Freitag, 19. Februar 2016

Roland-Baader-Auszeichnung 2016 an Robert Nef

Preisträger 2016: Robert Nef.
Pressemitteilung des Instituts für Austrian Asset Management
Das Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) gibt bekannt, dass der Schweizer Sozialphilosoph und Publizist Robert Nef die Roland-Baader-Auszeichnung 2016 erhält.

Robert Nef ist einer der bedeutendsten liberalen Denker der Gegenwart. Durch sein unermüdliches und mutiges Engagement für eine freie und offene Gesellschaft und durch die integrative Kraft seiner Ideen und seiner Person hat er sich weltweit größte Anerkennung erworben. Der ehemalige Staatspräsident Tschechiens Vaclav Klaus nannte Nef einen „der letzten klassischen Liberalen in Europa“.

Drei Jahrzehnte leitete Robert Nef das 1979 gegründete Liberales Institut in Zürich. Darüber hinaus war er als langjähriger Mitherausgeber der Schweizer Monatshefte (heute: Schweizer Monat) tätig. Nef ist Mitglied der Mont Pelerin Society sowie der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft, Präsident der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur, Präsident des Vereins „Gesellschaft und Kirche wohin?“ und Vizepräsident der Stiftung „Freiheit und Verantwortung“.

Mit Schriften wie „Lob des Non-Zentralismus“ (2001) und „Politische Grundbegriffe“ (2002), Bände wie „Neidökonomie. Wirtschaftspolitische Aspekte eines Lasters“ (2004) sowie mit zahlreichen Kommentaren in führenden Tages- und Wochenzeitungen konnte Nef den öffentlichen Diskurs immer wieder durch geistreiche politökonomische und philosophische Analysen bereichern. Robert Nef zeichnet sich auch durch eine unermüdliche internationale Vortragstätigkeit aus und ist einer der gefragtesten Redner unter den deutschsprachigen liberalen Autoren und Intellektuellen.

Die Jury der Roland-Baader-Auszeichnung will durch die Preisverleihung die hohe Aktualität der Einsichten und Analysen Robert Nefs unterstreichen. In Zeiten immer neuer Krisen, welche die Freiheit durch Polarisierung, Populismus und staatliche Expansion bedrohen, verdient die von Vernunft und Abwägung geprägte Stimme Robert Nefs besondere Berücksichtigung. Das durch Robert Nef geprägte Konzept des politischen Non-Zentralismus stellt einen ebenso vielversprechenden wie unterschätzten Lösungsansatz für die aktuellen europäischen Migrations- und Währungskrisen dar.

Robert Nef wird darüber hinaus ausgezeichnet für seine humanistische, ökonomisch wie anthropologisch begründete Kritik am Wohlfahrtsstaat und sein feines Gespür für die zerstörerischen Wirkungen wohlmeinender staatlicher Zwangsstrukturen. Seine unermüdliche Erinnerung an die Notwendigkeit politischer und gesellschaftlicher Experimente und Lernprozesse, die nur in Vielfalt und friedlichem Wettbewerb möglich sind, mahnen Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kultur immer wieder zu Bescheidenheit.

Die Roland-Baader-Auszeichnung soll nicht zuletzt Robert Nefs unerschütterliche Geduld und Verbindlichkeit in der politischen Debatte, seine Offenheit in der sachlichen Auseinandersetzung honorieren, die in den heutigen Zeiten vielerorts schmerzlich vermisst werden. In seiner Haltung und in seinem Handeln ist Nef damit ein herausragendes Vorbild für heutige und künftige Generationen liberaler Aktivisten und Intellektueller.

Kommentare:

  1. Eine gute Wahl! Während sich die deutschen Libertären einander die Köpfe einschlagen, machen die libertären Eidgenossen, trotz so mancher Differenzen, vor, wie man's macht. Und stellvertretend dafür wandert der Roland-Baader-Preis dieses Jahr in die Schweiz. Mich freut das.

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  2. Ein sehr treffender Gedanke.
    Es geht wirklich zu wie auf einem Jahrmarkt der Eitelkeiten; immer schön die eigene Profilneurose pflegen - anstatt auch mal innezuhalten, zuzuhören und konstruktiv zu diskutieren. In Robert Nefs Denken und Lösungsansätzen steckt ein unerhörtes und noch viel zu wenig ausgeschöpftes integratives Potential. Heben wir diesen Schatz!

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