Montag, 20. Juni 2016

Demokratie: Bezahlen für nichts!

Photo: Pixabay / niekverlaan / CC0 Public Domain
von Kurt Kowalsky
Ich saß nun letzte Nacht in Sicherungsverwahrung. Eben hat man mich wieder freigelassen, doch mein Sohn musste unterschreiben, dass er mich nicht aus den Augen lässt.

Und das kam so: Gestern Abend gegen 18 Uhr ging ich zu Media-Markt und wollte einen Fernsehapparat bezahlen. Der Verkäufer verstand nicht und fragte mich nach dem Warenzettel.

So einen Zettel hatte ich nicht. "Welches Fernsehgerät wollen Sie denn bezahlen?", wurde ich gefragt.

Ich: "Irgendeins, das können Sie bestimmen."

Verkäufer: "Ich weiß doch überhaupt nicht was Sie wollen."

Ich: "Ich will kein Fernsehgerät haben. Ich will es nur bezahlen."


Verkäufer: "Ja, wollen Sie etwas für Ihre Frau kaufen."

Ich: "Nein, meine Frau hat ein neues Gerät gekauft. Ich wollte kein Gerät für mich bezahlen."

Verkäufer: "Kein Gerät brauchen Sie auch nicht zu bezahlen."

Jetzt wurde es mir zu blöd und ich schrie: "Verdammt, kann man als alter Demokrat hier nicht einfach einmal etwas bezahlen müssen, was man nicht haben will."

Der Mann versuchte mich zu besänftigen: "Hören Sie, wenn Sie etwas nicht haben wollen, dann brauchen Sie es auch nicht zu bezahlen. Das ist doch ganz einfach. Niemand bezahlt eine Ware, welche er nicht bestellt hat und nicht will."

"Doch!", schrie ich, "Ständig bezahle ich Dinge, die ich ausdrücklich nicht haben will. Das nennt man Freiheit!"

"Aber nein", sagte der Mann noch. Dann packten sie mich von hinten und legten mich auf eine Krankentrage. Ich war erleichtert. Endlich brachte man mich an einen Ort, an den ich auch nicht wollte. Und wahrscheinlich muss ich es auch bezahlen. Demokratie funzt!

1 Kommentar:

  1. GRAUsam, aber wahr!

    Dann schaumerma, welche Eliten uns künftig beglücken!

    http://www.dzig.de/Paneuropa-Habsburg-und-Eichelburg

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