Sonntag, 10. April 2016

Vier Gründe, warum Panama zu den freiesten Ländern der Welt gehört

Foto: CC0 Public Domain/Pixabay/agenius1st
von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Für alle, die sich internationalisieren wollen, bietet Panama viele Vorteile. Es ist nicht nur ein empfehlenswerter Finanzplatz zum Offshore-Banking, sondern auch eines der einfachsten Länder weltweit für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Selbst die Staatsbürgerschaft Panamas kann man immer noch recht einfach erlangen. Hinzu kommen viele gute Investment-Möglichkeiten, Geschäftschancen in vielen Sektoren und eine teils ziemlich hohe Lebensqualität.

Über all diese Möglichkeiten soll beizeiten aber gesondert berichtet werden. Für heute möchte ich Panama als freiestes Land des amerikanischen Kontinentes loben. Panama hat für freiheitlich denkende Menschen einiges zu bieten, was sie sich zu Hause kaum vorstellen könnten. Lediglich der Service ist noch etwas verbesserungswürdig. Die Mühlen mahlen hier langsamer – Bürokratie ist so eine Sache.

Panama als freiestes Land Zentralamerikas?

Panama und frei? Es hat seine Gründe, dass Panama City die größte Skyline Zentralamerikas hat. Aus der Ferne betrachtet sieht man sich eher nach Manhattan versetzt, wenn auch im kleineren Maße, bei südlicherem Klima und an der Pazifik-Küste. Riesige Shopping-Malls bieten alles was das Herz begehrt, exquisite Restaurants laden zum Dinieren ein und eine Vielzahl von Banken verwahrt sicher das Vermögen. Derweil schrauben sich immer neue Wolkenkratzer und Shopping-Malls in die Höhe – nicht nur der gerade im Ausbau befindliche Panama-Kanal belebt die Bau-Branche.

Krankenhäuser in Panama entsprechen US-Standards, was einen regen Medizin-Tourismus erblühen lässt. Die Infrastruktur ist gut, eine moderne, saubere und sichere U-Bahn ist von fast überall in 10-15 Minuten zu erreichen und mit 35 Cent pro Fahrt spottbillig. Etliche Hotels aller Preisklassen bieten gute Erholung. Während wie in allen Großstädten manche Viertel von Panama-City selbst am Tag unsicher sein können, kann man durch die Wolkenkratzer-Viertel voller Hotels, Restaurants und Vergnügungsmeilen selbst nachts völlig sicher spazieren.

Hinzu kommt eine bildhübsche Altstadt, vorgelagerte Inseln für Ruhesuchende, etliche Museen, Theater und Kinos sowie natürlich der Panama-Kanal. Für den Besucher gibt es ungleich anderen zentralamerikanischen Hauptstädten also viel zu besichtigen.

Doch Panama City ist nur ein Teil Panamas – wenn auch sicher der mit der höchsten Lebensqualität. Das im Nordosten gelegene Archipel Bocas del Toro ist eines der Orte, die Staatenlos als Top-Aufenthaltsorte für Digitale Nomaden in Zentralamerika sieht. Pensionäre, die sich zur Ruhe setzen wollen, finden im hübschen Hochlandstädtchen Boquete alles was das Herz begehrt – und eine riesige Expat-Community (über Rabatte für Pensionäre in Panama schrieb ich bereits). Derweil lässt sich in Santa Catalina an der Pazifik-Küste wunderbar surfen oder in vielen anderen Landesteilen noch verborgene Dörfer und viel freies Farmland finden.

Wem das noch nicht reicht, der wird sicher von den folgenden 4 Aspekten überzeugt sein, die Panama in Kombination zu einem der freiesten Staaten auf unseren Planeten machen.

1. Panama hat keine Zentralbank

Seit seiner Unabhängigkeit vor über 100 Jahren besitzt Panama keine Zentralbank. Offizielles Währungsmittel in Panama ist der US-Dollar, mit Ausnahme der Münzen, die sich Balboas nennen. Balboa gehen jedoch nur bis zum Wert von 1 US-Dollar, sind also essentiell Wechselgeld.

Indirekt könnte man behaupten, sei Panama dann eben doch von der amerikanischen FED abhängig. Tatsächlich, wie eine Studie des amerikanischen Mises-Instituts belegt und weiter ausführt, lag die Inflation im Geschichtsverlauf immer 1-3% niedriger als in den Vereinigten Staaten. Hinzu kommt, dass Panama in den 100 Jahren seiner Unabhängigkeit nie eine Wirtschafts- oder Finanzkrise durchleben musste – was in Ländern mit lockerer Zentralbankpolitik wie auch den USA längst nicht selbstverständlich ist .

Panama ist keine Bananen-Republik, auch wenn diese eines der Hauptexport-Güter sind, die im Norden des Landes in Massen anzutreffen sind.

Trotzdem funktioniert das Land wunderbar ohne Zentralbank – die Wirtschafts-Aussichten sind weiterhin sehr gut und der Markt relativ frei. Seit 1971 können Banken sich ohne Bankenaufsicht frei entfalten und werden durch Kapitalkontrollen nicht aufgehalten. Wie die Wirtschaft im Land ohne Zentralbank funktionieren kann, wird in Kürze in einem eigenen Artikel näher geschildert.

2. Panama hat kein Militär

Panama gehört zu den wenigen Ländern der Welt ohne stehendes Heer. In dieser Hinsicht gleicht es seinem nördlichen Nachbarn Costa Rica. Militär-Ersatz gibt es in Form der Panamanian Public Forces, die jedoch eher mit einer spezialisierten Polizei-Einheit verglichen werden können.

Panama hat dabei die Lehren aus seiner Geschichte gelernt. 1903 wurde Panama nur deshalb unabhängig, weil sich ein Teil der kolumbianischen Armee der Unabhängigkeitsbewegung anschloss.

Ohne Armee hat das Land folglich exzellente Beziehungen mit dem Rest der Region und der ganzen Welt.

3. Es gab niemals einen Bürgerkrieg/Gute Bürgerrechte

Statt blutigen Bürgerkriegen wie in anderen Ländern Zentralamerikas, blieb Panama immer davon verschont. Die Zeiten in Guatemala, El Salvador, Nicaragua oder Kolumbien musste das Land nie miterleben. Einzig die Herrschaft der CIA-Marionette Noriega geht als dunkle Periode in die Geschichte des Landes ein.

Die Bürgerrechte in Panama sind sehr gut. Meinungs- und Pressefreiheit ist gewährleistet, genauso wie Religionsfreiheit. Verglichen mit anderen tief katholisch beeinflussten Ländern der Region ist Homosexualität akzeptiert und legal. Das Waffenrecht ist sehr liberal und die Gesellschaft tolerant. Panama City ist ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und Ethnien, auch wenn manche den fast 20% Kolumbianern als Einwohner nicht sehr viel Freude entgegenbringen.

Die Regierung hingegen ermöglicht es jeden Bürger der Welt für sehr niedrige Bedingungen eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen – insbesondere für Europäer und Amerikaner ist es sehr sehr einfach (dazu bald mehr).

4. Panama ist sehr offen für Auslandsinvestitionen und Ausländer generell

Panama ist klein und hat deshalb wenige Optionen. Obwohl mit Ressourcen wie Kohle, Wasserkraft, Tropenholz und guter Agrarwirtschaft gesegnet, hat sich das Land bedingungslos den Kapitalmärkten geöffnet.

Genau zwischen Nord- und Südamerika gelegen ist es das Zufluchtsland für Vermögen vielerlei Staaten.

Es ist für viele Nationalitäten leicht nach Panama einzureisen, der Markt ist relativ frei, keine Kapital-Kontrollen irgendeiner Art verhindern Transaktionen und die Steuersätze sind niedrig. Und Aufenthaltsgenehmigungen sind alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit.

Vielleicht wirst Du hier bald schon leben?

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