Mittwoch, 15. Juni 2016

Gold-Preisbänder-Indikator nimmt letzte Hürde - Goldminenindex steigt auf neues Jahreshoch

Marktkommentar von Claus Vogt
Gold-Preisbänder-Indikator bestätigt jetzt ebenfalls die Goldhausse 
Erst vorige Woche habe ich Ihnen an dieser Stelle die Bedeutung meines Gold-Preisbänder-Indikators beschrieben. Wie ich Ihnen bereits sagte, waren schon zwei der drei Bedingungen eingetreten, die dieser dreistufige Indikator erfüllen muss, um ein mittelfristiges Kaufsignal für den Edelmetallsektor zu geben. Tatsächlich wurde jetzt auch die letzte Hürde genommen. Damit hat dieser für meine Arbeit so wichtige Indikator erstmals seit 2011 ein Kaufsignal gegeben.

Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse, die dieser Indikator während des ersten Teils der langfristigen Edelmetallhausse in den Jahren 2001 bis 2011 erzielt hat, messe ich diesem Kaufsignal eine herausragende Bedeutung bei. Ich sehe in diesem Signal die letzte bisher noch ausstehende Bestätigung meiner Prognose, dass sich die Edelmetallmärkte am Beginn einer neuen zyklischen Hausse befinden, die ich als den zweiten Teil des langfristigen Bullenmarktes interpretiere, die um die Jahrtausendwende begonnen hat. 

Neue Jahreshochs für Gold signalisiert mein Gold-Preisbänder-Indikator 

Neben dieser langfristigen Bedeutung der Bestätigung der neuen Edelmetallhausse hat dieses Kaufsignal auch eine kurz- bis mittelfristige Relevanz. Es besagt nämlich, dass die Korrektur der vergangenen Wochen vorüber ist und eine mittelfristige Aufwärtswelle begonnen hat, in deren Verlauf sowohl der Goldpreis als auch die Goldminenaktien auf neue Jahreshochs steigen werden.

Interessanterweise haben die Goldminen bereits marginal neue Hochs erreicht, wie Sie auf dem folgenden Chart des US-Goldminen-ETF sehen. Damit ist dieser ETF auch schon über die im Chart eingezeichnete Trendlinie gestiegen, die ich als die Obergrenze einer sehr mächtigen Bodenformation interpretiere. Der Ausbruch nach oben ist zwar noch nicht klar vollzogen, das Kaufsignal meines Preisbänder-Indikators stimmt mich aber sehr zuversichtlich, dass dies bald geschehen wird. 

US-Goldminenaktien-ETF, Umsatz, 2013 bis 2016 

Die Kurse sind bereits auf marginale neue Jahreshochs gestiegen und damit auch
knapp über die obere Begrenzungslinie ihrer sehr mächtigen Bodenformation.
Quelle: StockCharts.com
Verfrühte Gewinnmitnahme ist das größte Risiko am Beginn einer Hausse 

Mein genereller Hinweis, dass sich gerade in der Frühphase einer Hausse die Überraschungen in Form steigender Kurse zeigen, hat sich bei den Goldminenaktien wieder einmal als richtig erwiesen. Die Geschwindigkeit, mit der es hier in den vergangenen Tagen wieder nach oben ging, ist bezeichnend. Dieser Kursverlauf bestätigt nämlich meinen in den vergangenen Wochen mehrmals wiederholten Hinweis, dass das größte Risiko in der Frühphase einer Hausse darin besteht, zu früh Gewinne mitzunehmen. Wenn Sie das tun, stehen Sie anschließend vor der schweren Aufgabe, zu höheren Kursen wieder einsteigen zu müssen. Die meisten Anleger sind dieser Herausforderung nicht gewachsen und schauen dem ohne sie weiterfahrenden Haussezug dann hinterher. Deshalb habe ich die Empfehlung ausgesprochen, investiert zu bleiben und eventuelle Korrekturen auszusitzen.

Diese Empfehlung habe ich sogar für das kurz- bis mittelfristig orientierte Trading-Depot meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren ausgesprochen, wo ich prinzipiell schneller zu Gewinnmitnahmen rate als im dynamischen oder gar im konservativen Depot. Dank des Kaufsignals meines Preisbänder-Indikators habe ich jetzt aber wieder ein bewährtes Instrument zur kurz- bis mittelfristigen Steuerung meiner Goldminen-Positionen zur Verfügung. Sobald dieser hervorragende Indikator so weit gestiegen ist, dass er die Gefahr einer größeren Korrektur signalisiert, werde ich meinen Lesern zu Gewinnmitnahmen raten. 

Überbewertung des US-Aktienmarktes garantiert schlechte langfristige Performance 

Ganz anders sieht es am US-Aktienmarkt aus: Anhand aller bewährten Kennzahlen der Fundamentalanalyse ist der US-Aktienmarkt extrem überbewertet. Die Überbewertung ist deutlich größer als im Jahr 2007, und sie geht erheblich mehr in die Breite als im Jahr 2000. In beiden Fällen halbierte sich der S&P 500 Index in der anschließenden Baisse. Eine ähnliche Entwicklung erwarte ich auch jetzt wieder.

Der große Nachteil der Fundamentalanalyse besteht darin, dass ihre Bedeutung nur langfristiger Natur ist. Die besten Ergebnisse liefert sie bei einem Anlagehorizont von 10 bis 12 Jahren. Deshalb ist sie für langfristig orientierte Anleger von größter Bedeutung. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, dann sollten Sie wissen, dass die hohe Überbewertung ein schlechtes langfristiges Ergebnis geradezu garantiert. Konkret sollten Sie sich darauf einstellen, dass der Weltleitindex S&P 500 sogar in 10 bis 12 Jahren noch tiefer stehen wird als heute. Unter Einbeziehung der Dividendenzahlungen sollten Sie über diesen langen Zeitraum hinweg bestenfalls mit einer Nullrunde rechnen, allerdings in Form einer aufregenden Achterbahnfahrt.

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