Samstag, 6. August 2016

Kruzifix: Provokantes Symbol sorgt für Empörung

Kreuz: Provokation.
Bild: CC0 Public Domain / Pixabay
von Kurt Kowalsky
Nach zahlreichen Beschwerden (zwei Stück) andersgläubiger, vielfarbiger Menschinnen und Menschen, musste die CDU-Landtagsfraktion in Brandenburg das von Papst Franziskus gesegnete Kreuz aus ihrem Fraktionsraum entfernen.

Dem Vernehmen nach kapitulierten die rückgratfreien Christdemokraten nach heroischem Kampf binnen weniger Minuten und krochen unter den neutral gemusterten Fraktionsteppich.

Ein Sprecher der SPD-Fraktion teilte auf Anfrage mit, dass ihr symbolisches Glaubensbekenntnis im Fraktionsraum (ein Stück Stacheldrahtzaun aus einem sowjetischen Gulag) bisher nicht beanstandet wurde. Auch die drei noch im Land umherschwadronierenden ehemaligen FDP-Abgeordneten dürfen ihr symbolisches Glaubensbekenntnis behalten. Es handelt sich dabei um eine lithographische Darstellung eines in China umgefallenen Sackes Reis, welche offenbar keinerlei Empfindungen verletzt.

Das christliche Kreuz ist, so die politisch korrekte Meinung, trotz aller gegenteiliger Bekundungen deshalb weltweit in Verruf geraten, weil der Katholik Peter M. (68) zu seiner evangelischen Frau (66) auf dem letzten Oktoberfest im Suff „du alte Türkenschlampe“ gesagt haben soll. Obwohl die katholische Kirche sich bemühte, diesen Ausfall als Einzelfall herunterzuspielen und sich beim muslimischen Weltrat der UN in aller Form entschuldigte, verwies der Führer des osmanischen Reiches und Hüter der Menschenrechte darauf, dass Bayern und Österreich als rassistische Keimzelle bereits bekannt seien und rief in dieser Sache den UN-Menschenrechtsrat an, indem derzeit Staaten wie Kenia, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela sich als besonders fachkundige Experten in Sachen Menschenrechte hervorgetan haben.

Nachdem sich unter türkisch- und arabischstämmigen Angehörigen allerlei Geschlechts herumgesprochen hat, dass das C im Namen der CDU nicht wie bisher angenommen „Cash“, „Camel“ oder „Club“ sondern „Christlich“ heißt, wird es für die CDU bei der Kreuzvernichtung nicht bleiben. Der liberale Rat toleranter Muslime im Abendland verweist darauf, dass man die christlichen Hunde auch abstechen könne, wenn sie weiterhin meinten, friedliebende Muslime provozieren zu müssen.

Das Bundespräsidialamt hat aus dem Vorfall in der Zwischenzeit Konsequenzen gezogen. Die in Behörden anzutreffenden Bilder mit der Visage des ehemaligen Pfarrers und heutigen Kriegstreibers Gauck sollen durch elektronische Wechselrahmen ersetzt werden.

Mit dem Eintritt von Menschinnen und Menschen unterschiedlichen Aberglaubens, wechselt die Elektronik von der Visage des Bundespräsidenten zum makellosen Antlitz des Bewahrers der Menschenrechte, des Friedens, der Religionsfreiheit, dem Kämpfer für Nichtraucherschutz und Toleranz, Führer des Osmanischen Reiches und NATO-Partners Recep Tayyip Erdoğan.

Die Redaktion wünscht allen eine angenehme Fäulnis des verbliebenen Resthirns.

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