Samstag, 2. Juli 2016

Über Geschmack und Gesinnung

Über Geschmack lässt sich streiten. Photo: Gryffindor (Own work)
[Public domain], via Wikimedia Commons
von Jonathan Danubio
Die Zugehörigkeit zur Unterschicht ist nie eine Angelegenheit des Geldes und immer eine der Gesinnung.

Schönheit ist keine Frage der Perspektive, sondern der geistigen Erziehung. Geschmack ist, was übrig bleibt, wenn man den Zeitgeist abzieht. 

Kulturen, Menschen und Verhaltensweisen sind gleichwertig, aber niemals gleichrangig: der feine Unterschied zwischen dem “Bruder” des Christen und dem “meinesgleichen” des Aristokraten. 

Das hierarchische Denken ist Wesen aller Ästhetik, weil erst der Unterschied den Unterschied macht.

Jeder namhafte Widerstand ist ästhetisch motiviert, der Rest nur Pöbelei (schmaler Grat zwischen Kreuz- und Raubrittertum). 

“Es gibt nicht d i e Wahrheit!“, “Alles ist relativ!”, “Über Geschmack läßt sich nicht streiten!”, “Alle Menschen sind doch gleich geboren!”: Erkennungsmarken plebejischer Gesinnung. 

Wer hartnäckig jedwede Objektivität leugnet, fürchtet insgeheim, daß er im Unrecht ist.

Den Neid entdeckt nur, wer zuvor seine Würde verloren hat. Egalitarist ist, wer seine Habgier für nobel hält.

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