Sonntag, 15. Mai 2016

Den Eurovision Song Contest den Politikkommissaren wegnehmen!

Der ESC 2016 fand in Schweden statt.
von Michael Auksutat
Was mich wirklich wurmt, ist der verkrampfte Versuch, den Eurovision Song Contest (ESC) auf seine musikalische Anmutung zu reduzieren. Natürlich ist der ESC reine Politik. Einmal jährlich fragen sich die Völker Europas gegenseitig: ,,Sag mal, was haltet ihr eigentlich von uns (plus ein bisschen Musik)?''

Und darauf kann man überraschend nette Antworten bekommen. Oder eben nicht. Und wenn man sich die Beiträge der Ukraine, Russlands und Deutschlands anschaut, dann waren die rein musikalisch alle nichts. Da waren andere Stücke weitaus besser und schlechter. Das hat sich auch so in den Televotings niedergeschlagen. 

Der Rest ist reine Sympathie und Antipathie. Und damit sieht es für Deutschland überraschend beschissen aus. Unser Singhäschen mag jetzt nicht besonders dolle gewesen sein, aber auf den letzten Platz gehörte sie nicht. Genau so wenig wie die Sirene von der Schwarzmeerhalbinsel auf den ersten Platz.

Wenn man den ESC nicht wieder den Politikkommissaren weg nimmt und das Zuschauervoting als den wichtigsten Gradmesser schlechthin in den Vordergrund stellt, dann hat die Veranstaltung ohnehin das bisschen Sinn eingebüßt. Dass uns das Ausland beschissen findet ist hinzunehmen und sollte uns zu denken geben. Aber vielleicht möchte man das auch gar nicht - dieses Denken. Bräche dann doch eine magische Welt zusammen.

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