Dienstag, 14. Juni 2016

Rezension: Mises für alle!

Das Buch kann hier bestellt werden.
Tomasz M. Froelich rezensiert
Michael Ladwig: Ludwig von Mises: Ein Lexikon, 304 Seiten, FinanzBuchVerlag, 24,99 Euro
Ludwig von Mises, von Jörg Guido Hülsmann treffend als „letzter Ritter des Liberalismus“ bezeichnet, ist einer der größten Ökonomen und Sozialphilosophen des 20. Jahrhunderts. Sich dessen bewusst sind außerhalb liberaler Kreise nur wenige, was nicht zuletzt daran liegt, dass dem in Lemberg geborenen Freiheitsdenker zeit seiner wissenschaftlichen Laufbahn viele Steine in den Weg gelegt wurden und er von anderen Vertretern seiner Disziplin nur selten rezipiert wurde – in den USA häufiger, in seiner europäischen Heimat jedoch kaum. Zu Unrecht, war es doch Ludwig von Mises, der mit seinen Beiträgen zur Konjunkturtheorie in fast schon prophetischer Weise passende Erklärungen für die vielen kommenden Wirtschaftskrisen liefern konnte. Hätte man auf ihn gehört, wäre den Menschen vermutlich viel Leid erspart geblieben. 

Neben seinen Beiträgen zur Konjunkturtheorie und zur Theorie des Geldes verfasste Ludwig von Mises tiefgehende Schriften zum Liberalismus, zur Bürokratie und zur Widerlegung des Sozialismus. Sein Hauptwerk „Human Action“ ist der Versuch, die gesamten Lehren der Austrian Economics zusammenzufassen und eine vollständige Wissenschaft vom menschlichen Handeln zu liefern, die Mises als „Praxeologie“ bezeichnete.
 

In mühevoller Arbeit hat Michael Ladwig nun zentrale Passagen aus Mises‘ umfangreichem Gesamtwerk zusammengestellt. Wichtige Begrifflichkeiten des Misesschen Denkens werden anhand zentraler Textstellen aus seinen Werken erläutert – insgesamt 125 Begriffe von A wie Anarchie bis Z wie Zwang, verpackt auf über 300 Seiten. Das Buch eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk, um bereits vorhandenes, aber zuweilen verstaubtes Wissen aufzufrischen, aber ebenso ideal für Einsteiger, die gerade beginnen, sich mit Mises auseinanderzusetzen, und die durch die Lektüre des Buches hoffentlich zu einem vertiefenden Studium seiner Gedanken angeregt werden.

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