Dienstag, 31. Mai 2016

Über Islam, Gewalt und Systemversagen

Photo: Pixabay / CC0 Public Domain / MIH83
von Tommy Casagrande
Immer wieder lese ich die Phrase "Terrorismus habe etwas mit dem Islam zu tun". Ob an dieser Aussage etwas dran ist, hängt von den verwendeten Definitionen ab. 

Ich denke jedoch, dass der Versuch, Terrorismus mit dem Islam gleichzusetzen oder zu erklären, eine Verklärung der tatsächlichen Ursachen darstellt, weshalb Menschen zu Gewalt neigen. Schiebt man die menschliche Gewalt auf den Islam, entsteht der Eindruck, das Problem ließe sich lösen, sobald der Islam bekämpft, vernichtet oder fern gehalten ist. 

Ich sehe es anders. Zum einen ist schon der kollektivistische Ansatz falsch. Der Menschenverstand verbietet eigentlich, alle über einen Kamm zu scheren. Zum anderen könnte man es auf die Formel reduzieren: "Gewalt hat etwas mit Menschen zu tun". Denn wenn eine bestimmte Religion oder eine Gruppe, die sich auf eine solche bezieht, durch Religion nicht mehr ihre Gewalt zum Wandel von realen Problemen legitimieren könnte, würden sich einfach die Bezugnahmen verschieben.

Deutsche Verantwortung für Holocaustopfer vs. islamische Immigration

Foto: CC0 Public Domain / pixabay / gmaiga
von Dr. Peter J. Preusse
Ja da schau an! Dass es in der Tradition der Deutschen liege, ganz Großes zu leisten, hatten wir ja schon so gewusst, jetzt haben wir’s amtlich von der Frau Kanzler. Wir hatten das auch schon vom Herrn Führer gehört, der’s aber nicht ganz geschafft hat. Versagt hat er in seiner ganz, ganz großen selbstgestellten Aufgabe, die Juden zu vernichten, wenigstens die in Europa (die in Amerika waren immerhin das einzige Hindernis für gedeihliche transatlantische Beziehungen, in seiner Sicht). 

Wird die Frau Kanzler Wort halten? Wird sie „das“ schaffen? Auch wenn sie jetzt heisse Ohren bekommt, sie wusste genau, wen sie da einlädt und für wen sie die Grenzen öffnet: Die Juden-ins-Meer-Jäger, die mit Friedensnobelpreisträger Yassir Arafat Israel („Frieden heisst für uns Zerstörung Israels“) in den „totalen Krieg“ ziehen wollen, „der Generationen hindurch dauern wird“.

Montag, 30. Mai 2016

Steigen Sie jetzt günstig bei den Edelmetallaktien ein

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Edelmetallhausse befindet sich in ihrer Frühphase 
Der Edelmetallsektor hat Sie seit Anfang des Jahres mit deutlichen Kursgewinnen verwöhnt. So ist der Goldpreis seit seinem Mitte Dezember 2015 erreichten Tief von 1.050 $ pro Unze in der Spitze auf 1.300 $ gestiegen, was einem Plus von 24% entspricht. Der NYSE Arca Goldminen Index hat sich im selben Zeitraum sogar verdoppelt. 

Trotz dieser starken Aufwärtsbewegung spricht alles dafür, dass sich die Edelmetalle erst in der Frühphase einer neuen Hausse befinden. Deren baldigen Beginn hatte ich übrigens in einer am 15. Dezember 2015 erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren angekündigt und mit nicht weniger als 26 bullishen Argumenten ausführlich begründet. In ihrer Gesamtheit sprechen diese Argumente weiterhin für Kursgewinne im Edelmetallsektor.

Sonntag, 29. Mai 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 21/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über Boateng:
Wenn man Boateng als Nachbarn hat, dann hat man es gepackt im Leben. Und die Leute mögen niemanden, der es gepackt hat im Leben.

Über den Tortenwurf auf Sahra Wagenknecht:
Ein junger Mann wird totgeschlagen - who cares? Einer Linken wird das Jackett versaut - ein Anschlag auf die Demokratie!

Über Unwürdige:
Ich lese die ganze Zeit, wie blöd, wie zurückgeblieben, wie ungebildet, wie idiotisch, wie asozial, wie lachhaft, wie jung und unerfahren, wie schlichtweg vollkommen bescheuert so manche sind. Keiner von diesen wahrlich Erleuchteten schlussfolgert jedoch daraus, dass es unter seiner Würde sei, von diesen armseeligen Gestalten Steuergelder oder Fernsehklimbimbeiträge zu nehmen und sich so den Lebensunterhalt finanzieren zu lassen. Ich meine, zu so viel Toleranz gehört dann doch eine gewisse Größe. Wie sie ja nur den Klügsten und Grünsten zu eigen ist.

Samstag, 28. Mai 2016

IT-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung lässt sehr zu wünschen übrig

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

die öffentliche Verwaltung nutzt die Potentiale der modernen Datenverarbeitung häufig nur unzureichend. Dabei ist durchaus bekannt, was gegen die bestehenden Schwächen beim IT-Einsatz getan werden müsste. Doch oft vergehen Jahre, ohne dass die Probleme angepackt werden.

Charakteristisch für die Situation in der öffentlichen Verwaltung ist eine sehr heterogene IT-Landschaft, die sich unkoordiniert entwickelt hat. Von verschiedenen Seiten wurden Lösungen für die daraus entstehenden Probleme beim IT-Einsatz vorgelegt. Insbesondere wurde vorgeschlagen, eine mit großen Befugnissen ausgestattete zentrale Entscheidungsinstanz zu schaffen, die den Einsatz der Informationstechnik in dem betreffenden Verwaltungszweig über alle Behördengrenzen hinweg zu steuern und zu koordinieren hat. Ferner müsse eine mittel- bis langfristige Strategie für den IT-Einsatz in Kraft gesetzt werden, an der sich alle Behörden orientieren müssen.

Freitag, 27. Mai 2016

Die Roland-Baader-Auszeichnung

vom Institut für Austrian Asset Management
Der Ökonom, Privatgelehrte und freie Publizist Roland Baader (1940-2012) gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Vertretern des Klassischen Liberalismus und der Lehre der Österreichischen Nationalökonomie. Als einer der meistgelesenen Freiheitsautoren im deutschsprachigen Raum hat er mit seinen Büchern, Artikeln und anderen Publikationen in den vergangenen 25 Jahren Menschen aus allen Schichten und jeden Alters die Freiheitslehren des (Klassischen) Liberalismus und die Ideen der Österreichischen Schule in verständlicher, eindringlicher und wortgewaltiger Sprache nahegebracht.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Zu früh gelobt: Tolerante Terroristen

von Jorge Arprin
Vor fünf Tagen störte die rechtspopulistische „Vlaams Belang“ eine „Muslim Expo“ in Antwerpen. Eine Muslima, Zakia Belkhiri, nahm das zum Anlass, um mit einem Victory-Zeichen vor den Demonstranten zu posieren. Die öffentliche Reaktion war natürlich positiv: Ein mutige Frau, die ein wunderbares Zeichen gegen Hass und für Toleranz setzt. Dummerweise kam schnell heraus, dass sie in ihren Accounts in den sozialen Medien extrem antisemitische Posts veröffentlicht hat, darunter das bekannte Fake-Zitat von Hitler - „Ich hätte alle Juden töten können, aber ich habe einige am Leben gelassen, damit ihr wisst, warum ich sie getötet habe.“ Die Dame hat ihren Twitter-Account zwischenzeitlich gelöscht – doch das Internet vergisst nie.

Nachdem dies bekannt wurde, hat Zakia versucht, klarzustellen, dass das alles ganz anders gemeint war. In einer Erklärung sagte sie, dass sie nichts gegen Juden habe, nur gegen Zionisten. Damals, als sie das Hitler-Zitat postete, wusste sie aber aufgrund ihrer Ignoranz nicht, dass Israel, obwohl es sich „jüdischer Staat“ nennt, nicht für alle Juden steht. Heute weiß sie, dass nicht alle Juden Zionisten und nicht alle Zionisten Juden sind und die „wahren Juden“ die barbarischen Taten der Zionisten verurteilen. Es war also alles nur ein Missverständnis. Tja, kann passieren. Wer hat in seiner Jugend nicht mal Mist gebaut? Das Wichtige ist, dass man daraus lernt, und das hat Zakia ja: Es gibt auch gute Juden – nämlich die, die Israel hassen.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Libertär. Salafist. Kein Widerspruch?

Jouvenel und Koran: Jens Ranft. 
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit Jens Ranft
Jens Ranft ist ungewöhnlich: Er ist indigener Deutscher und konvertierte gleich zweifach: Als Linker zum Libertarismus und als Christ zum Islam und Salafismus. Das ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern auch sehr interessant. Grund genug, um ihn näher kennen zu lernen. Tomasz M. Froelich sprach für Freitum mit ihm.

Froelich: Herr Ranft, sie sind deutscher Herkunft, Libertärer und Salafist. Als solcher wird man wohl nur in den allerwenigsten Fällen geboren. Wie fanden Sie zum Libertarismus und zum Salafismus?

Ranft: Ja, ich bin indigener Deutscher. Zum Islam bin ich vor neun Jahren konvertiert. Vor 27 Jahren, also mit 14, gab ich dem Islam jedoch bereits den Vorzug vor dem Christentum, quasi direkt nach meiner Konfirmation. Dass ich mit meiner Konversion zum Islam auch ein sogenannter Salafist wurde, war mir zum damaligen Zeitpunkt gar nicht bewusst, denn die Begriffe Salafismus/Salafist sind westliche Wortschöpfungen und zudem äußerst willkürlich definiert. Bis zu meiner Konversion war ich eher linkspolitisch orientiert. Aus einem sozialdemokratischen Haushalt kommend, hatte ich lose Bindungen zu den Jusos, später dann auch Kontakt zur damaligen PDS. Als ich von Ostwestfalen nach Hamburg zog, trat ich sogar der DKP bei. Dort war ich Mitglied, bis ich zum Islam konvertierte. Die Anfangszeit als Muslim war für mich aus politischer Sicht recht schwer, da meine linke Gesinnung in vielerlei Hinsicht mit der islamischen Lehre kollidierte.

Die mangelnde Souveränität des modernen Menschen

Der junge Jünger. Photo: Jünger, Wiki
Commons.
von Jonathan Danubio
Beim Lesen der folgenden Textstelle aus Ernst Jüngers “Der Waldgang” (1951) drängten sich mir einige Assoziationen über die mangelnde Souveränität des modernen Menschen auf, der - vor allem aufgrund fehlender Vergleichswerte - jeden Sinn dafür verloren hat, wo man sich Entscheidungen abnehmen lassen darf und wo eben nicht. Aber lassen wir das an dieser Stelle. Das souveräne Gemälde braucht keinen kunsthistorischen Kommentar.

“Die Möglichkeit der Rechtsverletzung steht im genauen Verhältnis zur Freiheit, auf die sie stößt. Ein Angriff gegen die Unverletzbarkeit, ja Heiligkeit der Wohnung zum Beispiel wäre im alten Island unmöglich gewesen in jenen Formen, wie er im Berlin von 1933 inmitten einer Millionenbevölkerung als reine Verwaltungsmaßnahme möglich war. Als rühmliche Ausnahme verdient ein junger Sozialdemokrat Erwähnung, der im Hausflur seiner Mietwohnung ein halbes Dutzend sogenannter Hilfspolizisten erschoß. Der war noch der substantiellen, der altgermanischen Freiheit teilhaftig, die seine Gegner theoretisch feierten. Das hatte er natürlich auch nicht aus seinem Parteiprogramm gelernt. Jedenfalls gehörte er nicht zu jenen, von denen León Bloy sagt, daß sie zum Rechtsanwalt laufen, während ihre Mutter vergewaltigt wird.

Dienstag, 24. Mai 2016

Österreich: Was jetzt, Bessermenschen?

Van der Bellen. Photo: Grüne Österreich
von Johann Kaltenleithner
So mancher Armlehnenantifaschist dürfte infolge des unerwarteten Wahlsiegs von Alexander Van der Bellen ein gewisses Leeregefühl in sich verspüren: was tun mit den schon Wochen im Voraus akribisch ausgearbeiteten Auswanderungsbeteuerungen, wutschäumenden Wählerbeschimpfungspamphleten und genüsslichen Verweisen auf den ach so niedrigen Bildungsstand der Hofer-Wähler, die nun ungepostet bleiben müssen, anstatt auf Facebook hunderte Likes von gleichgesinnten Genossen zu generieren oder gar - keuch! - durch einen Retweet von Armin Wolf veredelt zu werden?

Und auch die handfesteren Methoden zugetane Strömung im Lager der Bessermenschen kratzt sich unschlüssig am Kopf: wohin jetzt mit den liebevoll handpräparierten Wurfgeschossen mit Dienstnummernwidmung, die man den Freunden von der Polizei auf den schon anberaumten Donnerstagsdemos vor der Hof(er)burg als persönliches Präsent überreichen wollte?

Rechtstipp: Sozialfaschistenclique anzeigen!

von Kurt Kowalsky
Vielen Mitmenschinnen und Mitmenschen wird nicht bekannt sein, dass man gemäß § 138 StGB unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet ist, geplante Straftaten anzuzeigen. Unterlässt man dies, drohen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Nicht alle Straftaten müssen jedoch angezeigt werden. Die Vorbereitung eines Angriffskrieges, Landesverrat, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, schwerer Raub und andere gemeingefährliche Straftaten jedoch schon.

Unter der Voraussetzung, dass Sie, verehrte Nichtschwimmerinnen und Bademeister, nicht unter die Ausnahmen des § 139 StGB fallen, also weder Pfarrer noch Rechtsanwalt sind, sollten Sie jetzt Ihr Gewissen erleichtern und das verbrecherische Treiben der herrschenden Sozialfaschistenclique bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige bringen.

Nutzen Sie die aktuelle Kaufgelegenheit bei Gold, Silber und Edelmetallaktien

Marktkommentar von Claus Vogt
10%-15%-Korrekturen sind bei Goldminenaktien an der Tagesordnung 
Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten US-Zentralbank-Sitzung am Mittwoch, den 18.5.2016 ist der Goldpreis um knapp 2% gefallen. Diesen aktuellen Kursrückgang halte ich für eine Kaufgelegenheit, die Sie nicht ungenutzt lassen sollten. 

Dafür spricht unter anderem, dass die jüngste Korrektur durch eine Meldung ausgelöst wurde, die für den Goldpreis eigentlich völlig belanglos ist, nämlich durch das bereits erwähnte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung. Dieses wurde in den Medien dahingehend interpretiert, dass die Fed auf ihrer Juni-Sitzung eine Zinserhöhung beschließen werde, und das sei schlecht für Gold. Nun ist diese Argumentation gleich in zweifacher Hinsicht mehr als fragwürdig.

Montag, 23. Mai 2016

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 3: Der Leviathan-Effekt

leviathan
von Stefan Blankertz, Murray-Rothbard-Institut
Was sind Pinkers Thesen? Vorderhand ist die Antwort einfach:

Das Gewaltniveau[1] hat trotz einiger Schwankungen und Zwischenhochs kontinuierlich von Anbeginn der Menschheit bis heute abgenommen.

Der größte »Sprung« dabei ist die Entstehung des Staats,[2] mit welcher der in der Anarchie[3] herrschende »Krieg Aller gegen Alle« beendet wird.[4]

Zur weiteren Reduktion der Gewalt kommt es darauf an, den Staat »leistungsfähiger«[5] zu machen. Jede Schwächung des Staats führt zu einem höheren Gewaltniveau.

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 20/2016)

Michael Auksutats Statements zur Woche
Über die Wahl in Österreich:
Wahl in Österreich. Und ganz Deutschland fragt sich: Sind wir im Falle eines falschen Ergebnisses bereit für ein 17. Bundesland? Halten unsere Panzer, die jetzt schon im Baltikum gebunden sind, eine Expedition in den Süden aus? Auch wenn es von Außen anders aussieht: Es ist ein schweres Los Germane zu sein und das Schicksal der Welt auf den Schultern zu tragen. Nichts desto trotz schließe ich mich den Worten unserer spirituellen Führerin an, Wir schaffen das!

Über verdummte Deutsche:
Ich kann die Scheiße nicht mehr hören: ,,Donald Trump steht für die Verdummung der Amerikaner!'' Einem Volk, dass solche Figuren wie Claudia Roth, Barbara Steffens, Heiko Maas und wie sie im Klerus alle heißen, ein Leben lang durchalimentiert und ihnen auch noch die Macht über die Geschicke seines Landes überträgt, stünde ein wenig Demut vor den Entscheidungen fremder Volkschaften nicht schlecht zu Gesicht. Wirklich nicht.

Sonntag, 22. Mai 2016

Wenn Pensionäre zusätzlich eine Rente erhalten

Foto: PublicDomainPictures.net / CC0 1.0 / Marina Shemesh
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Beamte im Ruhestand sind verpflichtet, die zuständigen Dienststellen zu unterrichten, wenn sie neben ihrer Pension auch noch eine Rente beziehen. Es werden aber immer wieder Fälle festgestellt, in denen diese Mitteilung unterbleibt und Pensionäre im Ergebnis zu viel Geld erhalten. Hier muss ein Abgleich mit den Daten der Rentenversicherungen durchgeführt werden, damit es nicht zu Überzahlungen kommt.

Ein Beamter, der aus Altersgründen oder wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand tritt, erhält Versorgungsbezüge, deren Höhe sich aus den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen ergibt. Bei der Festsetzung der Pension werden neben den im aktiven Beamtendienst zurückgelegten Jahren gegebenenfalls auch Beschäftigungszeiten außerhalb des Staatsdienstes pensionserhöhend berücksichtigt. Waren diese Beschäftigungszeiten versicherungspflichtig, können sie - trotz der Berücksichtigung bei der Pension - gleichwohl zum Bezug einer Rente führen.

Freitag, 20. Mai 2016

Besuch bei der Post: Der tägliche Einzelfall

Die schnelle D-Mark in der Staatsbank der DDR am Posthof in Chemnitz
Sie warten immer noch. Foto: Uwe Kaufmann (Das
Jahrhundertbuch)/ FlickR / CC0 Public Domain.
von Kurt Kowalsky
Die Personaldispatcher bei der Post haben einen ähnlich schweren Job, wie die Berliner Stadtreinigung im Winter. Denn zum großen Erstaunen Letzterer schneit es regelmäßig im Januar und man ist jedes Jahr ehrlich überrascht, wie solche Ereignisse gerade im Winter vom Himmel fallen können, wo man doch in den Sommermonaten stets hinreichend Schneeräumungspersonal vorrätig gehalten hat.

Zurück zur Post. Die Paketzusteller arbeiten von Montag bis Freitag genau in dieser Zeit, in der die arbeitende Bevölkerung nicht zu Hause ist. Folglich fahren sie Montag früh froh gelaunt mit dem vollem Wagen los und laden gegen Feierabend (ich vermute so um 14 Uhr) die halbe Fuhre beim Postamt als nicht zustellbar wieder ab.

Freitag, ab 16 Uhr, lichten sich dann auch regelmäßig die Reihen der ehemaligen Schalterbeamten in den Postfilialen, denn jetzt kommt (welch eine Überraschung) die arbeitende Bevölkerung mit den Benachrichtigungszetteln, um ihre Pakete abzuholen.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Wie der Verfall unserer Straßen gebremst werden kann

Foto: Butch Ducote, via Wikimedia Commons
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

der Zustand vieler Straßen und Brücken in Deutschland ist ausgesprochen schlecht, da die verantwortlichen staatlichen Stellen jahrelang an der Bauunterhaltung gespart haben. Die Folgen dieser Unterlassungen werden allmählich sichtbar und es setzt ein Umdenken ein. Ein modernes Straßenerhaltungsmanagement muss aufgebaut werden!

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für die deutsche Volkswirtschaft mit ihrem hohen Grad an Arbeitsteilung, ihren vielfältigen Austauschbeziehungen und ihrer zentraleuropäischen Lage von größter Bedeutung. Der Bau, der Betrieb und die Unterhaltung des bestehenden Straßennetzes sind Kernaufgaben des Staates. Damit die Verkehrsinfrastruktur ihre Funktion für die Abwicklung des Personen- und Güterverkehrs dauerhaft erfüllen kann, bedarf es entsprechender Erhaltungs- und gegebenenfalls Erweiterungsmaßnahmen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Hitlers letzte Worte: "I become a beefsteak!"

Des Führers Geschichte muss neu geschrieben werden.
von Kurt Kowalsky
Wie aus den geheimen Aufzeichnungen des 2003 verstorbenen SS-Sturmbannführers und persönlichen Adjutanten Adolf Hitlers hervorgeht, hatte sich der Führer ab 1944 einer sogenannten Rohöl-Diät unterzogen. Dazu gehörte, dass er täglich bis zu einem halben Liter unverdünntes Erdöl mit einem Spritzer Zitronensaft trank.

Entgegen den Angaben des Adjutanten Otto G. beim Amtsgericht Berchtesgaden, wurde der Leichnam Hitlers in den Nachmittagsstunden des 30. April 1945 dann auch nicht verbrannt, sondern lebte nach Destillation der entsprechenden Kohlenwasserstoffe weiter.

Wie Hitler aus dem damals umkämpften Gebiet Berlin herauskam, geht aus den Aufzeichnungen des Adjutanten nicht hervor.

Dienstag, 17. Mai 2016

Britischer EU-Austritt: Für den Brexit!

von Jorge Arprin
Am 23. Juni wird in Großbritannien über einen Verbleib oder einen Austritt aus der EU abgestimmt. Die Stimmung ist angeheizt. Londons ehemaliger Bürgermeister Boris Johnson hat die EU letztens mit Hitler gleichgesetzt, was natürlich Unsinn ist: Hitler wurde gewählt. Aber die Befürworter eines Brexits haben dennoch gute Argumente, wie in dem sehr empfehlenswerten, und durch Crowdfunding finanzierten, Dokumentarfilm „Brexit – The Movie“ gezeigt wird:



– Es wird das politische System der EU gezeigt, das einer Diktatur gleicht. Wähler haben keinen Einfluss auf die Legislative, die verantwortlichen Politiker müssen sich vor niemandem rechtfertigen. Nigel Farage von der UKIP sagt zutreffend: „Wer die EU als undemokratisch bezeichnet, hat ihr Wesen nicht verstanden. Sie ist anti-demokratisch.“

''Nettostaatsprofiteur''

von Tommy Casagrande
''Nettostaatsprofiteur'' ist ein ideologischer Begriff, der davon ablenkt, dass man auch als Steuerzahler trotz zu zahlender Steuern - oder besser gesagt wegen zu zahlender Steuern - vom Staat profitiert, nämlich genau dann, wenn andere, die auch Steuern zahlen, dadurch im Wettbewerb zu schwächeren Konkurrenten werden oder überhaupt aus dem Wettbewerb gedrängt werden. Von staatlicher Regulierung wiederum profitieren auch Unternehmen, sobald es andere Unternehmen gibt, die von ihr mehr geschädigt werden.

Das sichere aber beständige Einkommen durch die Hilfe des Staates wird den Schwankungen und den Risiken eines freien Marktes vorgezogen.

Staatliche Eingriffe werden von Unternehmern und Berufstätigen befürwortet, um eigene Vorteile, die man zu haben meint, gut zu heißen.

Die ideologische Begrifflichkeit, wonach der, der nur netto Steuergeld kassiert, auch der einzig mögliche Profiteur sei, ist damit unterkomplex, analytisch und soziologisch falsch und hat die Angewohnheit, den Mechanismus, auf dem in unserem spätetatistischen System profitiert wird und werden kann, zu verschleiern.

Montag, 16. Mai 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 19/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über die Empörung über eine AfD-Veranstaltung im Hofbräukeller:
Die traditionellen Dreikönigstreffen der Münchner SPD finden im Hofbräukeller statt. CSU-Grande Söder soll dort so manche Sause abgehalten haben und auch so manche grüne Veranstaltung soll dort schon stattgefunden haben. Aber kaum will die AfD dort tagen, erinnert man sich voller Schaudern daran, dass auch dem Führer diese Lokalität nicht vollkommen fremd war. So viel geschichtliche Sensibilität konnte kaum eine politische Bewegung in dermaßen kurzer Zeit erzeugen. Da muss man auch einmal "Danke" sagen.

Über die Zaubertricks des Bundes:
Man denkt "Mensch, jetzt hat sich dieses Land aber verhoben". Und siehe da, der Bund zaubert 94 Milliarden aus dem Hut. Immerhin 1000 Euro pro lebenden Beutegermanen. Und man hatte schon wirklich die Befürchtung, das müsste jetzt doch vom Steuerzahler finanziert werden.

Sonntag, 15. Mai 2016

Den Eurovision Song Contest den Politikkommissaren wegnehmen!

Der ESC 2016 fand in Schweden statt.
von Michael Auksutat
Was mich wirklich wurmt, ist der verkrampfte Versuch, den Eurovision Song Contest (ESC) auf seine musikalische Anmutung zu reduzieren. Natürlich ist der ESC reine Politik. Einmal jährlich fragen sich die Völker Europas gegenseitig: ,,Sag mal, was haltet ihr eigentlich von uns (plus ein bisschen Musik)?''

Und darauf kann man überraschend nette Antworten bekommen. Oder eben nicht. Und wenn man sich die Beiträge der Ukraine, Russlands und Deutschlands anschaut, dann waren die rein musikalisch alle nichts. Da waren andere Stücke weitaus besser und schlechter. Das hat sich auch so in den Televotings niedergeschlagen. 

Der Rest ist reine Sympathie und Antipathie. Und damit sieht es für Deutschland überraschend beschissen aus. Unser Singhäschen mag jetzt nicht besonders dolle gewesen sein, aber auf den letzten Platz gehörte sie nicht. Genau so wenig wie die Sirene von der Schwarzmeerhalbinsel auf den ersten Platz.

Lobeshymnen an die Unternehmen: Macht Liebe uns blind?

Bis Business hat kritische Seiten.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.
von Tim Leto Tewes
Libertarismus geht meist einher mit einer positiven Einstellung Unternehmen und Unternehmern gegenüber. Logisch, haben diese doch einen großen Anteil an unserem Wohlstand. Die Erhöhung von Effizienz durch Innovation und Optimierung ist auch in unserer jetzigen, herrschaftlich durchsetzten Welt, der Grund für den höchsten Lebensstandard in der Geschichte der Menschheit.

Viele Libertäre verteidigen daher richtigerweise Unternehmer, wenn diese von Menschen mit anderer politischer Einstellung, meist Sozialdemokraten oder Sozialisten, kritisiert werden.

Doch ist das immer gerechtfertigt? Oft wird dabei vergessen, das manche, meist sehr große Unternehmen - trotz vieler schädlicher Regulierungen - massiv vom Staat profitieren. Meist geschieht das durch für sie hilfreiche Regulierungen, welche der Konkurrenz massiv schaden. Zum Beispiel begrüßen viele sehr erfolgreiche Unternehmen den Mindestlohn, da dieser kleineren Wettbewerbern mit weniger Mitteln verhältnismäßig stärker schadet. Da dies auf Zwang basiert ist die Unterstützung solcher Maßnahmen durch Unternehmen eindeutig unmoralisch.

Freitag, 13. Mai 2016

Verkaufen oder short gehen: klare Topformationen bei Apple und anderen Börsenlieblingen

Marktkommentar von Claus Vogt
Achten Sie auf die Entwicklung der Kultaktien 
In jeder Hausse erlangen einige wenige Unternehmen bzw. deren Aktien bei den Anlegern geradezu Kultstatus. Gewöhnlich handelt es sich dabei um Firmen, die auf ein jahrelanges starkes Wachstum zurückblicken und deren Aktienkurse überproportional gestiegen sind. In den vergangenen Jahren fiel diese Rolle vor allem dem US-amerikanischen Technologie-Unternehmen Apple zu.

Die Finanzgeschichte zeigt ohne Wenn und Aber, dass der Kultstatus eines Unternehmens und mehr noch seiner Aktie nicht von Dauer sind. Gewöhnlich hält die Heldenverehrung sogar nur für einen einzigen Haussezyklus an, weil die Kursverluste in der anschließenden Baissephase überproportional hoch ausfallen aufgrund der vorangegangenen spekulativen Übertreibungen. Diese Kursverluste sorgen dann für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung der Anleger.

Sozialfaschismus: Kapazitäten kommen, Kapazitäten gehen

Kapazität macht erstmal Pause. Foto: CC0 Public Domain /
Pixabay / fsHH.
von Kurt Kowalsky
Ich wollte eigentlich einen Einzelfall über flüchtende Wanderer schreiben, doch dann entartete die Geschichte in Richtung staatliche Willkür, Dummheit, Arroganz und dem üblichen Scheißdreck.

Doch der Reihe nach: Der Mythos, dass vor meinem Büro kein Parkplatz frei wäre, wurde heute glänzend widerlegt, als der Abschleppdienst meinen Mercedes auf seine Ladefläche hievte.

Am anderen Ende von Berlin quetschte man dann die Karre auf den letzten freien Stellplatz der Autowerkstatt. Und so verkniff ich mir die Frage, wann ich eventuell zumindest mit einer Diagnose rechnen könne. Stattdessen frotzelte ich in Richtung des Meisters, er soll mal seine Fremdenfeindlichkeit ablegen und ein paar der Millionen zugewanderten Fachkräfte einstellen.

Der Meister verzog sein Gesicht zu einer Grimasse und dann erzählte er mir folgendes:

Mittwoch, 11. Mai 2016

Staatenlose Demokratie: Politische Ansichten eines Staatenlosen

von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Es ist kein Geheimnis, dass ich kleine Staaten toll finde. Nicht ohne Grund sind die meisten Offshore-Länder Zwergstaaten. Und nicht ohne Grund ist mein derzeitiges Aufenthaltsland Malta eines der kleinsten Staaten Europas. Im Zeitalter des Zentralismus ist es freilich immer schwieriger für Kleinstaaten zu argumentieren. Gerade in den Schulen wird die Zeit deutscher Kleinstaaterei vor allem als negative Epoche beschrieben. Dabei gibt es plausible akademisch validierte Argumente, dass die Kleinstaaterei Deutschland und auch erst Europa zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ob von den Anfängen der griechischen Polis, die Stadtstaaten Italiens oder die vielen Fürstentümer Deutschlands – sie haben die europäische Geschichte entscheidend geprägt.

Mein etwa 2 Jahre alter Essay zu dieser Thematik nimmt sich dem Thema an. Seitdem habe ich Unmengen dazu gelernt, dies freilich hat meine damaligen Grundannahmen nur weiter validiert.

Dienstag, 10. Mai 2016

US-Wahlen: Gary Johnson oder Enthaltung!

Gute Wahl: Gary Johnson. Foto: NSON purchased the
photo and the copyright from Ron Hill Imagery  [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Nun ist es also doch passiert: Donald Trump ist als Sieger bei den Vorwahlen der Republikaner hervorgegangen. Dieser Vorgang ist der Beweis dafür, dass auch in unserer Zeit völlig unerwartete Dinge geschehen können. Da denkt man, es gibt keine Überraschungen mehr und alles sei vorgegeben, und dann gewinnt auf einmal Leicester City die englische Meisterschaft und ein Tag darauf wird Donald Trump de facto zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt. Das zeigt eindeutig: Es gibt sie noch, die großen Überraschungen. Leider ist nicht jede Überraschung auch eine schöne. Wenn man sich die ersten Reaktionen ansieht, macht es den Eindruck, als könnte Trump es schaffen, die Republikanische Partei so zu spalten wie nie zuvor.

Das Gute an der Sache ist: Da sowohl Trump als auch Hillary Clinton bei der Mehrheit der Amerikaner höchst unbeliebt sind, denken viele darüber nach, eine dritte Alternative zu wählen. In den großen Medienhäusern taucht neben Clinton und Trump vermehrt auch Gary Johnson auf, der Favorit der Libertarian Party (LP). Zum ersten Mal wurde eine Fernsehdebatte mit den drei Bewerbern der LP abgehalten. Sie wurde bei Fox News übertragen und vom libertären Moderator John Stossel moderiert. Neben Johnson traten mit dem millionenschweren IT-Unternehmer und ehemals wegen Mordes gesuchten John McAfee und dem 35-jährigen Blogger Austin Petersen zwei Kandidaten mit Kultcharakter auf. Alle drei räumten ein, schon mal Cannabis geraucht zu haben.

Erdogan darf nicht als "grenzdebiler kleiner Schwachmat" bezeichnet werden

Nicht grenzdebil: Erdogan. Foto: Kremlin.ru [CC BY 3.0],
via Wikimedia Commons
von Kurt Kowalsky
Laut Spiegel-Online darf Erdogan nicht als "grenzdebiler kleiner Schwachmat" bezeichnet werden, wie Erdogans Anwalt in einer Unterlassungsklage offenbar durchgesetzt hat.

Der Filmregisseur Uwe Boll hatte Erdogan als "grenzdebiler kleiner Schwachmat" bezeichnet. Der Erdogan-Anwalt meinte dazu, man dürfe nicht vergessen, dass Herr Erdogan ein Mensch wäre.

Richtig! Würde sich ein Krokodil das anmaßen, was sich Herr Erdogan erlaubt, hätte man es schon längst totgeschlagen. Doch es ist falsch Herrn Erdogan oder einen anderen Menschenschinder und Kriegstreiber als grenzdebilen kleinen Schwachmaten zu bezeichnen.

Denn diese Herrschaften sind keinesfall grenzdebil, sie verfügen über sehr starke Geisteskräfte, können Massen manipulieren und ihre Herrschafts- und Unterdrückungssysteme sichern und ausbauen. Die grenzdebilen kleinen Schwachmaten sind die Opfer, nicht die Täter.

Montag, 9. Mai 2016

Sahra Wagenknecht: "Freihandelsdiktate machen arme Ländern noch ärmer"

Die Sons of Libertas im Gespräch mit Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht ist eine deutsche promovierte Volkswirtin, Publizistin und Politikerin (PDS, Die Linke). Ab den frühen 1990er Jahren hatte sie maßgebliche Funktionen in verschiedenen Vorstandsgremien der PDS inne. 2007 erfolgte die Vereinigung der PDS mit der SPD-Abspaltung WASG. Dort konnte sie ihren Einfluss in der Nachfolgepartei Die Linke, in der Wagenknecht als Protagonistin des linken Parteiflügels gilt, erweitern. Von 2010 bis 2014 war sie eine der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Davor vertrat sie die PDS bzw. Die Linke von 2004 bis 2009 als Mandatsträgerin im Europäischen Parlament. Seit September 2009 ist Wagenknecht Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Ab 2011 war sie dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion. Am 13. Oktober 2015 löste sie zusammen mit Dietmar Bartsch den bis dahin amtierenden Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi ab und ist damit zur Oppositionsführerin des 18. Bundestags aufgerückt. 

Die Edelmetallhausse läuft – worauf Sie jetzt achten sollten

Claus Vogt
Marktkommentar von Claus Vogt
Fundamentale und technische Analyse sprechen eindeutig für Gold 
Inzwischen sollten auch Sie überzeugt sein, dass an den Edelmetallmärkten eine neue Hausse begonnen hat. Die geld- und staatsschuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind extrem bullish für Gold und deuten auf eine lang anhaltende Aufwärtsbewegung hin. Gestützt wird dieses Szenario von den Charts, die mächtige Bodenformationen zeigen, welche bereits mit klaren Kaufsignalen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus haben zahlreiche technische Indikatoren in den vergangenen Monaten Extremwerte angenommen und ebenfalls Kaufsignale gegeben. Inzwischen befinden sich auch die Trendfolgeindikatoren wie zum Beispiel die 200-Tage-Durchschnittslinie in Aufwärtstrends und bestätigen damit die Hausse.

Sonntag, 8. Mai 2016

Habermanns Richtigstellung: Friedrich August von Hayek (1899-1992)

F. A. Hayek. Foto: Screenshot YouTube.
von Prof. Dr. Gerd Habermann
Diesmal: Friedrich August von Hayek (1899-1992)
Bedeutendster Freiheitsphilosoph und -ökonom des 20. Jahrhunderts, Gegenspieler von Lord Keynes, entschiedenster Gegner von Sozialismus und Wohlfahrtsdemokratie. 

Hayek inspirierte die erfolgreichen Reformen Ronald Reagans, Margaret Thatchers, jüngstens des slowakischen Finanzministers Ivan Milosz. Hayek sieht die ,,Schacherdemokratien'' auf dem ,,Weg zur Knechtschaft'' und setzte dagegen die Konzeption einer ,,Verfassung der Freiheit''. 

Besonders weitläufig, aber bisher wenig beachtet sind seine Vorschläge zur ,,Entthronung der Politik'' (Demokratiereform) und zur Entnationalisierung der Währungen. Das Geldmonopol ist das gefährlichste und am häufigsten missbrauchte Staatsmonopol überhaupt.

Samstag, 7. Mai 2016

Keine Transparenz im Förderdschungel

Schwierig im Dschungel durchzublicken. Foto:
Alashbrook / Pixabay / CC0 Public Domain.
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Jahr für Jahr pumpt der deutsche Staat Milliarden an Fördergeldern in alle möglichen Bereiche. Die Gesamtsumme aller Unterstützungsleistungen lässt sich allerdings nur sehr schwer feststellen. So wie es aussieht, haben die Verantwortlichen kein Interesse an allzu viel Transparenz in diesem Bereich. Auch wird nur selten kontrolliert, ob die mit einer Förderung verfolgten Ziele auch wirklich erreicht werden.

Geld vom Staat gibt zumeist in Form von Zuschüssen. Da wird die Wirtschaft gefördert, die Entwicklungshilfe, der Tourismus, die Forschung, die Kultur und der Sport. Kinder- und jugendpolitische Projekte werden ebenso unterstützt wie Maßnahmen im Sozialbereich. Und selbstverständlich müssen auch politisch als wichtig definierte Anliegen wie der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Integration von Ausländern mit namhaften Beträgen vorangebracht werden.

Die prognostizierbare Pleite des Café Rosa

Das Café Rosa in Wien, finanziert aus Zwangsgeldern, die der Österreichischen HochschülerInnenschaft zugeflossen sind, hatte folgende Grundsätze: basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch. Es war nach zehn Monaten pleite.

Freitag, 6. Mai 2016

Rezension: Filme freiheitlich betrachtet

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Michael von Prollius (Hrsg.): The Standards II: Filme aus der Freiheitsperspektive betrachtet, 124 Seiten, BoD, 8,99 Euro.
Kommerzielle Unterhaltungsfilme sollen beim Publikum ankommen, einfach Geld einspielen - dafür sind sie gemacht worden. Gerade für Filme der sogenannten 'Traumfabrik Hollywood' gilt dies sicherlich uneingeschränkt: ein Film soll ökonomisch erfolgreich sein.

Trotz dieses Prinzips können Filme auch Botschaften enthalten. Hier in diesem Buch analysieren verschiedene Autoren bekannte und berühmte Filme, um zu zeigen, dass auch reine Unterhaltungsfilme 'Botschafter der Ideen der Freiheit' sein können.

Die Filme, die in diesem Band untersucht werden, sind in ganz unterschiedlichen Genres beheimatet. Ob Western, Alpen-Western, Historiendrama, Comic-Verfilmung oder Science Fiction Film: Die Analysen der Autoren verdeutlichen, dass in jedem Genre die Botschaft herausgearbeitet werden kann.

Dabei zeigt sich, dass im Unterhaltungsfilm vielschichtig und differenziert solche Botschaften eingewoben sein können. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass das Medium 'Film' seine 'Botschaft' in eindrucksvollen Bildern transportieren kann, so dass die in Bilder und Sprache gegossenen Aktionen der handelnden Protagonisten weit mehr an 'Botschaft' vermitteln können, als dies jemals das 'theoretische Wort' überhaupt könnte - egal ob gesprochen oder geschrieben.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Volksverhetzer Maas und der Kriminelle aus Kenia: Abschiebung nicht möglich!

Bleibt Kenia erspart: Maas. Foto:
© A.Savin, Wikimedia Commons (own work)
[FAL oder CC BY-SA 3.0]
von Kurt Kowalsky
Kurz nach der Abschiebung des amtsbekannten Volksverhetzers Maas aus Zwickau, erschlug ein ebenfalls amtsbekannter Kenianer in Österreich eine 54-jährige Frau.

Während der Kenianer in den vergangenen Jahren lediglich 18 Mal mit der Justiz in Berührung kam, ist es bei Maas dem Vernehmen nach die Regel.

Kaum in Berlin, sprach der abgeschobene Maas dann auch im staatseigenen Fernsehen von "Terror". Nach gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, soll ihm die damit stattgefundene Verhöhnung der tatsächlichen Terror-Opfer am Arsch vorbeigegangen sein.

Da es mit Kenia weder ein nationales noch ein EU-Rückübernahmeabkommen gibt, so ein Sprecher des Innenministeriums, ist eine Abschiebung der beiden nicht möglich. Während man den Roten auf Staatskosten sowieso schon lange ernähren musste, hatte sich der Schwarze bisher als Obdachloser so durchs Leben geschlagen.

Die im Internet verbreiteten Vorschläge, solche Typen mit dem Fallschirm über Kenia abzuwerfen, wurden aus humanitären Erwägungen verworfen, weil die 38,6 Millionen Einwohner Kenias nicht kollektiv bestraft werden dürften.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Aus Schaden nicht klug: (Irr-)Lehren aus Venezuela

Venezuela im Würgegriff des Sozialismus.
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Was würde wohl passieren, wenn es in den USA, Großbritannien oder in Deutschland eine schwere Wirtschaftskrise gäbe? Was geschah, als in Griechenland, Spanien, Russland und Brasilien die Wirtschaft niederging? Was wird passieren, falls in China eine schwere Krise ausbricht? Die Leute werden sagen: „Der Kapitalismus ist schuld.“ Völlig egal, welche Maßnahmen es genau waren, die zur Krise führten. An jeder Krise ist grundsätzlich „der Kapitalismus“ schuld. Nun herrscht eine schwere Krise in Venezuela. Mit dem Kapitalismus kann man die Krise kaum erklären, denn Venezuelas Wirtschaft ist seit dem Weltenretter Hugo Chavez sozialistisch organisiert. Wie schwer die Krise ist, kann man anhand folgender Beispiele verdeutlichen:

– Während wir die Earth Hour feiern, haben die Venezolaner die Earth Week: Um Strom zu sparen, haben die Beamten in der Woche drei Tage frei und arbeiten in der Zeit auch nur von 7 bis 13 Uhr.
– Während wir über Bierverbote für Jugendliche diskutieren, herrscht in Venezuela Bierknappheit.
– Während wir uns über die Fiskalpolitik streiten, gehen Venezuela die Banknoten für neues Geld aus.

Dienstag, 3. Mai 2016

Brief an einen Sozialdemokraten

Am Ende bleibt nicht viel übrig. Foto:
By Lewis Ronald (Own work)
[CC BY-SA 3.0], via Wiki Commons
von Dirk Hesse
Lieber Freund,

Dein Mindestlohn reicht nicht zum Leben? Dann finde einen Arbeitgeber, der Dich besser bezahlt. Wenn Du keinen findest, dann bist Du auf dem Arbeitsmarkt wohl nicht mehr wert oder Du verkaufst Dich zu schlecht. 

Vielleicht reicht Dein Gehalt aber auch nicht zum Leben, weil Dein Leben zu luxuriös ist. Du leistest Dir einen öffentlich rechtlichen Rundfunk für 17,50 € im Monat. Du rettest das Weltklima, indem Du das EEG auf Deiner Stromrechnung mit über 0,20 € /kWh zusätzlich unterstützt. Du betreibst Entwicklungshilfe, kaufst Rüstungsgüter, zahlst Geld in ein Rentensystem ein, das Du nie wieder zurückbekommen wirst. Du leistest Dir einen teuren Berliner Flughafen. Du bezahlst anderen Leuten ihre teuren Hobbys wie Opern, Theater und sonstige Kultur, die Du selbst kaum nutzt. Du spendierst Dir teure Politiker, die eine EZB-Zinspolitik unterstützen, die Deine Ersparnisse mit Minuszinsen vernichten. Obwohl Du selbst Bus und Motorrad fährst, sponserst Du den Kauf von Elektroautos. Du bist sehr großzügig mit Deiner Unterstützung für Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind, damit sie hier einen guten Start in ein neues Leben haben.

Montag, 2. Mai 2016

Alternative für Deutschland: Kein Aufnahmestopp für Libertäre!

Erfreuliche Besuche in die Schweiz: Frauke Petry.
Foto: Anna Lutz / Flickr / CC BY-SA 2.0
Dietmar-Dominik Hennig berichtet
Die Alternative für Deutschland (AfD), das wurde auf ihrem Stuttgarter Programmparteitag deutlich, ist im Grunde nicht eine Partei, sondern drei Parteien im Körper einer einzigen Partei; wenn man so will eine Art Transpartei. Was allerdings ihre Legitimation nicht infragestellt sondern potenziert. Die Bundesrepublik Deutschland leistete sich jahrzehntelang, gestützt auf institutionell (dem Anspruch eine Demokratie westlichen Zuschnitts darstellen zu wollen geradezu hohnsprechende) abgesicherte brutale Marktzutrittsbarrieren, den Luxus einer in ebensolchen westlichen Demokratien ihresgleichen suchende Abnormität: die gesamte rechte politische Spielfeldhälfte zum Sperrgebiet zu erklären. 

Dadurch hat zwischen klassisch liberal und klassisch national alles jenseits des als statthaft geltenden Meinendürfens gegolten, da nur Auffassungen, die sich in einer totalitär repräsentativen Demokratie parlamentarisch widerspiegeln, als demokratieverträglich gelten. So kommt es, daß der Korridor der öffentlich vertretbaren Auffassungen immer enger wurde, was wiederum die parlamentarische Repräsentanz von nicht-linksmittigem Eintopf ausdünnte, bis nur noch dünne Wassersuppe übrig blieb. Die Souveränitätsrepräsentanz mutierte in der Verfassungswirklichkeit zur Repräsentantensouveränität. Der eigentliche Verfassungssouverän degradierte sich selbst zum Untertan. Damit ist jetzt Schluß. Es ist vermutlich das einzige Mal, daß Freitum zustimmend den Millionenerben Jakob Augstein zitiert, aber ihm ist beizupflichten, wenn er heute auf Spon schreibt:

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 17/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über randalierende Nichtsnutze:
Dass vor dem Bundesparteitag der AfD tausende Nichtsnutze Randale machen, ist nicht weiter verwunderlich. Dass es bei den Treffen anderer, vermeintlich konservativer Parteien so still ist, das würde mich hingegen als Mitglied einer solchen ziemlich wundern.

Über ''Volksparteien'':
Es muss an meiner mangelnden Bildung liegen, dass sich mir nicht erschließt, weshalb die eine Partei mit knapp 20% Zustimmung eine Volkspartei ist, während eine andere, die bei 25% liegt, als Außenseiter gezählt wird.

Über selektiven Aktionismus:
Ist es nicht interessant, dass im Angesicht der sogenannten Panamapapers, die bisher keinerlei illegales Verhalten offenbart haben, hektischer Aktionismus des Gesetzgebers folgt, während das BER-Desaster weder zu besonderer legislativer Ambition führt, noch die Staatsanwaltschaften nachhaltig beschäftigt?

Termine: Mai 2016

Auch für den Mai haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.

Highlight ist sicherlich die 7. Mark Banco Anlegertagung in Hamburg. Diesjähriges Thema: Bye, bye EU! Internationalisierungsstrategien für Anleger und Auswanderer. Prominente Referenten und die Verleihung der Roland-Baader-Auszeichnung inklusive!

Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie unserem Kalender.

Hannover, 2. Mai, 18:30 Uhr: Liberalismus und Staat: Eine verhängnisvolle Affäre. Vortrag von Michael von Prollius. Veranstaltung des Hayek-Club Hannover. Ort: Royal City, Osterstraße 42. Anmeldung erbeten: Hayek.Hannover@gmail.com

Karlsruhe, 4. Mai, 19-21 Uhr: Die 4. Industrielle Revolution - Ordnungspolitische Herausforderungen der Digitalisierung. Mit Daniel Nientiedt (Walter-Eucken-Institut). Ort. Karlsruher Institut für Technologie, Gebäude 30.28, Raum SR 005. 

Sonntag, 1. Mai 2016

Verordnung: Konzentration von bundeseinheitlichen Feiertagen

von Kurt Kowalsky
Etwas verspätet, aber noch vor Tagesanbruch, erließ die Bundesregierung die "Verordnung über die Konzentration von bundeseinheitlichen Feiertagen", kurz KZbF genannt.

Die Verordnung regelt, dass politische, kalendarische, sowie bewegliche Feiertage ab 1. Juni auf einen Sonntag konzentriert werden. Obwohl dies vielen Volksverhetzern und Randalierern bei den derzeit stattfindenden Unruhen noch nicht bewusst sein dürfte, fällt der nächste 1. Mai in Zukunft EU-weit auf den Pfingstmontag, der an einem Sonntag gefeiert werden muss.

Meine Empfehlung "Setzen Sie auf fallende Aktienkurse und steigende Edelmetallpreise" gilt mehr denn je

Marktkommentar von Claus Vogt
Schwaches US-Wirtschaftswachstum stärkt meine Rezessionsprognose 
Das offizielle US-Wirtschaftswachstum betrug im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 0,5%. Das gab das US-Wirtschaftsministerium mit seiner am Donnerstag veröffentlichten ersten Schätzung bekannt.

Diese deutliche Abschwächung der Konjunktur stärkt meine Rezessionsprognose, auf die ich Sie in den vergangenen Monaten mehrmals aufmerksam gemacht habe. Zahlreiche treffsichere Indikatoren signalisieren, dass sich die USA auf dem Weg in eine Rezession befinden, allen anders lautenden Versicherungen und Gesundbetereien der Zentralbankbürokraten zum Trotz.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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