Montag, 2. Mai 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 17/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über randalierende Nichtsnutze:
Dass vor dem Bundesparteitag der AfD tausende Nichtsnutze Randale machen, ist nicht weiter verwunderlich. Dass es bei den Treffen anderer, vermeintlich konservativer Parteien so still ist, das würde mich hingegen als Mitglied einer solchen ziemlich wundern.

Über ''Volksparteien'':
Es muss an meiner mangelnden Bildung liegen, dass sich mir nicht erschließt, weshalb die eine Partei mit knapp 20% Zustimmung eine Volkspartei ist, während eine andere, die bei 25% liegt, als Außenseiter gezählt wird.

Über selektiven Aktionismus:
Ist es nicht interessant, dass im Angesicht der sogenannten Panamapapers, die bisher keinerlei illegales Verhalten offenbart haben, hektischer Aktionismus des Gesetzgebers folgt, während das BER-Desaster weder zu besonderer legislativer Ambition führt, noch die Staatsanwaltschaften nachhaltig beschäftigt?

Über den Tag der Arbeit:
Der Tag der Arbeit ist ja so etwas wie der Tag des Milchviehs. Er wird vor allen von jenen begangen, die sich zwar gern an der Milch laben, mit dem Wiederkäuen hingegen allenfalls theoretisch zu tun haben wollen.

Über das FAZ-Titelbild, das zeigt, wie das scheinbare Idealbild einer Familie aus AfD-Sicht ausschaut: 
Ich stelle mir vor, ich müsste in einem Land leben, in dem es das Bild einer intakten Familie, die sich selbst zu verteidigen mag und ganz offensichtlich Freude an ihrer Existenz verspürt, als Schreckensszenario auf eine überregionale Wochenzeitung schafft. Das wäre wirklich furchtbar. 

Über Bestrebungen, das Bankgeheimnis abzuschaffen: 
Ich verstehe nicht, wieso nicht endlich der konsequente Schritt vollzogen wird und die Bürger ihre Habe direkt beim Finanzamt halten müssen. So könnte Steuerflucht vermieden, negative Zinsen durchgesetzt und generell der Gesellschaft die Mittel zukommen gelassen werden, die sie braucht um endlich Teilhabe für alle zu gewährleisten. Wer ein Konto irgendwo anders hat, ist ein Lump und hat es gar nicht anders verdient, als morgens um fünf den Zoll im Schlafzimmer stehen zu haben.

Über die Zuschüsse beim Kauf von Elektroautos: 
Während den einen das Licht abgeschaltet wird, bekommt Frau Oberstudienrat endlich ein kleines Handgeld für ihren Tesla.

Über Flüchtlingsaufnahmevergleichszahlen: 
Ich finde diese "Flüchtlingsaufnahmevergleichszahlen" immer ganz herrlich. Es ist schon ein großer Unterschied, ob Leute aus Syrien in den Libanon fliehen, oder nach Nordrhein-Westfalen. Deutschland könnte die kompletten Niederlande aufnehmen und niemand würde es merken - abgesehen vom stets ausverkauften Vanille-Pudding.

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