Mittwoch, 2. März 2016

Böse Gutmenschen: Ist das Motiv vielleicht die Schwäche?

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Bernd Höcker: Böse Gutmenschen: Wer uns heute mit schönen Worten in den Abgrund führt, 7,95 Euro, 96 Seiten, Kopp.
»Frage an Radio Eriwan:
Können 'Gutmenschen' schwimmen?
Antwort:
Theoretisch im Prinzip schon, weil sie innen hohl sind!
In der Praxis in der Regel nicht, weil sie nicht ganz dicht sind!«

Aus diesem, kürzlich vor Karneval gehörten Witz kann man ableiten, dass "Gutmenschen" entweder lebensfremd sind oder aber Schwierigkeiten damit haben, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten - also im eigentlichen Wortsinn "schwach" sind, und aus dieser Schwäche heraus den Drang nach Macht verspüren. Etwas, was Erich Kästner einst wie folgt formuliert hat: "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Vielleicht hat der Autor dieses Buches, Bernd Höcker, vor diesem Hintergrund den - nur auf den ersten Blick widersprüchlichen - Wortfeiler von den "bösen Gutmenschen" geprägt?

"Böse Gutmenschen", das sind für Bernd Höcker all diejenigen selbsternannten Mitglieder des Managements der "political correctness", welche aus dem Umfeld des linken Gesellschaftsspektrums (grün-rot/rot-grün) ersprossen sind und in der Folge des erfolgreichen Marsches durch die Institutionen der 1968er inzwischen wichtige Posten an den Schaltstellen der Macht besetzt haben. Für den Autor Bernd Höcker zählen diese "bösen Gutmenschen" zu den fürchterlichsten und gefährlichsten Menschen in Staat und Gesellschaft.

Dieses Management der "political correctness" maßt sich die Deutungshoheit über die Sprache und das Denken bezüglich immer mehr und mehr Themen an. Die vielen freiwilligen Blockwarte der "political correctness" haben alle wichtigen Bereiche des Lebens (Behörden, Ämter, politische Parteien, Schulen, Medien usw.) durchsetzt und verfolgen diejenigen, die es wagen öffentlich den Vorgaben des Managements der "political correctness" den Gehorsam zu verweigern. Alle, die sich nicht der "political correctness" unterwerfen sind rechtsradikal und faschistisch; solche outet das Management der "political correctness" als Abschaum der Menschheit und als Aussätzige.

Ein Blick auf die Themen, bei welchen die "bösen Gutmenschen" des Managements der "political correctness" inzwischen die Deutungshoheit reklamieren und vorzuschreiben gedenken wie sich die Menschen zu verhalten haben, lässt doch eine gewisse Art an Hohlheit im Denken bei den "bösen Gutmenschen" durchschimmern - z. B.

- "gehört der Islam zu Deutschland" und hat der totalitäre islamistische Terror absolut nichts mit dem Islam zu tun;

- hat die deutsche Gesellschaft prall bunt zu werden, "Genderismus" und "Kult der Homosexualität" stehen über allem, Frühsexualisierung der Kindergartenkinder hat oberste Priorität.

Wer es wagt hier zu widersprechen, wird durch die "bösen Gutmenschen" gnadenlos verfolgt werden; denn dieser »Wer« wird zum »Outlaw«, weil sich dieser »Wer« außerhalb der "political correctness" stellt.

Da nutzt es jenem »Wer« nichts, darauf zu verweisen, dass wichtige Koranstellen die Gewalt und den Krieg gegen die Ungläubigen anordnen.

Ebenso nutzt es dann jenem »Wer« nichts, den türkischen Präsidenten Erdogan zu zitieren, der die Unterscheidung in moderaten Islam versus nicht-moderaten Islam oder auch Islamismus als Beleidigung ansieht; Erdogan wörtlich: "Islam ist Islam und damit hat es sich."

Homosexualität steht im Islam gemäß Scharia unter schwerster Strafe. Weist jener »Wer« auf diesen Widerspruch in solchen Vorgaben der "political correctness" hin, dann steht dieser »Wer« erst recht in der "Reichsacht".

Es lassen sich leicht und locker noch etliche solcher lächerlichen Widersprüche bei den "bösen Gutmenschen" auflisten - z. B. deren unvergleichlich mutiger Einsatz gegen das Laster des Nikotins und anderer legaler Drogen, bei gleichzeitigem tapferen Kampf für die Freigabe von sogenannten weichen Drogen (z. B. Cannabis).

Leider haben die "bösen Gutmenschen", wie dies der Autor zeigt, doch sehr viele wichtige Positionen in den oben angeführten Institutionen besetzt. Folglich beherrschen die "bösen Gutmenschen" einen sehr großen Part der "veröffentlichten Meinung" und prägen staatstragende Institutionen mit Erfolg. Demzufolge wagen die Menschen, die vom Staat leben oder von der "veröffentlichten Meinung" abhängig sind, kaum den "bösen Gutmenschen" Widerstand zu leisten, sondern spielen sich vielmehr als deren Gefolgsleute auf.

"Böse Gutmenschen" haben also alle Chancen die Gesellschaft weiter zu zersetzen. Welches Ziel die "bösen Gutmenschen" damit verfolgen beantwortet der Autor nicht, eigentlich ist der Autor bezüglich dieser Frage ziemlich ratlos.

Abschließend noch der kleine Unterschied:
Gute Menschen tun Gutes, und zwar mit ihrem Eigentum und ihrer eigenen Arbeitskraft - also mit eigenen Mitteln.
Und "Gutmenschen" sind das genaue Gegenteil von einem guten Menschen!
"Gutmenschen" - wie z. B. die gewesene FDJ-Sekretärin im Kanzleramt oder der ehemalige Popularbeauftragte der SPD, der heutige Vizekanzler - wollen mittels staatlicher Gewaltandrohung und/oder staatlicher Gewaltanwendung mit der Arbeitskraft und dem Eigentum anderer Leute scheinbar Gutes tun.

Es ist das Verdienst des Autors, diesen Zustand der "Gutmenschen" an vielen Beispielen offengelegt zu haben.

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