Donnerstag, 11. August 2016

Krankenkassen brechen bereits jetzt zusammen

Bild: CC0 Public Domain / Skitterphoto / Pixabay
von Dr. Alice Weidel
Am Mittwoch, den 4. August 2016, hat das Bundeskabinett beschlossen, zur Deckung der Gesundheitskosten von Asylbewerbern eine Milliarde Euro aus der Liquiditätsreserve des staatlichen Gesundheitsfonds an die Krankenkassen zu zahlen.

Alle Asylbewerber, also auch geduldete Personen, werden in Deutschland gesetzlich krankenversichert. Bei über einer Million Menschen – Familiennachzug nicht mitgezählt – klingt die Aussage aus Politik und Krankenkassen, das werde keine Auswirkungen auf die Beiträge haben, wie ein schlechter Scherz.

Um die Fassade aufrecht zu erhalten, vergreift sich die Regierung nun an der Liquiditätsreserve des staatlichen Gesundheitsfonds. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um das Geld der Beitragszahler. Daraus speist sich dieser Fonds nämlich. Um ihn zu finanzieren wurden die Beiträge in den vergangen Jahren bereits angehoben.

Dass dies keine einmalige Aktion bleiben wird, ist klar und räumt selbst die Bundesregierung implizit ein. Während die Krankenkassen sich bemühen, den erhöhten Finanzbedarf nicht mit der Migrationskrise in Verbindung zu bringen.

Es ist skandalös, wie die Solidargemeinschaft der Beitragszahler durch diese Zweckentfremdung nachhaltig zerstört wird. Zudem sollen die Bürger über die wahren Kosten dreist getäuscht werden. Völlig unverständlich dabei ist, mit welcher Gleichgültigkeit unsere Medienlandschaft diesen Vorgang kaum thematisiert. Wo ist der Aufschrei?

Die Politik muss aufhören, die Bürger zu belügen. Es wird Zeit ehrlich einzugestehen, welche fatalen Folgen das Versagen der Regierung für die deutschen Bürger mittel- bis langfristig haben wird. Die Sozialsysteme brechen zusammen. Heute die Krankenkassen und Morgen das Rentensystem mit breiter Verarmung der Mittschicht. Die Proletarisierung der Gesellschaft wird in Riesenschritten von dieser Bundesregierung vorangetrieben.

Im kommenden Jahr sollen übrigens die Krankenkassenbeiträge wieder steigen. Wer hätte das gedacht?

Kommentare:

  1. Hier wird ein Skandal herbeigewünscht, der nicht existiert, weil sich nichts skandalöses ereignet. Diese Entscheidung stellt sicher, dass jeder Mensch in Deutschland Zugang zu Medizinischer Versorgung hat, genau das ist der Zweck der Solidargemeinschaft der Beitragszahler, so soll es sein. Egal welche Herkunft oder welchen rechtlichen Status die Menschen haben.
    Und der Grund für die Probleme mit der Finanzierung der Sozialleistungen ist nicht die Migration. Migration verschärft die Probleme vielleicht kurzfristig. Aber sie ist nicht ursächlich. Grundsätzlich hat das deutsche Sozialsystem nämlich ein Problem, weil es die Bedürfnisse der Abhängigen nur durch Umverteilung innerhalb der Arbeiterklasse finanziert. Die dauerhafte Lösung hier ist nicht die Ausweisung von jedem bei dem es geht, sondern eine höhere in Anspruchsnahme der Reichen.

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  2. @polaroid
    Der Skandal ist, dass wir unter Gewaltandrohung gezwungen werden Teil dieser Solidargemeinschaft zu sein. Mir ist es vollkommen wurscht ob die afrikanische Überbevölkerung, die hierherkommt, Zugang zu medizinischer Versorgung hat oder nicht.

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