Donnerstag, 31. März 2016

Flüchtlinge und Finanzkrise: Bye, bye EU!

Tagungsort der 7. Mark-Banco-Anlegertagung:
das Maritime Museum in Hamburg.
Foto: CC0 Public Domain/Pixabay/ThomasJ
von Steffen Krug
„Zum leichtfertigen Spiel mit dem Geld und dem Geldwert gesellt sich also bei einer Währungsunion nach Maastricht-Muster der zwanghafte Teufelskreis eines politischen Abenteuers, an dessen Ende die Menschen des Alten Kontinents vor den Trümmern ihres jahrzehntelangen friedlichen und freundschaftlichen Zusammenwachsens stehen werden.“ Roland Baader, „Die Euro-Katastrophe“, 1993.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel ist die inoffizielle Zentralbank der Welt. In ihrem Quartalsbericht I/2016 gesteht sie erstmals ein, dass die Politikkombination aus hohen Schuldenständen und historisch niedrigen Zinssätzen die Finanzmärkte an die „Grenze des Undenkbaren“ gebracht hat. Einer der fragilsten Finanzmärkte ist dabei aufgrund ihrer wirtschaftlichen und politischen Heterogenität die Euro-Zone. Damit kommen hochbezahlte Zentralbankökonomen 23 Jahre nach dem Erscheinen von „Die Euro-Katastrophe“ zur gleichen Erkenntnis wie der Autor und Privatgelehrte Roland Baader, der bereits direkt nach Verabschiedung der EU-Verträge von Maastricht im Jahr 1993 den unvermeidlichen Niedergang des Finanzsystems und des friedlichen Miteinanders in der Euro-Zone prophezeite. 

Students for Liberty: Anmeldung zum German Leadership Forum und Local-Coordinators-Programm offen

von Daniel Issing
Wir freuen uns, Dir mitteilen zu können, dass wir die Anmeldung für das erste deutsche Leadership-Forum freigeschaltet haben. Bei diesem Seminar, das am Wochenende vom 20.-22. Mai 2016 in Stuttgart stattfinden wird, bringen wir die besten und motiviertesten jungen Menschen aus dem deutschsprachigen Raum zusammen, um die besten Strategien für die Zukunft des Liberalismus zu diskutieren.

Montag, 28. März 2016

Rothbard gegen Kollektivismus

von Stefan Blankertz
Zum »[links-] liberalen Schreckgespenst der ›Pornographie der Gewalt‹« schreibt Murray Rothbard: »Ob das Ansehen von Gewalt im Fernsehen wirkliche Verbrechen begünstigt oder nicht, muss für den Staat unerheblich sein. Das Verbot von Filmen mit Gewaltdarstellungen, weil sie irgendwann mal irgend jemand dazu verleiten könnten, ein Verbrechen zu begehen, ist eine Leugnung des freien Willens des Menschen und des Rechts derjenigen, die danach kein Verbrechen begehen, den Film zu sehen. Fast noch wichtiger: Es ist nicht gerechtfertigter, aus einem solchen Grund einen Film zu verbieten, als es die Inhaftierung aller männlichen schwarzen Teenager wäre, weil sie eine stärkere Tendenz haben, Verbrechen zu begehen als der Rest der Bevölkerung.« (Für eine neue Freiheit, 1973/78, Band 2, S. 62.)

Sonntag, 27. März 2016

Bearmarketrally der Aktienmärkte geht zu Ende – Silber steht kurz vor dem Ausbruch nach oben

Marktkommentar von Claus Vogt
Aktienindizes erreichen perfekte Punkte für das Ende der jüngsten Aufwärtsbewegung 
An den Weltaktienmärkten hat am 11. Februar 2016 eine Bearmarketrally begonnen, das heißt eine vorübergehende Kurserholung im Rahmen einer übergeordneten Aktienbaisse. Diese Bearmarketrally befindet sich jetzt wahrscheinlich in den letzten Zügen. Einige Indizes wie der S&P 500 sind bis an ihre fallende 200-Tage-Durchschnittslinie gestiegen. Andere wie der US-Nebenwerte Index Russell 2000, der US-Banken Index oder der japanische Nikkei Index haben es hingegen nur bis an die Untergrenze ihrer Topformationen geschafft. Damit haben sie alle zwar unterschiedliche, aber dennoch ideale Punkte für das Ende ihrer jeweiligen Bearmarketrally erreicht.

Samstag, 26. März 2016

Vom Steuerzahler finanzierte Motorsägekurse

Muss man können: Sägen. Foto: CC0 Public Domain/Pixabay
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

staatliche Stellen suchen sich gerne zusätzliche Betätigungsfelder, sei es um modern zu erscheinen oder weil sie nicht ausgelastet sind. Das gilt auch für die traditionsreiche staatliche Forstverwaltung, die sich darum bemüht, auf der Umwelt- und Klimaschutzwelle mitzuschwimmen. Da kommt es schon mal zu kuriosen Fehlentwicklungen, die - wie könnte es anders sein - wir Steuerzahler bezahlen müssen.

Die jahrhundertealte staatliche Forstverwaltung hat vor einigen Jahren zusätzlich zu ihren traditionellen Aufgaben einen Bildungsauftrag erhalten. Sie ist zuständig geworden für die sogenannte Waldpädagogik, das heißt die auf den Wald und die Forstwirtschaft bezogene Umweltbildung. In einigen Bundesländern wurde diese neue Aufgabe sogar im jeweiligen Wald- bzw. Forstgesetz verankert. So betreibt die Forstverwaltung Walderlebniszentren und Jugendwaldheime, in denen Kindern und Jugendlichen waldpädagogische Angebote gemacht werden. Aber auch Erwachsene kommen in den Genuss von Bildungsmaßnahmen der Forstverwaltung.

Freitag, 25. März 2016

Islam: Warum wir eine falsche Koran-Interpretation brauchen

von Aziz Efendi (d. 16 August 1934)
[Public domain], via Wiki Commons
von Jorge Arprin
Stellen wir uns vor, der Nationalsozialismus wäre eine Religion. Das heißt, Menschen würden als Babys zu Nazis getauft und würden fortan als Nazis gelten, auch wenn sie nicht viel oder gar nichts über den Nationalsozialismus wüssten. Die meisten würden den Tag der Machtergreifung, den Anschluss von Österreich und Hitlers Geburtstag feiern, nach einem “Nazi-Ritus” heiraten und in ihrem Pass würde unter Religion “Nazi” stehen. Was würde passieren, wenn Menschen anfangen würden, im Namen des Nationalsozialismus Verbrechen zu begehen und sich dabei explizit auf Worte des Propheten Hitler und auf das heilige Buch ''Mein Kampf'' beziehen würden?

Natürlich würden die Nazis nicht einfach aufhören, an den Nationalsozialismus zu glauben. Sie würden sagen: ,,Hey, nicht alle Nazis sind Verbrecher, es gibt ganz normale Nazis wie du und ich. Wir brauchen eine zeitgemäße Auslegung von ''Mein Kampf'', zu Hitlers Zeiten wurde Deutschland von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs unterdrückt, das kann man nicht mit heute vergleichen. Außerdem hat Hitler nicht alles so gemeint, wie es Nazi-Fundamentalisten interpretieren: Der Rassenkampf war eine Aufforderung zur inneren Anstrengung, nicht zum Kampf gegen andere. Und Hitler hat viel Gutes gemacht: Er beendete die ständigen politischen Unruhen und Regierungswechsel, besiegte die Arbeitslosigkeit und schuf ein vorbildliches Sozialsystem mit großzügigen Urlaubsangeboten für die Arbeiter und flächendeckender staatlicher Fürsorge für jedes Kind ab 5 Jahren.''

Die SS u.a.: Die ,,Pervertierung des friedlichen Kerns''

Die SS: Den Nationalsozialismus bloß falsch interpretiert.
Bundesarchiv, Bild 101III-Wiegand-117-02 / Wiegand /
CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
von Michael Auksutat
Letztendlich ist es ja so, dass die SS den zweifellos friedlichen Kern des Nationalsozialismus pervertiert und junge, perspektivlose Leute radikalisiert hat. Die Mehrheit der Mitglieder der NSDAP ging ganz normal seinen Tagesgeschäften nach und es sind zahlreiche Berichte bekannt, nach denen Eltern hilflos daneben standen, wenn ihr Sohn, gestern noch ein ganz normaler Hitlerjunge, der sein Leben genoss, plötzlich in einer schnittigen Hugo-Boss-Uniform wie gehirngewaschen von der Endlösung fabulierte.

Auch und gerade im Reichssicherheitshauptamt gab es moderate Kräfte, mit denen man durchaus über eine friedliche Zukunft der unterschiedlichen Volksgruppen im Reich diskutieren konnte.

Man muss viele Forderungen des Führers im historischen Kontext sehen, und darf vor allem die starke Unterstreichung des Allgemeinwohls nicht außer Acht lassen, sonst hat man "Mein Kampf" überhaupt nicht verstanden.

Mittwoch, 23. März 2016

Ende des Sozialismus: Neue Hoffnung für Lateinamerika?

Die Gauchos sind noch nicht am Ende.
von Jorge Arprin
Vor einigen Jahren sah es so aus, als würde Lateinamerika in Zukunft von einer neuen sozialistischen Achse beherrscht werden. Nachdem Chavez 1999 in Venezuela den “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” ausrief, folgten ihm 2005 Morales in Bolivien, 2006 Ortega in Nicaragua, 2007 Correa in Ecuador, Castro war schon immer da und auch Rousseff in Brasilien und Kirchner in Argentinien begannen mit sozialistischen Experimenten (mit den bekannten Folgen). Nichts schien dies aufhalten zu können, nicht mal Chavez’ Tod stoppte die Herrschaft seiner Partei (PSUV) - nun führt Maduro das Land quasi in Interregnum bis Chavez’ Wiedergeburt. Aber in den letzten Monaten hat sich das Blatt gewendet. Die sozialistische Achse droht ernsthaft auseinander zu brechen.

Es begann im November mit der Abwahl von Cristina Kirchner in Argentinien. Mauricio Macri wurde neuer Präsident: er leitete den Beginn einer radikalen Wende bei den Gauchos ein. Er entließ in seinem ersten Amtsmonat über 20.000 Beamte, ließ die Währung wieder vom Markt bestimmen (was zu einer Abwertung führte), beendete die Devisenkontrollen, schaffte die meisten Exportzölle und Importrestriktionen ab und schloss die “Medienkontrollbehörde”. Das meiste davon tat er ohne Mehrheit des bis Februar pausenden Parlaments, mit “Notdekreten”, die von Kirchner hundertfach genutzt wurden. Was für eine Ironie: Ein für autoritäre Herrschaft genutztes Instrument wird verwendez, um eine autoritäre Herrschaft wieder zurückzudrängen.

Dienstag, 22. März 2016

Goldhausse in vollem Gang - Jetzt zieht Silber nach

Foto: CC0 Public Domain/Pixabay/Geizkragen69.
Marktkommentar von Claus Vogt
Silber gibt starkes Kaufsignal
Der folgende Chart zeigt Ihnen den Verlauf des Silberpreises seit dem Hoch des Jahres 2011. Dieser Kursverlauf ähnelt recht deutlich dem des Goldpreises, den ich in den vergangenen Wochen auch an dieser Stelle sehr ausführlich besprochen habe. So hat sich in den vergangenen Monaten auch bei Silber eine Bodenformation herausgebildet. Deren Obergrenze befindet sich bei rund 16 $ pro Unze. Und genauso wie bei Gold verläuft im Bereich dieser Obergrenze zusätzlich eine Abwärtstrendlinie.

Bei Gold sind die Kurse bereits Mitte Februar in einer dynamischen Bewegung über diesen zweifachen Widerstand gestiegen. Das war das charttechnische Signal einer neuen Goldhausse, das kurz darauf auch von meinem Preisbänder-Indikator bestätigt wurde. Im Unterschied zu Gold hat der Ausbruch nach oben bei Silber noch etwas länger auf sich warten lassen. Jetzt sieht es aber so aus, als habe der Silberpreis diese wichtige Hürde endlich genommen: Am 17. März stieg der Kurs in der Spitze auf 16,07 $.

Sonntag, 20. März 2016

Immer neue Schulden trotz sprudelnder Steuerquellen

Die Kosten der Flüchtlingskrise sind schwer einzuschätzen.
Photo: Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0], via
Wikimedia Commons
von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

die Steuereinnahmen in Deutschland erreichen seit Jahren immer neue Höchststände. Da können die Bürger ja wohl erwarten, dass der Staat auf neue Schulden verzichtet. Nun, der Bund und einige Länder kommen inzwischen ohne Neuverschuldung aus, die übrigen Bundesländer haben die Kreditaufnahme immerhin reduziert. Ob der Staat in Zukunft ohne neue Schulden zurechtkommen wird, erscheint angesichts der Flüchtlingskrise jedoch sehr zweifelhaft.

Im Jahr 2009 gingen die Steuereinnahmen als Folge der Finanzkrise deutlich zurück. Danach nahmen sie aber wieder zu und steigen seitdem kontinuierlich. Betrugen die Steuereinnahmen des Gesamtstaates im Jahr 2010 rund 531 Milliarden Euro, so haben sie sich im Jahr 2015 auf 672 Milliarden Euro erhöht. Und ein Ende des Zuwachses ist nicht in Sicht. Nach den vorliegenden Prognosen wird für das Jahr 2020 ein Steueraufkommen von annähernd 800 Milliarden Euro erwartet!

Samstag, 19. März 2016

Sorge um das Wahlergebnis der AfD: Lauter Geschichtsexperten

Antifa Freilassing AfD Demo
Antifaschistische Geschichtsexperten.
Foto: Flickr/Metropolico.org
von Jonathan Danubio
Entweder haben die Wahlergebnisse der AfD einen neuen Bildungsanreiz geschaffen oder bisher verkannte Bildungsbürger wagen sich nun erstmalig an die Öffentlichkeit. Hand auf's Herz: den meisten Menschen schien die Geschichte doch bisher vollkommen egal zu sein. Daher muß es verwundern, wenn sich plötzlich allerorten - vor allem junge Menschen - als passionierte Geschichtsexperten entpuppen, deren Kenntnisse in der Regel auch noch so enorm sind, daß sie auf das Lesen von Geschichtsbüchern getrost verzichten können. Meine liebsten fachmännischen Urteile (dargereicht als Perlen abendländischer Rhetorik): "Wehret den Anfängen!", "Geschichte wiederholt sich!" und "Der Mensch hat nichts aus der Geschichte gelernt!". 

Mit Erstaunen und nicht geringer Verwirrung mußte ich allerdings feststellen, daß ich diese Sätze bereits vorher irgendwo aufgeschnappt hatte, vorgetragen von Menschen unterschiedlichster politischer Couleur. Sollte es am Ende tatsächlich möglich sein, daß die Geschichte auch dem letzten Idioten noch als Steigbügelhalter dienen kann, um seine vorgefaßte Meinung mittels ausgewählten Halbwahrheiten zu garnieren und ihr so den Anschein von gelehrter Tiefgründigkeit zu geben? Sollte das am Ende auch gar kein neues Phänomen sein und der alte Schelm Geschichte kann's einfach nicht lassen mit der Wiederholung, zumal die Menschen sich auch hartnäckig weigern, irgend etwas dazuzulernen?

Nachruf auf Guido Westerwelle: Ein Kämpfer, der verlor

Foto: Guido Westerwelle Facebook.
von Tomasz M. Froelich
Man mag es kaum glauben, aber ich engagierte mich früher mal tatsächlich bei den Jungen Liberalen, denen ich 2005 im zarten Alter von 16 Jahren beitrat. Guido Westerwelle war einer der Gründe für diese Entscheidung. Mir gefiel es, wie er sich für im Volk nicht immer beliebte liberale Ideen stark machte, auch aneckte und es in Kauf nahm, deswegen an Popularität zu verlieren. Niedrigere, einfachere und gerechtere Steuern, Deregulierung, Entbürokratisierung: Unvorstellbar, aber das gefiel vielen nicht. Mir schon.

In besonderer Erinnerung blieb mir eine FDP-Wahlveranstaltung im Hamburger Curio-Haus, anno 2009, auf der Westerwelle eine für mich damals beeindruckende Rede hielt, die von linken Aktivisten, die antikapitalistische Parolen brüllten, gestört wurde. Westerwelle reagierte darauf gelassen und souverän und bot den Störern die Gelegenheit, dem anwesenden Publikum mitzuteilen, was sie denn so zu sagen hätten. Problem: Sie verstummten alle irgendwie, erröteten im Gesicht, brachten keinen Murks mehr raus, hatten schlichtweg nichts zu sagen. Die totale Blamage! Entsprechend verließen sie schnurstracks unter großem Gelächter den Saal vorzeitig. Das war stark von Westerwelle!

Freitag, 18. März 2016

Wer und was ein Bargeldverbot bezweckt

Foto: CC0 Public Domain/pixabay
von Christoph Heuermann, dem Staatenlosen
Der 2008 begonnene Interventions-Kreislauf in die weltweiten Märkte steht 8 Jahre später gerade erst am Anfang. Denn die aufgrund der Schuldenkrisen betriebene globale Niedrigzins-Politik sorgt für immer neue Nebenwirkungen, die das Leid nur noch vergrößern. Finanzielle Repression ist „in“ und scheint das neue Lieblings-Spielzeug von Keynesianern zu werden. So wollen manche Wirtschafts-„Experten“ wie Paul Krugman Investitionen ankurbeln, indem sie das Sparen durch Negativ-Zinsen noch weiter verhindern wollen.

Sparen freilich lohnt sich immer weniger.

Viele Menschen merken, dass sie das Geld besser unter ihrem Kopfkissen horten können – da wird es schließlich nicht enteignet, besteuert oder zugunsten von Banken und Staat vermehrt.

Doch dies stört freilich die Anhänger der finanziellen Repression: denn mit Bargeld als Ausweichmittel lassen sich keine Negativ-Zinsen implementieren. Statt auf ihren Konto stetig Geld zu verlieren, werden noch mehr Menschen ihr Geld zu Hause horten.

Was tun gegen Migrantenkriminalität?

Thomas von Aquin, postumes Gemälde
von Carlo Crivelli.
von Stefan Blankertz, Murray Rothbard Institut
Es gäbe kreativere Forderungen, die zur Verteidigung von Freiheit und Eigentum in Zeiten von Flüchtlingsströmen dienen, anstatt den Staat aufzufordern, mit Grenzzäunen und Militärgewalt die Grenzen abzuschotten und auf diese Weise mit den »bösen« Einwanderern auch die »guten« Flüchtlinge abzuhalten, etwa auf eine alte und höchst aktuelle Idee des heiligen Thomas aus dem Mittelalter zurückzugreifen: Thomas war der Überzeugung, dass ein Fürst, der die Straßen nicht sicher machen und vor Verbrechen schützen könne, verpflichtet sei, die Steuern zurückzuzahlen.

»Den Fürsten ist die öffentliche Macht anvertraut, damit sie Wächter der Gerechtigkeit seien. Und darum dürfen sie Gewalt oder Zwang nur zur Aufrechterhaltung der Gerechtigkeit anwenden, das heißt zur Abwehr von Feinden oder zur Bestrafung von Übeltätern. Was auf diese Weise mit Gewalt weggenommen wird, ist kein Raub, weil es nicht gegen die Gerechtigkeit verstößt. Wenn jedoch gegen die Gerechtigkeit einige mit öffentlicher Macht anderen etwas abnehmen, handeln sie unerlaubt und begehen einen Raub; dann sind sie zur Rückerstattung verpflichtet. Darum sind sie auch zur Rückerstattung verpflichtet wie jeder Dieb.« (Summa theologica, II-II, 66-68).

Donnerstag, 17. März 2016

Neonazi findet 5000 Euro und bringt sie zum Fundbüro

Knast statt Finderlohn: Neonazi Alf. F.
Foto: Ludwig knobhead Urning [GFDL oder
CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
von Kurt Kowalsky, dessen Presseagentur meldet:
Neonazi findet Rucksack mit 5000 Euro und wird noch im Fundbüro verhaftet.

Anstatt den fetten Finderlohn einstreichen zu können, klickten für den Neonazi Alf F. aus D. am Mittwoch die Handschellen. 
Das hätte sich der stadtbekannte Neonazi Alf F. aus D. auch anders vorgestellt, als er am Mittwoch früh gegen 10 Uhr beim Fundbüro vorstellig wurde.

Dem Vernehmen nach hatte Alf F. am Abend zuvor einen Rucksack gefunden. Da das Fundbüro bereits geschlossen war, nahm er den Rucksack mit nach Hause, anstatt ihn der zuständigen Behörde gemäß § 965 BGB „unverzüglich“ anzuzeigen.

Nachdem nun der Neonazi gegen 10 Uhr samt Rucksack auf dem Fundbüro erschien, obwohl das Fundbüro mittwochs bereits um 9 Uhr öffnet, ließ der zuständige Mitarbeiter des Fundbüros sich nicht täuschen und alarmierte umgehend die zuständige Polizeidienststelle, welche daraufhin das Sondereinsatzkommando (SEK) verständigte.

Mit einem Trick wurde Alf F. hingehalten, so dass die Beamten des Sondereinsatzkommandos nach Evakuierung des nebenstehenden Wohnhauses und Sprengung mehrerer Türen im Eingangsbereich der Behörde, den Neonazi im Fundbüro überwältigen konnten. Wie der Pressesprecher der GSG9 nach dem Sondereinsatz mitteilte, werde noch geprüft, ob der mit 23 Warnschüssen durchsiebte Cocker Spaniel der Rentnerin Emma P. (82) im Zug des Einsatzes liquidiert werden musste, oder ebenfalls auf das Konto des Neonazis ginge.

Mittwoch, 16. März 2016

Der Staat und die Akten der Notare

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

manche Berufsgruppen schaffen es, kostenträchtige Pflichten auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Ein Beispiel hierfür sind die Notare. Nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit bewahrt der Staat die Akten der Notare viele Jahre lang zu hohen Kosten auf. Können die Notare diese Aufgabe nicht selbst übernehmen, fragt man sich da.

Notare sind Freiberufler, sie werden von den Justizverwaltungen der Länder als Träger eines öffentlichen Amtes für Tätigkeiten auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege bestellt. Bei ihrer Amtsausübung sind die Notare zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet. Dies unterscheidet sie von den Rechtsanwälten, welche die Interessen ihrer Mandanten wahrzunehmen haben. Die Zahl der Notare in Deutschland beträgt derzeit etwas mehr als 7000. Rund zwanzig Prozent sind hauptberufliche Notare, rund achtzig Prozent sind sogenannte Anwaltsnotare, die zugleich als Anwalt zugelassen sind.

Dienstag, 15. März 2016

,,Von Thesenpapieren wird der Staat nicht kleiner!'': Hat die AfD libertäres Potential?

Libertär, konservativ, AfD:
John Langkamp. Foto: Privat.
Tomasz M. Froelich im Gespräch mit John Langkamp
Nein, wie ein Wutbürger oder Politrowdy, wie er ja - der medialen Berichterstattung sei Dank! - im Umfeld der Alternative für Deutschland (AfD) vermutet wird, wirkt er nicht: John Langkamp, 20 Jahre alt, Student der Volkswirtschaftslehre in Bonn, stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Alternative für Deutschland und zusätzlich deren stellvertretender Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen wirkt sympathisch, seriös, sachlich. Er gehört in der Partei dem libertären Flügel an und ist Mitinitiator der Libertären Alternative, einem Zusammenschluss von libertären Kräften innerhalb der AfD. Tomasz M. Froelich sprach für Freitum mit ihm über sein Engagement in der Partei und wie er ihr libertäres Potential einschätzt.

Freitum: Herr Langkamp, sie bezeichnen sich als klassisch-liberal/libertär und konservativ: Kein Widerspruch?

Langkamp: Ganz im Gegenteil! Als Libertärer lehne ich staatliche Eingriffe grundsätzlich ab – gleichzeitig halte ich konservative Werte, beispielsweise das Verteidigen von Tradition und Familie als Keimzelle des Privaten für unerlässlich. Nichts ist der Freiheit so förderlich wie intakte natürliche Institutionen und nichts schadet diesen – als konservativ geltenden – Werten mehr als die Allmachtsphantasien staatlicher Vertreter, die eben diese natürlich gewachsenen Institutionen zur eigenen Machterweiterung mit allen Mitteln zu zerstören versuchen.

Montag, 14. März 2016

„Studiere auf Englisch, lebe in Prag!”: Ein neuer Master in Austrian Economics im Herzen Europas

Austrian in Prag: Prof. Josef Šíma. Foto: denik.cz
Dominik Ešegović im Gespräch mit Professor Josef Šíma 
Das CEVRO-Institut, eine voll akkreditierte Privatuniversität in Prag, hat ein neues Studienprogramm im Angebot. Ab Herbst 2016 kann dort ein Master in Philosophy, Politics and Economics – kurz: PPE – absolviert werden. Das PPE-Programm wurde in den 1920ern zunächst in Oxford unterrichtet. Heute gibt es eine Menge an Hochschulen, die den Studiengang anbieten. Jedoch gibt es weltweit nur ganz wenige Einrichtungen, die die Austrian Economics zum Schwerpunkt machen. Das CEVRO-Institut in Prag ist eine solche. Dominik Ešegović hat sich für Freitum mit dem Leiter des Instituts und dem Begründer des Studiengangs unterhalten, Professor Josef Šíma.

Freitum: Professor Šíma, der Leiter des PPE-Programms an der Duke University, Michael Munger hat Ihr Masterprogramm bereits in einem Video beworben. Was soll das PPE-Studium für junge Akademiker denn so interessant machen?

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 11/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über abgehobene Lamettaträger:
Bei all dem erschrockenen Gehabe möge sich einmal der ein oder andere Lamettaträger die schlichte Frage stellen, wie sehr man eigentlich den Leuten in die Fresse treten muss, damit ein Viertel von ihnen eine Partei ohne jede Parlamentserfahrung zur zweitstärksten Kraft in einem Bundesland macht?
Ich gratuliere recht herzlich.

Über Lehren, die man aus den Wahlen ziehen kann:
Wenn man sich erst mal von der Schadenfreude erholt hat, dann kann einem auch bei wohlwollender Betrachtung angesichts des Wahlerfolgs der ja letztendlich 'unbekannten' AfD der besorgte Gedanke einschleichen, dass wenn die Umstände passen, in Deutschland Parteien und Personen Zugriff auf ein Staatswesen bekommen könnten, dass schon jetzt Durchgriff bis in die privatesten Lebensbereiche beansprucht.
Wenn man als nicht der AfD zugetaner Zeitgenosse wirklich eine Lehre aus diesen Wahlen ziehen möchte , dann jene, dass der Staat nur exakt so mächtig sein darf, dass er auch unter widrigen Umständen keine fatale Wirkung auf seine Bürger ausüben kann.
Dann wäre man aber zum Libertären geworden.
Und das wäre dann ja auch was Gutes.

Freitag, 11. März 2016

Draghis neuester Rohrkrepierer: Aktienmärkte brechen ein - Gold steigt

Foto: World Economic Forum (Commons)
[CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Marktkommentar von Claus Vogt
Der irrwitzige Zentralbankkult der vergangenen Jahre hat den Zenit überschritten 
Gestern hat die zentralbankgläubige Finanzmarktgemeinde wieder einmal erwartungsvoll auf Mario Draghi und seine EZB geblickt. Obwohl seine bisherigen geldpolitischen Manöver nicht die gewünschte Wirkung entfaltet haben, forderte seine Fangemeinde lautstark mehr. Offenbar hat sich die Erkenntnis noch immer nicht herumgesprochen, dass die von ihm verabreichte Medizin schlicht und einfach die falsche ist, weshalb auch eine höhere Dosierung keine Besserung verspricht.

Auch bei Draghi selbst lässt diese inzwischen doch sehr naheliegende Erkenntnis weiter auf sich warten. In seiner geldpolitischen Verbohrtheit scheint er völlig lernresistent zu sein. Anstatt endlich die richtige Lehre aus dem von der internationalen Geldpolitiker-Nomenklatura angerichteten Schaden zu ziehen, hat er erneut die Dicke Berta in Stellung gebracht und wild drauflosgefeuert. Das Bild der dicken Berta passt perfekt zu dem geldpolitischen Irrsinn der vergangenen Jahre. Wie damals vor Verdun weigern sich die Verantwortlichen auch jetzt wieder, die Realität zu akzeptieren, die gemachten Fehler zu erkennen und eine Umkehr einzuleiten. Stattdessen halten sie an dem eingeschlagenen Weg fest und führen das einfache Volk in die Katastrophe.

Donnerstag, 10. März 2016

Das liberale Argument für GMOs

Goldig: Goldener Reis (oben). Foto von International Rice
Research Institute (IRRI) [CC BY 2.0], via Wiki Commons
von Mohammad Malayeri
Das Internet hat, was die Forschungspraxis anbetrifft, vieles verändert. Vor dem Zeitalter des Internets mussten Wissenschaftler bei ihrer Forschung auf Bücher aus den Bibliotheken zurückgreifen. Das war komplizierter als heute, aber immerhin basierten die Information in den meisten Fällen auf glaubwürdigen Quellen. Mit der Expansion des Internets haben Menschen Zugriff zu einer grenzlosen Menge von Informationen. Das Internet ermöglicht es ihnen viele wissenschaftliche Arbeiten und Studien weltweit auf ihren mobilen Geräten zu lesen. Die meisten Menschen nehmen sich nicht die Zeit, um seriöse und wissenschaftliche Studien zu lesen, sondern holen sich stattdessen ihre Information durch Videos auf YouTube oder von Facebookseiten mit einfallsreichen Memes. 

Angst vor technischem Fortschritt gibt es in unserer Gesellschaft schon seit der Erfindung des Feuers. Bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln (GMOs) lässt sich ein Geschäftskonzept hinter dem erbitterten Widerstand gegen solche erkennen – so verdienen Bio-Bauern ganz gut mit der Behauptung, dass GMOs schädlich seien.

Mittwoch, 9. März 2016

Wir haben keinen Grund uns über die USA zu beklagen

USA: Doch nicht der Sündenbock?
Bild: Pixabay/Tumisu/CC0 Public Domain
Die Amerikaner verhinderten, dass Deutschland Supermacht wurde, und der deutsche Michel nimmt ihnen das bis heute übel
von Thomas Rettig

Je größer der Leidensdruck durch die Masseneinwanderung, desto populärer werden plakative Erklärungen, die sämtliche Fehlentwicklungen auf eine Ursache zurückführen. Nicht nur bei den Gutmenschen, auch in der AfD, vor allem aber unter Pegida-Demonstranten macht sich der Antiamerikanismus breit. Das Beunruhigende daran ist, dass viele von den Amerika-Hassern mit der Demokratie abgeschlossen haben, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nacheifern und andere Meinungen nicht gelten lassen. Wie die Nationalsozialisten in der Weimarer Republik sprechen manche vom System. Sie behaupten, es gebe einen geheimen Plan zur Zerstörung Deutschlands bzw. Europas. Diese Ansicht gehört ins Reich der Verschwörungstheorien, was auch die Meinung von Michael Stürzenberger ist. Der bekannte islamkritische Blogger und Redner schrieb am 28.12.15 in pi-news.net: "Ich bin relativ viel zu Demonstrationen in Deutschland unterwegs und höre das immer wieder. Das 'System' sei der Feind und es müsse beseitigt werden. Aus diesen Reihen wird auch meist der Ausstieg aus der NATO gefordert, man sieht in den USA einen Gegner sowie absichtlichen Verantwortlichen für die 'Flüchtlings'-Misere, ist nicht selten sogar von der 9/11-Verschwörungstheorie überzeugt und bewertet gar die Palästinenser als 'Opfer' der israelischen 'Unterdrückung'."

Dienstag, 8. März 2016

Schuldenmacherei hat ein Ablaufdatum

von Tommy Casagrande
Es ist fatal, wenn ein Politiker meint, man solle noch mehr Schulden machen. Irgendwann wird das Wirtschaftssystem kollabieren und was dann passiert, weiß ich nicht und will ich mir auch nicht vorstellen. Es kann keine wirtschaftliche (Un-)Ordnung dauerhaft bestehen, die nur von Schulden lebt. Die Schuldenmacherei ist dem niedrigen Leitzins der Zentralbank, der EZB, zu verdanken. Aber genau dieser niedrige Leitzins verursacht die Schwemme billigen Geldes und ist der Urheber von Wirtschaftskrisen, wie sie dem Kapitalismus seit eh und je angedichtet werden.

Es wird einen Tag X geben - ich weiß nicht wann, ich weiß nur, dass er eines Tages kommen wird -, an dem die Zinsen steigen müssen und die Marktkräfte, die permanent unterdrückt werden und wie unter einem Deckel gehalten werden, unter dem es brodelt und dampft, durchbrechen. Wenn das passiert, besteht die Möglichkeit, dass ein Staatsbankrott den nächsten jagt. Es könnte dann das Zeitalter der USA als Weltmacht zu Ende sein, der Dollar in seiner Leitwährungsfunktion Geschichte und wie es politisch und gesellschaftlich ausschauen wird, das stelle ich mir jetzt lieber nicht vor. 

Montag, 7. März 2016

Staatliche Grenzen: Utilitarismus ist nicht libertär

Foto: Dominic Röltgen / Sons of Libertas.
Eine Antwort auf Christopher Cantwell von Dominik Ešegović
Neulich habe ich für eigentümlich frei einen Artikel von Christopher Cantwell ins Deutsche übersetzt. Der Text mit dem Titel „Offene Grenzen sind nicht libertär – Sie bedeuten globalen Kommunismus“ ist, wie man es von Cantwell gewohnt ist, sehr flüssig und überzeugend geschrieben. Dass der amerikanische Anarchist kein Blatt vor den Mund nimmt und auch gerne mal verbal den Vorschlaghammer auspackt, ist wohl der Grund seines Erfolgs. 

Besonders Libertäre sind der Political Correctness überdrüssig und können das immer selbe Gerede in den Massenmedien nicht mehr hören. Als Libertärer ist man es gewohnt, auch in kontroversen Fragen keine Samthandschuhe anzulegen. Jedoch ist spätestens seit der Flüchtlingskrise in der freiheitlichen Bewegung eine Tendenz festzustellen, die mich irritiert. Es geht um die Forderung vieler, auch von mir hochgeschätzter Libertärer, nach dem staatlichen Schutz von Grenzen.

Sonntag, 6. März 2016

Klare Kante: Der Wochenrückblick (KW 10/2016)

Michael Auksutats' Statements zur Woche
Über die Anmaßung der Deutschen:
Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Journalisten eines Volkes, das Angela Merkel für eine große Führerin, Til Schweiger für einen Schauspieler und Berlin für eine Metropole hält, sich anmaßen sollten die Wähler in den USA für Idioten zu halten.

Über die Gesetze der Tränenmechanik:
Der erste Hauptsatz der Rothschen Tränenmechanik:
Die Strahlkraft toter Flüchtlinge auf die ökosoziale Volksseele, sinkt linear zum Quadrat der Entfernung zur deutschen Staatsgrenze.

Über den Service des Gesundheitsamts:
Der Moment, in dem sich Hunderttausende unidentifiziert auf dem Staatsgebiet aufhalten, Du aber vom Gesundheitsamt angerufen und gefragt wirst, warum der Rückmeldebogen U9 für Deine erste Tochter noch nicht dort eingetroffen ist. (Ein Service, bevor das Jugendamt informiert wird.)

Samstag, 5. März 2016

In Haussephasen gelten andere Regeln

Marktkommentar von Claus Vogt
Jetzt sprechen schon 29 Argumente für eine Goldhausse 
Ich gehe davon aus, dass wir uns nun in der Frühphase einer neuen Goldhausse befinden. Ich komme bei meinen Analysen auf insgesamt 28 Argumente, die diese Aussage untermauern, und das 29. Argument ist gerade in der Entstehung begriffen. Aber sehen Sie selbst: 

Verstärktes Kaufsignal für Gold: Doppelter Widerstand überwunden 

Der folgende Chart zeigt Ihnen die Entwicklung des Goldpreises der vergangenen drei Jahre. Die Kursbewegung seit Mitte letzten Jahres interpretiere ich als Bodenbildung, die mit einem dynamischen Anstieg über die in Rot eingezeichnete obere Begrenzung der Formation abgeschlossen wurde.

Freitag, 4. März 2016

Wenn der Staat seine eigenen Zuschüsse besteuert

von Gotthilf Steuerzahler
Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem Land gibt es so manchen bürokratischen Unsinn, den man als normaler Mensch nicht nachvollziehen kann. Geradezu absurd erscheint es mir beispielsweise, dass der Staat unter bestimmten Voraussetzungen die von ihm selbst gezahlten Zuschüsse besteuert. Darüber kann man nur den Kopf schütteln!

Auf der einen Seite tritt der Staat großzügig und gewährend auf. Mit einer Fülle von Zuschüssen und anderen Fördermaßnahmen werden Wählerstimmen erkauft und Bürger, Vereine und Wirtschaftsunternehmen in vielen Lebenslagen finanziell unterstützt. Dieser Aufgabe widmen sich Ministerien und Behörden des Bundes und der Länder. Viele Milliarden Euro werden so Jahr für Jahr verteilt.

Donnerstag, 3. März 2016

Der Irrtum des zeitkonstruktivistischen Waffenverbotsarguments

von Tommy Casagrande
Steven Pinker hat sich in einer Verteidigung des Staates hinsichtlich eines Waffenverbotes auf den Historiker Peter Spierenburg berufen.

"Der Historiker Pieter Spierenburg hat es provokant so formuliert, dass 'die Demokratie zu früh' nach Amerika [USA] gekommen sei. In Europa hat der Staat zunächst die Menschen entwaffnet und dann ein Gewaltmonopol errichtet, und dann übernahmen die Leute die Staatsapparate. In Amerika haben die Menschen den Staat übernommen, noch bevor er sie dazu gezwungen hat, die Waffen niederzulegen."

Mittwoch, 2. März 2016

Böse Gutmenschen: Ist das Motiv vielleicht die Schwäche?

Das Buch kann hier bestellt werden
Hubert Milz rezensiert
Bernd Höcker: Böse Gutmenschen: Wer uns heute mit schönen Worten in den Abgrund führt, 7,95 Euro, 96 Seiten, Kopp.
»Frage an Radio Eriwan:
Können 'Gutmenschen' schwimmen?
Antwort:
Theoretisch im Prinzip schon, weil sie innen hohl sind!
In der Praxis in der Regel nicht, weil sie nicht ganz dicht sind!«

Aus diesem, kürzlich vor Karneval gehörten Witz kann man ableiten, dass "Gutmenschen" entweder lebensfremd sind oder aber Schwierigkeiten damit haben, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten - also im eigentlichen Wortsinn "schwach" sind, und aus dieser Schwäche heraus den Drang nach Macht verspüren. Etwas, was Erich Kästner einst wie folgt formuliert hat: "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Vielleicht hat der Autor dieses Buches, Bernd Höcker, vor diesem Hintergrund den - nur auf den ersten Blick widersprüchlichen - Wortfeiler von den "bösen Gutmenschen" geprägt?

"Böse Gutmenschen", das sind für Bernd Höcker all diejenigen selbsternannten Mitglieder des Managements der "political correctness", welche aus dem Umfeld des linken Gesellschaftsspektrums (grün-rot/rot-grün) ersprossen sind und in der Folge des erfolgreichen Marsches durch die Institutionen der 1968er inzwischen wichtige Posten an den Schaltstellen der Macht besetzt haben. Für den Autor Bernd Höcker zählen diese "bösen Gutmenschen" zu den fürchterlichsten und gefährlichsten Menschen in Staat und Gesellschaft.

Dienstag, 1. März 2016

Die Goldhausse läuft bereits - jetzt wird's bei Silber richtig spannend

Marktkommentar von Claus Vogt
Jetzt sprechen bereits 28 Argumente für eine Goldhausse
Mitte Dezember 2015 notierte Gold bei 1.050 $ pro Unze und überall in der Presse konnten Sie lesen, dass Goldman Sachs einen weiteren Kursrückgang prognostizierte. Im Unterschied dazu signalisierten meine Modelle und Indikatoren den baldigen Beginn einer großen Goldhausse. Deshalb publizierte ich im Rahmen meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren noch vor Weihnachten eine 12-seitige Themenschwerpunkt-Ausgabe mit dem Titel „Strategische und taktische Argumente für Gold – Teil II der langfristigen Goldhausse steht bevor“ und riet meinen Lesern zu diesem Zeitpunkt zum Einstieg in einige Gold-Investments.

Termine: März 2016

Auch für den März haben wir wieder eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen zusammengefasst. Sollten wir wichtige Termine vergessen haben, so bitten wir darum, uns dies mitzuteilen.

Im Folgenden eine Auflistung einiger interessanter Veranstaltung. Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr. Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie in unserem Kalender.

Zürich, 1. März, 18:30-21:45 Uhr: US-Imperium: Untergang ante portas? Veranstaltung des Hayek-Klubs Zürich, des Liberalen Instituts Zürich und der Studierenden für die Freiheit. Mit Thorsten Schulte (''Silberjunge''). Ort: Universität Zürich, Raum KOL F 104, Rämistrasse 71. Anmeldung: hier.  

Düsseldorf, 1. März, 19 Uhr: Vernetzungstreffen des Voluntaristen-Kreises Düsseldorf. Ort: Café Blutrot, Tannenstraße 21.

Wien, 1. März, 19 Uhr: Sicherheit und Lage Europas. Offener Salon des Scholariums. Mit Rahim Taghizadegan. Ort: Scholarium, Schlösselgasse 19/2/8. Anmeldung und weitere Informationen: hier.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns!

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