Mittwoch, 24. August 2016

Weltoffenheit und Toleranz als Predigt: Der Kampf gegen Antisemitismus hat gerade erst begonnen

Der Davidstern - ein Symbol,
mit dem viele ein Problem haben.

von Thorben Schwarz
Wir schrieben den 08.07.2016 - ganz Deutschland war auf die Fußball-Europameisterschaft fixiert und schaltete die Weltpolitik für einen Monat aus. Was die Bürger jedoch verpassten: In Berlin fand vor dem Holocaustmahnmal eine der widerlichsten Demonstrationen gegen Israel statt. Initiator der Aktion war ein gewisser Martin Lejeune, der sich für sein Eintreten für die Terrororganisation Hamas und die sogenannten Palästinenser in der linken Szene einen Namen gemacht hat. 

Lejeune trat in der kürzeren Vergangenheit mehrmals judenfeindlich auf, indem er beispielsweise die Personenschäden im Zuge der israelischen Verteidigungspolitik gegen den palästinensischen Terror als "Völkermord" bezeichnet hatte. Martin Lejeune ruft via Facebook zur Aktion "BDS" auf, er bezeichnet dies als einen "Aufruf, sich gegen Israel einzusetzen". 

Warum wird gegen diesen Mann nicht ermittelt? Ganz einfach: Unter den Islamverbänden in Deutschland, zum Beispiel dem sogenannten "Zentralrat der Muslime" (übrigens einer Minderheitenlobby, die kaum Mitglieder hat und im Zuge von DTIB direkt aus Ankara finanziert wird), gelten Menschen wie Lejeune als Vordenker. Dass deren Schutzpatron und häufiger Geldgeber Erdoğan Israel am liebsten von der Karte gelöscht sähe, gilt als offenes Geheimnis - was kein Wunder ist: Rund 90% der Bevölkerungen muslimischer Länder haben Vorurteile gegen Juden, wie einer Studie der Bundeszentrale für politische Bildung zu entnehmen ist. 

Durch die Genehmigung einer Demonstration vor dem Holocaustmahnmal, einer Gedenkstätte für Millionen Juden, die ihr Leben lassen mussten, nehmen die Behörden nicht nur eine Ausweitung des Antijudaismus billigend in Kauf, nein, sie befördern ihn sogar aktiv. Israelkritik müsse legitim sein, so heißt es. Und genau das stimmt nicht. 

Aber was ist mit dem Zaun - so höre ich die ersten rufen. Denen halte ich die Frage entgegen: Was wäre ohne den Zaun? Würden die sogenannten Palästinenser rufen "Hurra, der Zaun ist weg, lasst uns friedlich sein?", oder würden sie das gelobte Land überfallen? 


,,Aber die Siedlungspolitik!'' - so rufen die nächsten. Denen empfehle ich mal wieder nach langen Jahren eine Bibel in die Hand zu nehmen. Judäa und Samaria waren immer jüdische Gebiete. Menschen, die sich als palästinensisch bezeichnen - obwohl diese Bevölkerungsgruppe historisch nicht begründbar ist - haben keinen Anspruch auf das Westjordanland. Die sogenannte 'West Bank' ist Niemandsland, das sich Israel nicht nehmen lassen darf - die israelische Bevölkerung musste seit 1948 schon viel zu viel Gebiet verlieren. Das Eindämmen des israelischen Ausblutens und das Verteidigen seiner Souveränität sollte eigentlich deutsche Staatsraison sein. 

Lejeune, der sich als Journalist bezeichnet, zettelt eine Hetzjagd gegen Juden an, und der Staat sieht zu. Warum erhebt niemand seine Stimme? Nun, im Zuge der Flüchtlingskrise, die Deutschland überrannt hat, stieg gleichzeitig auch der Antisemitismus. Jede Kritik an der eigens herbeigeführten Flüchtlingspolitik wäre ein kleiner Souveränitätsverlust für Angela Merkel. Folglich wäre der Hinweis auf den Zustand, dass in den Flüchtlingslagern Antijudaismus und Christenfeindlichkeit herrschen, ein Angriff auf die Politik der Bundeskanzlerin und somit unter allen Umständen zu vermeiden. Genau hier muss eine Grenze gesetzt werden: Keine Toleranz für Intoleranz! Menschen, die das Gastrecht in Anspruch nehmen und Antisemitismus praktizieren, müssen zum Schutz der europäischen Werte in ihre Heimat zurückgesendet werden. Hetzer wie Martin Lejeune dürfen keine Bühne von uns bekommen (zumindest nicht außerhalb eines Nervenheilanstalt) - wir müssen gemeinsam gegen unsere gemeinsamen Feinde kämpfen: gegen Antisemiten.

Kommentare:

  1. Die Demonstration vor dem Holocaustmahnmal war zwar geschmacklos, aber zum Glück braucht man Demonstrationen in Deutschland nur anmelden und nicht genehmigen lassen.

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  2. Das kann man so oder so sehen: http://www.freitum.de/2014/12/antidemogesetz-in-spanien-ist.html

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  3. „….die israelische Bevölkerung musste seit 1948 schon viel zu viel Gebiet verlieren…“

    bitte mal Teilungsplan der UNO nach googeln, bevor falsche Behauptungen verzapft werden

    https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_für_Palästina#Staatsgebiete_und_Bev.C3.B6lkerung

    und der heutige Zustand

    http://www.palaestina-portal.eu/bilder-1/landloss.jpg

    und seit wann gilt ein über 2000 Jahre altes religiöse Buch als Grundbuch?!?

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  4. Warum haben die Araber ein so großes Problem mit Israel? Sie sollten doch eher froh sein, dass es diesen Staat gibt. Wäre Israel von der Landkarte radiert, würde offenbar, dass es die Araber selbst sind, die nicht in Frieden miteinander leben können.

    Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, die diesen Namen verdient. In Israel leben Menschen unterschiedlicher Ethnien friedlich zusammen.

    Überall dort, wo sich die israelischen Soldaten zurückziehen, beginnen die ethnischen Säuberungen. In Ramallah gibt es nicht nur so gut wie keine Juden mehr (was ja nach Abzug der israelischen Soldaten verständlich wäre), nein, auch die Christen sind dort verschwunden.

    Der Gaza-Streifen ist das lebendige (oder tote) Zeugnis, wohin Hass unweigerlich führt. Den Gaza-Streifen haben nicht die Israelis zerstört, sondern die Araber selber.

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    1. Ganz auf deiner Seite, lieber Fred.

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