Montag, 25. April 2016

Augstein spricht die Wahrheit!

Augstein. Bild: Thomas Rodenbücher(CC BY 2.0)/flickr.com
von Kurt Kowalsky
Das Herrschaftssystem des Demokratismus verträgt Plebiszite nur insoweit sie von den Machthabern manipulierbar sind. Das ist spätestens dann nicht mehr der Fall, stehen alle Regierungsentscheidungen, außer die des Plebiszits, stets zur Disposition.

Die Menschenbefragung, liebe Volksgenossinnen und Männer, hat nur dann Relevanz, befragt der Friseur den Kunden nach dem eigenen (sic!) Haarschnitt. Lässt er die Wartenden im Salon darüber abstimmen, bekommt das Barbier-Paradoxon von Russell eine völlig andere Wendung.

Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Die Frage wäre dann: Gibt es noch jemand, der sich nicht selbst rasierte? Natürlich nicht.

Aber genau das wollen ja die Menschenbefrager nicht haben. Wer heute nach Volksabstimmung ruft, fühlt sich auf der Seite einer echten oder vermeintlichen Mehrheit, mit dieser er die Minderheit zwingen könnte. Fühlte er sich auf der Seite der Überstimmten, wäre es irrational, eine Volksabstimmungen zu fordern.

Da gibt es ja den Witz, in dem Tünnes und Schäl sich vor einem Kuchenteller wiederfinden. Ganz offensichtlich sind die beiden letzten Stücke jedoch nicht gleich groß. Tünnes bietet dem Schäl an, die erste Wahl zu haben. Schäl will Tünnes den Vortritt lassen. Und so geht die Sache eine Zeitlang hin und her.

Dann nimmt Schäl das Angebot an und greift zu, indem er das größere Stück nimmt.

Tünnes ist empört: "Du gieriger Affe, du. Kannst wohl den Hals nicht voll bekommen."

Schäl fragt zurück: "Sag nur, dass du an meiner Stelle das kleinere Stück genommen hättest?"

Tünnes: "Aber selbstverständlich!"

Schäl: "Nun, das hast du ja jetzt." smile emoticon

Genug der schlechten Witze.

Da mir Herr Augstein und das übrige demokratische Gesindel diesen ominösen Gesellschaftsvertrag mit meiner Unterschrift nicht vorlegen können, erübrigt sich für mich jede weitere Diskussion darüber, welche Regeln bei der Massenvergewaltigung gelten sollen.

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