Samstag, 2. April 2016

Freiheit als Chance

von Tommy Casagrande
Wenn die durch den Staat geschaffene unfreiwillige Arbeitslosigkeit beseitigt würde, hätte das vielerlei Effekte. Beispielsweise gäbe es viel mehr Menschen, die sich am Wachstum und Entwerfen der Zivilisation beteiligen würden. Es gäbe mehr Ideen, Möglichkeiten, Perspektiven, Chancen und keine vom Staat gelegten Hindernisse, die nicht übersprungen werden dürfen, weil sie einem Gesetz missfallen oder weil sie aufgrund von Steuern, Abgaben oder Inflation nicht möglich sind.

Selbst die Ärmsten, die arbeiten würden, würden den Gesamtwohlstand mehren, und wenn es nur einfache Tätigkeiten wären, die dann zigfach angeboten würden. Schneiderei, Straßenküche, eventuell Tätigkeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Es ist ja auch unsinnig zu denken, dass "die Wirtschaft", wie sie heutzutage existiert, in ihrer von staatlichen Eingriffen geformten Struktur, alle Möglichkeiten abdeckt, was Menschen miteinander in Tauschbeziehungen befriedigen. Dass "die Wirtschaft" heutzutage so starr und undynamisch ist, liegt an den Ketten, in die der Staat das menschliche Handeln gelegt hat. 

Auf diese Weise verläuft auch das Leben der Menschen in einem solchen System häufig starr und undynamisch. Menschen, die unfreiwillig arbeitslos und ihrer Aufstiegschancen beraubt sind, ausgebootet durch das System, stellen auf bittere Weise fest, wie ausweglos eine Situation erscheint, die es nicht ermöglicht die gesellschaftliche Karriereleiter emporzusteigen.

Wenn man in Stellenanzeigen oft das gleiche liest, lässt sich hinterfragen, ob nicht die Vielfältigkeit an Tätigkeiten in einer freien Gesellschaft nicht auch zunehmen würde. Ich glaube schon. Es gibt ja auch Tätigkeiten, die es in China gibt, die es aber bei uns nicht mehr gibt. Und umgekehrt gab es bei uns Tätigkeiten, die es in China nicht gab, bevor die wirtschaftliche Freiheit in China zugenommen hat. Genauso können durch Freiheit aber auch neue Formen von Tätigkeit entstehen. Wirtschaft offenbart ein ganz anderes Gesicht als das heutige, wenn Menschen frei sind. Heutzutage erscheint es als eine Maschine, als die es betrachtet wird, an dessen Hebeln man ziehen, an dessen Stellschrauben man drehen müsse. Eine befreite Wirtschaft definiert sich jedoch als Raum freier Menschen, die miteinander in Tauschbeziehungen treten. Dieses Gebilde wäre individualistisch und organisch wie ein zerbrechlicher Organismus, der sofort aus dem Gleichgewicht gerät, wenn durch staatliche Eingriffe mit der Macht des Gewaltmonopols oder durch die Politik einer Zentralbank eingegriffen wird. Denn sobald dies geschieht verzerren sich die Handlungen der Menschen, ihre Ziele, Werte, Mittel, Bedürfnisse, Chancen und Perspektiven.

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