Samstag, 30. April 2016

Wie viele Museen braucht die Bundeswehr?

von Jan Rehschuh (Eigenes Werk) [GFDL oder
CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

unserem Staat fällt es schwer, Einrichtungen zu schließen, die nicht mehr benötigt werden. Werden Schließungspläne bekannt, formieren sich im politischen Raum sogleich Kräfte, die sich gegen solche Überlegungen stemmen. Und damit haben sie meistens Erfolg.

Eine solche Einrichtung, über deren Schließung seit Jahren diskutiert wird, ist die Wehrtechnische Studiensammlung der Bundeswehr. Die kennen Sie nicht? Nun, das geht fast jedem so, die muss man nicht kennen. Bei der Studiensammlung, die sich in einer alten Kaserne in Koblenz befindet, handelt es sich um eine Art Museum, dessen Schwerpunkt auf der Wehrtechnik liegt. Die Studiensammlung verfügt über 22.000 Sammlungsgegenstände zur Entwicklung von Wehrtechnik, Waffen und Ausrüstung. Ein kleiner Teil davon wird in einer Ausstellung präsentiert, die auch öffentlich zugänglich ist.

Mittwoch, 27. April 2016

Akademie der Freiheit: Schnell anmelden!

Terminhinweis
Die Idee.
- Philosophie, Politik, Ökonomie.
- Debatten, Vorträge, Planspiel.
- Debattentraining, Interviewtraining, Schreibtraining.
- Unternehmer, Journalisten, Politiker.
- Lehnin, Potsdam, Berlin.
- 12 Denker der Freiheit
- 20 Stipendien der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung.

In unserem Alltag spielen wirtschaftliche Zusammenhänge eine sehr große Rolle – doch wieviel verstehen wir wirklich davon?

Veranstaltungshinweis: Bessere Bildung für alle ohne Staat

Hinweis der Libertären Liste Erlangen-Nürnberg
Tomasz M. Froelich, u.a. Chefredakteur von Freitum, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Austrian Institute of Economics and Social Philosophy und Autor bei eigentümlich frei, wird am Freitag, den 29. April 2016, sein Buch „Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat“ an der WiSo, Raum 0.143, an der Universität Erlangen-Nürnberg vorstellen.

In seinem Vortrag wird er sich damit beschäftigen, wie Bildungssysteme ohne den Staat funktionieren können, höhere Bildungschancen bieten und erschwinglich für alle wären.

Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile eines entstaatlichten Bildungswesens.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende für unsere Hochschulgruppe würden wir uns freuen.

Das Buch kann hier erworben werden.

Auch Facebook findet man Informationen zur Veranstaltung, welche hier zu finden sind.

Dienstag, 26. April 2016

Frauke Petry (AfD): "Zwischen Freiheit und Vaterland"

Die Sons of Libertas stellten Frauke Petry (AfD) im Rahmen einer Veranstaltung der ''Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz'' einige kritische Fragen. Frauke Petry ist eine deutsche Politikerin, promovierte Chemikerin und Unternehmerin. 2013 wurde sie eine von drei Parteisprechern der Alternative für Deutschland und Vorsitzende der AfD Sachsen; seit 2014 ist sie Mitglied des Sächsischen Landtags.

Rezension: Eine kurze Geschichte der Menschheit, ohne Blatt vor dem Mund

Das Buch kann hier bestellt werden.
Hubert Milz rezensiert
Hans-Hermann Hoppe: Eine kurze Geschichte der Menschheit: Fortschritt und Niedergang, 132 Seiten, 16,90 Euro, Lichtschlag.
Hans-Hermann Hoppe bietet dem Leser mit diesem Buch einen atemberaubenden 'Parforceritt' durch die Menschheitsgeschichte. In einem konsequent dichten Text fasst Hoppe die Erkenntnisse der anthropologischen Forschung zur Menschheitsgeschichte zusammen. Aus dieser Entwicklungsgeschichte zieht Hoppe Schlussfolgerungen über und für das Gemeinwesen; Schlussfolgerungen, mit denen er gegen etliche Ansichten des heutigen Hauptstroms der Meinungsmacher bürstet.

Hoppe schildert, dass der Ursprung des modernen Menschen als 'Jäger und Sammler' in den üppigen Regionen Afrikas zu verorten ist, wo die Natur den Tisch reichlich für die 'Jäger und Sammler' gedeckt hatte.

Seine Schilderungen stellen klar, dass jene ursprünglichen 'Jäger und Sammler' der Steinzeit mit dem verklärenden Bild des 'edlen Wilden' à la Jean-Jacques Rousseau keine Berührungspunkte haben. Vielmehr wird es ständigen Zwist, Streit und Kampf zwischen den verschiedenen Horden der 'Jäger und Sammler' um die besten Jagd- und Sammelreviere gegeben haben; denn auch das beste Revier kann nur eine kleine Horde ernährt haben.

Montag, 25. April 2016

Augstein spricht die Wahrheit!

Augstein. Bild: Thomas Rodenbücher(CC BY 2.0)/flickr.com
von Kurt Kowalsky
Das Herrschaftssystem des Demokratismus verträgt Plebiszite nur insoweit sie von den Machthabern manipulierbar sind. Das ist spätestens dann nicht mehr der Fall, stehen alle Regierungsentscheidungen, außer die des Plebiszits, stets zur Disposition.

Die Menschenbefragung, liebe Volksgenossinnen und Männer, hat nur dann Relevanz, befragt der Friseur den Kunden nach dem eigenen (sic!) Haarschnitt. Lässt er die Wartenden im Salon darüber abstimmen, bekommt das Barbier-Paradoxon von Russell eine völlig andere Wendung.

Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Die Frage wäre dann: Gibt es noch jemand, der sich nicht selbst rasierte? Natürlich nicht.

Sonntag, 24. April 2016

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 2: Widerstand

Steven Pinker. Foto: Steven Pinker
(Rebecca Goldstein) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz (Murray-Rothbard-Institut)
»Für das größte Blutbad aller Zeiten war vorwiegend ein einziger Mann verantwortlich [nämlich Adolf Hitler]. […] Aber Hitler war nicht der einzige Tyrann, dessen Besessenheit Zigmillionen Menschen das Leben kostete [Hinweis auf Stalin und Mao].«[1]

Diese Behauptung steht im Kontext von Pinkers These, Zeitpunkt und Größenordnung von Kriegen seien weitgehend zufällig.[2] Das Blutbad des 20. Jahrhunderts »könnte […] demnach eine Art Laune des Schicksals gewesen sein«.[3] Die Kennzeichnung eines Ereignisses als »zufällig« oder »Laune des Schicksals« macht dessen Analyse unmöglich. Wer ein zufälliges Ereignis auf einen Verursachungszusammenhang zurückführt, unterliegt dem magischen Weltbild. Ein Ereignis andererseits voreilig als unerklärlich und zufällig zu stigmatisieren, bedeutet, die Analyse seiner Entstehung und damit der Möglichkeit einer Prävention einen Riegel vorzuschieben, wenn es sich um ein unerfreuliches Ereignis handelt. Im Fall von Stalin, Hitler und Mao ist leicht zu durchschauen, warum Pinker die mit ihren jeweiligen Namen verbundenen Grausamkeiten, Massenmorde und Kriege gern dem Zufall vereinzelter kranker Psychen zuschreiben will: Sie dürfen nicht aus dem Prinzip oder der Struktur des Staats folgen, will man an der grundsätzlich befriedenden Wirkung des Leviathans festhalten. Krieg und Massenmord dürfen also keine Gründung in ökonomischen Interessen von staatlichen Eliten haben, sie dürfen nicht der Logik von Kollektivschuld und »Prügelknaben« haben. Pinker geht davon aus, dass eine durch alle Bürger uneingeschränkt als gültig anerkannte Staatlichkeit die Entwicklung hin zu weniger Gewalt antreibe. Die Gewaltorgien der Staatlichkeit im 20. Jahrhundert auf ihre Gründe hin zu analysieren, würde ihn damit konfrontieren, dass es Mechanismen im Leviathan gibt, die zu einem »Rückfall in die Barbarei«[4] führen. Dennoch sind die zitierten wenigen Worte von Pinker ein Eigentor, sogar dann, wenn man ihre Aussage an sich nicht in Zweifel zieht:[5]

Samstag, 23. April 2016

Erst Goldhausse, dann Silberhausse, jetzt Platinhausse

Marktkommentar von Claus Vogt
Die Edelmetallhausse geht in die Breite 
In den ersten Wochen des Jahres 2016 habe ich an dieser Stelle vor allem über die neue Goldhausse geschrieben, deren Beginn ich kurz vor Weihnachten 2015 in einer Themenschwerpunkt-Ausgabe prognostiziert und mit nicht weniger als 26 Argumenten ausführlich begründet habe. 

In den vergangenen Wochen rückte dann zusätzlich Silber in den Fokus meiner Analysen. Vorige Woche hieß es dazu dann in meinem Marktkommentar: „Der Ausbruch aus einer Schulter-Kopf-Schulter-Bodenformation ist erfolgt, ein klares bullishes Signal. (…) Damit ist jetzt auch bei Silber der Weg nach oben frei.“

Freitag, 22. April 2016

Hohe Leerstände von staatlichen Gebäuden

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

viele dem Staat gehörende Gebäude werden für kürzere oder längere Zeit nicht genutzt und stehen leer. Das scheint aber niemanden sonderlich zu stören. Es ist an der Zeit, dass die verantwortlichen staatlichen Stellen sich stärker als in der Vergangenheit darum bemühen, solche Leerstände möglichst zu vermeiden. 

Der deutsche Staat besitzt eine Vielzahl von Immobilien, welche er zur Unterbringung seiner vielen Behörden benötigt. Vor einigen Jahren kam es zu einer Strukturreform in diesem Bereich. Die bisher für die Verwaltung der Liegenschaften zuständigen Behörden wurden im Bund und in fast allen Ländern in Staatsbetriebe umgewandelt. Mehr kaufmännisches Denken, mehr Wirtschaftlichkeit sollten dadurch bei den staatlichen Immobilien Einzug halten.

Aus den Akten Pinker vs. Anarchie 1: Das Parfüm der Gewalt

Steven Pinker. Foto: Steven Pinker
(Rebecca Goldstein) [CC BY-SA 3.0],
via Wikimedia Commons
von Stefan Blankertz (Murray-Rothbard-Institut)
Stellen wir uns vor: Im Jahr 101945[1] stößt ein Ethnohistoriker auf den Roman »Das Parfüm« von Patrick Süskind.[2] Da Romane seiner Auffassung nach »irgendwie« die soziale Wirklichkeit in ihrer Zeit widerspiegeln, schließt er aus diesem, dass es in der grauen Vorzeit üblich gewesen sein müsse, Jungfrauen zu töten, um aus ihnen Parfüm zu gewinnen. Dadurch sensibilisiert gräbt ein Kollege den Krimi »Leichenschmaus« von Brigitte Glaser aus.[3] In ihm spornt ein Meisterkoch seine von Depression bedrohte Kreativität an, indem er aus dem Fleisch von zuvor durch ihn getöteten Mitmenschen Hochgenüsse für seine Restaurantgäste zaubert. Noch ist die Fachwelt skeptisch, inwieweit diese zugegebenermaßen fiktiven Texte Rückschlüsse auf die Realität des zwanzigsten Jahrhunderts zulassen. Da taucht die Prozessakte eines »Kannibalen von Rotenburg«[4] auf und alle Zweifel sind wie weggeblasen.

In analoger Art geht Steven Pinker vor in seinem Buch »Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit«,[5] um zu beweisen, dass das Gewaltniveau[6] in prähistorischer Zeit und in staatenlosen (anarchischen) Gesellschaften höher sei als unter den schlimmsten Terrorherrschaften.[7] Auf der einen Seite präsentiert er splatterhaft und pornografisch anmutende Anekdoten, ohne einen einzigen Gedanken an ihre Fähigkeit preiszugeben, verallgemeinerbare Aussagen über frühere Zeiten zu machen. Wie achtlos er dabei vorgeht, zeigt sich etwa auch darin, dass er die »Eiserne Jungfrau« als frühneuzeitliches Folterinstrument beschreibt, obgleich es sich dabei sehr wahrscheinlich um einen Mythos handelt.[8] Auf der anderen Seite stehen Statistiken und Grafiken mit Zahlen, über deren Zustandekommen er meist auch kein Wort verliert. Die Leser sollen sie wohl, eingestimmt durch die Anekdoten, hinnehmen und glauben.

Donnerstag, 21. April 2016

Roman zur Finanzkrise: Brillantes Erstlingswerk

Das Buch kann hier bestellt werden.
Rezension von Ulrich Wille
Frank Jordan: Die Ministerin: Kein Fall für Carl Brun, 404 Seiten, 19,90 Euro, Lichtschlag.
Der schmierige Zürcher Skandaljournalist Bernd Bickler wird auf einem Hausboot in Bern erschossen aufgefunden. Carl Brun vom Schweizer Inlandsgeheimdienst ermittelt mit seinem Team, obwohl er eigentlich schon auf dem Abstellgleis steht und seine Einheit aufgelöst werden soll. Dass es um mehr als einen einfachen Mord geht, ist ihnen allen klar. Aber welche Dimensionen der Fall wirklich hat und dass sie dabei sind, die Hintergründe der weltweiten Finanzkrise aufzudecken, wobei die Spuren nicht nur in die höchsten Kreise von Politik und Hochfinanz führen, sondern noch weit darüber hinaus, das übersteigt dann doch ihre Vorstellungskraft... 

Ein Roman zur Finanzkrise – da mag man das Schlimmste befürchten. Der Schweizer Autor Frank Jordan hat aber mit seinem Erstling „Die Ministerin“ einen spannenden Verschwörungs-Thriller vorgelegt. Er erzählt in personaler Multiperspektive und versteht es meisterhaft, in die Haut eines Investmentbankers, einer Geheimdienstmitarbeiterin, eines desillusionierten Ermittlers, eines intriganten Strippenziehers im Hintergrund und der Schweizer Außenministerin zu schlüpfen. Keine der Figuren ist richtig gut, keine nur böse, sie alle verfolgen ihre eigenen Interessen und wähnen sich auf dem Weg zum Ziel, während der Leser die Katastrophe am Horizont schon kommen sieht. Angesichts der Vielzahl der Protagonisten (unter denen der aufmerksame Leser den ein oder anderen Bekannten ausmachen wird) wundert er sich, dass er nicht den Überblick verliert – die Lebendigkeit der Figuren macht es möglich.

Ziegenficker wegen Kriegsverbrechen und Unterstützung terroristischer Vereinigungen angezeigt!

Regierungssprecher Seibert. Foto: von
Re: Publica (Flickr: Steffen Seibert)
[CC BY 2.0], via Wikimedia Commons
von Kurt Kowalsky
Nach gewöhnlich gut unterrichten Kreisen, haben mehrere Menschenrechtler einen der prominentesten Sodomisten des 21. Jahrhunderts wegen fortgesetzten Verstoßes gegen § 1 VStGB angezeigt.

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof ist nach § 120 Abs. 1 Nr. 8 GVG i.V.m. § 142a Abs. 1 GVG in der Bundesrepublik Deutschland für die Verfolgung von Straftaten nach dem deutschen Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) originär zuständig.

Ein Sprecher des Bundesministeriums für Justiz bezweifelte, dass der Generalbundesanwalt in diesem Jahrhundert noch dazu käme, sich der Anzeige anzunehmen. Solange der Generalbundesanwalt in Sachen NSA-Spionage noch auf gerichtsfeste Beweise warte, könne er keinen zusätzlichen Fall annehmen.

Sachdienliche Hinweise erbittet Herr Frank an: Bundesanwaltschaft, Brauerstraße 30,76135 Karlsruhe. Wenn er sich nicht in seinem Büro befände, würde er in der Kantine im 5. Obergeschoss warten.

Bereits die Anzeigen gegen andere Kriegsverbrecher mussten eingestellt werden, weil ein Neonazi vor einem Flüchtlingsheim vorsätzlich eine deutsche Bananenschale ausgelegt hatte.

Merkels ''Rechtsstaat''

Trump lauert schon.
von Jorge Arprin
Angela Merkel hat sich höchstpersönlich dazu entschieden, Ermittlungen gegen Jan Böhmermann zuzulassen. Einige Leute, darunter auch die, die gegen eine Anklage Böhmermanns sind, finden die Entscheidung gut, da Merkel damit den Rechtsstaat hat walten lassen. Diese Behauptung ist bemerkenswert: Wenn es für ein Gesetz eine Ermächtigung der Kanzlerin braucht, um Ermittlungen einzuleiten, wäre es eben kein Bruch des Rechtsstaats gewesen, wenn Merkel die Ermächtigung verweigert hätte. Sie hätte ohne jede Schwierigkeiten die Ermittlungen gegen Böhmermann verhindern können und darüber hinaus den unsinnigen Paragraphen 103 abschaffen können. Man erinnere sich nur mal daran, wie schnell während der Beschneidungsdebatte juristische Fakten geschaffen werden konnten.

Mittwoch, 20. April 2016

Libertäre aller Länder, vereinigt euch!

Typisch libertäre Debatte. Foto: mimiandeunice.com
von Philipp Rosipal
Habe ich da gerade „Libertäre aller Länder“ geschrieben? Libertäre aller ‚Länder‘? Das wird den Anarchisten wohl nicht sehr gefallen, schätze ich. Sicherlich werden sie mich jetzt auf Facebook blockieren, melden und dann schreiben, ich sei kein echter Libertärer, weil ich für Nationalstaaten bin. Mit dem Aufkommen der Flüchtlingskrise und anderer vom Staat inszenierter Probleme, beobachte ich immer öfter, wie sich unsere kleine Gruppe von Querdenkern mehr und mehr gegenseitig die Fresse poliert. Nun, es ist nicht so, dass ich etwas gegen eine schöne, große Pausenprügelei zwischen Anarchisten und Minarchisten zu Themen wie beispielsweise „Wie groß soll der Staat sein?“ hätte, aber in diesen turbulenten Zeiten müssen wir Libertäre, Anarchisten und klassisch Liberale geschlossen agieren.

Schlampiger Umgang der Wohlfahrtsverbände mit staatlichen Finanzhilfen

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

Jahr für Jahr erhalten die Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege eine Menge Geld aus öffentlichen Kassen, mit dem sie zum Teil sehr eigenwillig umgehen. Bei mehr Markt im Sozialbereich könnte in späteren Jahren ganz auf die staatliche Unterstützung der Wohlfahrtsverbände verzichtet werden.

Zu den großen Verbänden der Wohlfahrtspflege in Deutschland zählen die Caritas, die Diakonie, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische Wohlfahrtsverband. Sie haben jeweils eine Fülle von Mitgliedsverbänden bzw. -organisationen, die alle gemeinnützig sind und sich im sozialen Bereich und im Gesundheitswesen betätigen. Die beiden größten Verbände, nämlich Caritas und Diakonie, die von den Kirchen getragen werden, erzielen zusammen einen Jahresumsatz von 45 Milliarden Euro bei einer Mitarbeiterzahl von jeweils rund einer halben Million.

Dienstag, 19. April 2016

Wirtschaftsweisen unterstützen geldpolitischen Irrsinn der EZB

Die Wirtschaftsweisen 2015. Foto: Sachverständigenrat.
Marktkommentar von Claus Vogt
Sachverständigenrat sieht kein Problem – wie immer 
Die „führenden“ deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute halten die expansive Geldpolitik der EZB für angemessen, las ich diese Woche kopfschüttelnd in der Presse. Eine gefährliche Überhitzung aufgrund der Nullzinspolitik gebe es nicht, auch nicht an den Finanz- und Immobilienmärkten, so die Gemeinschaftsdiagnose der vier Institute in ihrem Frühjahrsgutachten. Also alles gut in deutschen Landen? Mitnichten. 

Die „Wirtschaftsweisen“ reden ihrem Auftraggeber nach dem Mund 

Denn soweit ich mich erinnern kann, haben die als „Wirtschaftsweisen“ überhöhten Professoren des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ noch nie eine Krise vorhergesehen, ja noch nicht einmal eine stinknormale Rezession. Aber das ist natürlich auch zu viel verlangt. Wenn man in der Politikberatung reüssieren will und vielleicht gar auf ein kuscheliges und gut dotiertes Ämtchen bei der EZB, der Bundesbank, der EU, etc. spekuliert, dann muss man den Mächtigen der Welt schon nach dem Munde reden. Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing‘, heißt es dazu im Volksmund.

Majestätsbeleidigung entsorgen!

von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Zurzeit macht ein Erdogan-Schmähgedicht von Jan Böhmermann Schlagzeilen, da er auf einen Sachverhalt aufmerksam machte, der kaum jemandem bekannt ist: Majestätsbeleidigung ist in Deutschland noch immer strafbar. Schade, dass dafür ein künstlerisch wenig anspruchsvolles Gedicht hermusste und nicht das besser gelungene Lied “Putin, Putout” vom slowenischen Komiker Klemen Slakonja:



Ich finde: Satire darf alles. Außer unlustig sein, denn das ist ein Verbrechen an der Satire. Deswegen ist meine Kritik an deutschen Satirikern nicht ihre Satire an sich, sondern dass sie meistens nicht lustig ist. Spätestens nach der Weimarer Republik ist die deutsche Satire tot.

Montag, 18. April 2016

Veranstaltungshinweis: AnCap-Happening 2016

Hinweis von Uwe Werler
Am 23. und 24. April 2016 treffen sich wieder Anarchokapitalisten zum Ancap-Happening in Storkow/Mark. 

Wie schon in den vergangenen Jahren, kann auch das diesjährige Happening mit einer beeindruckenden Rednerliste aufwarten: Stefan Blankertz, Philipp Bogensberger, Uwe Werler, Christoph Heuermann und Rahim Taghizadegan geben Impulse für ein Leben ohne Staat. 

Die Teilnahme kostet 100 Euro inklusive Verpflegung (ermäßigt 75 Euro).

Kurzentschlossene aufgepasst: Dank einer Spende wird unter den nächsten Anmeldungen noch eine Freikarte zum AnCap-Happening verlost. Der Glückliche wird dann persönlich benachrichtigt.

Meinungsfreiheitsheuchler: Wo waren sie bei Pirinçci?

Hatte keine Rückendeckung: Pirinçci.
Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons /
CC BY-SA 3.0 DE [CC BY-SA 3.0 de],
via Wikimedia Commons
von Michael Werner
Wir halten fest: Auch wenn ich alle existierenden Gesetze zu "Gedanken- und Meinungsverbrechen" aus tiefster Überzeugung ablehne, gelten sie nun mal, und das muss man jetzt als Tatsache zugrunde legen.

Jan Böhmermann hat demnach - wissentlich und sogar mit Ansage, also vorsätzlich - eine Straftat begangen. Nun soll er für diese Straftat juristisch belangt werden, und plötzlich kommen aus allen Löchern irgendwelche Salon-Widerständler gekrochen und schwingen sich zu Verfechtern der Meinungsfreiheit auf, obwohl diese Geschichte (nach geltender Rechtslage) mit Meinungsfreiheit so gut wie nichts zu tun hat.

Wo waren all diese selbsternannten Freiheitskämpfer eigentlich letzten Herbst, als zur Hexenjagd und öffentlichen Hinrichtung von Akif Pirinçci geblasen wurde, und zwar wohlgemerkt wegen etwas, das er gar nicht gesagt hat? Die gleichen Leute, die jetzt Jan Böhmermann zur Seite springen, haben damals bei Akif sogar mehrheitlich "kreuzigt ihn" gebrüllt!

Man stelle sich mal das Szenario vor, dieses "Gedicht" wäre nicht von Jan Böhmermann im ZDF vorgetragen worden, sondern von Akif Pirinçci auf einer Pegida-Demo oder von Beatrix von Storch beim AfD-Parteitag. Na, hättet Ihr dann auch alle was von "Meinungsfreiheit" gestammelt, wenn es denen dafür an den Kragen gegangen wäre? Oder hätte Angie in diesem Fall Eurer Ansicht nach gar nicht schnell genug der Staatsanwaltschaft grünes Licht geben können?

Sonntag, 17. April 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 15/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über den Hero Böhmermann:
Siehst Du, Böhmermann: Hättest Du in eine Kirche gekackt und den Zar beleidigt, Du wärst als öffentlich-rechtlicher Hero in die Geschichte eingegangen. So wirst Du nun eben geköpft.

Über falsche Märtyrer der Meinungsfreiheit:
Finde es eigentlich nur ich gruselig, dass nun ein GEZ-Haudrauf zum Märtyrer der Meinungsfreiheit stilisiert wird, nicht etwa weil er den eigenen Herrschenden auf die Schuhe pinkelt, sondern dem Sultan eines anderen Volkes schmäht und im Anschluss versucht, sich unter den Rock der Kanzlerin zu retten? An Ausgüssen von Hofschranzen hat es nun in diesem Lande wahrlich selten gemangelt.

Popularität im Netz: Ranking der Internetmedien

Bild: Alexa Internet,
via Wikimedia Commons
von Tomasz M. Froelich
Auf Alexa.com lässt sich die Popularität von Internetseiten messen. Dabei wird auch für verschiedene Länder ein eigener „Traffic Rank“ ermittelt, der einen Anhaltspunkt, wenn auch keine exakte Genauigkeit, über die Besucherzahlen der jeweiligen Internetseiten aufzeigt.

Wir haben unseren Traffic Rank ermittelt. Um das besser einordnen zu können, haben wir uns auch die Traffic Ranks anderer bekannter deutscher Internetseiten angeschaut - Tageszeitungen, Wochenmagazine, Monatsmagazine und Internetplattformen aus dem Bereich Politik und Wirtschaft. Neben Mainstreammedien haben wir auch viele alternative Medienangebote, zu denen ja auch wir zählen, berücksichtigt. 

Dabei kam folgendes Ergebnis heraus (hinter dem Namen des Mediums steht der Alexa-Rang für Deutschland, Stand 16. April 2016):

Samstag, 16. April 2016

Neues aus dem Elfenbeinturm (2. Folge)

Das neue Podcast-Format mit Stefan Blankertz, Philipp Bogensberger und Martin Dulski. Themen diesmal: Grenzen, Donald Trump, AfD, Schulsystem und viele mehr.

Wegwerfen ist Menschenrecht!

Wegwerfen erlaubt! Foto: CC0
Public Domain/Pixabay/OpenIcons
von Tommy Casagrande
Es ist ein Menschenrecht, wegzuwerfen, was einem gehört. Das gilt auch für Lebensmittel. Es ist hingegen kein Menschenrecht, Menschen mit dem Staat von Verhaltensweisen zu "befreien", die Bestandteil des Menschenrechtes sind. Bewusstseinsbildung kann man natürlich immer machen, aber man muss damit leben können, wenn sie nicht den gleichen "Erfolg" erzielt wie ein totalitäres System.

Mit "Argumenten" wie, dass anderswo Menschen verhungerten, braucht man indes nicht anzukommen. Menschen verhungern auf der Welt, weil es in solchen Ländern keine ausreichende Marktwirtschaft und individuelle Freiheit gibt, um das eigene Leben materiell verbessern zu können. Wer vom Staat abhängig ist, kämpft meist ums Überleben. Die Abtrennung des eigenen Lebens von staatlicher Abhängigkeit würde es verbessern.

Freitag, 15. April 2016

Forum Freiheit 2016: Zerfällt die Europäische Union? Zwischen Überzentralisierung und Desintegration

Bild: Forum Freiheit
Veranstaltungshinweis
Die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft lädt am 19. April 2016 als federführender Partner einer lockeren Allianz von verschiedenen Organisationen und Vereinen zum achten Forum Freiheit nach Berlin ein.

Unter anderem mit Carlos A. Gebauer, Erich Weede, Robert Nef, Prof. Dr. Gerd Habermann, Henning Lindhoff und vielen mehr.

Die Austrians kehren zurück: Das neugegründete ,,Austrian Institute'' stellt sich vor

AI - Austrian Institute
Hinweis der Freitum-Redaktion
Erfreuliche Nachrichten gibt es aus Wien zu vernehmen. In der Heimat der Österreichischen Schule der Ökonomie hat ein neues Institut seine Arbeit aufgenommen, das sich für freie Märkte und eine freie Gesellschaft einsetzt - das Austrian Institute of Economics and Social Philosophy

Gründer und Präsident des Austrian Institute ist Prof. Dr. Martin Rhonheimer. Zu seinem Team gehören Prof. Dr. Jörg Guido Hülsmann (wissenschaftlicher Berater), Tomasz M. Froelich (wissenschaftlicher Mitarbeiter), Eva Demmerle (Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit) und Martin Prikoszovich (IT, Social Media).

Auch prominente Gastautoren werden Beiträge liefern, die man auf der Homepage des Instituts wird abrufen können. So findet man dort schon jetzt Beiträge von Prof. Dr. Erich Weede, Prof. Dr. Ricardo Hausmann, Konrad Hummler und Norbert F. Tofall.

Donnerstag, 14. April 2016

Neues aus dem Elfenbeinturm (1. Folge)

Das neue Podcast-Format, unter anderem mit Stefan Blankertz, Philipp Bogensberger und Karl Heinz Spack. Themen: Minimalstaat vs. Anarchie, Steven Pinker und die Entstehung des Staates, natürliche Ordnung, Kolonialismus, und vieles mehr.

Dienstag, 12. April 2016

Böhmermann und Erdoğan: Meinungsfreiheit statt Mimosenschutz!

By Franz Richter (User:FRZ) (Own work,
(taken with Nikon D60 SLR-Digitalkamera))
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von Tomasz M. Froelich
Nein, das Bedürfnis mich mit Jan Böhmermann zu solidarisieren, habe ich zu keiner Sekunde verspürt. Und das trotz meines uneingeschränkten Bekenntnisses zur Meinungsfreiheit. Ich solidarisiere mich eben nur mit Menschen, die ich halbwegs mag. Böhmermann mag ich nicht. Der Mann wird durch Zwangsgebühren finanziert, ohne dass ich ihn auch nur annähernd unterhaltsam oder witzig finden würde. Der Humor des Zeitgeistes, für den Böhmermann und der ganze öffentlich finanzierte Komödiantenstadl steht, ist nun mal nicht der meinige. 

Dass Böhmermann nun zu einem Helden stilisiert wird, kann ich nicht nachvollziehen. Mit Heldentum assoziiere ich Mut. Den kann ich bei Böhmermann bei bestem Willen nicht erkennen, nimmt er doch zumeist eh nur jene aufs Korn, die man problemlos aufs Korn nehmen darf, wenn man nicht allzu sehr anecken möchte: AfD - blöd, Pegida - noch blöder, Putin und Erdoğan - am blödesten. Klingt alles ein wenig wie in Oliver Welkes primitiver Heute-Show, über die ich einfach nicht lachen kann. Aber vielleicht bin ich ja auch nur eine humorlose Spaßbremse.

Nichtsdestotrotz gilt, dass in einer freien Gesellschaft alles geäußert werden dürfen sollte. Alles! Schlechte Witze, derber Humor, bekloppte Meinungen, ja selbst wüste Beleidigungen. Wenn Böhmermann den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in einem Schmähgedicht als ''Ziegenficker'' beleidigt, dann ist das zwar schlechter Stil, sollte aber dennoch sein gutes Recht sein.

Der US-Dollar fällt – Gold steigt

Marktkommentar von Claus Vogt
Beachten Sie die wichtige Trendwende an den Devisenmärkten 
„Ein fallender US-Dollar ist bullish für Gold.“ Diese Aussage liest man immer wieder. In dieser Absolutheit stimmt sie natürlich nicht, aber sie beschreibt doch einen häufig zu beobachtenden Zusammenhang. Deshalb möchte ich Sie heute auf eine sehr wichtige Trendwende hinweisen, die an den Devisenmärkten stattgefunden hat und eine generelle Dollarschwäche ankündigt.

Montag, 11. April 2016

GEZ: Bericht aus der Heilanstalt

von Kurt Kowalsky
Da kommt ein Journalist in eine Anstalt für psychisch Kranke und Grenzdebile. Der Herr Journalist erkundigt sich nach den geltenden Kriterien für die Aufnahme, weil Debilität sich bekanntlich an den durchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten des Menschen ausrichte und man mit derartigen Bezugsgrößen Missbrauch treiben könne.

Der Anstaltsleiter führt ihn in die Waschräume, in denen eine mit Wasser gefüllte Badewanne steht. „Nun“, sagt der Professor, „es stehen Ihnen ein Fingerhut, eine Schöpfkelle und ein Eimer zur Verfügung, die Badewanne zu leeren. Welches Mittel würden Sie bevorzugen?“ – „Ich nehme natürlich den Eimer!“ – „Sehen Sie“, sagt der Anstaltsleiter, „durchschnittlich intelligente Menschen, bis zu den Menschenaffen hinunter, würden den Stöpsel ziehen“.

In der Zeitschrift „Die Welt“ schrieb der Medienredakteur Meier über die „Gebühren-Rebellin“ Baumert, dass es gute Gründe gebe, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisch zu begleiten. Weiter meint Meier, dass eine Erzwingungshaft nicht im Sinne der Rundfunkanstalten sei.

Das Geheimnis zum raschen Erwerb einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in Panama

Eine Privatinsel: Warum nicht? Foto: By M M from Switzerland
(Bocas del Toro, Panama) [CC BY-SA 2.0],
via Wikimedia Commons
von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Panama begeistert nicht nur als eines der freiesten Länder der Welt. Neben seiner natürlichen Schönheit begeistert es auch als eines der Länder der Welt, indem man am einfachsten eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erlangen kann. Wie das möglich ist berichtet dieser Artikel.

Für Bürger westlicher Nationen ist der Erwerb einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in Panama ein Klacks.

Das liegt am „Friendly Nations“-Visa-Programm, auf das wir noch zu sprechen kommen. Doch selbst dem Rest der Welt steht Panama offen gegenüber: mit einem Investment in Tropenhölzer kann jeder permanente Residenz und eventuell panamenische Staatsbürgerschaft erlangen – und gleichzeitig eine gute Rendite einfahren. Für 48 Staaten gilt das zu erst vorgestellte „Friendly Nations“-Programm, alle anderen können per Investment jedoch ebenfalls in Panama leben.

Sonntag, 10. April 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 14/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
(Nachdem Michael Auksutat von den Ex-Stasi-Neoberufsdenunzianten auf Facebook gesperrt wurde, ist er nun wieder ''frei'', mit neuen Statements.)

Über die Prioritäten des Verfassungsschutzes:
Der Verfassungsschutz meldet, er habe den IS unterschätzt. Das kann passieren. Bei einer Einrichtung, die primär damit beschäftigt ist V-Männer in ihren Wohnmobilen zu ... äh ... besuchen und scharfzüngige Berichte über 1500-Mann-Parteien zu verfassen. Da kann man sich nicht noch irgendwelchen tatsächlichen Bedrohungen widmen.

Über besorgte Warner der Arbeiter:
Sind eigentlich jene, die das Auto des Arbeiters vollständig entwerten, indem sie beispielsweise durch eine blaue Umweltplakette die Zufahrt in die Innenstädte verhindern, die gleichen, die ihm ein Jahr später soziale Gerechtigkeit und Schutz vor dem Raubtierkapitalismus versprechen?

Vier Gründe, warum Panama zu den freiesten Ländern der Welt gehört

Foto: CC0 Public Domain/Pixabay/agenius1st
von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Für alle, die sich internationalisieren wollen, bietet Panama viele Vorteile. Es ist nicht nur ein empfehlenswerter Finanzplatz zum Offshore-Banking, sondern auch eines der einfachsten Länder weltweit für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Selbst die Staatsbürgerschaft Panamas kann man immer noch recht einfach erlangen. Hinzu kommen viele gute Investment-Möglichkeiten, Geschäftschancen in vielen Sektoren und eine teils ziemlich hohe Lebensqualität.

Über all diese Möglichkeiten soll beizeiten aber gesondert berichtet werden. Für heute möchte ich Panama als freiestes Land des amerikanischen Kontinentes loben. Panama hat für freiheitlich denkende Menschen einiges zu bieten, was sie sich zu Hause kaum vorstellen könnten. Lediglich der Service ist noch etwas verbesserungswürdig. Die Mühlen mahlen hier langsamer – Bürokratie ist so eine Sache.

Samstag, 9. April 2016

Unternehmensbeteiligungen des Staates

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

zur Erfüllung ihrer Aufgaben haben Bund und Länder eine Vielzahl von Gesellschaften des Privatrechts gegründet oder sich an bestehenden Gesellschaften beteiligt. Bei der Steuerung dieser vielen staatlichen Beteiligungen ergeben sich jedoch häufig Probleme.

Die Voraussetzungen, unter denen der Bund oder die Länder eine Beteiligung an einer Gesellschaft des Privatrechts eingehen dürfen, sind nicht allzu streng. Zum einen muss nach geltendem Haushaltsrecht ein wichtiges staatliches Interesse vorliegen, was von Politik und Verwaltung natürlich immer bejaht wird, wenn eine Beteiligung - ganz gleich aus welchen Gründen - gewollt ist. Zum andern muss die Einzahlungspflicht des Staates auf einen bestimmten Betrag begrenzt sein. Dem wird Rechnung getragen, indem man sich an Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Aktiengesellschaften beteiligt. Und schließlich müssen der Bund bzw. das jeweilige Land zur Sicherung des wichtigen staatlichen Interesses einen angemessenen Einfluss auf die Gesellschaft erhalten. Das geschieht über den Aufsichtsrat oder ein entsprechendes Überwachungsorgan.

Freitag, 8. April 2016

Sentimentindikatoren geben Verkaufssignale für die Aktienmärkte – Gold konsolidiert

Marktkommentar von Claus Vogt
Rezessionswarnung für die US-Wirtschaft bleibt bestehen 
Bei dem Kursanstieg an den Weltaktienmärkten, der am 11. Februar 2016 begonnen hat, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nur um eine Bearmarketrally, das heißt um eine vorübergehende Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Baisse. Das signalisiert unter anderem mein umfangreiches Prognosemodell, in das unter anderem die fundamentale Bewertung, Sentimentindikatoren, Zinsdifferenzen, Momentumindikatoren und makroökonomische Kennzahlen eingehen. Dieses Modell ist eindeutig bearish und deutet darauf hin, dass die Baisse an den Aktienmärkten noch sehr viel Platz nach unten hat.

Ein Tänzer als führender Wirtschaftstheoretiker

By Perikles (Own work) [GFDL or
CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
von Markus Fichtinger
Der in Österreich weltbekannte Agitator, Tänzer und Buchautor Christian Felber wird in österreichischen Schulbüchern als Wirtschaftstheoretiker auf einer Augenhöhe mit Friedman, Hayek, Keynes und Marx angeführt.

"Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen des Unterrichts auch zu einem kritisch reflektierenden Umgang hingeführt werden, sich selbst eine Meinung bilden zu können, halte ich persönlich in einer Demokratie für einen nicht zu unterschätzenden Wert.", so dazu die zuständige Beamtin im Unterrichtsministerium.

Demnächst werden daher also Alchemisten im Chemie-Buch, Astrologen im Physik-Buch und Kreationisten im Biologie-Buch angeführt werden, um alternative Theorien und Denkansätze der jeweiligen Wissenschaften für Schüler begreiflich zu machen. Das gebietet eben die "Demokratie".

Donnerstag, 7. April 2016

Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat

Vortrag von Tomasz M. Froelich
Freitum-Chefredakteur Tomasz M. Froelich hielt am 4. April 2016 beim Hayek-Club in Hannover einen Vortrag. Thema: ''Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat''. Der Vortrag wurde aufgezeichnet und kann hier angesehen werden.

Die totale Umvolkung

von Kurt Kowalsky
Da hat eines der sogenannten Urgesteine des Anarchokapitalismus einen anderen Anarchokapitalisten wegen des Wortes "Umvolkung" auf Facebook entfreundet. Und obwohl ich den Letzteren aus persönlichen Gründen überhaupt nicht mag, sagte er in seiner Video-Antwort, er benutze die Worte, welche er für richtig halte: "Umvolkung, Umvolkung, Umvolkung!"

Finde ich eine gute Idee. Das Wort "Umvolkung" ist wohl eine Wortprägung des Republikaners Prof. Karl Albrecht Schachtschneider. Ein gut gewählter Begriff, denn er beschreibt genau, was gemeint ist, denkt man in Kategorien wie ''Volk'' und ''Vaterland''.

Das deutsche "Kernvolk'' wird demnach von anderen Völkern umfasst. Und zwar auf eigenem Territorium und nicht aufgrund territorialer Nachbarschaft. Dieser Umstand ist bei mir hier schon längst Realität. Schätzungsweise 80 Prozent der mir benachbarten Bevölkerung ist mit Sicherheit nicht deutschstämmig. So gesehen wurde ich "umvolkt".

Mittwoch, 6. April 2016

Gedanken zu den Panama Papers

,,Kein Briefkasten ist illegal!''
von Jorge Arprin, ohne Rücksicht
Eine Nachricht, die derzeit in allen Medien die Schlagzeilen beherrschen könnte, könnte lauten: Datenschützer sind empört über massiven Datenklau in Panama. Eine Gruppe von privaten Ermittlern, die sich offenbar über das Gesetz stellt, hat rechtswidrig Millionen von Dokumenten veröffentlicht und damit die Privatsphäre und das Bankgeheimnis von Hunderttausenden Menschen verletzt. Mit Snowden-Masken und 1984-Plakaten versehen stehen die Datenschützer nun vor der Redaktion der Süddeutschen und skandieren: “Offshore-Konten sind ein Menschenrecht!”, “Kein Konto ist illegal!” oder “Je suis Panama” und fordern ein Ende des gläsernen Bürgers.

Dass nichts dergleichen passiert ist, liegt an einer Regel der Datenschützer: Aller Datenschutz ist gleich, aber mancher Datenschutz ist gleicher. Der Schutz von Bankkonten ist gleich, der Schutz von allen anderen Daten ist gleicher. Bankkonten sind nur solange geschützt, solange irgendein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit meint, das dortige Vermögen sei woanders besser “für die Gesellschaft” angelegt. Das Argument, auch Terroristen, Mafiosi, Drogenbosse und Diktatoren würden Offshore-Konten benutzen, ist angesichts der Tatsache, dass Eingriffe in andere Formen des Datenschutzes von den Datenschützern auch dann abgelehnt werden, wenn sie mit dem Schutz vor Kinderschändern oder Terroristen begründet werden, keine Erklärung für die Ungleichbehandlung der Daten.

Schon Deine Briefkastengesellschaft gegründet? Wie und wo ich staatenlos in einer Minute für 149$ inkorporiert habe

Unternehmensgründung im Land der Bisons einfach gemacht:
Wyoming. Bild: Dbenbenn [Public domain CC0],
via Wikimedia Commons
von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Irgendwann ist es Zeit. Irgendwann müssen gewisse Dinge erledigt werden. Wahrscheinlich ging Dir das auch schon so.

Für den Perpetual Traveler ist es irgendwann Zeit eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen. Denn ohne Wohnsitz vergeht er sich vielen Vorteilen, die die konsequente Ausschöpfung der zweiten Flagge birgt.

Falls er dabei aufs Geld verdienen angewiesen ist, ist bereits vorher die Zeit gekommen sein Unternehmen irgendwo anzumelden. Genauso ging es mir mit Staatenlos.

Natürlich kann man sein Start-Up erst einmal als Einzelperson führen, wenn man ohnehin abgemeldet ist. Während dies sehr unbürokratisch ist, tauchen schnell Herausforderungen auf. So ist man unbeschränkt mit seinem Vermögen haftbar, ist weniger professionell und hat mit vielen Online-Plattformen oder Kooperationspartnern Schwierigkeiten.

Montag, 4. April 2016

Industrielle Revolution und belehrende Städter: Der Hinterwäldler weiß es besser

Hartes Landleben. Foto:Deutsche Fotothek‎
[CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
von Holger Pinter
Da will mir doch ein neunmalkluger Städter erzählen, dass wir hier alles im Überfluss hatten, bis die industrielle Revolution die Menschen in die Städte lockte und die Welt kaputt machte.

Idiot! Das sage ich nicht. Ich bleibe ruhig und sachlich und erkläre ihm, dass uns die industrielle Revolution den Arsch gerettet hat. Dabei hat er Abitur. Ich verfüge über keine nennenswerte Schulbildung und verdiene meinen Lebensunterhalt als Einrichter für Exzenterpressen, und das ist nicht unbedingt Raketentechnik. Aber wie man zu einem Thema recherchiert, das hat er nicht gelernt. Er liest seine Illustrierte über das Landleben und sieht sich anschließend mit der Sense vor der untergehenden Sonne stehen. So richtig romantisch. Mit wehendem Haar und so.

Schon mal eine Wiese mit der Sense gemäht? Ich schon! Habe mir beim Schärfen den Daumen gespalten und mit meinem blutgetränkten Halstuch, welches ich mir darum gewickelt hatte, weiter gearbeitet. Das war kein Spaß. Ich musste fertig werden.

Sonntag, 3. April 2016

Im Visier der Copyrightjäger: Warum tun wir uns das eigentlich an?

Tomasz M. Froelich
von Tomasz M. Froelich
Wer aus dem Leben ein wenig mehr machen möchte, kann sich den Ärger kaum ersparen

Liebe Freunde der Freiheit,

Freitum gibt es schon seit über sechs Jahren. Sechs Jahre, in denen sich viel getan hat: Wurde unsere Seite anfangs etwa 20 mal am Tag aufgerufen, so erreichen wir mittlerweile täglich vier-, an manchen Tagen gar fünfstellige Seitenaufrufzahlen, Tendenz steigend. Veröffentlichten wir anfangs ein bis vier Artikel im Monat, so veröffentlichen wir derzeit im Schnitt mehr als einen Artikel täglich, wobei die steigende Quantität nicht mit einem Verlust der Qualität einhergeht, wovon die Verleihung der Roland-Baader-Auszeichnung an uns im Jahre 2012 zeugt. Zu verdanken haben wir dies nicht bloß unserem Autorenstamm, sondern ebenso den zahlreichen Gastautoren, mittlerweile über hundert an der Zahl. Auch unsere kleine Buchedition riefen wir ins Leben - neben der bereits erfolgten Veröffentlichung von Gustave de Molinaris ''Produktion der Sicherheit'' sind weitere Bücher in Planung, von denen zumindest ein weiteres noch in diesem Jahr erscheinen wird - man darf gespannt sein. In den sozialen Netzwerken sind wir präsent - man findet uns auf Facebook, Twitter und VKontakte, wo wir unsere Auftritte im Laufe der Zeit zunehmend professionalisieren konnten. Auf dieser Seite, die sicherlich das Herzstück unseres freiheitlichen Projekts bildet und in die die meiste Arbeit investiert wurde und wird, haben wir uns stets um ein leserfreundliches Layout bemüht und hoffen, dass uns dies bisher gut gelungen ist. Dazu gehörte auch die bildliche Untermalung der jeweiligen Artikel. Die ist uns nun aber zum Verhängnis geworden:

Termine: April 2016

Auch für den April haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Der April hat viele Highlights zu bieten: Das AnCap-Happening in Storkow oder das 1. Austrian Investing Seminar seien hier erwähnt. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.

Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie in unserem Kalender.

Hannover, 4. April, 18:30 Uhr: Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat. Vortrag von Tomasz M. Froelich. Veranstaltung des Hayek-Club Hannover. Ort: Royal City, Osterstraße 42. Anmeldung erbeten: Hayek.Hannover[@]gmail.com

Wien, 6. April, 19 Uhr: Kampf um's Bargeld - Kampf um die Freiheit. Diskussionsabend mit Nikolaus Jilch. Veranstaltung der Paneuropa Bewegung Österreich. Ort: Cafe Korb, Brandstätte 9.

Samstag, 2. April 2016

Freiheit als Chance

von Tommy Casagrande
Wenn die durch den Staat geschaffene unfreiwillige Arbeitslosigkeit beseitigt würde, hätte das vielerlei Effekte. Beispielsweise gäbe es viel mehr Menschen, die sich am Wachstum und Entwerfen der Zivilisation beteiligen würden. Es gäbe mehr Ideen, Möglichkeiten, Perspektiven, Chancen und keine vom Staat gelegten Hindernisse, die nicht übersprungen werden dürfen, weil sie einem Gesetz missfallen oder weil sie aufgrund von Steuern, Abgaben oder Inflation nicht möglich sind.

Selbst die Ärmsten, die arbeiten würden, würden den Gesamtwohlstand mehren, und wenn es nur einfache Tätigkeiten wären, die dann zigfach angeboten würden. Schneiderei, Straßenküche, eventuell Tätigkeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Es ist ja auch unsinnig zu denken, dass "die Wirtschaft", wie sie heutzutage existiert, in ihrer von staatlichen Eingriffen geformten Struktur, alle Möglichkeiten abdeckt, was Menschen miteinander in Tauschbeziehungen befriedigen. Dass "die Wirtschaft" heutzutage so starr und undynamisch ist, liegt an den Ketten, in die der Staat das menschliche Handeln gelegt hat. 

Staatlicher Wirtschaftsunterricht: Zu dumm zum googeln, aber für's Gymnasium reicht's!

von Lukas Leys
Zum Vergrößern: Bild anklicken!

Wenn jemand, der zu dumm ist um Google zu verwenden, Schulbücher für Gymnasiasten schreiben darf:

- Friedman"n" schreibt man mit einem "n".

- Neoliberalismus ist keine Wirtschaftstheorie, sondern ein Überbegriff für mehrere Wirtschaftstheorien.

- Hayek vertritt die Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Er hat sich in seinem gesamten Leben nicht ein einziges mal als ''neoliberal'' bezeichnet.

Freitag, 1. April 2016

Sensation: Erster ehrlicher Politiker ausgegraben

Sensationeller Fund: Ehrlicher Politiker. Foto:
CC0 Public Domain/Pixabay/ClkerFreeVectorImage
von Kurt Kowalsky, dessen Presseagentur meldet:
Berlin, den 1. April: Wie das internationale Institut für politologische Oryktologie meldete, haben Wissenschaftler einen Schädel eines ehrlichen Politikers ausgegraben. Es ist weltweit der erste Fund dieser Art.

Wie der Leiter des Forschungsinstitut auf einer eilends anberaumten Pressekonferenz sagte, wäre der Schädel eine wissenschaftliche Sensation. Ehrliche Politiker galten bislang als Fabelwesen, wie das legendäre Einhorn oder die schwangere Jungfrau von Orleans.

Den ersten Untersuchungen zufolge, stammte der Mann aus der Kreidezeit und ist schätzungsweise 81.250.324 Jahre alt. Die Funde der ersten Homo sapiens sind nicht älter als 200.000 Jahre.

Die Bundesregierung hat trotz Osterferien einen Untersuchungsausschuss einberufen, welcher klären soll, warum derartige Meldungen frei publiziert werden können.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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