

Dienstag, 27. September 2016

Politischer Kampf im Sozialfaschismus: Wesensmerkmale und anderer Blödsinn

Divide et impera: Macchiavelli. Bild: Santi di
Tito [Public domain], via Wikimedia Commons
von Kurt Kowalsky
Ein Wesensmerkmal des Demokratismus ist, die Bewohner seines Herrschaftsgebietes in ideologische Lager zu spalten. Wohlgemerkt, es ist ein Merkmal des Wesens und nicht das Produkt einer Verschwörung - also kein ausgeklügelter Plan, welchen sich ein paar Böse oder die Amerikaner ausgedacht hätten.

Ein Fürst oder Diktator muss dagegen das divide et impera bewusst planen, wie Machiavelli dargelegt hat.

Die politischen Schwätzer differenzieren sich durch Geschwätz, welches als Versprechen wahrgenommen wird. Würden die verdummten Massen tatsächlich die Handlungsmaximen der Politik bestimmen, wie sich Fahrgäste ein Verkehrsmittel wählen, so wäre Herrschaft auf einem bestimmten, abgegrenzten, Identität stiftenden Territorium auf Dauer nicht möglich.

Die Wahl im politikwissenschaftlichen Sinne ist lediglich ein Verfahren die herrschaftsausübenden Organe zu legitimieren. Denn soll Herrschaft auf Dauer erhalten werden, bedarf sie einer Legitimation.

Montag, 26. September 2016

Inklusive Beschulung: Fetisch für Bildungsklempner

Bild: Pixabay / falco / CC0 Public Domain
von Tomasz M. Froelich
Die Bildungsklempner unserer Zeit haben einen neuen Fetisch für sich entdeckt: den Fetisch der Inklusion. Die Idee hinter der Inklusion klingt zunächst wie ein hehres Ideal: Kinder mit und ohne Handicap lernen miteinander, und alle profitieren davon. Ein pädagogisches Paradies, könnte man meinen. Nur, leider folgt aus einem hehren Ideal noch keine ideale Wirklichkeit. Ganz im Gegenteil.

Vor sieben Jahren trat die UN-Konvention, die allen Kindern das Recht auf inklusive Beschulung zusprach, in Kraft. Und was zeigt sich? Eltern wollen ihre behinderten Kinder mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ gar nicht auf die Regelschulen – also auf die Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen – schicken, da sie merken, dass die Förderschulen, mit ihrem speziell an behinderten Schülern orientierten Profil, ihren Kindern besser tun.

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 38/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über einen internationalen Ländervergleich:
Amerika: Zuckerberg will alle Krankheiten besiegen.
Russland: Reaktor der auch "Müll" verarbeiten kann geht in den Regelbetrieb.
China: Fusion zweier Unternehmen zum zweitgrößten Stahlhersteller der Welt.
Deutschland: Einzelhandel verpflichtet sich "freiwillig" zum Verzicht auf Plastiktüten.
So inspirierend!

Über den Sozialstaat:
Sozialstaat ist, wenn Du von sechs bis zwölf Uhr arbeiten musst, um jene durchzufüttern, die Mittags aufstehen und dann bis zum Abendbrot nachdenken, wie sie Dir den Teil bis achtzehn Uhr ebenfalls abnehmen können. Kommunismus ist, wenn ihnen was eingefallen ist und sie über Dir auf dem Wachturm patrouillieren. Aber die Arbeit bis zwanzig Uhr gehört dann wirklich dir.

Sonntag, 25. September 2016

Allen Durchhalteparolen zum Trotz: Europa bleibt Europa und scheitert erneut

Bild: flickr.com / freestocks.com / CC0 Public Domain
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Nach dem Brexit herrschte in den EU-Ländern die Ansicht, dass Europa jetzt zusammenwachsen müsse. Es gäbe kein Zurück mehr, wir bräuchen eine stärkere Gemeinschaft und weniger Engstirnigkeit. Drei Monate später ist davon kaum noch etwas übrig. Luxemburgs Außenminister Asselborn forderte jüngst, dass Ungarn aufgrund seiner Weigerung, Flüchtlinge aufzunehmen, vorübergehend aus der EU ausgeschlossen oder gar ganz rausgeworfen werden müsse. Die osteuropäischen Länder zeigten sich davon unbeeindruckt und sind nach wie vor gegen den Plan, Flüchtlinge nach Quoten in Europa zu verteilen. Polen kündigte nach dem Anschlag in Brüssel an, keine Flüchtlinge aufzunehmen, Ungarn plant am 2. Oktober diesbezüglich ein Referendum, und auch Tschechien und die Slowakei sind gegen die Verteilung.

Von diesen klaren Absagen zeigten sich wiederum die westeuropäischen Länder unbeeindruckt und treiben ihren Plan zur Verteilung der Flüchtlinge nach Quoten weiter voran. Merkel meint, es könne nicht angehen, dass manche Länder in der EU sagen würden, dass sie keine Muslime aufnehmen würden. Der schwedische Außenminister Johansson fordert, dass die EU als der reichste Staatenverbund der Welt, mit 500 Millionen Einwohnern, jedes Jahr eine Millionen Flüchtlinge aufnehmen sollte. Dafür notwendig seien ein Quotensystem und eine Angleichung der Asylregeln in der EU. Es gibt also zwei Vorstellungen, die so verschieden sind, wie sie es nur sein könnten, und beide ignorieren das einfach und treiben ihre Pläne weiter voran, als sei nichts geschehen. Oder anders gesagt: „Europa“ bleibt „Europa“.

Samstag, 24. September 2016

Erpressung gegen die Briten: Perverse EU-Ideologie grenzenloser Migration!

Bild: Pixabay / succo / CC0 Public Domain
von Alice Weidel
Frau Merkel versucht die EU dazu zu zwingen, bei den BREXIT-Verhandlungen mit Großbritannien den Freihandel bedingungslos an die Zuwanderungs-Freizügigkeit zu knüpfen. Um das ideologische Zwangsgebilde der EU, das bereits an allen Ecken und Enden kracht, nach dem BREXIT künstlich am Leben zu erhalten, soll Großbritannien nun erpresst werden. Man droht dem Land, es von seinen gewachsenen Handelsbeziehungen abzuschneiden, wenn es sich nicht der perversen EU-Ideologie grenzenloser Migration unterwirft.

Frau Merkels perfide Verhandlungstaktik scheint nun zu lauten: Der freie Warenverkehr, der im Interesse aller europäischen Völker liegt, soll nur erhalten bleiben, wenn Großbritannien auch die schädlichen Freizügigkeitsregeln für Zuwanderer beibehält. Hier werden zum Zweck politischer Erpressung zwei Dinge künstlich miteinander verknüpft, die nicht das Geringste miteinander zu tun haben.

Freitag, 23. September 2016

Investieren Sie richtig - der heiße Herbst an den Aktienmärkten hat begonnen

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Edelmetallhausse, die im Dezember begonnen hat, ist noch ganz jung 

Vor zwei Wochen habe ich Sie an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in Haussen andere Regeln gelten als in Baissen. Diese Aussage habe ich anhand eines Sentimentindikators für den Goldmarkt veranschaulicht. Denn hier hat der Wandel von Baisse zu Hausse erst vor kurzem, das heißt im Dezember 2015 stattgefunden. Aufgrund der völlig unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen und – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – auch der kommenden Jahre gehe ich davon aus, dass diese Hausse viele Jahre anhalten und für außergewöhnliche Kursgewinne sorgen wird, die bei Gold- und Silberminenaktien wie üblich noch deutlich stärker ausfallen werden als bei den Edelmetallen selbst.

Donnerstag, 22. September 2016

Kosten- und Leistungsrechnung in der staatlichen Verwaltung

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Bund und Länder sind seit Jahren bestrebt, ihr Finanzmanagement zu modernisieren. Aber viele staatliche Verwaltungen tun sich schwer mit der Einführung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten. Mancherorts wird der Einsatz derartiger Instrument sogar nach einiger Zeit beendet, weil sie angeblich für die betreffende Behörde nicht geeignet seien.

Als ersten Schritt zur Reform ihres Finanzwesens haben staatliche Stellen überall in Deutschland damit begonnen, eine Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufzubauen. Die KLR ist ein Informations- und Steuerungssystem, das aufzeigt, zu welchen Kosten die Leistungen einer Organisation erbracht worden sind. Die KLR ermöglicht es, die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Einrichtung sowohl im Zeitverlauf als auch im Vergleich mit anderen Organisationen zu beurteilen. Mit Hilfe der KLR kann die Kostendeckung von Produkten und Dienstleistungen ermittelt oder deren Preis kalkuliert werden.

Auf der Suche nach einem Che-Zitat

Bild: Jgaray [Public domain or Public domain],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz, Murray-Rothbard-Institut
Die kursierenden Internet-Zitate zu allem und jedem führen entweder zu Leichtgläubigkeit, sobald es einem in den Kram passt, oder zu erhöhter Wachsamkeit. Besonders nach meiner Recherche zu Mr. Barnett und seiner angeblichen Migrationswaffe[1] bin ich noch vorsichtiger geworden als zuvor. Im „Maodeking“ habe ich 2014 Teile aus dem folgenden, Che Guevara zugeschriebenen Statement verwendet:

»To send men to the firing squad, judicial proof is unnecessary. These procedures are an archaic bourgeois detail. This is a revolution! And a revolutionary must become a cold killing machine motivated by pure hate. We must create the pedagogy of the paredon (The Wall)!«

In den englische Wikiquotes wurde das Statement inzwischen aus den Che-Guevara-Zitaten gelöscht. Es war als Quelle ein Text angegeben, der wiederum einen Text zitiert, der keine Quelle angibt. Grund genug für mich, eigene Nachforschungen anzustellen.

Das Statement wird im Internet vielfach zitiert. Meist ohne Quellenangabe. Oder aber es erfolgt ein Verweis auf den Text, auf den auch in Wikiquotes hingewiesen wurde. Der Autor des Textes ist Humberto Fontova,[2] ein exilkubanischer Aktivist. Ich habe sogar eine spanische Version (eines Fragmentes) des Statements gefunden, war aber nicht sicher, ob es eine Rückübersetzung aus dem Englischen ist oder auf eine spanische Originalfassung zurückgeht:

Mittwoch, 21. September 2016

Bargeldverbot und Negativzinsen: Scheinargumente von ''Starökonomen''

Bild: International Monetary Fund
[Public domain], via Wiki Commons
von Dr. Alice Weidel
IWF-Starökonom Kenneth Rogoff schlägt vor, das Bargeld abzuschaffen und gleichzeitig Negativzinsen von bis zu 6% zu erheben. Der Bürger entkäme den Negativzinsen also nicht mehr und müsste dafür zahlen, wenn das Bankkonto ein Guthaben aufweist:

Die Vorschläge von Kenneth Rogoff zeigen, wie weit dieser sogenannte ‚Star-Ökonom‘ sich von der Realität entfernt hat. Was er vorschlägt – Bargeldverbot in Verbindung mit hohen Negativzinsen – ist nichts anderes als eine Zwangsenteignung der Bürger.

Die Begründung, die Abschaffung des Bargelds, vor allem der größeren Scheine, diene der Kriminalitätsbekämpfung ist ein vorgeschobenes Pseudoargument. Schwarzarbeitende Handwerker werden selten mit 500-Euro-Scheinen bezahlt und Steuerhinterziehung im großen Stil läuft ohnehin weitgehend bargeldlos, siehe Panama Papers oder die Steueraffäre um Uli Hoeneß.

Die Bargeldabschaffung dient letztlich nur den Staaten und Banken mit ihren Schuldenbergen, für die der Sparer jetzt noch die Zinsen zahlen soll. Auch öffnet die Bargeldabschaffung die Tür zur totalen Kontrolle des Bürgers und somit zum Entzug seiner Freiheit. Das wird es mit der AfD nicht geben.

War Hitler ein marktradikaler Kapitalist?


von Michael Werner
Ich freue mich immer, etwas dazuzulernen, denn ich lerne gerne und will jeden Tag ein bisschen klüger werden.

Heute habe ich dank Richard David Precht etwas sensationell Neues gelernt, das mein gesamtes Weltbild aus den Angeln gehoben hat:

Das Dritte Reich war Kapitalismus pur!

Hitler war in Wahrheit also ein echter Marktradikaler und Minimalstaatler. Dass er in seinem Bestseller "Mein Kampf" über so ziemlich alles herzieht, was er auch nur ansatzweise mit Kapitalismus in Verbindung bringen konnte, und Gleichlautendes in all seinen Reden in ermüdend epischer Breite wiederholt, war in Wahrheit offensichtlich nur seinem etwas schrägen Sinn für Ironie geschuldet. Ein echter Spaßvogel, dieser mitunter leicht cholerisch wirkende Österreicher mit dem lustigen Bärtchen.

Dienstag, 20. September 2016

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 5: Staatsentstehung

Thomas Hobbes. Bild: John Michael Wright
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz
Thomas Hobbes, immerhin, hatte eine klare, wenn auch unhistorische Vorstellung von der Staatsentstehung: Freie, unverbundene Menschen, einander Feind, schließen einen Vertrag, in welchem sie Frieden geloben. Woher die Motivation und die Fähigkeit dieser in ständigem Kleinkrieg befindlichen Menschen stammt, Frieden zu wollen und auch zu halten, und durch welchen Mechanismus diejenigen, die diese Menschen aus ihrer Mitte zur bewaffneten Überwachung des Friedens mit unbegrenzter Souveränität ausstatten, dazu gebracht werden, ihre Macht tatsächlich zur Friedenssicherung einzusetzen und sie nicht zu missbrauchen, erklärt Hobbes nicht.

Wie wir sahen,[1] hat Steven Pinker keine Vorstellung von der Funktionsweise und dem Recht[2] in vor-staatlichen (segmentären, akephalen) Gesellschaften. Aber auch der Entstehung des Staats, der ihm zufolge die größte Reduktion an Gewalt unter Menschen zuzuschreiben ist,[3] widmet er keine ganze Seite der 1.000 Seiten seines Buchs. »Vor rund 5.000 Jahren […] schlossen sich sesshafte Bauern in Städten und Staaten zusammen, die ersten Regierungen entstanden.«[4] Städte – Staaten – Regierungen: Sind das gleiche oder wenigstens ähnliche Gebilde oder kennzeichnen diese Begriffe etwas jeweils zu Unterscheidendes? Die Formulierung, die Bauern »schlossen sich zusammen«, klingt nach Original-Hobbes, klingt nach Konsens und Einstimmigkeit.[5]

Camouflage-Systemtuben: Bloß nichts Falsches sagen!

Bild: SPC GERALD JAMES ([1][2])
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Philipp A. Mende
Besonders bizarr sind in Täuschland diejenigen öffentlichen Schuppen, die sich im Brustton der Selbsttäuschung „Toleranz”, „Rebellentum” und „Nonkonformismus” bzw. „Unangepasstheit” auf die Fahne geschrieben haben, dann letztlich aber jedem tatsächlich kritisch oder anders Denkenden zu verstehen geben, doch (bitte) nur innerhalb des vorherrschenden, millionenfach nach- und wiedergekäuten, links-grünen Sozialpädagogen-Meinungsspektrums zu verkehren, sofern man keinen „Stress” haben möge.

Andernfalls hat der tatsächlich „Unbequeme” mit teils aggressiven, teils sabotierenden „Maßnahmen” oder Sanktionen zu rechnen, die er sich aber selbstverständlich „selbst zuzuschreiben habe” - stellt euch vor, jeder käme im Meinungsfreiheit-ja-aber-Land tatsächlich mit einer eigenen Meinung um die Ecke.

Montag, 19. September 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 37/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über die Nichtwählermobilisierung:
Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass die Nichtwählermobilisierung in Funk und Fernsehen immer zurückhaltender ausfällt? Komisch.

Über deutsche Errungenschaften:
Der Chinese, der mich zum Hotel bringt, schwärmt mir gerade von den Errungenschaften der deutschen Energiewende vor, die beispielhaft ist für die Welt! Hätte ich nicht gedacht. Halt. Nee! Er hat BMW und Unlimited-Speed-Autobahn gesagt. My fault.

Über Gesellschaften auf Sinnsuche:

Es ist interessant, dass jede Gesellschaft auf Sinnsuche glaubt, dieser sei ausgerechnet in den Ideen ihrer unproduktivsten Teile zu finden.

Das Kapitalismus-Märchen TTIP: Linksgrüne Irrtümer

Bild: Mehr Demokratie (Großdemo gegen TTIP und CETA)
[CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
von Philipp Rosipal
Viele linke „AktivistInnen“ gehen stets auf Anti-TTIP-Demos. Ein völlig nachvollziehbarer Schritt, nur von Seite jener linker Tofu-Fanatiker nervtötend falsch - weil links - argumentiert. Wie so häufig bei „gesellschaftskritischen Aktivisten“, basieren alle deren „Argumente“ auf einer völlig umgekehrten Wahrnehmung der Realität. Anstatt mit Fakten gegen dieses diktatorische EU-Projekt zu argumentieren, plappern sich die Soziologie-Professoren und Ken Jebsens dieser Welt mit den altgewohnten Feindbildern und Parolen kaputt. 

Ja, wie immer ist der neoliberale Raubtierkapitalismus an der ganzen Sache schuld. Und bei TTIP kommt schon wieder einmal ein typischer Grundirrtum der linken BAföG-Schmarotzer zum Vorschein: Der Irrtum, dass staatliche Intervention, in dem Falle die Angleichung an US-amerikanische Regulationen, Kapitalismus sei. Ein typischer Fehler. Um Kapitalismus bzw. Freihandel zu schaffen, müsste man einfach jegliche Regulierung und Staatsintervention beenden, den Zoll abschaffen und die Kartellbehörden schließen. Dieses Abkommen ist ein Vertrag zwischen Staaten, keiner zwischen Käufern, Zulieferern oder Konsumenten. Es hat also so viel mit Markt zu tun, wie Gina Lisas Brüste echt sind.

Sonntag, 18. September 2016

Nach Berlin-Wahl: Urlaubsstornierung aus Gründen

Bild: Bleppo [Public domain], via Wikimedia Commons
von Tomasz M. Froelich
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich mag Berlin sehr, an einigen Ecken finde ich großen Gefallen und ich habe viele nette Freunde dort. Daher habe ich, als die Wahlergebnisse für Berlin bekannt gegeben wurden, zunächst noch gezögert, unseren Urlaub bei Ihnen abzusagen. Nachdem ich gestern die detaillierten Ergebnisse für den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 (bei einem Auszählungsstand von knapp 40%) gesehen habe, bleibt mir (außer dem Brechreiz) nichts anderes übrig. 

Schluss mit dem Plansozialismus der EZB!

von Christoph F. Siekermann [GFDL
oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
von Dr. Alice Weidel
Da der Markt für Staats- wie Unternehmensanleihen von der EZB bald völlig leergekauft sein könnte, empfehlen einige Ökonomen nun, die EZB solle zusätzlich auch noch Aktien kaufen.

In den Medien ist euphemistisch vom nächsten ‚Tabubruch‘ die Rede, dabei handelt es sich in Wahrheit um nichts anderes als fortgesetzten Rechtsbruch, der hier vorgeschlagen wird. Schon mit der Staatenfinanzierung durch Anleihekäufe überschreitet die EZB ihr Mandat. Mit dem Kauf von Unternehmensanleihen bewegt sie sich völlig außerhalb davon. Nun wird vorgeschlagen, sie solle auch noch Aktien aufkaufen.

Damit würde sie zu einem Markteilnehmer ohne Kauflimit. Der Markt selber würde endgültig ad absurdum geführt werden. Die EZB könnte so den Aktienmarkt und damit die Unternehmen nach Belieben lenken. Es wäre der Weg in eine Wirtschaftsdiktatur durch die Zentralbank – der Weg in den Sozialismus.

Samstag, 17. September 2016

AfD: Warum eine Anti-Establishment-Partei das System am Leben hält

von Jan-Lasse Müller-Mütz
Als die AfD vor geraumer Zeit immer populärer wurde und auch Wahlerfolge verzeichnen konnte, sah ich das zu Beginn eher positiv. Es war lustig zu sehen, wie die etablierten Parteien aus dem Häuschen waren, weil sich jemand ihrer Politik entgegenstellte. Viele Libertäre fingen an, sich für die AfD zu begeistern, manche traten ihr auch bei. 

Doch langsam bekam ich Zweifel. Ich dachte darüber nach, ob die AfD wirklich das System verändern kann und kam zu neuen Schlüssen. 

Das soll keiner dieser Artikel sein, bei dem der Autor mit Tränen in den Augen vor dem Laptop sitzt, und sich darüber ausheult, wie schlimm die AfD doch sei. Ich möchte auch keinesfalls auf politisch korrekt machen, weil ich mich profilieren möchte. Es geht darum, aufzuzeigen, wieso die AfD das System nicht verändern wird und warum es meiner Meinung nach falsch ist, die AfD als Libertärer zu unterstützen.

Freitag, 16. September 2016

Bertelsmann-Stiftung verschweigt: Kinderarmut ist Zuwanderungsproblem!

von Michael Hörl
Seit Jahren erschreckt die linke Bertelsmann-Stiftung mit sozialen Hiobsbotschaften, die „das System“ anklagen. Und verschweigt, dass diese vor allem der Zuwanderung geschuldet sind. 

Trotz boomender Wirtschaft stiegen die Armutskennzahlen – vor allem in den Städten, so der Tenor des jüngsten Bertelsmann-Berichtes. Und (unausgesprochen): Weil die Marktwirtschaft so ungerecht wäre.

Zuwanderer starten in Sozialsystem

Dabei ist genau sie es, die die Armen dieser Welt so magisch anzieht. Wie alle Zuwanderer dieser Welt landen sie zuerst in den Metropolen, und weil sie meist schlecht ausgebildet und auch der deutschen Sprache nicht mächtig sind, fallen sie sofort in die sozialen Sicherungssysteme.
Was diese nicht als schlimm erleben, geht es ihnen doch noch immer besser als in ihren Herkunftsländern.

Offener Brief an Angela Merkel: Schluss mit den Misshandlungen!

Merkel, aufhören! Bild: Pixabay /
bernswaelz / CC0 Public Domain
von Kurt Kowalsky
Ich beabsichtige nun, an die Bundeskanzlerin einen offenen Brief zu schreiben. Folgenden Text schlage ich vor:

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

nach Angaben des UNHCHR werden weltweit etwa 25 Prozent der Frauen vergewaltigt oder zumindest Objekt einer versuchten Vergewaltigung. Entsprechend § 177 StGB ist dies in Deutschland verboten, wobei die Strafrechtsnorm nicht zwischen Geschlechtern unterscheidet.

Das kann ich nachempfinden. Denn obwohl wir uns nicht persönlich kennen, fühle ich mich als Mann durch Ihre Person und Ihre Politik ständig gefickt.

Ich bin mir bewusst, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, dass Sie nicht für alles verantwortlich sind. Der Anblick dieses Dicken aus Ihrer Regierungsclique ist bereits eine Bedrohung für jedes Panoptikum.

Ich bin mir auch sicher, dass man Sie nie vergewaltigt hat. Denn hätten Sie dies einmal erfahren, könnten Sie es heute nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren, ein ganzes Volk schwer zu misshandeln.

Donnerstag, 15. September 2016

„Alles feige Schweine!“: Nun sollen „wir“ Kartoffeln also doch ran?

von Philipp A. Mende
Nachdem sich sexuelle Übergriffe und Belästigungen in Form kulturbereichernder Freibad-, Volksfest- oder Straßen-Grabscher-Aktionen in Buntland häufen bzw. vor dem Hintergrund einer völlig künstlich-unnatürlichen (da erzwungenen) „Multikultur“ vom Schlage devoter Besoffenheitstoleranz baldigst als schlichtweg „gegeben“ und „ist-halt-einfach-so“ verharmlost werden, werden für mich vor allem zwei Dinge ersichtlich.

1. Ein #Aufschrei erfolgt nur dann deutschlandweit, sofern irgendein deutsches Politwürstchen lahme, aber letztlich harmlose Sprüchlein in der Gegenwart jüngerer Frauen ablässt. Dieser Gratismut-Aufschrei ist nach rund fünfzigjähriger, links-grün-feministischer Umerziehung das Maximum der Gefühle und nichts Neues.

2. Spannender wird es, wenn sich, wie aktuell, zunehmend Stimmen vernehmen lassen, in denen eine unüberhörbare Wut gegenüber der autochthonen Männerschaft zutage tritt. Sie, die „eierlosen Männer“, hätten kein Rückgrat mehr, würden waschlappenartig davor zurückschrecken, „ihre“ Frauen zu beschützen oder in „kritischen Situationen“ einzuschreiten. „Alles feige Schweine!“, lautet die explizite „Message“ - und impliziert dabei einen Handlungsaufruf.

Tja. Dumm gelaufen, nicht wahr?

Was erwartet ihr eigentlich nach oben genannter schrittweiser Umerziehung? Wieso sollten Generationen, denen von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde und wird, bei jedem noch so kleinen Furz nach irgendeiner „Autorität“ und schließlich dem Nanny-Staat zu schreien, plötzlich rigorose, wehrhafte Berserker werden, nur weil sie diverse Bahnhofsklatscher künftig und plötzlich doch wieder gebrauchen könnten? Alles, was über eine pseudocouragierte Deppen-und-Gratismut-Aktion in Form diverser „Lichterketten gegen rechts“ hinausgeht oder dieser widerspricht, wurde doch gemäß vorherrschenden Brainwash-Mantras perfekt zur allgegenwärtigen „rechten Gefahr“ umgelogen, das gesellschaftliche Ziel der ach so notwendigen „Entnazifizierung“ damit ein für allemal erreicht. 

Und jetzt sollen „wir“ doofen Kartoffeln auf einmal doch wieder zu Nazis werden und Sozialsystemflüchtlinge von „unseren“ Frauen zerren? Kommt ja gar nicht in die Tüte! Wenn schon dauerhaft Verantwortungstransfer und Fremdbestimmung, dann eben auch konsequent im Freibad, am Volksfest oder auf der Straße. „Wir schaffen das“ lautet das Gebot der Stunde. „Irgendwer“ regelt das schon. „Irgendwie halt“. Bitte. Viel Spaß.

EZB-"Käufe" erreichen die unfassbare 1 Billion Euro-Marke

Marktkommentar von Claus Vogt
Draghi weckt Erinnerungen an die Hyperinflation der frühen 1920er 
Vor 16 Monaten, im Mai 2015, begann die EZB damit, europäische Staatsanleihen zu kaufen. Das dafür benötigte Geld wird wie von Zauberhand aus dem Nichts geschaffen. Die Zentralbanken erhalten also werthaltige Zahlungsverpflichtungen des Staates, das heißt des Steuerzahlers, im Tausch gegen – nichts!

Anfang September erreichten diese „Käufe“ die große, runde Zahl von einer Billion Euro. Wir Deutschen kannten Zahlen dieser Größenordnung bisher vor allem aus der Hyperinflation der frühen 1920er Jahre. Dank Draghi dürfen wir jetzt endlich wieder üben, mit solchen Zahlenungeheuern umzugehen. Wahrscheinlich werden wir diese Kenntnisse in den kommenden Jahren der Geldentwertung dringend brauchen.

Mittwoch, 14. September 2016

Wolfgang Schäuble: Populistisches Wahlkampfgetöse

Bild: Kuebi = Armin Kübelbeck [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Dr. Alice Weidel
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Steuersenkungspläne verlautbaren lassen.

Die Ankündigung von Steuersenkungen klingt im ersten Moment immer gut, besonders in Wahlkampfzeiten. Schaut man bei Schäubles Versprechungen allerdings genauer hin, fällt auf, dass seine Planungen auf tönernen Füßen stehen.

Schon der geplante Haushaltsüberschuss ist kein Ergebnis von solider Haushaltspolitik, sondern ist einzig und allein auf den Nullzins der EZB zurückzuführen. Auf Basis dieses temporären Umstands Steuersenkungen durchzuführen ist nicht nachhaltig.

Schäuble scheint auch die Nachhaltigkeitslücke der gesetzlichen Sozialversicherungen vergessen zu haben, die sich auf mehr als 6 Billionen Euro beläuft. Solide Haushaltpolitik und seriöse Bilanzierung sehen anders aus.

Einsprüche gegen Steuerbescheide

Bild: Pixabay / Alexas_Fotos / CC0 Public Domain.
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Steuerzahler sich gegen Steuerbescheide wehren, lassen sich die Finanzämter oftmals viel Zeit bei der Bearbeitung. Hier muss sich etwas ändern, damit die steuerzahlenden Bürger schneller zu ihrem Recht kommen. Im Übrigen sind überlange Verfahren auch für die Finanzverwaltung aufwendig und müssen vermieden werden.

Hält ein Steuerpflichtiger einen Steuerbescheid für fehlerhaft, kann er Einspruch einlegen und damit eine Überprüfung des Bescheides durch das Finanzamt herbeiführen. Schließt sich das Finanzamt der Argumentation des Steuerpflichtigen nicht oder nicht vollständig an, steht diesem der Weg zum Finanzgericht offen. Die im Finanzamt eingehenden Einsprüche werden zunächst von der Stelle bearbeitet, die den angefochtenen Steuerbescheid erlassen hat. Hält diese an ihrer Entscheidung fest, übernimmt gewöhnlich die Rechtsbehelfsstelle des Finanzamts die weitere Bearbeitung.

Dienstag, 13. September 2016

Das Unbehagen in der libertären Kultur

von Dominik Ešegović
Unter Cultura verstanden die alten Römer zum einen die Landwirtschaftspflege, zum anderen die Pflege von Körper und Geist. So weitgehend wird der Begriff zwar heutzutage nicht mehr verwendet, jedoch bieten Wortkombinationen wie „Kulturgeschichte“, „Kulturologie“, „Subkultur“, „Kulturmensch“ oder „kultiviert“ vielfältige Gebrauchsmöglichkeiten.  Auch der Kult, der ursprünglich so viel wie „Gottesdienst“, „Pflege“ und „Bildung“ bedeutete,  findet sich im Wort Kultus wieder, was uns heutzutage meist als Kultusministerium vor die Linse läuft. Dass hier Bildung und Gottesdienst etymologisch in einem Wort vereint sind, wird vor allem Staatskritiker wenig verwundern.

1817 wurde in Berlin unter den Linden das erste deutsche Kultusministerium eingerichtet. Das Amt befasste sich mit „geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten“ und unterwarf die Kirche der Gewalt des preußischen Staates. Bis 1945 sollte mit wechselnder Bezeichnung und Zuständigkeit dort Politik gemacht werden. Der Staat hat früh versucht die Kontrolle über das geistige Leben zu erlangen. Spätestens seit dem „Kulturkampf“ steht Vater Staat hierzulande auch ganz offiziell über Gott. Das mag dem Ungläubigen gleichgültig sein, doch wie ist es in einer Gesellschaft um den Atheismus bestellt, in der eine stabile Mehrheit der Regierung quasigöttliche Kompetenzen zuspricht? Und ist nicht für viele der Staat so etwas wie ein Gottesersatz? Manch einer wird jetzt an die Libertären als die einzig wahren und mutigen „Gotteslästerer“ unserer Zeit denken. Doch wie, lautet die moderne Gretchenfrage, stehen die Libertären zum Staat in der Praxis?

Montag, 12. September 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 36/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über einen an ihn gerichteten Rassismusvorwurf:
"Auksutat, Du bist ein scheiß Rassist!" Hase, ich habe für jeden Mustafa, der sich täglich in seinem Laden den Arsch aufreißt, damit seine Aische mal Anwältin wird, mehr Respekt, als vor einem Zeckenarier, dessen einziger Beitrag zur Gesellschaft seine große Fresse ist. Ich denke mal, damit ist das geklärt.

Über seine Deutschlanddefinition:
Definiere Deutschland: Autobahnbrücke. Tadschikischer Zustand der Fahrbahndecke. Blitzanlagen für alle Spuren neu. Inkasso schneller als ein Termin beim Einwohnermeldeamt. Übertroffen nur noch von der Willkommenskultur des lokalen Gebührenservice des Demokratierundfunks.

Sonntag, 11. September 2016

Die Arbeiterwohlfahrt trennt sich von AfD-Ratsherrn Guido Reil

Guido Reil. Bild: Screenshot YouTube.
von Michael Werner
,,Reil, der sich bislang in seinem Stadtteil Karnap in der dortigen AWO-Seniorenarbeit engagierte, trat erst im Mai aus Verärgerung über die Flüchtlingspolitik und den parteiinternen Umgang aus der Essener SPD aus. Nach immerhin 26-jähriger Parteizugehörigkeit. Vor wenigen Wochen trat Reil der AfD bei."

Ich habe den Mann letzte Woche bei Plasberg gesehen. AfD hin oder her, der ist ein waschechter Sozi. Aber einer, vor dem ich eine gewisse Achtung habe, erstens weil ich ihn so einschätze, dass er den sozialistischen Müll nicht aus Eigennutz glaubt, sondern reinen Herzens, und zweitens weil er immerhin den Mut und die Kraft aufgebracht hat, sich konsequent von einer linken Lebenslüge zu verabschieden. Er ist offensichtlich lernfähig - es besteht also Grund zur Hoffnung, dass er sich vielleicht auch von der schlimmsten linken Lebenslüge verabschieden würde, wenn ihm jemand die Sache mit der Marktwirtschaft mal richtig erklären würde. Für zu dumm, das zu kapieren, halte ich ihn nicht.

Samstag, 10. September 2016

Vortrag: Bessere Bildung ohne Staat

Anfang Juni lud die Partei der Vernunft Freitum-Chefredakteur Tomasz M. Froelich als Gastredner auf ihren Bundesparteitag in Leipzig ein. Froelich hielt einen Vortrag über freie Bildung. Das dazugehörige Buch kann man um lediglich 6,99 Euro bei Amazon bestellen.

Freitag, 9. September 2016

1. Buntländische Irrsinns- und Anstaltsliga: Teamvorstellung des 1. FC Freiheit

von Philipp A. Mende
Das Trainergespann V. Ernunft und L. Ogik schickt am heutigen Spieltag der 1. buntländischen Irrsinns- und Anstaltsliga folgende Aufstellung ins Rennen:

Tor: Der erfahrene Belgier Gustave de Molinari produziert seit 167 Jahren Sicherheit in seinem Kasten und ist vor allem als unbezwingbarer Elfmeter-Killer bekannt.

Abwehr: Eine klassische Verteidigung, bestehend aus dem erfahrenen und Ruhe ausstrahlenden austroamerikanischen Libero Ludwig von Mises sowie den ausgezeichneten Verteidigern Friedrich August von Hayek und Roland Baader.

Mittelfeld: Auf der klassischen Verteidigung baut in der Spielentfaltung ein konsequentes und schlagkräftiges Mittelfeld auf. Im defensiven Mittelfeld zunächst der großartige Murray N. Rothbard, der zusammen mit dem Kanadier Stefan Molyneux dafür bekannt ist, mittels Forechecking Gegenspieler frühzeitig die Bälle abzunehmen. Im offensiven Mittelfeld ein deutsches Dreiergespann: Oliver Janich sorgt, ebenfalls mittels Pressing, für konkrete Ideenumsetzungen, agiert gleichzeitig aber auch als kreativer Ball-Verteiler. Flankiert wird er Rechtsaußen von Hans-Hermann Hoppe, Linksaußen von Stefan Blankertz. Trotz oder gerade wegen unterschiedlicher Spielphilosophien bildet das Dreiergespann stets erfolgsversprechende Abwechslung und ist damit für den Gegner kaum auszubremsen.

Donnerstag, 8. September 2016

Der Demokrat über dem Nebelmeer

Tocqueville. Bild: Théodore Chassériau,
via Wikimedia Commons
Über das Bild der Demokratie im 21. Jahrhundert und ihre Zukunft. Gefahren, Defizite und Alexis de Tocqueville. Ein Erklärungsversuch.
von Rasim Marz

Im aufgeheizten US-Wahlkampf fielen zwischen der demokratischen Präsidentschafts-kandidatin Hillary Clinton und ihrem republikanischen Herausforderer Donald J. Trump viele Äußerungen, die über den amerikanischen Kontinent hinaus für Furore sorgten. Zwischen den Meldungen und in den politischen Diskussionsrunden tauchte jedoch immer wieder ein anderer Name auf: Alexis de Tocqueville. Der vor über 150 Jahren verstorbene französische Aristokrat bereiste die USA und prophezeite für die Zukunft den Aufstieg von Autokraten und Tyrannen aus dem Schoße der Demokratie.

Frankreich, 2. Dezember 1851. Das Land wird Zeuge eines Staatsstreiches, dessen Fundament Glanz und Gloria vergangener Tage bildete. Genau 47 Jahre nach der Kaiserkrönung seines legendären Onkels, ergriff der vom Volk gewählte Präsident Louis Napolèon die Gunst der Stunde, um die Alleinherrschaft in Frankreich zu etablieren. Als Vorbild diente hier der berühmte Staatsstreich des ersten Napolèons vom 18. Brumaire VIII, dem 9. November 1799 unserer Zeitrechnung, jedoch ohne die Fehler, die seinem Onkel fast zum Verhängnis wurden und ihm den Eingang in die Weltgeschichte als Feldherr und Kaiser verwehrt hätten.

Mittwoch, 7. September 2016

Grünes Licht für Gold: Wichtiger Goldindikator erreicht Kaufniveau


Marktkommentar von Claus Vogt
In Haussen gelten andere Regeln als in Baissen 
„Wenn Du glaubst, den Schlüssel zum Verständnis der Finanzmärkte gefunden zu haben, wird kurz darauf das Schloss ausgewechselt“, besagt ein kluges Börsenbonmot. Natürlich dürfen Sie diese alte Börsenweisheit weder wörtlich noch persönlich nehmen. Schließlich weiß die Börse ja nicht, ob Sie gerade der Meinung sind, den Schlüssel zum Börsenerfolg in Händen zu halten; und wenn sie es wüsste, würde es sie bestimmt nicht interessieren.

Aber wenn es Ihnen schon einmal so ergangen sein sollte, dass Sie einen scheinbar unfehlbaren Indikator aufgespürt haben, der kurze Zeit später einfach aufgehört hat zu funktionieren, dann wissen Sie, worum es bei diesem Börsenbonmot geht. Es handelt von der häufig übersehenen Tatsache, dass in Haussephasen andere Regeln gelten als in Baissen.

Dienstag, 6. September 2016

Politischer Kommunismus: Massentötungen für das Hirngespinst einer klassenlosen Gesellschaft

Stalin.
von Thomas Seidel
In der Praxis hat jeder Versuch der Etablierung des Kommunismus zu Massentötungen geführt. Und dieses Ergebnis ist bereits in der Ideologie angelegt. Wer die Wirtschaft unter staatliche Kontrolle bringen will, muss den derzeitigen Eigentümern ihr Hab und Gut nehmen.

Und das lassen sich die meisten nicht gefallen. Es geht also nur mit Gewalt. Deshalb hat Stalin mindestens 30.000 Kulaken (wohlhabende Bauern) liquidieren lassen. Bis zu 600.000 weitere starben durch Hunger und Krankheiten in Folge von Deportation.

Um den Widerstand der Bauern in der Ukraine zu brechen, ließ Stalin Getreide sowie Saatgut beschlagnahmen und das Land abriegeln. Der hierdurch ausgelöste Hunger-Holocaust ("Holdomor") kostete etwa 3,5 Millionen Menschen das Leben.

Das deutsche Schulsystem: Eine persönliche Abrechnung

Bild: publicdomainpictures.net /
Olivia Jester / Free Public Doman
von Philipp Rosipal
Vor nicht allzu geraumer Zeit hatte ich meine Abschlussfeier auf der staatlichen Realschule. Viele meiner Klassenkameraden und ich waren froh, dass dieses Kapitel nun zu Ende ging. Andere Mitschüler fanden es traurig, dass sie ihr soziales Umfeld verlieren würden. 

So mussten wir also ein letztes Mal die größtenteils im Tuttifrutti-Look gekleideten Öko-Lehrer ertragen. Also versammelten sich die Abschlussschüler am letzten Tag um halb elf vor der Turnhalle, in der die Abschlussfeier stattfinden sollte. (Eine Aula oder Ähnliches gab es nicht, weil die Schule zu wenige staatliche Zuschüsse erhielt.) Nachdem wir Schüler in die Halle eintraten, in der bereits die Eltern anwesend waren, hallte ein lauter Applaus. Wir setzten uns auf die uns am Vortag zugewiesenen Plätze und warteten gespannt auf den Schulleiter, Herrn D., welcher die Ergebnisse des Abschlussjahres präsentieren sollte.

Montag, 5. September 2016

Identitäre Bewegung: Wer sind die ''neurechten'' Aktivisten?

Capo: Sellner.
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Martin Sellner
Um die Identitäre Bewegung wird es in letzter Zeit immer lauter. Den Höhepunkt der Aufmerksamkeit erreichten die Identitären letztens, als einige ihrer Aktivisten auf das Brandenburger Tor kletterten und von dort aus ein Transparent mit der Aufschrift ,,Sichere Grenzen - sichere Zukunft'' präsentierten. Die massenmediale Empörung über diesen wenig skandalösen Schriftzug war enorm. Seit längerem wird die Identitäre Bewegung als ''rechtsradikal'' gebrandmarkt und neuerdings sogar vom Verfassungsschutz beobachtet. Da solche Zuschreibungen von den Massenmedien und vom Verfassungsschutz immer mit Vorsicht zu genießen sind und die Relevanz und der Bekanntheitsgrad der Identitären Bewegung am wachsen sind, erschien es uns geboten, uns selbst ein Bild zu machen und mit dem Philosophie- und Jurastudenten Martin Sellner zu sprechen, dem führenden Vertreter der Identitären Bewegung im deutschsprachigen Raum. Tomasz M. Froelich sprach mit ihm über Ursprünge, Motivationen, Philosophie, Prinzipien und den Alltag der Identitären.

Samstag, 3. September 2016

Überladene Lkw schädigen unsere Autobahnen auf Kosten der Steuerzahler

Bild: CC0 Public Domain / Pixabay / Clker-Free-Vector-Images
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

unzulässig schwere Lkw verschleißen die Autobahnen in ganz besonderem Maße. Würden die verantwortlichen staatlichen Stellen mehr kontrollieren und diese Lkw aus dem Verkehr ziehen, könnte der Erhaltungsaufwand für die Autobahnen deutlich verringert werden. Millionen an Steuergeldern würden dadurch eingespart werden.

Freitag, 2. September 2016

Nutzen Sie die Korrektur der Edelmetalle zum günstigen Kauf

Marktkommentar von Claus Vogt
Belanglose Goldpreiskorrektur von 3,8% ruft Angst hervor – lassen Sie sich nicht anstecken 

Der Goldpreis ist in den vergangenen drei Wochen von einem Höchstkurs von 1.374 $ pro Unze auf ein Tief von 1.321 $ gefallen. Das entspricht einem Kursrückgang von gerade einmal 3,8%, ist also kaum der Rede wert. Dennoch hat sich unter Goldanlegern schon wieder große Unsicherheit und Angst vor Kursverlusten breitgemacht. Schon reden einige vom Ende der Goldpreis-Rallye.

Donnerstag, 1. September 2016

Termine: September 2016

Auch für den September haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.


Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie unserem Kalender.


Dortmund, 05.09.2016, 19 Uhr: Die Politik der EZB. Mit Frank Schäffler und Prof. Alexander Dilger. Veranstaltung des Hayek-Club Ruhrgebiet. Ort: Alt-Syburg, Hohensyburgstraße 187.

Karlsruhe, 06.09.2016, 18-23 Uhr: Tea-Party. Weitere Informationen: hier.

Kleve, 09.09.2016, 12 Uhr - 11.09.2016, 15 Uhr: Libertäre Kulturtage. Erste libertäre Spaßveranstaltung auf deutschem Boden. Ganz ohne Vorträge. Um (freiwillige) Unkostenbeiträge wird gebeten. Ort: Uedemer Straße 15. Weitere Informationen: hier.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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